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Glossar

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a-Wert

Siehe Fugendurchlasskoeffizient.

Abbeizen

Durch Abbeizen, auch als Ablaugen bezeichnet, können alte Farbanstriche und Lacke zum Beispiel auf Holz oder Stein entfernt werden. Durch das Auftragen flüssiger oder pastöser Abbeizmittel werden die Farbschichten aufgeweicht, und man kann sie abwischen oder mit einem Spachtel abheben.

Abgehängte Decken

Unter vorhandenen Massivdecken montierte leichte Deckenkonstruktionen. Abgehängte Decken werden z.B. bei der Altbausanierung und großen Raumhöhen oder zur Verbesserung der Trittschalldämmung (mit Einbringung einer zusätzlichen Lage mineralischer Dämmung) eingesetzt. Sie bieten auch gute Möglichkeiten zur Führung von Elektro-, Lüftungs- und Sanitärleitungen.

Abkanten

Das Abkanten ist ein Blechbiegeverfahren, bei dem mit einer Kantpresse Bleche winklig gepresst werden. Die Winkelgröße ist neben der Presskraft durch verschiedene Stempel und Matrizen einstellbar. Die Bleche sind möglichst senkrecht zur Walzrichtung zu kanten, um einer möglichen Rissbildung entlang der in Walzrichtung auftretenden Unregelmäßigkeiten vorzubeugen.

Abluftfassade

Die Abluftfassade ist ein Sonderfall der Doppelfassade. Bei ihr steht die Luft des Fassadenzwischenraums und des zu belüftenden Innenraums über Öffnungen in der innen liegenden Fassade in Verbindung. Die Abluft wird vertikal über den Fassadenzwischenraum mechanisch abgeführt.

Abnahmeprüfzeugnis

Der von der Fertigungsabteilung unabhängige Abnahmebeauftragte des Herstellers und der vom Besteller beauftragte Abnahmebeauftragte oder der in amtlichen Abnahmevorschriften genannte Abnahmebeauftragte bestätigt auf der Grundlage spezifischer Prüfungen die Prüfergebnisse.

Abriebfestigkeit

Die Abriebfestigkeit ist die Eigenschaft eines Materials, gegen mechanische Beanspruchung widerstandsfähig zu sein. Für Fußbodenbeschichtungen ist die Abriebfestigkeit von hoher Bedeutung.

Abschrecken (Metallurgie)

Abschrecken ist ein Schritt der Wärmebehandlung von Metallen, insbesondere von Stahl.

Absorption

Absorption ist der Anteil der Strahlung, z. B. von der Sonne, der im Glas verbleibt und die Scheibe aufheizt. Eingefärbte Gläser absorbieren mehr als normales helles Glas. Zusätzliche Beschichtungen können je nach Aufbau mehr oder weniger absorbieren. Es gilt immer der Zusammenhang, dass die Summe der Anteile von Absorption, Transmission, Reflexion 100 Prozent ergeben.

Abstandhalter

Metallhohlprofil aus Edelstahl oder Aluminium, das die beiden Scheiben einer Isolierglaseinheit auf Abstand hält und zusätzlich auch das Trockenmittel beinhaltet.

Absturzsichernde Verglasung

Bei absturzsichernden Verglasungen handelt es sich um Verglasungen, die das Abstürzen von Personen verhindern. Dazu zählen Vertikalverglasungen, Glasbrüstungen mit durchgehendem Handlauf sowie Geländerausfachungen aus Glas.

Absturzsicherung

Vorrichtungen oder Bauteile an Gebäuden, die einen Absturz von Personen vermeiden sollen. Hierzu gehören z.B. Einhängevorrichtungen, Brüstungen, Geländer oder absturzhemmende Verglasungen.

Aceton

Farblose, brennbare, leicht verdunstende Flüssigkeit. Lösungsmittel für Farben, Acetylen und Kunststoffe.

Acetylen

Reaktionsfreudiges, farbloses Gas, hochexplosiv. Brenngas beim Schweißen, Ausgangstoff für Kunststoffe.

Achatglas

Achatglas ist ein marmoriertes, farbig gebändertes Glas. Es wurde erstmals in Ägypten unter den Diadochen produziert. Achatglas ist meistens grün, kupferrubinfarben oder blau.

Acrylatverklebung

Acrylatverklebung ist eine in hohem Maße transparente Fügetechnik von Glas. Der Klebstoff wird in sehr geringen Schichtdicken verarbeitet und härtet unter UV-Licht. Problematisch ist die Abnahme der Festigkeit der Klebeverbindung durch klimatische Einflüsse. Derzeit werden Acrylatverklebungen meist nur bei untergeordneten Verklebungen eingesetzt.

Acrylglas

Acrylglas, besser bekannt unter der Bezeichnung Plexiglas, ist ein licht- und wetterbeständiger, glasartiger, unter Wärme biegsamer Kunststoff. Das Material gibt es in allen Farben, es ist hart und bruchfest, aber nicht kratz-, lösungsmittel- und feuerfest.

Adhäsion

Unter Adhäsion versteht man das Aneinanderhaften von unterschiedlichen Stoffen. Sie beruht auf den unterschiedlichen Anziehungskräften der einzelnen Moleküle der Stoffe (molekulare Wechselwirkung).

Adhäsionsbruch

Versagensszenario einer strukturellen Verklebung, bei der sich die Klebschicht vom Grundmaterial trennen lässt. Tritt meist bei unzureichender Vorbereitung der Klebeflächen auf. Ein Versagen der Verklebung durch Adhäsionsbruch ist laut geltendem Recht nicht zulässig.

AGK

Allgemeine Geschäftskosten, die als prozentualer Anteil des Umsatzes ermittelt werden. Dient u.a. als Zuschlagsatz bei der Kalkulation.

Akkreditierung

Formelle Anerkennung der Kompetenz einer Einrichtung, bestimmte Prüfungen oder Prüfungsarten auszuführen. Akkreditierung ist ein Begriff aus der DIN- bzw. ISO-Welt, z.B. im Zusammenhang mit Prüflaboratorien oder mit der offiziellen Autorisierung von Zertifizierern nach ISO 9001.

Akustisches Verbundsicherheitsglas

Akustisches Verbundsicherheitsglas besteht aus zwei oder mehr Scheiben, die durch akustisch wirksame Polyvinylbutyral-Folien PVB-Si verbunden sind.

Alabasterglas

Unter Alabasterglas versteht man matt geschliffenes Milchglas.

Alarmglas

Alarmglas löst bei Beschädigung oder Zerstörung ein Signal aus und gibt es an eine Einbruchmeldeanlage weiter. Dazu ist in der VSG-Verglasung ein Drahtgeflecht eingearbeitet, auch Alarmspinne genannt, oder eine Alarmsicherheitsfolie (Glasdurchbruchmelder).

Alarmsicherheitsfolie

Eine Alarmsicherheitsfolie ist eine selbstklebende und mehrschichtige Folie mit eingelegten Alarmfäden. Sie wird nachträglich auf Glas aufgetragen und besitzt die Funktion eines Glasdurchbruchmelders der höchsten Gefahrenklasse.

Alarmspinne

Eine Alarmspinne ist ein auf ein Sicherheitsglas aufgebrachtes oder eingearbeitetes Netz aus elektrischen Leitern, die beim Bruch des Glases unterbrochen werden und so ein Alarmsignal an eine Einbruchmeldeanlage weitergeben.

Algrafie

Algrafie, auch Aluminiumdruck genannt, ist ein sogenannter Flachdruck. Anstatt des bei der Lithografie verwendeten Lithografiesteins bedient man sich wegen des geringeren Gewichts bei der Algrafie einer Aluminiumdruckplatte.

Alkali-Kalk-Glas

Glasart, die einen hohen Gehalt von Siliciumdioxid und kleinere Gehalte von Alkalioxiden, Kalziumoxid, Magnesiumoxid und Aluminiumtrioxid enthält.

Allgemeintoleranzen

Für Maße ohne Toleranzangabe (Freimaße) gelten die Allgemeintoleranzen, die nach Nennmaßbereichen und Toleranzklassen unterteilt sind.

Alterung von Stahl

Stickstoff ist ein zumeist unerwünschtes Begleitelement in Stählen. In kalt umgeformten Profilen ordnet sich Stickstoff im Bereich der Kristallgitterversetzungen ungünstig an. Eine Folge ist die Versprödung des Stahls, Abhilfe schafft die Zulegierung von Aluminium zur Bildung von ungefährlicheren Aluminiumnitriden.

Altglas

Abfallglas, das im Recyclingverfahren wiederverwendet wird, indem es nach entsprechender Aufbereitung der Schmelze als Scherben zugesetzt wird. Altglas soll dabei nicht mit Hohl- oder Pressgläsern vermischt werden.

Aluminieren

Thermochemische Behandlung zur Anreicherung der Randschicht eines Werkstücks mit Aluminium.

Aluminium

Aluminium (Al) ist das chemische Element mit der Ordnungszahl 13. Die Bezeichnung leitet sich vom lateinischen Wort alumen für Alaun ab. Im Periodensystem der Elemente gehört Aluminium zur Bor-Gruppe, die früher auch als Gruppe der Erdmetalle bezeichnet wurde. Aluminium ist das dritthäufigste Element und häufigste Metall in der Erdkruste.

Aluminiumkaschierung

Dämmmaterialien, die mit einer dünnen Folie aus Aluminium überzogen sind, bezeichnet man als aluminiumkaschiert. Die Beschichtung mit der Aluminiumfolie verleiht den Materialien eine dampfdiffusionsdichte Eigenschaft und wird vor allem als Dampfsperre eingesetzt, wobei die kaschierte Seite in Richtung des zu dämmenden Raumes eingebaut werden muss.

Aluminiumlegierungen

Aluminiumlegierungen entstehen durch Legieren von Aluminium mit anderen Metallen. Als Basismaterial dient in den meisten Fällen Al99,5 (EN AW-1050A).

Aluminiumprofil

Aluminium ist ein Leichtmetall und hat aufgrund einer sich sehr schnell an der Luft bildenden dünnen Oxidschicht ein stumpfes, silbergraues Aussehen. Es lässt sich durch Strangpressen in komplizierte Profile formen. Hierin liegt ein großer Vorteil bei der Fertigung von Hohlprofilen.

Amperestunde

Einheit für die elektrische Ladung. Eine Amperestunde ist die Ladungsmenge, die innerhalb einer Stunde durch einen Leiter fließt, wenn der elektrische Strom konstant 1 Ampere beträgt.

Anfallspunkt

Treffen drei oder mehr Dachflächen in einem Punkt zusammen, so nennt man diesen Punkt Anfallspunkt.

Angriffhemmendes Glas

Angriffhemmendes Glas ist ein durchsichtiges oder lichtdurchlässiges Erzeugnis aus mehreren Glasscheiben mit oder ohne Kunststoffscheiben, das einer gewaltsamen Einwirkung einen bestimmten Widerstand entgegensetzt (durchbruch-, durchschuss- und explosionshemmende Verglasung).

Anhänger-Arbeitsbühne

Eine Anhänger-Arbeitsbühne ist eine leichte und kompakte Arbeitsbühne. Als Gelenk- oder auch Teleskopversion mit oder ohne Korbarm erreichen Anhänger-Arbeitsbühnen Arbeitshöhen bis zu 30m. Mit einem Zugfahrzeug mit Kugelkopfkupplung können diese Arbeitsbühnen einfach und bequem auch selbst transportiert werden. Durch ihr geringes Eigengewicht sind sie auch geeignet für Böden mit geringer Belastbarkeit.

Anisotropien

Optische Erscheinung bei ESG (Einscheiben-Sicherheitsglas). Die bei der Abkühlung auftretenden Spannungszonen innerhalb des Glases können zu einer Doppelbrechung des Lichts führen, was sich in erkennbaren farbigen Ringen sichtbar macht. Das Phänomen ist deutlich sichtbar bei bestimmten Lichtverhältnissen und auch bei Autoscheiben festzustellen.

Anker

Anker sind meist stabförmige Bauelemente, die auf Zug beansprucht werden können und Bauteile zusammenhalten. Im Mauerwerk werden Anker dann verwendet, wenn die aufzumauernden Wände nicht unmittelbar miteinander verbunden werden können.

Ankerplatte

Elemente aus Stahl, die dazu verwendet werden, Träger, Konsolen oder andere Stahlteile am Beton zu verankern. Sie bestehen aus Stahlplatten mit angeschweißten Ankerbolzen und werden zur besseren Einleitung der auftretenden Zug- und Querkräfte einbetoniert. Die angeschweißten Ankerbolzen ermöglichen eine kraftschlüssige Verbindung.

Ankerschiene

Eine Ankerschiene ist ein Profilstahl, der bei der Herstellung von Betonfassaden mit in den Beton eingegossen wird, wobei rückseitige Kopfbolzen für eine feste Verankerung sorgen. Sie wird so einbetoniert, dass in das C-Profil eine verschiebbare Ankerschraube eingelegt werden kann, um daran Lüftungskanäle, Rohrleitungen oder andere Bauteile zu befestigen.

Anlassen

Anlassen nennt man jedes Erwärmen eines Werkstücks nach dem Härten auf Temperaturen unterhalb Ac1, Halten und nachfolgendes Abkühlen. Man unterscheidet zwei Arten: das Entspannen bei ca. 150 °C, um die beim Härten entstandenen Spannungen auszugleichen, ohne die Härte zu vermindern; das Anlassen bei 400°C bis 650 °C als Teil des Vergütens.

Anlaufen

Bezeichnet bei Einfachglas die durch Verwitterung oder länger anhaltende Einwirkung von Feuchtigkeit entstehende Eintrübung der Glasoberfläche (chemische Reaktion). Isoliergläser laufen im Scheibenzwischenraum an, wenn der Randverbund undicht ist.

Anlauffarben

Farbgläser erhalten ihre Farbwirkung erst nach einer zusätzlichen Wärmebehandlung – das Glas läuft an. Im Glas bilden sich winzige Teilchen. Die Farbwirkung entsteht durch spezifische Lichtabsorption bzw. Lichtstreuung.

Anodisieren

Unter Anodisieren (anodische Oxidation) von Aluminium ist eine künstliche Verstärkung der Oxidschicht zu verstehen, die natürlicherweise bei Bewitterung entsteht und vor Korrosion schützen soll. Es werden verschiedene Verfahren angewendet, die unterschiedliche Farbnuancen ermöglichen.

Anodisierqualität von Aluminium

Um besonders dekorative Wirkungen oder ein besonders einheitliches Aussehen zu gewährleisten, verwendet man Legierungen in Anodisierqualität. Diese werden nach besonderer Verfahrenstechnik hergestellt.

Anodisiertes Aluminium

Aluminium, dessen Oberfläche durch ein elektrochemisches Verfahren mit einer Schutzschicht, hauptsächlich aus Aluminiumoxid bestehend, versehen wurde und vorrangig schützende, dekorative oder funktionale Eigenschaften hat.

Anschraubtürband

Türband, das auf der Sichtfläche vom Türrahmen und vom Türflügel montiert wird.

ANSYS

Abkürzung für Analysis System. FEM-Programmpaket zur Lösung umfangreicher Aufgabenstellungen der Strukturmechanik. Bietet sehr gute Voraussetzungen zur Berechnung von Verglasungen. Umfangreiche Kenntnisse der FEM sowie Bauteilversuche zur Kalibrierung der FEM-Modelle sind erforderlich.

Antidröhnbeschichtung

Regentropfen verursachen auf Metallblechen Lärm. Die Antidröhnbeschichtung wird auf die Unterseite der Bleche aufgetragen, sie wirkt Geräusch mindernd, da sie die entstehenden Vibrationen und den Schall reduziert. Diese Beschichtung wirkt also schalldämmend.

Antikglas

Antikglas ist ein eingefärbtes, handwerklich hergestelltes, mundgeblasenes Glas. Es wird vor allem in der Glaskunst verwendet.

Antireflexglas

Die hohe Transparenz von Antireflex-Glas erlaubt eine hervorragende Sicht auf Objekte. Der Betrachter wird kaum durch Lichtreflexe, noch durch Spiegelungen aus der Umgebung gestört und kann Farben klar und kontrastreich erkennen.
Die Restreflexion von Antireflexglas beträgt weniger als 1,0 Prozent (beidseitige Entspiegelung). Anwendungsmöglichkeiten: Schauräume, Vitrinen, Bilderrahmen, Schaufenster.

APTK

APTK ist die Abkürzung für Äthylen-Propylen-Terpolymer-Kautschuk, die bekanntere, internationale Bezeichnung des Dichtungsmaterials lautet EPDM.

AR-Glas

AR-Glas ist die Abkürzung für alkaliresistentes Glas.

Aramid

Aramid wird als Folie, meist jedoch als Faser hergestellt. Aramidfasern sind goldgelbe organische Polyamide. Die Fasern zeichnen sich durch sehr hohe Festigkeit, hohe Schlagzähigkeit, hohe Bruchdehnung, gute Schwingungsdämpfung sowie Beständigkeit gegenüber Säuren und Laugen aus.

Arbeitsbühnen

Arbeitsbühnen dienen als Plattformen, um Arbeiten ihn hohen Räumen oder unterhalb von Bauteilen und Decken auszuführen. Sie werden eingesetzt bei Arbeiten in großen Höhen, an Fassaden, bei Wartungs- und Reinigungsarbeiten, Malerarbeiten, Dachdecker- und Klempnerarbeiten.

Arbeitssicherheit

Die Arbeitssicherheit fasst Maßnahmen zusammen, die der Verbesserung der Sicherheit am Arbeitsplatz dienen sollen. Die Arbeitssicherheit ist eine notwendige Voraussetzung des Ausführens von jeglicher Arbeit. Es werden die technischen, organisatorischen und persönlichen Voraussetzungen der Arbeit berücksichtigt, um sicheres Arbeiten zu gewährleisten. Kann eine Arbeit nicht sicher ausgeführt werden, bestehen gesundheitliche Risiken bei der Arbeitsausführung.

Architektur

Der Begriff Architektur bezeichnet im weitesten Sinne die Auseinandersetzung des Menschen mit gebautem Raum. Das planvolle Entwerfen und Gestalten von Bauwerken ist der zentrale Inhalt der Architektur. Es gibt eine Vielzahl von Definitionen des Begriffs, die der Architektur verschiedene Aufgaben, Inhalte und Bedeutungen zuschreiben.

Argon

Argon ist ein farbloses, äußerst reaktionsträges, einatomiges Edelgas. Es wird unter anderem wegen seiner geringeren Wärmeleitfähigkeit als wärmeisolierendes Füllgas zwischen Isolierglasscheiben eingesetzt.

Atrium

Das Atrium ist ein rechteckiger Innenraum in der Mitte des Hauses, von dem aus die umliegenden Räume zugänglich sind. Licht erhält das Atrium über eine Öffnung im Dach. Der Begriff geht zurück auf die römische Architektur, in der das Atrium einen zentralen Raum in einem Wohnhaus bezeichnete. Es diente als Aufenthaltsraum für die Familie. Licht erhielt das Atrium über eine Öffnung im Dach.

Attika

Attika bezeichnet in der Architektur ein über dem Kranzgesims befindliches Halbgeschoss oder eine Abschlusswand zur Verdeckung des Daches.

Ätzen

Durch die Anwendung ätzender Stoffe werden Schriftzüge oder Bilder auf der Glasoberfläche hergestellt. Die dabei entstehenden geätzten Flächen erscheinen matt, die Festigkeit des Glases wird dabei nicht beeinträchtigt. Als Ätzmittel für Glasoberflächen wird hochaggressive und giftige Flusssäure verwendet. Das Ätzen wird häufig durch Sandstrahlen ersetzt.

Audit

Ein Audit ist die systematische, unabhängige Untersuchung eines Istzustandes im Vergleich mit einem Sollzustand. Audit ist die Beurteilung der Wirksamkeit des Qualitätssicherungssystems oder seiner Elemente.

Aufdampfen

Aufdampfen ist ein Verfahren zur Erzeugung metallischer Schichten. Silber, Zinn oder Indium können zur Herstellung von Wärmeschutzglas oder Sonnenschutzglas als Beschichtung aufgedampft werden.

Auflager

Als Auflager bezeichnet man die Fläche, auf der die resultierenden Lasten von horizontal gelagerten Bauteilen (Balken, Träger, Platten, Decken) einwirken bzw. aufliegen. Die Kräfte, die auf Auflager einwirken, werden als Auflagerkräfte bezeichnet.

Auflösung

Ein Begriff der Grafikformatierung: die Anzahl der Punkte pro Zoll, mit denen eine Grafik dargestellt wird.

Aufmaß

Vermessen eines bestehenden oder eines von einem anderen Gewerk beigestellten Bauteils.

Aufriss

Der Aufriss liefert als Bauzeichnung im Gegensatz zum Grundriss eine frontale Ansicht eines Gebäudes. Er dient entweder zur Darstellung der Gliederung der Fassade oder als vertikaler Schnitt durch den Bau zur Darstellung des inneren Aufbaus der Stockwerke oder innerer Wandgliederungen.

Aufzugsverglasung

Die Verglasung der Aufzugsumwehrung oder -kabine besteht hauptsächlich aus Sicherheitsglas. Trotz der vorhandenen Absturzsicherung müssen hier nicht die üblichen Vorschriften für absturzsichernde Verglasungen angewendet werden.

Auroraglas

Auroraglas ist ein alter Begriff für rosa schimmerndes Milchglas.

Ausglasen

Vorgang des Entfernens der Verglasung aus dem Rahmen bzw. der Unterkonstruktion. Das Ausglasen kann zum Beispiel durch geklipste Glashalteleisten erleichtert werden.

Ausgleichsmasse

Mörtel- oder Spachtelmasse zum Ausgleich von Fußbodenunebenheiten. Selbstverlaufende Ausgleichsmassen verlaufen nach grober Verteilung selbstständig zu ebenen Flächen.

Ausgussbeton

Betonbautechnik, bei der im Gegensatz zum herkömmlichen Betoniervorgang zuerst der Zuschlag (z.B. Kies, Schotter) in die Schalung eingebracht wird. Anschließend werden die entstandenen Hohlräume mit Mörtel (Colcretemörtel oder Prepakt-Beton) verpresst oder ausgefüllt. Die besondere Eigenschaft ist das geringe Schwindverhalten.

Aushebesicherung

Vorkehrung bei eingehängten Bauteilen (z.B. Blechelemente), die ein ungewolltes Ausheben durch Wind oder Menschenhand verhindert. Dies kann z.B. eine an der richtigen Stelle platzierte Schraube sein.

Ausknöpfen

Ausknöpfen ist ein Versagensszenario bei Resttragfähigkeitsversuchen. Tritt bei punktförmig gelagerten Gläsern (meist VSG aus ESG) im Bereich der Lagerung auf. Durch die ganzflächige Zerstörung der Einzelscheiben wird der Bereich um den Punkthalter so weich, dass dieser durch die Glasbohrung rutschen kann.

Auskragung

Unter Auskragung versteht man das Vorspringen bzw. Vorkragen eines Gebäudeteils in der Fassade. So können zum Beispiel Erker, Balkone oder ganze Geschosse durch Kragsteine oder Stichbalken hervorspringen.

Ausleger

Ein Ausleger ist ein über die Abstützung eines Kranes hinausragendes Bauteil.

Auslöse

Siehe Verpflegungsmehraufwand.

Ausmuschelung

Ausmuschelungen treten häufig beim Brechen des Glases an der Schnittkante auf. Auch Beschädigungen der Oberfläche, z.B. aus Steinanprall, sehen häufig muschelförmig aus.

Austenit

Als Austenit werden Mischkristalle des Eisens bezeichnet. Im weiteren Sinn wird der Begriff Austenit auch auf andere kubisch-flächenzentrierte Strukturen übertragen. Ein Beispiel sind die Formgedächtnislegierungen. Austenit ist der Hauptgefügebestandteil vieler nicht rostender Stähle.

Autoklav

Ein Autoklav ist ein verschließbarer Druckbehälter zur thermischen Behandlung von Stoffen im Überdruckbereich. In der Glasindustrie werden Autoklaven zur Herstellung von Verbundglasscheiben verwendet. Die Zwischenlagenfolie verbindet sich bei hohem Druck und Temperatur mit den Einzelscheiben zu Verbundglas.

AVA

Abkürzung für Ausschreibung, Vergabe, Abrechnung.

Aventuringlas

Aventuringlas ist Glas mit schimmernden Einschlüssen. Seinen Namen verdankt das Glas seiner Ähnlichkeit zu dem Stein Aventurin, der durch Eisenoxidspuren schimmert.

Axonometrie

Die axonometrische Projektion ist eine zeichnerische Parallelprojektion, bei der die Lage des Gegenstandes und/oder die Richtung der Projektionslinien so gewählt sind, dass der Gegenstand in seinen drei Ausdehnungen dargestellt wird und diese in Richtung ihrer Koordinatenachsen gemessen werden können.

b-Faktor

Statt der Angabe des g-Wertes (= Gesamtenergiedurchlassgrad) einer Isolierverglasung findet sich häufig auch der sogenannte b-Faktor (= shading coefficient).

Bach‘sche Plattenformel

Auf der linearen Plattentheorie basierende, einfache Formel zur Bestimmung von Spannungen und Durchbiegungen von Platten unter Biegebeanspruchung per Handrechnung.

Ballwurfsicherheitstest

Beim Ballwurfsicherheitstest wird mithilfe einer Ballwurfmaschine, unter einem Winkel von 45 oder 90 Grad, zwei Arten von Bällen auf die Verglasung geschossen. Dabei darf die Verglasung nicht zerstört werden.

Balustrade

Eine Balustrade ist eine spezielle säulenverzierte Brüstung oder ein Geländer aus gedrungenen, stark profilierten Säulen aus Holz oder Stein.

Bandbeschichtung

Die Bandbeschichtung, auch Coil Coating oder kontinuierliche Metallbandbeschichtung genannt, ist ein Verfahren zur ein- oder beidseitigen Beschichtung von flachen Stahl- oder Aluminiumbändern und eine Alternative zu traditionellen Beschichtungsverfahren.

Bandbezugslinie

Die Bandbezugslinie (BBL) nach DIN 18268 ist die festgelegte Linie eines Türbandes, die in einem bestimmten Abstand zur Oberkante Türfalz bzw. zur Bezugskante Zargenfalz steht. Erst die exakte Festlegung der Bandbezugslinie für das obere und das untere Türband ermöglicht das Zusammenspiel von Türblatt, Türband und Türzarge.

Bandfassade

Bandfassaden charakterisieren sich im Wesentlichen aus aneinandergereihten Fensterbauteilen über einer geschlossenen Brüstung.

Bandgießanlagen

Kontinuierlich arbeitende Anlagen zum endabmessungsnahen Gießen von Stahl. Dünnes Band (Vorband 15–50 mm, Band < 15, Dünnband < 5 mm) wird in diesen Anlagen direkt aus der Schmelze hergestellt. Die Verfahren arbeiten mit ein oder zwei Rollen.

Bandmaß

Bandmaß ist die Breite des Glasbandes ohne Borten (Abschnitte). Das übliche Bandmaß ist 3,21 Meter. Aus herstellungstechnischen Gründen sind breitere Gläser Sonderanfertigungen. Die üblichen Längen sind derzeit 6 und 7,2 Meter, selten 9 Meter.

Bandstahl, kaltgewalzt

Aus Warmbreitband (Bandstahl, warmgewalzt) durch Kaltumformen hergestelltes Flacherzeugnis, das durch Kaltwalzen eine Querschnittsverminderung um mindestens 25 % erfahren hat und nach Durchlaufen der Fertigwalze bzw. nach dem Beizen oder kontinuierlichen Glühen zu einer Rolle (Coil) aufgewickelt wird.

Bandstahl, warmgewalzt

Flacherzeugnis mit einem rechteckigen Querschnitt, dessen Breite viel größer als die Dicke ist, hergestellt aus Halbzeug unlegierten oder legierten Stahls. Es wird unmittelbar von der Fertigwalze bzw. nach dem Beizen oder dem kontinuierlichen Glühen zu einer Rolle aufgewickelt, sodass die Seitenflächen der Rolle ungefähr in einer Ebene liegen.

Barrierefreies Bauen

Barrierefreies Bauen ist die Bezeichnung für die Ausführung und Ausstattung von Gebäuden, Straßen, Plätzen, öffentlichen Verkehrsanlagen mit dem Anspruch, dass diese baulichen Anlagen für alle Menschen barrierefrei, also behindertengerecht, nutzbar sein müssen.

Basisglas

Bezeichnet das direkt aus der Glasschmelze hergestellte Glas. Erst durch Zuschnitt, Bohrungen, Kantenbearbeitung und weitere Veredelung wird es für seinen Einsatzzweck entsprechend bearbeitet.

Bauaufsicht

Für die Überwachung genehmigungspflichtiger Bauvorhaben ist die für die Baugenehmigung zuständige Behörde, ein Bauaufsichtsamt (z. B. Hochbauamt, Bauordnungsamt oder Tiefbauamt), zuständig. Hierbei erfolgt vor allem eine Überprüfung der entsprechend einer erteilten Genehmigung mit entsprechenden Auflagen zugelassenen Ausführung des Bauwerks.

Baubeginn

Der Baubeginn darf erst nach rechtskräftiger und erfolgter Zustellung der Baugenehmigung an den Bauherrn sowie der schriftlichen Anzeige des Baubeginns bei der Baugenehmigungsbehörde (Baubeginnanzeige) erfolgen.

Bauglas

Bauglas ist ein Werkstoff, der aus Quarzsand, Soda, Kalkstein und Dolomit erschmolzen wird. Glas ist ein Vielfachgemisch von verschiedenen Silikaten, das einen großen Erweiterungsbereich, aber keinen festen Schmelzpunkt hat. Bei seiner Abkühlung aus dem dünnflüssigen Zustand ist es bis auf 500 °C plastisch formbar.

Bauhausstil

Stil in Architektur und Design, gleichgesetzt mit der Moderne. Beispielhaft ist die neuartige funktionale Trennung der Einzelbaukörper zu nennen. Die Fassade war nicht mehr länger ein tragendes Element des Gebäudes und konnte somit frei gestaltet werden. Dieses Designmerkmal wird noch heute als curtain wall bei modernen Gebäuden aus Glas verwendet.

Bauherr

Bauherr ist, wer auf seine Verantwortung eine bauliche Anlage vorbereitet, ausführt oder vorbereiten bzw. ausführen lässt.

Baukran

Baukräne dienen als Hebezeuge zum Transport von Baustoffen und Bauteilen.

Baukunde

Unter Baukunde versteht man allgemein die Kenntnis der Theorien und Erfahrungen auf dem Gebiete des Bauwesens.

Baulasten

Eine Baulast ist eine freiwillig übernommene öffentlich-rechtliche Verpflichtung.

Bauphysik

Die Bauphysik ist eine wissenschaftliche Richtung der Physik, die sich mit den physikalischen Eigenschaften von Baumaterialien und Bauwerken befasst. In Normen und Verordnungen sind die bauphysikalischen Eigenschaften von Baustoffen und Bauteilen festgelegt. Unterteilen lässt sich die Bauphysik in vier Hauptgruppen: Brand-, Wärme-, Feuchte- und Schallschutz.

Baustahl

Stahlsorten, die ausschließlich für die Verwendung im Baubereich eingesetzt werden, bezeichnet man als Baustahl. Die Klassifizierung der Baustähle ist in der DIN 17 100 geregelt und definiert. Baustähle werden meist unlegiert verwendet.

Baustatik

Baustatik oder die Statik der Baukonstruktionen ist die Lehre von der Stabilität von Tragwerken im Bauwesen. Die Berechnungsverfahren der Baustatik sind Hilfsmittel der Tragwerksplanung und mit der Lehre der Modellbildung und der Konstruktionslehre Teil der Tragwerkslehre.

Baustelleneinrichtung

Als Baustelleneinrichtung werden sämtliche Einrichtungen, Maschinen und Anlagen zusammengefasst, die notwendig für das Einrichten und Betreiben einer Baustelle sind. Dazu gehören u. a. Kräne, Magazine, Sanitäranlagen, Wasser- und Stromversorgung und Schutzeinrichtungen.

Bautagebuch

Dient als Dokumentation der Tätigkeiten auf einer Baustelle und als Grundlage zur Stundenabrechnung.

Bauteil

In der Architektur oder im Bauwesen ist die Bezeichnung Bauteil für Teile eines Bauwerks oder eines Gebäudes gebräuchlich. Es gibt zwei Bedeutungen: das Bauteil im Sinne eines Bauelementes und der Bauteil im Sinne eines Gebäudeteils.

Bauträger

Bauträger sind Firmen und Unternehmen, die Grundstücke erwerben und darauf Häusern oder Wohnungen schlüsselfertig bauen. Diese Objekte werden dann wieder zum Kauf angeboten.

Bauwerksfuge

Eine Bauwerksfuge entsteht, wenn Bauwerke, Gebäudeteile oder Bauabschnitte ohne Abstand direkt neben einem benachbarten Bauwerk errichtet werden.

Bauwerksfugen

Bauwerksfugen gehen durch alle tragenden und nicht tragenden Teile des Gebäudes oder Bauwerks hindurch. Es gibt meist große Relativverformungen durch Setzungserscheinungen oder ungleichmäßige Setzungen. Die Abdichtung von Bauwerksfugen hat im Bereich der Fassade eine sehr große Bedeutung.

Bauxit

Zurzeit ist eine wirtschaftliche großtechnische Gewinnung von Aluminium nur aus Bauxit möglich. Bauxit wird überwiegend im Tagebau gefördert. Die bedeutendsten Förderländer sind Australien, China und Brasilien. Im Gegensatz zu anderen Rohstoffen gibt es noch ausreichend Vorräte an Bauxit.

Bayer-Verfahren

Das Verfahren ist nach dem deutschen Carl Josef Bayer benannt. Bei diesem Verfahren zur Gewinnung von Aluminium wird der gemahlene Bauxit mit wässriger Natronlauge vermischt und bei ca. 150 °C zur Reaktion gebracht, um es von den Fremdbestandteilen wie Eisen- und Siliziumoxid zu trennen.

Befahranlage

Befahranlagen dienen zur Reinigung und Wartung von Fassaden, die aufgrund ihrer Dimensionen nicht über Einzelanschlagpunkte, Spannseile oder sonstige mobile Geräte zu erreichen sind. Befahranlagen bestehen aus Reinigungskörben, fahrbaren Leitern und Schienen, die horizontal an der Außenwand befestigt werden.

Befahranlage

Anlage, die sicherstellt, dass sämtliche Bereiche einer Fassade gereinigt und gewartet werden können. Befahranlagen sind Kran-, Schienen- oder Gondelsysteme.

Begehbare Verglasung

Verglasung, die planmäßig als Boden einer Verkehrsfläche gilt. An begehbare Verglasungen werden hohe Anforderungen hinsichtlich der Trag- und Resttragfähigkeit gestellt. Die Ausbildung der Oberfläche muss rutschhemmend sein. Meist ergeben sich große Glasdicken und aus Gründen der Resttragfähigkeit Mehrfachlaminate.

Begehbares Glas

Für begehbares Glas muss Verbundsicherheitsglas (VSG) mit mindestens drei Scheiben verwendet werden. Die oberste Scheibe darf nicht zur Lastabtragung herangezogen werden, da sie aufgrund der Begehbarkeit mechanischen Schädigungen unterliegt und eine reduzierte Festigkeit besitzt. Sie dient als Schutz für die darunterliegenden tragenden Scheiben und sollte aus Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG) bestehen.

Beheizte Fassade

In der Regel versteht man unter einer beheizten Fassade Hohlkammerprofile, die der statischen Lastabtragung dienen und in denen, wie in Standardheizkörpern, Wasser zum Wärmetransport geführt wird. Vorteile einer beheizten Fassade sind die gleichmäßige Abgabe von Wärmeenergie und die Reduktion von Kaltluftzonen im Fassadenbereich.

Behinderungsanzeige

Mitteilung an den Auftraggeber zur Anzeige einer bauseitigen Störung, die die geplante Abwicklung einer vertraglich geschuldeten Leistung behindert. Die Behinderungsanzeige hat eine Informations-, Warn- und Schutzfunktion.

Beinglas

Bei der Herstellung von Beinglas wird der Glasmasse Knochenmehl beigemischt. Das Glas erhält dabei ein milchiges Aussehen.

Belastungsart

Kräfte, die auf ein Bauwerk einwirken, können in unterschiedlichen Formen auftreten. Anhand ihrer Wirkungsweise werden Belastungen in Punkt-, Linien-, Flächen- oder Volumenkräfte eingeteilt.

Berliner Dach

Sonderform des Satteldaches, bei der eine Dachfläche steiler geneigt ist als die andere.

Beruhigter Stahl

Mit Desoxidationsmitteln (Si, Mn, AI) oder nach einer Vakuumbehandlung vergossener Stahl, der aufgrund der Desoxidationszusätze in der Kokille ohne Kochen und Funkensprühen erstarrt.

Beschattungskoeffizient

Der Beschattungskoeffizient oder auch b-Faktor ist eine Rechengröße, die für die Berechnung von Kühllasten nach der VDI-Richtlinie 2078 benötigt wird. Es gilt: b = g / 0,8. Der b-Faktor wird auch Shading Coeffizient genannt.

Beschichtung

Beschichtungen sind so unterschiedlich und vielseitig wie die Materialien der Fassadenkonstruktionen selbst, auf denen sie eingesetzt werden. Allen gemeinsam ist ihre materialschützende- und -beeinflussende Wirkung.

Beschlagornament

Beschlagornamente werden aus Bändern, Leisten und Rosetten gebildet, die wie aufgenietete Metallbeschläge wirken. Beschlagornamente sind Zierbeschläge ohne technische Funktion.

Beton

Beton ist ein Gemisch aus Zement, Zuschlag (Sand, Kies, Splitt) und Wasser. Bei der Reaktion von Zement mit Wasser (Hydratation) wird der Zuschlag durch das entstehende Kristallgitter verzahnt und kann so große Druckkräfte übertragen. Beton wird aufgrund der deutlich schwächeren maximalen Zugbelastung oft mit Bewehrungsstahl verstärkt (Stahlbeton).

Beton-Fertigteilpaneel

Alternativ: Sandwichpaneel. Mehrschichtige Fassadentafeln aus hochtragfähigem Beton mit geringen Wanddicken. Aufgrund der Vorfertigung lassen sich hohe Oberflächengüten erreichen.

Betoneinlegeteil

Bauteil, das in den Bewehrungsstahl eingeflochten wird, um anschließend Bauteile daran zu befestigen. Der Einlegeteil wird so konstruiert, dass die wirkenden Kräfte optimal in den Beton eingeleitet werden.

Betonfenster

Betonfenster sind schlanke Fensterrahmen aus Beton, die in der Regel mit Fixverglasung, jedoch auch mit Lüftungsflügeln versehen, als vorgefertigte Teile in einem Bauwerk eingesetzt werden können.

Betonglas

Betonglas ist eine andere Bezeichnung für Glasstahlbeton und wird bei der Herstellung von Sonderdeckenelementen verwendet. Hierunter versteht man eine Konstruktion, bei der Glas in Ortbeton oder Betonfertigteile eingefasst und fest mit Beton verbunden ist.

Betonstahl

Betonstahl dient als Bewehrung von Stahlbeton und wird in die Schalung einbetoniert. Frühere Bezeichnungen sind Armierungseisen oder Moniereisen.

Betretbare Verglasungen

Verglasungen, die planmäßig nur von einem eingeschränkten, speziell geschulten Personenkreis betreten werden. Hierzu zählen zum Beispiel Dachverglasungen, die nur zu Reinigungszwecken betreten werden. Es gelten gegenüber begehbaren Verglasungen verminderte Anforderungen an die Tragfähigkeit und die Resttragfähigkeit.

Bewegungsfuge

Siehe: Dehnfuge.

Bewehrtes Verbundsicherheitsglas

Durch in die Zwischenschicht von Verbundsicherheitsglas eingebettete Bewehrungselemente wird auch bei VSG aus ESG ein hohes Maß an Resttragverhalten, auch bei hohen Bauteiltemperaturen, gewährleistet. Bewehrungselemente können sein: Stahldrähte und -geflechte, Lochbleche usw. Bewehrtes Verbundsicherheitsglas befindet sich im Versuchstadium.

Bewehrung

Eine Bewehrung oder Armierung ist die Verstärkung eines Objekts durch ein anderes, das eine höhere Druck- oder Zugfestigkeit bzw. eine größere Haltbarkeit gegenüber weiteren Einflüssen der Umwelt, z. B. Wasser, Frost, chemische Stoffe usw., besitzt.

Bewehrungsstahl

Bewehrungsstahl oder Betonstahl dient als Bewehrung von Stahlbeton und wird in die Schalung einbetoniert. Frühere Bezeichnungen sind Armierungseisen oder Moniereisen.

Biege- und Aufschweißbiegeversuch

Der Biegeversuch nach DIN 50 111 dient zur Beurteilung des Verformungsvermögens von Schweißverbindungen. Dabei werden nacheinander gezielt die unterschiedlichen (Werkstoff-)Bereiche Schweißnaht, Wärmeeinflusszone und Grundwerkstoff auf ihre Verformungsfähigkeit geprüft.

Biegefestigkeit

Festigkeitswert, der besonders bei spröden Werkstoffen (Grauguss) ermittelt wird. Der Probestab liegt mit beiden Enden auf und wird in der Mitte belastet. Für die Abnahme ist die Biegefestigkeit unverbindlich.

Biegen

Beim Biegen wird ein Material durch Biegekräfte plastisch umgeformt. Das Verfahren wird angewandt, um Bleche, Rohre, Profile, Drähte und Stabwerkstoffe umzuformen.

Biegeradius

Beim Umformen des Stahles durch Biegen, Falzen oder Kanten ist ein materialimmanenter Radius einzuhaltenden, damit der Stahl an der Oberfläche nicht reißt.

Biegesteifigkeit

Biegesteifigkeit beschreibt die Fähigkeit eines Bauteils, Momente aufzunehmen und zu übertragen. Die Biegesteifigkeit eines Stahlbauträgers ergibt sich aus dem Flächenträgheitsmoment 2. Grades I des Trägers. Mehrere Träger können sich in einem Knoten treffen. Nun kann es erforderlich sein, über den Knoten hinweg ein Moment zu übertragen.

Biegezugfestigkeit

Die Biegezugfestigkeit bezeichnet bei einer Beanspruchung auf Biegung die maximale aufnehmbare Spannung eines Werkstoffs. Ist die eingebrachte Biegespannung an einem Bauteil größer als seine Biegezugfestigkeit, so wird das Gefüge des Werkstoffs zerstört. Dies kann zum statischen Versagen der Konstruktion führen.

Bindemittel

Bindemittel sind Stoffe, durch die Feststoffe mit einem feinen Zerteilungsgrad (z. B. Pulver) miteinander bzw. auf einer Unterlage verklebt werden. Bindemittel werden meist in flüssiger Form den zu bindenden Füllstoffen zugesetzt.

Bitumenanstrich

Ein Anstrich aus Bitumen wird als Feuchtigkeitsschutz von Bauteilen (z. B. Kelleraußenwände) und als Schutz von Metallen (Eisen, Stahl) vor Korrosion oder Holz vor Verwitterung verwendet.

Blankstahl

Blankstahl wird durch Entzundern und der anschließenden Kaltformung aus warmgewalztem, seltener aus geschmiedetem Stahl hergestellt und weist eine blanke, glatte Oberfläche sowie eine wesentlich größere Maßgenauigkeit auf als warm geformte Stahlprodukte.

Blaues Glas

Die blaue Glasfarbe entsteht durch das Hinzufügen von Eisenoxid und/oder Kobalt. Blaues Glas ist relativ weit verbreitet, neben Produkten für die Baubranche auch für dekorative Haushaltsgegenstände.

Blechabwicklung

Um gekantete Blechverkleidungen herzustellen, benötigt man in der Fertigung die Blechabwicklung, d. h. die Größe und Form des Blechzuschnittes, der dann von der Fertigung mittels Kanten in die vom Kunden gewünschte Endform gebracht wird.

Blechumformung

Arten der Blechumformung sind das Biegeumformen, Tiefziehen, Ziehen und auch das Stanzen.

Bleiglas

Zur Gruppe der Bleigläser gehören das Kristall- und Bleikristallglas. In der Zusammensetzung wird anstelle von Kalziumoxid ein höherer Anteil an Bleioxid eingesetzt. Bleigläser sind leichter schmelzend und haben eine höhere Dichte. Da bleihaltige Gläser eine besonders hohe Lichtbrechung erreichen, eignen sie sich gut für den Glasschliff.

Bleikristallglas

Bleihaltige Gläser weisen eine besonders hohe Lichtbrechung auf, die Verzierungen und Schliff vorteilhaft wirken lassen. Blei- oder Kristallglas ist daher ein bevorzugtes Material für Trinkgläser, Vasen, Schalen und Lüster.

Bleiverglasung

Die besondere Technik der Bleiverglasung beruht auf die Einfassung kleinteiliger eingefärbter, bemalter oder geätzter (sandgestrahlter) Glasscheiben durch verlötete Bleibänder (den sogenannten Bleiruten) zu einer ganzen Scheibe, die anschließend in Fenster oder Türen eingesetzt wird.

Blendfassade

In der Regel zeigt eine Fassade die innere Gliederung bzw. den Querschnitt des hinter ihr liegenden Baukörpers. Als Blendfassade kann diese aber auch die bauliche Struktur des Gebäudeinneren verschleiern.

Blindes Glas

Trübende altersbedingte Zersetzungserscheinung, meist einer auf der Glasoberfläche aufgebrachten Schicht (Spiegel). Bei Isolierglas entsteht das Erblinden häufig durch das Undichtwerden des Randverbundes.

Blockgießen

Diskontinuierliches Urformverfahren, bei dem die Schmelze satzweise in Kokillen abgegossen wird und darin erstarrt.

Blower-Door-Test

Der Blower-Door-Test ist ein Winddichtigkeitstest bei Wohngebäuden. Bei geschlossenen Fenstern und Außentüren wird mit einem Ventilator bei konstantem Unterdruck (50 Pascal) Raumluft aus dem Haus geblasen. Diese entweichende Raumluftmenge wird gemessen. Ermittelt wird die sogenannte Luftwechselzahl n50.

Bodentürschließer

Bodentürschließer schließen Anschlag- und Pendeltüren – auch Feuerschutzvarianten – aller Materialien und Gewichte.

Bogendach

Ein Bogendach besteht aus nur einer gebogenen Dachfläche. Der Querschnitt entspricht dabei einem Kreisbogen mit einem Öffnungswinkel <180 Grad. Somit ist das Bogendach flacher als ein Tonnendach.

Bohrschrauben

Bohrschrauben werden angewendet, wenn man verschiedene Materialien mit unterschiedlichen Härtgraden miteinander verbinden will. Bohrschrauben kommen beispielsweise zum Einsatz, wenn eine Kunststoffplatte auf eine Metallunterkonstruktion befestigt wird. Bohrschrauben besitzen am Schaftanfang zusätzlich eine Bohrspitze zum Bohren des Grundlochs. Sie können bis zu 10 mm dicke Bleche durchbohren.

Bohrungen in Glas

Glasbohrungen sind in fast jedem Durchmesser möglich, in der Regel ab 4 bis 6 Millimeter. Die Bohrungen können für Sonderanwendungen innen geschliffen und poliert sein. Bei Sicherheitsglas sind Mindestabstände zu beachten.

Bolzen

Unter einem Bolzen versteht man ein Maschinenelement zur gelenkigen Verbindung von Werkstücken. In der Verbindung wird der Bolzen in der Regel nicht auf Zug, sondern überwiegend auf Scherung belastet. Bolzen können verschraubt oder durch Splinte in der Verbindung gehalten werden.

Bolzenschweißen

Beim Bolzenschweißen wird zwischen einer Stirnfläche des Bolzens und dem Werkstück ein Lichtbogen gezündet, beide Teile werden dabei lokal angeschmolzen und anschließend unter geringem Anpressdruck gefügt.

Borosilikatglas

Borosilikatglas ist ein chemikalien- und temperaturbeständiges Glas, das für Glasgeräte in Laboren und in der chemischen Verfahrenstechnik verwendet wird.

Bramme

Fester Rohstahl mit rechteckigem Querschnitt. Die Breite beträgt mindestens das Zweifache der Dicke. Halbzeug für Blech und Warmbreitband. Man unterscheidet: Roh- und Vorbramme.

Brandschutzbeschichtung

Eine Brandschutzbeschichtung isoliert das zu schützende Objekt vor Brand- und Hitzeeinwirkung durch Aufschäumen.

Brandschutzfenster

Brandschutzfenster sind Fensterelemente, die in ihrer Gesamtkonstruktion aus Fensterrahmen, Verglasung, Abdichtungen, Montagetechnik über einen bestimmten Zeitraum einem Feuer Widerstand leisten können. Sie werden nach der Funktion des verwendeten Glases (Brandschutzglas) und den notwendigen Feuerwiderstandsklassen eingeteilt.

Brandschutzklassen

Brandschutzklassen werden mit dem Buchstaben T bei Türen oder F bei Fixverglasungen gekennzeichnet. Darauf folgt die Zeit, die die Konstruktion dem Brand standhalten muss.

Brandschutzverglasung

Gläser im System (mit Rahmen, Dichtungen und Befestigungsmitteln), die den Flammen- und Brandgasdurchtritt für einen bestimmten Zeitraum verhindern, nicht aber den Durchtritt von Hitzestrahlung und die Gefahr der Selbstentzündung von Gegenständen hinter der Verglasung.

Brandüberschlag

Brandüberschlag ist die Bezeichnung für die Brandausbreitung durch ein Überschlagen der Flammen, Funken oder durch Hitzeeinwirkung (Strahlungshitze) von Fassadenöffnung zu Fassadenöffnung bzw. von Bauteil zu Bauteil. Ein Brandüberschlag kann in vertikaler, aber auch in horizontaler Richtung erfolgen.

Brandwand

Eine Brandwand teilt ein Gebäude in mehrere Brandabschnitte ein. Bei weichen Bedachungen ist eine Brandwand auch über die Dachhaut hinaus zu führen.

BREEAM

Building Research Establishment Environmental Assessment Method. Britisches Bewertungssystem zur Zertifizierung umweltrelevanter Gesamtleistungen eines Gebäudes und Leitfaden für Entwurfs- und Managementprozesse. BREEAM ist eines der international verbreitetsten Zertifizierungssysteme mit lokalen Anpassungen, u. a. für die Golfregion oder Resteuropa.

Breitflanschträger

Stahlträger, die im Stahlbau, z. B. Hallen-, Brücken-, Industrie- und Gewerbebau, eingesetzt werden.

Brettschichtholz

Brettschichthölzer sind verleimte Hölzer aus mindestens 3 Brettlagen in gleicher Faserrichtung. Brettschichtholz wird vorwiegend im Ingenieurholzbau verwendet. Binder aus Brettschichtholz werden als Brettschichtbinder oder Leimbinder bezeichnet.

Bronze

Bronze ist eine Legierung aus Kupfer, die meist Zinn, aber manchmal auch andere Metalle enthält. Bronze gilt als eine der ersten von Menschen hergestellten Legierungen. Heute werden aus Bronze Siebbleche, Lagerbuchsen, Fittings und Propeller von Schiffen und Booten hergestellt.

Bronzefarbenes Glas

Die bronzene Glasfarbe entsteht durch das Hinzufügen von Selen. Bronzefarbenes Glas wird häufig zur Dämpfung der Helligkeit eingesetzt oder aus dekorativen Gründen in der Innenarchitektur.

Browser

Computerprogramm zum Betrachten von Internetseiten oder allgemein von Dokumenten und Daten.

Bruchbild

Das Bruchbild wird gebildet durch den Verlauf der Risse einer zerbrochenen Glasscheibe. Je nach Veredelungstyp ergeben sich verschiedene Bruchbilder. ESG zerfällt zum Beispiel in viele kleine Bruchstücke, während TVG sehr große Glasscherben bildet. Im Zuge der Normierung werden für ESG und TVG bestimmte Bruchbilder gefordert.

Bruchfestigkeit

Wird auch statische Festigkeit genannt. Sie ist in der Festigkeitslehre die mechanische Spannung, die unter gleichmäßiger Steigerung der Belastung bei einem Bauteil zum Bruch führt.

Brünieren

Mittels Brünieren wird eine Schutzschicht auf eisenhaltigen Oberflächen erzeugt, um Korrosion zu vermindern. Durch Eintauchen der Werkstücke in saure bzw. alkalische Lösungen oder Salzschmelzen bilden sich Mischoxidschichten aus Eisenoxiden von tiefschwarzer Farbe. Eine Brünierung ist keine Beschichtung.

Brüstungsabdeckung

Die Abdeckung horizontaler Flächen auf Brüstungen mit Blech hat mit einem geringen Innengefälle zu erfolgen, sodass kein Wasser auf der Abdeckung stehen bleibt.

Brüstungsbauweise

Vormontierte, aus miteinander verbundenen Elementen bestehende, nicht geschosshohe Baugruppe, einschließlich der Ausfachungen.

BTS

Abkürzung für Bodentürschließer.

Buntmetall

Veralteter Begriff; Buntmetall wird ausschließlich für Schwermetalle auf Kupferbasis verwendet.

Butterfly-Test

Qualitätstest für Structural-Glazing-Silikon. Der Test ist bei jeder Inbetriebnahme einer Mischanlage durchzuführen bzw. nach dem Verrühren von Basis- und Katalysatorkartuschen. Zweck dieses Tests ist es, die Mischqualität des Silikons zu überprüfen.

Butyldichtung

Eine Butyldichtung ist eine Randabdichtung von Isoliergläsern.

Butze

Mundgeblasene und geschleuderte runde Glasscheibe mit einem Durchmesser von 5 bis 15 cm. Wird als Bleiverglasung eingesetzt (Butzenfenster, Butzenglas).

Cable Bracket

Ein Cable Bracket ist eine Halterung, in der ein Seil mittels Fitting gehalten oder gespannt werden kann. Durch eine Wippe im Bracket können auch Seilschwingungen aufgenommen werden.

CAD

Der Begriff Computer Aided Design (CAD) bezeichnet das Erstellen von Konstruktionsunterlagen mithilfe von geeigneter Software.

CAE

Abkürzung für Computer Aided Engineering. Oberbegriff über alle Möglichkeiten der Computerunterstützung von Arbeitsprozessen. Dazu gehören unter anderem: CAD, FEM, CAM, CAQ. Die Vernetzung der einzelnen Teilbereiche erhöht die Effektivität des Projektablaufs und hilft, Kosten zu senken. Die Komplexität von Großprojekten bedingt immer mehr den Einsatz umfangreicher Computerunterstützung.

CAM

Computer Aided Manufacturing (CAM) steht für die computergestützte Fertigung. Der Begriff CAM bezieht sich dabei auf die Steuerung von Produktionsanlagen sowie der dazugehörenden Transport- und Lagersysteme.

Cameoglas

Bei Cameoglas handelt es sich um mehrschichtiges Farbglas aus Überfangglas. Hierbei wird eine weiße Glasschicht über eine farbige Glasschicht gearbeitet. Mit einem Kupferrad werden anschließend Dekore eingearbeitet. Diese Dekore bleiben dann als Hochrelief stehen.

Cantilever

Ein Cantilever ist ein einarmiger Hebel, z. B. ein Kragträger für überhängende Bauwerke. Es handelt sich meist um eine bedingt freitragende Konstruktion.

Carbid

Verbindet sich Kohlenstoff als Anion mit einem Metall als Kation, so erhält man als Reaktionsprodukt die chemische Verbindung Carbid.

Cast-in

Ein Cast-in ist ein Bauteil, der z. B. im Beton eingegossen wird, damit später Konsolen oder ähnliche Bauteile befestigt werden können.

CE-Kennzeichnung

Die CE-Kennzeichnung ist eine Kennzeichnung, durch die ein Hersteller bestätigt, dass sein Produkt den geltenden europäischen Sicherheitsrichtlinien entspricht. Die CE-Kennzeichnung bedeutet nicht zwangsweise, dass das Produkt durch unabhängige Stellen auf die Einhaltung der Richtlinien überprüft wurde, und ist auch kein Gütesiegel.

CEN

Abkürzung für European Committee for Standardization. Europäische Normierungsbehörde ähnlich DIN und ISO.

Chauvel-Spiegelglas

Art des Flachglases mit parallel verlaufender Drahteinlage, das durch Bearbeitung nach dem Guss seine planen Oberflächen erhält und bei dem die Durchsicht und die Reflexion verzerrungsfrei sind.

Chemische Beständigkeit

Glas ist sehr beständig gegen die meisten Chemikalien. Diese Beständigkeit nimmt mit steigendem SiO2 Gehalt zu und kann durch die Zusammensetzung des Glases beeinflusst werden. Unmittelbar sichtbare Zerstörungen rufen Flusssäure (HF) hervor, die mit dem SiO2 zum gasförmigen Siliciumtetrafluorid reagiert und so die Netzstruktur des Glases zerstört.

Chemische Entfärbung

Die chemische Entfärbung hat das Ziel, färbende Oxide so in andere Oxide umzusetzen, dass die Färbung möglichst hell ist. Dabei wird während der Schmelze z. B. das stark färbende Eisenoxid unter Sauerstoffzufuhr in ein weniger stark färbendes Eisenoxid umgewandelt. Eine andere Methode der Entfärbung ist die physikalische Entfärbung.

Chemisches Vorspannen

Die chemische Vorspannung entspricht einer Verfestigung und wird bei dünnen Scheiben von 2–3 Millimetern angewendet. Das Glas wird in eine Kaliumnitratschmelze eingetaucht, es erfolgt ein Ionenaustausch. Dieser bewirkt den Aufbau einer Druckspannung an der Oberfläche und eine steigende Festigkeit. Die Druckspannung ist größer als beim thermischen Vorspannen.

Cherrypicker

Ein Cherrypicker ist eine selbstfahrende Teleskop-Gelenk-Arbeitsbühne. Es handelt sich um wendige Arbeitsbühnen, die leicht bedienbar und flexibel einsetzbar sind. Batterie-, Elektro- oder Dieselantrieb ermöglicht einen Innen- sowie Außeneinsatz.

Chrom (Cr)

Chrom erhöht die Zugfestigkeit durch Mischkristallbildung und verringert die kritische Abkühlgeschwindigkeit. Die Einhärtetiefe erhöht sich und die Zunderbeständigkeit nimmt zu. Ebenso wirkt Chrom bei ferritischen und austenitischen Stählen ab einer Konzentration von 13 % durch die Bildung einer resistenten Chromoxidschicht korrosionshemmend.

Chromatieren

Verschiedene Verfahren der Oberflächentechnik. Mittels eines elektrogalvanischen Verfahrens werden Werkstücke mit einer chromhaltigen Schutzschicht versehen. Die so erzeugten Chromatschichten zählen zu den Passivierungsschichten, d. h., sie sind anorganische nichtmetallische Schutzschichten.

Chromoxid

Chromoxid in eine chemische Verbindung von Chrom und Sauerstoff. Durch Beimengen während der Glasproduktion, oft auch in Verbindung mit Eisenoxid, färbt es dieses grün.

Chubbschloss

Von Jeremiah Chubb erfundenes Zuhaltungsschloss. Durch den gestuften Schlüsselbart werden mehrere Sperrzuhaltungen so angehoben, dass der Riegel bewegt werden kann. Das Chubbschloss war noch bis in die Sechzigerjahre in Deutschland gebräuchlich.

Coil

Zur Rolle gewickeltes Stahlband, Stahlrohr oder gewickelter Draht.

Colburn-Verfahren

Beim Colburn-Verfahren wird das Glas ohne Ziehdüse aus der Glasmasse hochgezogen und das Glasband in einer Höhe von ca. 60 bis 70 cm über eine Biegewalze in einen horizontalen Kühlkanal umgeleitet. Irving Waightman Colburn meldete seine Erfindung 1905 in den USA an.

Colorescent-Glas

Colorescentes Glas ist eine zusammengesetzte Glastafel, die aus verschiedenen Glasschmelzen besteht. Sie kann farblos sein und farbige Bestandteile besitzen.

Controlling

Controlling ist ein Steuerungs- und Koordinationskonzept zur Unterstützung der Geschäftsführung und führungsverantwortlichen Stellen bei der zielgerichteten Beeinflussung bestehender betrieblicher Prozesse. Aufgabe ist es, im Auftrag des Managements über die Wirtschaftlichkeit im Unternehmen zu wachen, doch nicht, diese zu garantieren.

COR-TEN

Stahllegierung, die eine hohe Witterungsbeständigkeit aufweist, da durch eine Sperrschicht aus Eisenoxid (Rost) ein weiterer Zutritt von Korrosionsmedien vermindert wird. COR-TEN ist gut schweiß- und schmiedbar und findet aufgrund seiner charakteristischen rostbraunen Oberfläche besonders bei architektonischen Gestaltungen Verwendung.

CR-Profile

CR-Profile sind Profile zur Fensterabdichtung aus Polychloropren und eignen sich für den Einsatz zur äußeren und mittleren Abdichtung (Außendichtung – Mitteldichtung), aber auch für sogenannte Trockenverglasungen.

Cremonaplan

Der Cremonaplan ist ein von dem italienischen Mathematiker und Statiker Antonio Luigi Cremona entwickeltes Verfahren zur grafischen Ermittlung der Stabkräfte statisch bestimmter Fachwerke.

CUAP

Abkürzung für Common Understanding of Assessment Procedure. Zulassungsverfahren zur Erlangung einer europäischen technischen Zulassung, wenn noch keine Leitlinie (ETAG) vorhanden ist. Der Zulassungsgegenstand wird allen europäischen technischen Zulassungsstellen zur einvernehmlichen Stellungnahme vorgelegt. Prozess kann langwierig sein.

Culmann-Verfahren

Das Culmann-Verfahren, oft auch Vierkräfteverfahren genannt, ist ein zeichnerisches Verfahren zur Lösung von Problemen der Statik. Um das Culmann-Verfahren anwenden zu können, benötigt man vier Kräfte, deren Richtung bekannt ist, davon muss mindestens die Größe einer dieser Kräfte bekannt sein.

Dachdeckung

Dachdeckung bezeichnet die Ausführung der Dachhaut bei geneigten Dächern. Dachdeckungen sind regensicher, aber nicht wasserdicht.

Dachfirst

Als Dachfirst oder First bezeichnet man die obere Schnittkante von zwei aufeinander zulaufenden Dachflächen.

Dachgerüst

Bezeichnung für die Gesamtheit der tragenden Dachkonstruktion.

Dachhaut

Die Dachhaut liegt auf der eigentlichen Dachkonstruktion und bildet den äußeren Abschluss des Daches.

Dachhöhe

Das senkrechte Maß zwischen der Traufe und dem First eines Daches oder einer Dachfläche.

Dachneigung

Wird meist in Grad, seltener in Prozent angegeben. Die Dachneigung bezeichnet das Gefälle (die Steilheit) einer Dachfläche.

Dachstuhl

Der Dachstuhl ist der tragende Teil eines Daches, seine Tragkonstruktion. Beim hölzernen Dach ist er der gesamte Aufbau, der für das Tragen der Sparren notwendig ist.

Dachüberstand

Der Dachüberstand bezeichnet den waagrechten Abstand von der Traufkante zur Außenkante der Außenmauer.

Dallglas

Bei Dallglas handelt es sich um dicke, in der Masse durchgefärbte, lichtdurchlässige Gläser. Meist plattenförmig mit unregelmäßiger Oberfläche und einer sogenannten Lavastruktur.

Dämmmaterial

Ein Material mit geringer Wärmeleitung oder schalldämmenden Eigenschaften, das in der Bauindustrie eingesetzt wird (Schalldämmung, Wärmedämmung).

Dämmstoffhalter

Ein Dämmstoffhalter dient zur Befestigung verschiedenster Dämmstoffe, auch als Putzträger (z. B. Wärmeverbundsysteme in Beton, Naturstein, Vollstein, Lochstein, Hohlblockstein und Gasbeton). Bis zu einer Gebäudehöhe von 8 Metern ohne Zulassung (DIN 1102).

Dämmwolle

Oberbegriff für alle Dämmstoffe, die zum Dämmen verwendet werden, wie Glas-, Schaf-, Stein-, Hanf- oder Mineralwolle. Dämmwolle gibt es als Matten, Vlies, Filzmatten oder lose. Lose Dämmwolle wird zum Ausstopfen von Hohlräumen verwendet.

Dampfbremse

Dampfbremsen regulieren das Eindringen von Luftfeuchtigkeit in Bauteile und verhindern so deren Durchfeuchtung. Die Luftfeuchtigkeit ist stark temperaturabhängig. In unseren Breiten ist der Feuchteunterschied im Winter am größten, und deshalb wird die Dampfbremse grundsätzlich an der Warmseite angebracht.

Dampfdiffusionswiderstandsfaktor

Der Dampfdiffusionswiderstandsfaktor bezeichnet den spezifischen Widerstand, dem ein Material Wasserdampf (Luftfeuchte) entgegensetzt. Je kleiner dieser Wert ist, desto leichter kann der Dampf das Material durchdringen. Wird der Dampfdiffusionswiderstandsfaktor mit der Bauteildicke multipliziert, erhält man die äquivalente Luftschichtdicke (sd-Wert).

Dampfsperre

Eine Dampfsperre ist eine Schicht, die auf der warmen Seite eines Bauteils (meistens die Innenseite) angebracht wird und die Wasserdampfdiffusion behindert. Sie soll eine hohe Durchfeuchtung der Dämmschicht durch diffundierenden Wasserdampf verhindern. Sie kann gleichzeitig die Aufgaben der Luftdichtschicht übernehmen.

Danziger Glas

Eine besondere Art des Echt-Antik-Glases. Es besitzt eine stark geschlierte Oberfläche mit Winden (Einschnitten), Kratzern und Blasen.

Dauerschwingfestigkeit

Die Dauerschwingfestigkeit bezeichnet die dauerhafte Belastung eines Werkstoffs oder Bauteils bei schwingender Beanspruchung, ohne den Werkstoff oder das Bauteil zu beschädigen.

dB(A)

Schalldruck, der entsprechend der Frequenz nach der Bewertungskurve A (DIN 45 633) bewertet wird. Diese Kurve berücksichtigt, dass die empfundene Lautstärke von der Frequenz (Tonhöhe) abhängt. Auch Maßeinheit für den Schallpegel dB(A). Entspricht angenähert den Phon-Werten bei 1.000 Hz.

DDP

Engl. Delivery Duty Paid: frei verzollt. Eine verzollte Sendung, die vom Versendeort bis zum Empfänger direkt geliefert wird.

DDU

Engl. Delivery Duty Unpaid: frei unverzollt. Eine unverzollte Sendung, die vom Versendeort bis zum Empfänger direkt geliefert wird.

Decke

Eine Decke ist im Bauwesen ein (meist) horizontales Bauteil, das einen Raum nach oben abschließt. Als Geschossdecke bildet sie die begehbare Fläche von höher liegenden Geschossen.

Dehnfuge

Im Bauwesen ist die Dehnfuge, Dilatationsfuge oder Bewegungsfuge ein Spalt oder Zwischenraum zwischen zwei Bauteilen oder Materialien. Sie dient der Unterbrechung von Bauteilen, um Spannungsrissen vorzubeugen.

Dehnfugen

Die Ausführung von Dehnfugen in Gebäudebauteilen ist eine Maßnahme, um die unkontrollierte Bildung von Rissen zu verhindern. Risse entstehen überwiegend bei Ausdehnungen, dem Schwinden von Baustoffen und Bauteilen oder aufgrund von Temperaturänderungen.

Dehngrenze

Entspricht der Spannung, die bei einer bestimmten Dehnung des Materials aufgenommen werden kann. Sie gibt an, ab welcher Spannung plastische Verformung im Werkstoff bleiben. Bei Stahl wird üblicherweise die 0,2-Prozent-Dehngrenze als Rechenwert für statische Analysen verwendet.

Dehnmessstreifen

Dehnungsmessstreifen sind Messeinrichtungen zur Erfassung von dehnenden Verformungen. Sie ändern schon bei geringen Verformungen ihren elektrischen Widerstand und werden als Dehnungssensoren eingesetzt. Man klebt sie mit Spezialkleber auf Bauteile, die sich unter Belastung minimal verformen.

Dehnungsmessstreifen

Messstreifen, der über Widerstandsänderung die Dehnung eines Körpers unter Belastung misst. Dehnungsmessstreifen werden in der Regel durch Aufkleben angebracht.

Dekapieren

Durch das Dekapieren werden störende Oxidschichten vor dem Beschichtungsprozess von der Metalloberfläche entfernt.

Delamination

Ablösung von laminierten Werkstoffverbunden, wie z. B. die Ablösung einer PVB-Folie von der Glasoberfläche. Im Glasbau ist der Hauptgrund für eine Delamination die Unverträglichkeit von Weichmachern in Silikonen mit PVB-Folien.

Designglas

Entsteht durch Walzen der noch flüssigen Glasmasse zwischen zwei Zylindern, die mit einer extremen Präzision geprägt werden, um geometrische Reliefs möglichst gut zur Geltung zu bringen.

Desoxidation von Stahl

Während der Desoxidation von Stahl wird der Stahlschmelze Ferrosilicium oder Aluminium zugesetzt. Diese Elemente binden den beim Erstarren frei werdenden Sauerstoff, sodass im Stahlblock keine Gasblasen entstehen.

Deutsches Institut für Normung

Das Deutsche Institut für Normung (DIN) ist die nationale Normungsinstitution Deutschlands und als Vertreter deutscher Interessen in der europäischen und internationalen Normungsorganisation anerkannt. Ihre Aufgabe besteht darin, die Normung effizient zu definieren, es erarbeitet Normen und Standards als Dienstleistung für Wirtschaft, Staat und Gesellschaft.

DGNB

Aufgabe der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) ist es, Maßnahmen und Lösungen zur Gebäudeplanung, -konstruktion und -nutzung zu ermitteln und zu fördern, um Ziele des nachhaltigen Bauens verwirklichen. Die DGNB vergibt ein Zertifikat für als nachhaltig qualifizierte Bauten.

DGQ

Deutsche Gesellschaft für Qualität e. V. (DGQ).

DGU

Abkürzung für Double Glass Unit: Isolierglas.

DIBt

Deutsches Institut für Bautechnik. Das DIBt ist die einzige deutsche Zulassungsstelle für Bauprodukte und Bauarten.

Dichroitisches Glas

Glaserzeugnis mit einem Auftrag aus dünnen Oxidschichten mit unterschiedlicher Lichtbrechung, die ein System aus Interferenzschichten bilden, sodass das Licht in seine Spektralfarben zerlegt wird. Die Farbeffekte wechseln je nach Sonneneinstrahlung, Betrachtungswinkel und Hintergrund. Dichroitische Gläser werden auch Farbeffektgläser genannt.

Dichte

Die Dichte (genauer: Massendichte) eines Körpers ist das Verhältnis seiner Masse zu seinem Volumen. Sie wird zum Beispiel in Gramm pro Kubikzentimeter oder Kilogramm pro Liter angegeben. Anschaulich gesagt beschreibt sie, ob der Körper für seine Größe leicht wie eine Feder oder schwer wie ein Stein ist.

Dichtungsrahmen

Dichtungsprofile, die durch Vulkanisieren an den Ecken zu – in der Regel rechteckigen – Rahmen verbunden werden, dadurch wird eine wasser- bzw. dampfdichte Eckverbindung bei Fensterelementen erreicht.

Diesel-Scherenbühnen

Diesel-Scherenbühnen zeichnen sich für ihre gute Geländetauglichkeit auf besonders losen und unwegsamen Untergründen aus. Ein Allradantrieb und die Möglichkeit, durch Stützen schiefe Untergründe auszugleichen, machen aus dieser Scherenbühne ein robustes Arbeitsgerät für den Außenbereich.

Differentialgetriebe/Differenzialgetriebe

Ein Differentialgetriebe bzw. Differenzialgetriebe ist ein spezielles Planetengetriebe, z. B. zwischen den angetriebenen Rädern eines Fahrzeugs. Da die Räder einer Achse beim Fahren in einer Kurve unterschiedlich lange Wege zurücklegen, darf diese Differenz bei starr gekuppelten Rädern nicht zu groß werden.

Diffusion

Diffusion ist der Vorgang der Vermischung zweier Stoffe von verschiedener chemischer Beschaffenheit. Im Bauwesen fällt unter diesen Begriff der Vorgang des Austausches insbesondere von Wasserdampf zwischen Luft und Wandoberfläche sowie durch poröse Wandbaustoffe.

Dilatationsfuge

Siehe: Dehnfuge.

DIN 18008

In Arbeit befindliche Norm für die Anwendung von Glas im Bauwesen in Deutschland. Soll die bestehenden Richtlinien (TRLV, TRAV, TRPV) und weitere Regelungen zum konstruktiven Glasbau zusammenfassen. Die Normung kann derzeit nicht mit der rasanten Entwicklung im Glasbau mithalten. Dadurch sind immer wieder Einzelzulassungen notwendig.

DIN 276

Die DIN-Norm DIN 276 regelt die Kostenermittlung im Bauwesen, insbesondere für die Bereiche Hoch- und Ingenieurbau. Sie definiert die Vorgehensweise bei der Kostenermittlung und unterteilt in fünf Stufen: Kostenrahmen, Kostenschätzung, Kostenberechnung, Kostenanschlag und Kostenfeststellung. In Österreich gilt entsprechend die ÖNORM B 1801-1.

Distanzklötze

Als Distanzklötze bezeichnet man Glasklötze, die eine Lageveränderung der Glasscheibe verhindern. Sie sollen auftretende Kräfte auf die Tragkonstruktion leiten. Außerdem verhindern sie, dass die Glaskanten an Konstruktionsteile stoßen, wie z. B. Bolzen, Schrauben usw.

Doppel-T-Profil

Das im Stahlhochbau am meisten verwendete Profil stellt das Doppel-T-Profil dar. Die Bezeichnung Doppel-T ergibt sich dabei aus der Form des Querschnitts, der ein doppeltes T darstellt. Das mittlere Blech wird dabei als Steg bezeichnet, die äußeren meist dickeren Bleche werden Flansche oder Gurte genannt.

Doppeldicke

Die Doppeldicke ist eine alte Bezeichnung für Glas mit einer Dicke von 4 Millimetern.

Doppelfacette

Bei einer Doppelfacette sind an einer Glasseite zwei verschiedene Fasenwinkel entlang einer Glaskante.

Doppelfassade

Eine Doppelfassade wird auch als Zweite-Haut-Fassade oder Konvektionsfassade bezeichnet. Sie wird als zusätzliche transparente Glashülle mit Einfachverglasung vor einer vorhandenen Fassade errichtet. Die äußere Fassadenhülle schützt das Gebäudeinnere gegen Wind, Wetter und sommerliche Überhitzung.

Doppelfenster

Entwicklungsstufe zwischen einfacher Verglasung und Isolierglasfenstern. Das abgeschlossene Luftvolumen zwischen zwei mit Einzelscheiben verglasten Fensterelementen wurde als zusätzliche Dämmschicht genutzt.

Doppelklebeband

Ein Band mit beidseitig wirksamer Klebestoffschicht, wird oft zu Montagezwecken verwendet.

Doppelscheibeneffekt

Optische Verzerrungen bei Isoliergläsern, bedingt durch konkave oder konvexe Durchbiegungen der Glasscheiben z. B. bei Luftdruckschwankungen und/oder Luftdruckveränderungen.

Doppelseitige Facette

Bei einer doppelseitigen Facette befindet sich auf jeder Glasseite eine Fase.

Dornmaß

Das Dornmaß ist der Abstand von Mitte Drücker bis zur Stulpvorderkante. Dieser Abstand wird in Millimetern angegeben. Dieses Maß ist wichtig für das Bestellen und Einbauen von Schlössern.

Draht

Draht ist ein Erzeugnis mit meist rundem Querschnitt. Durch Warmwalzen von Knüppeln erhält man den Walzdraht. Er wird hinter dem Walzgerüst spiralförmig zusammengelegt. Will man dünne Drähte (< 5 Millimeter Durchmesser) haben, so wird der Durchmesser in Ziehereien durch Kaltumformung noch weiter reduziert.

Drahtseil

Das Drahtseil (Stahlseil) ist ein Seil, dessen einzelne Litzen und Kardeelen nicht aus Fasern, sondern aus Stahl bestehen.

Drahtspiegelglas

Drahtspiegelglas ist ein Spiegelglas mit punktgeschweißter Drahtnetzeinlage. Durch eine Nachbearbeitung nach dem Guss erhält es weitgehend plane Oberflächen und ist in der Durchsicht praktisch verzerrungsfrei. Es gehört der Gruppe von Gläsern mit Sicherheitseigenschaften an. Bei Scheibenbruch fallen keine Glassplitter aus dem Glas.

Drainage

Als Drainage oder Dränage versteht man das unterirdische Sammeln von Niederschlags- bzw. Grundwasser und das drucklose Abführen desselben.

Drehflügeltüren

Sind Anschlagtüren, bei denen sich die vertikale Drehachse an einer Längskante des Türflügels befindet. Sie lassen sich nur nach einer Seite öffnen. Anschlagtüren heißen sie, weil der Türflügel beim Schließen auf den Rahmen bündig anschlägt. Mehrfachverriegelungen ermöglichen ein allseitig sicheres Schließen.

Drehkippflügelfenster

Kippbares und seitlich zu öffnendes Fenster.

Drehmoment

Als Drehmoment bezeichnet man jene physikalische Größe, die bei der Beeinflussung (Zunahme oder Abnahme) der Drehzahl eines drehbaren Körpers wirkt. Das Drehmoment wird in Newtonmeter (Nm) gemessen und ist das Vektorprodukt von Kraftarm und Kraft.

Drehtür

Tür, die an einer Seite mit Bändern am Rahmen befestigt ist und sich um den Achspunkt des Bandes dreht. Der Begriff Drehtür wird oft fälschlicherweise für Trommel- bzw. Karusselltüren verwendet.

Drehtüren

Drehtüren, auch Rotations- oder Karusselltüren genannt, bestehen aus zwei, drei oder vier Flügeln, dem Drehkreuz, der Trommelwand und dem Deckenring. Die Flügel mit der ESG- oder VSG-Verglasung bilden das Drehkreuz, das oben und unten drehbar gelagert ist.

Dreiecksfachwerk

Fachwerk, das nur aus Dreiecken besteht. Der Vorteil liegt in der stets vorhandenen statischen Bestimmtheit innerhalb des Fachwerkes.

Dreifachverglasung

Dreifach-Isolierverglasungen bestehen aus drei Floatglasscheiben und haben zwei Scheibenzwischenräume, die zur Verbesserung des U-Wertes mit Edelgas gefüllt sein können (Argongas, Xenon). Von Nachteil sind das hohe Gewicht der Scheiben und die geringere Lichtdurchlässigkeit.

Druckausgleich

Der Einbau und/oder Transport von Isolierglas in Höhenlagen, die mehr als etwa 600 m über dem Fabrikationsort des Isolierglases liegen, machen Maßnahmen für einen Druckausgleich notwendig. Dies erfolgt über Druckausgleichsventile, die im Randverbund eingelassen werden.

Drücker

Beschlagteil an Türen, das zum Öffnen bzw. Entriegeln einer Drehtür dient. Wird oft auch Klinke genannt.

Druckfestigkeit

Als Druckfestigkeit wird die Widerstandsfähigkeit eines Werkstoffs bei der Einwirkung von Druckkräften bezeichnet. Ist die Druckspannung größer als die Druckfestigkeit eines Körpers, so wird er zerstört. Die meisten Materialien unterscheiden sich in ihrer Druck- und Zugfestigkeit, wie z. B. Gesteine oder Stahl.

Druckfestigkeit von Float

Floatglas hat eine Druckfestigkeit von 700 bis 900 N/mm².

Druckverglasung

Verglasungsart, bei der die Abdichtung des Glasfalzes über elastische Dichtungsprofile bzw. Spannelemente (Schrauben, Federn, Exzenter, Keilen und Verzahnungen) der Anpressdruck der Glasleisten erreicht wird.

Dübel

Bauelement, das zur Befestigung einer Schraube oder eines Gegenstandes an gemauerten oder betonierten Decken und Wänden verwendet wird. Die häufigste Form ist der Dübel aus dem thermoplastischen Kunststoff Polyamid. Industriell gefertigte Dübel sind seit 1910 erhältlich.

Duktilität

Vermögen eines Baustoffes, sich unter Last zu verformen und Spannungsspitzen durch Fließen abzubauen. Glas ist kein duktiler Baustoff. Spannungsspitzen, zum Beispiel um Bohrlöcher, sind bemessungsrelevant für die gesamte Verglasung.

Dünnschichttechnologie

Herstellungsart für Fotovoltaikelemente, die den Einsatz in Fassaden ermöglicht. Die Elemente sind so dünn, dass sie semitransparente Eigenschaften besitzen. Somit ist Energiegewinnung in der Fassadenfläche möglich.

Duodach (Plusdach)

Für Sanierungen bestehender konventioneller Flachdächer kann die Abdichtung verbessert und eine zweite Lage Wärmedämmung aus extrudiertem Polystyrol (Umkehrdach) auf das vorhandene Dach aufgebracht werden.

Durchbiegungsbegrenzung

Eine Durchbiegungsbegrenzung stellt die Gebrauchstauglichkeit einer Konstruktion sicher. Belastungen an vorgespannten Gläsern können sehr hohe Verformungen hervorrufen. Diese sind in sinnvollen Grenzen zu halten. Die Durchbiegungsbeschränkung kann auch für die Unterkonstruktion gelten, um z. B. die Dauerhaftigkeit von Isolierglas sicherzustellen.

Durchgefärbtes Glas

In der Masse eingefärbtes Glas, was sowohl die Lichttransmission als auch die eingestrahlte solare Energie reduziert. Die Energieabsorption von eingefärbtem Glas ist relativ hoch und damit anfällig für thermische Spannungen. Daher wird dieses Glas in der Regel vorgespannt, um Bruch, verursacht durch thermische Spannungen, zu verhindern.

Durchlaufträger

Durchlaufträger sind Balken, die biegesteif über mehrere Felder laufen. Führt man Deckenträger oder Pfetten als Durchlaufträger aus, verringern sich die Feldmomente infolge der entlastenden Wirkung der Stützmomente. Auch die Durchbiegungen werden wesentlich geringer. Durchlaufträger sind statisch unbestimmte Systeme und daher aufwendiger zu berechnen.

Durchschusshemmung

Bei der Beschussprüfung wird mit entsprechenden Waffen und Munition auf das Glas geschossen, um zu überprüfen, inwieweit kein Durchschuss erfolgt. Gleichzeitig wird noch getestet, ob bei nicht erfolgtem Durchschuss auf der Rückseite Splitter abgehen oder nicht. Es gilt hierfür die Norm SIA 331.511, gleichlautend mit EN 1063. Klassen C1 bis C5.

Duromere

Auch Duroplaste genannt; sind Kunststoffe, die nach ihrer Aushärtung nicht mehr verformt werden können. Sie sind gegen Wärme und Chemikalien besonders widerstandsfähig und nicht mehr plastisch verformbar. Weil die Molekülketten stark vernetzt sind, sind Duromere bei normalen Temperaturen hart bis spröde.

Duroplast

Duroplast ist ein Kunststoff, der nach seiner Aushärtung nicht mehr verformt werden kann. Duroplast ist harter, glasartiger Polymerwerkstoff.

Duroplaste

Siehe Duromere.

DWG

Dateiformat zum Speichern von Vektorgrafiken.

E-Schweißen

Schweißverfahren mit umhüllten Drahtelektroden. Nach Zündung des Lichtbogens geht der geschmolzene Draht tropfenförmig auf den Grundwerkstoff über. Die Umhüllung bildet eine Schlacke, die vor Luftzutritt schützt und zusätzliche Legierungselemente eintragen kann. Wird oft auf Baustellen und zur Wurzelschweißung verwendet.

ECB

ECB ist ein Polyethylen, das durch Synthese mit Bitumen seine Eigenschaften verändert hat: Im Niedertemperaturbereich zeigt es annähernd elastisches Verhalten und eine höhere Beständigkeit gegen UV-Strahlen und Witterung, die Verklebung auf Heißbitumen ist möglich. Verwendung findet ECB als Dach- und Abdichtungsbahn.

ECKELT-Standardbearbeitung

Bei STADIP-VSG mit Kantenbearbeitung KGN oder KPO aus zwei oder mehreren Gläsern werden standardmäßig alle Einzelscheiben bearbeitet. Bei kantenbearbeiteten rechteckigen Scheiben (KGN, KPO) werden die Ecken matt gestoßen.

Eckplatte

Das Randseil eines Membrandaches wird mit seinem Fitting, also dem Ende eines Seils, an der Eckplatte befestigt. Die Eckplatte wiederum ist mit dem weiterführenden Bauteil, meist Stahl, verbunden und gibt seine Lasten dort ab.

Eckverbinder

Eckverbinder werden hauptsächlich im Flügelbau eingesetzt, um Gehrungsecken miteinander zu verbinden. Es gibt zwei Varianten: genagelt/geschraubt oder geklebt.

Edelstahlnetz

Ein Edelstahlnetz ist ein Flächengewebe mit regelmäßigen Maschen bzw. Öffnungen. Die einzelnen Metalldrähte können mit Clips oder Presshülsen verbunden sein.

Edge Dip

Als Edge Dip wird die Verwerfung des Glases speziell in der Ecke bezeichnet.

EDV

Elektronische Datenverarbeitung, abgekürzt EDV, Sammelbegriff für die Erfassung und Bearbeitung von Daten durch Computer.

EFB-Blatt

Einheitliche Formblätter (EFB-Blätter) sind Bestandteil des Vergabehandbuches des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Sie dienen dem Auftraggeber zur Auswertung des Angebotes und als Grundlage zur Kostenermittlung bei Nachträgen.

EFQM

Abkürzung für European Foundation of Quality Management. Freiwillige Vereinigung auf europäischer Ebene zur Förderung des Qualitätsmanagements. Ein Schwerpunkt ist die regelmäßige Selbstanalyse der Prozesse im Unternehmen der Organisation und deren Bewertung.

Eigenfarbe

Alle bei Glaserzeugnissen verwendeten Materialien haben rohstoffbedingte Eigenfarben, die mit zunehmender Dicke deutlicher werden können. Schwankungen des Farbeindruckes sind aufgrund des Eisenoxidgehalts des Glases, des Beschichtungsprozesses, der Beschichtung und durch Veränderungen der Glasdicken und des Scheibenaufbaus nicht zu vermeiden.

Eigenlast

Eigenlast ist die bezogene Schwerkraft (Last) aus der Masse und Summe von Bau- und Lagerstoffen eines Bauteils.

Einbauchen/Ausbauchen

Klimatischer Effekt bei Isoliergläsern. Durch Druck und/oder Temperaturunterschiede dehnt sich das abgeschlossene Gasvolumen im Inneren der Isolierverglasung aus oder zieht sich zusammen. Dadurch bewegen sich die Einzelscheiben aufeinander zu/voneinander weg. Dieser Aspekt muss bei der statischen Bemessung von Isoliergläsern berücksichtigt werden.

Einbrennlackierung

Beim Einbrennlackieren werden Aluminiumteile, wie beispielsweise Aluminiumfenster, mit einem widerstandsfähigen Lack überzogen, der bei hohen Temperaturen getrocknet wird. Darüber hinaus wird das Aluminium vor Korrosion geschützt.

Einbruchhemmung

Die Prüfung zur Einstufung der Verbundsicherheitsgläser erfolgt für die Durchwurfhemmung durch einen Kugelfalltest. Dieser ergibt die Möglichkeit, Glaskombinationen aufzubauen, bei einem Angriff mit einfachen stumpfen Werkzeugen einen hohen Widerstand zu erreichen.

Einbruchsmeldeanlage

Einbruchmeldeanlagen (EMA) sind elektronisch betriebene Einrichtungen, die dem Objekt- und Personenschutz dienen. Einbruchmeldeanlagen benachrichtigen selbsttätig im Einbruchsfall Polizei oder Sicherheitsdienste.

Eindringprüfung

Mit der Eindringprüfung ist der Nachweis von Fehlern möglich, die zur Oberfläche hin offen sind. Prüfbar sind alle Werkstoffe, die mit den Prüfmitteln verträglich und nicht zu extrem porös sind. Anwendung findet dieses Verfahren bei der Prüfung von Schweißnähten, Gussstücken usw.

Einfache Dicke/ED

Alte Bezeichnung für Gläser mit einer Dicke von 2 Millimetern.

Einglasen

Bezeichnet den Vorgang des Auflegens der Verglasungselemente auf die Unterkonstruktion.

Einkaufsterminplan

Der Einkaufsterminplan legt die zeitliche Abfolge der Aktivitäten zur Beschaffung der für ein Projekt erforderlichen Materialien fest. Ein Einkaufsterminplan ist obligatorisch für die Projektabwicklung bei seele.

Einkomponentenglas

Einkomponentenglas ist Spezialglas und besteht nur aus einem chemischen Bestandteil.

Einscheiben-Sicherheitsglas

Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG) ist ein thermisch (nach DIN 12150-1) oder chemisch vorgespanntes Glas und bietet eine erhöhte Beständigkeit gegen Temperaturwechsel sowie eine hohe Biege-, Schlag- und Stoßfestigkeit.

Einstemmband

Einstemmbänder stellen die bewegliche Verbindung von Türblättern aus Holz und der Holzzarge her. Es sind zweiteilige Bänder, die aus einem Lappen mit Dorn und einem Lappen ohne Dorn bestehen. Die beiden Lappen sind entweder gleichstehend oder rechtwinkelig gekröpft und enden in einer Rolle.

Einzelfeldbelüftung

Hier wird jedes Fassadenfeld einzeln belüftet und das evtl. anfallende Wasser aus jedem einzelnen Element nach außen abgeführt.

Eisblumenglas

Für die Herstellung von Eisblumenglas wird Flachglas zunächst sandgestrahlt und dann mit warmem Knochenleim bestrichen. Bei der Trocknung reißt der Leim durch Schrumpfen unregelmäßige Stückchen aus der Glasoberfläche und das unregelmäßige Eisblumenmuster entsteht.

Eisen

Eisen ist ein chemisches Element im Periodensystem der Elemente mit dem Symbol Fe (lat. ferrum) und der Ordnungszahl 26. In der Regel wird als Eisen der Werkstoff Gusseisen bezeichnet, wohingegen der Werkstoff Stahl gewöhnlich nicht als Eisen bezeichnet wird. Eisen ist der Hauptbestandteil von Stahl. Eisen hat die Neigung, an feuchter Luft, im Wasser und in nasser Erde zu korrodieren. Siehe: Rost.

Eisen-Kohlenstoff-Diagramm

In verarbeitetem Eisen wie Stahl und Gusseisen ist stets eine gewisse Menge Kohlenstoff enthalten, dessen Anteil die Qualitätseigenschaften des Stahls und des Gusseisens bestimmt.

Eisen-Kohlenstoff-Zustandsdiagramm

Das Zustandsdiagramm Eisenkohlenstoff ist die Grundlage für das Verständnis der bei Stählen und Gusseisenwerkstoffen unter bestimmten Temperaturen vorliegenden Gefügeausbildungen bzw. der bei langsamer Erwärmung oder Abkühlung auftretenden Gefügeumwandlungen.

Eisen(II)-oxid

Eisen(II)-oxid ist eine chemische Verbindung von Eisen und Sauerstoff und zählt zu den Oxiden. Eisen(II)-oxid ist normalerweise nicht stöchiometrisch aufgebaut, die Zusammensetzung beträgt etwa Fe0,84O bis Fe0,95O.

Eisenerz

Eisenerze sind Gemenge aus chemischen Verbindungen des Eisens mit nicht eisenhaltigen Gesteinen (die sogenannte Gangart). Die chemischen Verbindungen des Eisens im Eisenerz sind im Wesentlichen Eisenoxide, das heißt chemische Verbindungen des Eisens mit Sauerstoff, oder Eisenkarbonate.

Eisenoxid

Eisen bildet mit Sauerstoff zwei- und dreiwertiges Eisenoxid, das durch Beimengen während der Glasproduktion dieses, je nach Wertigkeit, blaugrün oder gelb färbt.

Eisenschwamm

Festes Produkt der Direktreduktion. Die Reduktion des Erzes im festen Zustand ergibt ein schwammartiges Produkt mit großem Porenvolumen, das noch geringe Anteile von Sauerstoff und Schlacke enthält. Eisenschwamm wird im Elektro-Lichtbogen-Ofen weiterverarbeitet oder auch in der Pulvermetallurgie verwendet.

Elastomer

Elastomer ist ein formfester, aber elastisch verformbarer Kunststoff, deren Glasübergangspunkt sich unterhalb der Raumtemperatur befindet. Ein Elastomer kann sich bei Zug- und Druckbelastung elastisch verformen, findet aber danach wieder in seine ursprüngliche Form zurück.

ELC-Stahl

ELC steht für extra low carbon (sehr niedriger Kohlenstoffgehalt). Es handelt sich um austenitische CrNi-Stähle, die eingesetzt werden, um interkristalliner Korrosion vorzubeugen. Aufgrund der guten Formbarkeit werden die Stähle hauptsächlich für Schrauben, Bolzen, Muttern und Nieten verwendet.

Electronic Speed Control

Die Electronic Speed Control ist eine Regelungstechnik, die eingesetzt wird, wenn extreme Frequenzgenauigkeit gefordert wird. Die Frequenz kann in einer Toleranz von 0,5 Hz geregelt werden. Für die Spannung muss jedoch eine Toleranz von 8 % akzeptiert werden.

Elektrische Leitfähigkeit

Beschreibt die Fähigkeit eines Stoffes, den elektrischen Strom zu leiten. Gute Leiter sind Silber, Kupfer und Aluminium. Diese werden als Leiterwerkstoffe verwendet.

Elektrisches Heizsystem aus Glas

Besteht aus einem volltransparenten Heizkörper aus Glas, der als steckerfertiges System mit direkter Wärmestrahlung arbeitet.

Elektro-Scherenbühnen

Elektro-Scherenbühnen sind für den Innenbereich ausgelegt und garantieren ein geräuscharmes und emissionsloses Arbeiten. Für die empfindlichen Hallenbereiche sind sie weiterhin mit markierungsfreien weißen Reifen ausgerüstet.

Elektrobleche

Mit Silizium (Si) legierte kaltgewalzte Feinbleche in Dicken von etwa 0,20 bis 0,65 Millimetern mit besonderen magnetischen Eigenschaften. Elektrobleche zeichnen sich durch hohe Magnetisierbarkeit im magnetischen Wechselfeld mit geringsten Wattverlusten aus, d. h., sie sind für Energieeinsparung mitverantwortlich.

Elektrochromie

Die Elektrochromie beschreibt die Fähigkeit von Molekülen und Kristallen, ihre optischen Eigenschaften durch ein äußeres lokales elektrisches Feld zu ändern. Durch das elektrische Feld werden die Zustände der Elektronen beeinflusst.

Elektrolytisch verzinkte Bleche

Im Unterschied zum Feuerverzinken wird auf diesen Flacherzeugnissen eine Zinkschicht unter dem Einfluss eines elektrischen Feldes aus der wässrigen Lösung eines Zinksalzes abgeschieden.

Elektropolieren

Beim Elektropolieren werden die Teile in ein spezielles Bad gehängt. Die zu polierenden Teile werden als Anode geschaltet, wodurch die Oberfläche metallisch abgetragen wird. Dafür geeignet sind besonders Teile, die nicht mechanisch poliert werden können (komplizierte Teile, dünnwandige Teile).

Elektrostahl

Im Lichtbogenofen oder (bei kleinen Mengen) im Induktionsofen erschmolzener Stahl. Die Arbeitsweise der Elektrostahlöfen erlaubt die Herstellung chemisch beständiger Sorten, von Schnellarbeitsstählen, Sonderstählen für Maschinenbau, Flug- sowie Kerntechnik bis hin zu Magnetwerkstoffen.

Elementfassade

Elementfassaden bestehen aus vollständig vorgefertigten Fassadenelementen – meist geschosshoch und eine Fensterachse breit. Auf der Baustelle werden diese modularen Elemente in ihre Position gebracht und mit justierbaren Verankerungen am Rohbau fixiert. Vorteil dieser Technik ist, dass komplexe Konstruktionen in der Werkstatt zusammengesetzt, verglast und mit Sonnen- bzw. Blendschutz sowie Beleuchtung ausgestattet werden können. Dort sind die Bedingungen im Gegensatz zu denen auf der Baustelle kontrollierbar. 

Eloxieren

Methode der Oberflächentechnik zum Erzeugen einer oxidischen Schutzschicht auf Aluminium durch anodische Oxidation.

Emailbeschichtung

Beim Verfahren der Emaillierung wird eine keramische Schicht vor dem Herstellungsprozess thermisch vorgespannter Gläser auf die Oberfläche des Glases gebracht, die beim Vorspannen mit dem Glas zu einer neuen witterungsbeständigen Glasoberfläche verschmilzt. Die keramische Schicht besteht aus fein gemahlenen Glas- und Farbpigmenten.

Emailfarben

Mit Metalloxiden eingefärbter Glasfluss; wird als ölvermischtes Pulver auf das zu dekorierende Glas aufgetragen und anschließend aufgeschmolzen.

Emailliertes Glas

Emailliertes Glas ist ein thermisch vorgespanntes Glas, bei dem während des Vorspannprozesses eine farbige keramische Emailleschicht eingebrannt wird. Die Emaillierung kann entweder vollflächig oder auch nur in Teilbereichen angewendet werden.

Emaillierung

Eine technische Emaillierung besteht immer aus einer bis zwei Schichten Grundemail und darauf bis zu fünf Schichten Deckemail. Letztere geben dem Email die chemische Beständigkeit und die geforderten Betriebseigenschaften. Als Grundwerkstoff kommt Feinkornbaustahl (wie P275 NH, P265 GH) zum Einsatz, der im Kohlenstoffgehalt eingeschränkt ist.

Emissionsvermögen

Das Emissionsvermögen beschreibt die Fähigkeit einer Oberfläche, Wärme in Form von Wärmestrahlung abzugeben bzw. Wärmestrahlung zu reflektieren. Die Angabe erfolgt in % oder in Dezimalen von 0 bis 1. Es gilt: Je niedriger das Emissionsvermögen einer Oberfläche, desto größer ist ihr Beitrag zur Wärmedämmung.

EN

Die Europäischen Normen (EN) sind Regeln, die von einem der drei europäischen Komitees für Standardisierung – entweder dem Europäischen Komitee für Normung (CEN), dem Europäischen Komitee für elektrotechnische Normung (CENELEC) oder dem Europäisches Institut für Telekommunikationsnormen (ETSI) – ratifiziert worden sind.

Energieausweis

Der Energieausweis dokumentiert die energetische Qualität von Gebäuden.

Energieeinsparverordnung

Die Energieeinsparverordnung (EnEV) regelt in Deutschland die bautechnischen Mindestanforderungen zum Betriebsenergieverbrauch von Gebäuden. Geregelt werden im Einzelnen der jährliche Energieverbrauch, der bauliche Wärmeschutz, der sommerliche Wärmeschutz, Wärmedämmung usw.

Entfärbung

Da durch bereits geringe Verunreinigungen der Rohstoffe unerwünschte Farbtöne im Glas auftreten, kann das Glas entweder chemisch oder physikalisch entfärbt werden.

Entspiegeltes Glas

Entspiegeltes Glas weist im Unterschied zum handelsüblichen Glas weniger Lichtreflexion auf. Diese Eigenschaft wird durch spezielle Beschichtungen hervorgerufen. Bei entspiegeltem Glas treten keine störenden Spiegelungseffekte von Beleuchtungen auf.

Entwurf

Darstellung und Veranschaulichung in Form von Grafiken, Zeichnungen, Modellen, anhand derer Qualität, Funktionsweise etc., aber auch eventuelle Fehler eines Entwurfs überprüft und gegebenenfalls verbessert werden können.

Entzundern

Entfernen des Zunders (Walzzunder, Glühzunder). Entzundern kann mechanisch, chemisch oder elektrochemisch erfolgen.

EPDM

Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk (EPDM) ist ein Elastomer (Gummi). Der Kautschuk wird im Glasbau aufgrund seiner hohen Beständigkeit als Dichtungsmaterial verwendet. Silikonen. EPDM hat eine hohe thermische Beständigkeit sowie Wetter- und Feuchtigkeitsbeständigkeit.

Epoxidharz

Epoxidharz (EP) besteht aus Polymeren, die unter Zugabe geeigneter Härter einen duroplastischen Kunststoff von hoher Festigkeit und chemischer Beständigkeit ergeben.

Erddruck

Kraft, die das Erdreich auf Bauteile (z. B. Wände) unter Gelände oder bei Anschüttungen ausübt. Die Größe des Erddruckes ist abhängig von der Bodenart, der Höhe des anstehenden Erdreichs und der Neigung des beanspruchten Bauteils zur Lotrechten. Der Erddruck bestimmt u. a. die Bemessung eines durch ihn beanspruchten Bauteils.

Erdung

Eine Erdung ist eine elektrisch leitfähige Verbindung mit dem Erdboden. Sie dient der Potenzialfreiheit von Geräten, Anlagen und Systemen und besteht aus Erdern, Anschlussleitungen und entsprechenden Klemmen.

Ermüdung

Ermüdung tritt ein, wenn Bauteile durch häufig wechselnde Beanspruchungen belastet werden. In diesem Falle ist ein Betriebsfestigkeitsnachweis zu führen. Dieser stellt die Dauerhaftigkeit in Abhängigkeit von der Beanspruchung, des Wechsels und der Anzahl der Lastwechsel sicher. Windlasten werden im Allgemeinen nicht als Wechselbeanspruchung gesehen.

Erneuerbare Energie

Energie aus Quellen, die sich entweder kurzfristig von selbst erneuern oder deren Nutzung nicht zur Erschöpfung der Quelle beiträgt. Zu den erneuerbaren Energien gehören die Wasserkraft, die solare Strahlung, die Wärme im Erdinnern sowie Gezeitenkräfte.

Erweichungstemperatur

Temperaturbereich, bei dem der Erweichungspunkt einer Glasschmelze liegt. Auch Glasbildungstemperatur Tg genannt. Die Tg von Floatglas liegt bei etwa 520 °C.

Eselsrücken

Der Begriff Eselsrücken bezeichnet bei Gebäuden einen Bogen mit geschweiften Kanten, die im unteren Teil konvex und im oberen Teil konkav geschwungen sind.

ESG-H

Einscheibensicherheitsglas-H (ESG-H) ist ein monolithisches Sicherheitsglas von besonders hoher Qualität. Nach der Vorspannung zum Einscheibensicherheitsglas wird es zusätzlich noch einem speziellen Heißlagerungstest (Heat-Soak-Test) unterzogen. Dabei wird das Glas mindestens vier Stunden bei 290 °C heiß gelagert.

ETAG 002

Leitlinie für die Europäische technische Zulassung für geklebte Glaskonstruktionen. Sie regelt das Verfahren einer Zulassung für bestimmte geklebte Glaskonstruktionen. Versuchsdurchführungen und Nachweise sind größtenteils auf die Verwendung von Silikonklebstoffen ausgelegt. Die Ausarbeitung der ETAGs erfolgt durch die European Organisation for Technical Approvals (EOTA).

ETFE

Abkürzung für Ethylen-Tetrafluorethylen. ETFE-Folien werden in der Membranarchitektur in Stärken von 100 bis 300µm verwendet und kommen sowohl als mehrlagige, pneumatisch vorgespannte als auch einlagige, mechanisch vorgespannte Konstruktionen zum Einsatz. ETFE-Folien werden hoch-transparent oder farbig hergestellt, können bedingt bedruckt werden und weisen ein sehr geringes Eigengewicht sowie eine hohe Licht- und UV-Durchlässigkeit auf.

ETFE einlagig

Siehe ETFE.

ETFE Folienkissen

Konstruktionsart bestehend aus mehrlagigen, pneumatisch vorgespannten ETFE-Folien. Pneumatisch gestützte Membranen haben eine synklastische Geometrie und erfordern einen ständigen Innendruck um die zur Lastabtragung erforderliche Vorspannung zu erreichen. Mittels zusätzlicher innenliegender ETFE-Folienlagen können mehrere dämmende Luftschichten erzeugt werden.

ETZ

Abkürzung für Europäische Technische Zulassung. Nachweis der Brauchbarkeit eines Bauproduktes gemäß den deutschen Bauproduktenrichtlinien.

ex works

Teil der wichtigsten internationalen Regeln für handelsübliche Vertragsformen. Auch „ab Werk“ genannt. Der Verkäufer stellt Käufer die Ware ab seinem eigenen Grundstück zur Verfügung. Mit der Übergabe an den Käufer oder mit der Übergabe an den Frachtführer gehen Kosten und Gefahren auf den Käufer über (siehe auch FOB, DDU, DDP).

Extrudieren

Ein vielseitiges Verfahren zur Verarbeitung meist thermoplastischer Kunststoffe. Beim Extrudieren wird das bis nahe der Schmelztemperatur erwärmte Kunststoffgranulat kontinuierlich durch eine Profildüse gedrückt und das entstehende Profil nachfolgend kalibriert und abgekühlt. Auf diese Weise können Folien, Profile, Rohre, Tafeln hergestellt werden.

F-Verglasung

Die F-Verglasung verhindert den Durchtritt von Flammen, Wärmestrahlung und Rauchgasen. Sie wird im Brandfall undurchsichtig.

Facette, Facettenkante

Glaskante mit einem von 90 Grad abweichenden Winkel.

Fachwerk

Ein Fachwerk ist eine Holz- oder Stahlkonstruktion aus mehreren Stäben, die an beiden Enden miteinander verbunden sind. Durch dieses Prinzip entstehen in den einzelnen Elementen ausschließlich Druck- und Zugkräfte, wodurch die hohe Tragfähigkeit von Fachwerkkonstruktionen entsteht.

Fachwerkbau

Ein Fachwerkbau ist ein Skelettbau, bei dem ein Rahmenwerk aus Balken.

Facility Management

Sowohl die Verwaltung als auch die Bewirtschaftung von Gebäuden, Anlagen und Einrichtungen werden unter dem Fachbegriff Facility Management (FM) zusammengefasst. Es handelt sich um einen strategischen Managementansatz, um Gebäude, ihre Systeme, Prozesse und Inhalte kontinuierlich bereitzustellen und funktionsfähig zu halten. Man unterteilt in kaufmännisches, technisches und infrastrukturelles Management sowie Flächenmanagement. Facility Management umfasst insbesondere auch die Wartung und Instandhaltung von Gebäudeteilen wie Dächer und Fassaden.

Fahrzeugglas

Oberbegriff für im Fahrzeugbau verwendete Glasarten, wie z. B. Verbundsicherheitsglas oder Einscheiben-Sicherheitsglas.

Falttüren

Bei Falttüren sind die einzelnen Flügel an Laufwerken aufgehängt und an den senkrechten Kanten miteinander durch Bänder verbunden. Wichtig für eine einwandfreie Funktion ist, dass die Bandachse genau mit der Aufhängung fluchtet. Beim Öffnen falten sich die Flügel zu einem Paket zusammen.

Falzraum

Entspricht dem Bereich zwischen äußerer und innerer Dichtungsebene einer Verglasung. seele entwickelt dazu projektspezifisch Entwässerungs- und Belüftungssysteme, um Dichtigkeit und hohe Lebensdauer zu garantieren.

Falztreibriegel

Der Falztreibriegel ist eine selbst auslösende Verriegelung bei zweiflügeligen Türanlagen. Er ist auch zugelassen bei Brand- und Rauchschutztüren. Beim Öffnen des Riegels wird eine Feder vorgespannt, die beim Schließen der Tür, durch eine Hilfsfalle ausgelöst, die beiden Verriegelungsgestänge nach oben und unten wieder verriegelt.

Farbanodisiertes Aluminium

Anodisiertes Aluminium, das entweder während des Anodisationsvorgangs oder durch nachträgliche Färbeprozesse gefärbt wird.

Färben

Zum Färben von Glas kann man im Wesentlichen drei Typen unterscheiden: Lösungs-, Anlauf- und Schwefelfarben.

Farbglas

Bei Farbglas unterscheidet man zwischen in der Masse durchgefärbte Gläser, durch Emaillierung gefärbte Gläser oder durch Beschichtungen gefärbte Gläser.

Farbwiedergabe-Index (Ra)

Der Farbwiedergabe-Index Ra nach DIN EN 410 beschreibt die Farbwiedergabeeigenschaften einer Verglasung. Ein Ra-Wert von mehr als 90 bedeutet eine sehr gute Farbwiedergabe.

Farbwiedergabeindex

Die Farbwiedergabeeigenschaften einer Verglasung werden durch den allgemeinen Farbwiedergabeindex Ra ermittelt. Die Skala für Ra reicht bis 100. Der optimal mit einer Verglasung erreichbare Ra-Wert ist 99.

Faser-Kunststoff-Verbund

Werkstoff aus Verstärkungsfasern und einer Kunststoffmatrix.

Fassade

Die Fassade ist ein gestalteter, oft repräsentativ ausgebildeter Teil der sichtbaren Hülle eines Gebäudes.

Fassadenaufzug

Ein Fassadenaufzug mit Aktivaufhängung kommt für Fassaden und Dachgeometrien mit leicht erhöhter Komplexität (z. B. Vorbauten, spitze Gebäudeecken) zum Einsatz. Mit dem Schwenkarm am Ausleger kann die Bühne erstens stets parallel zur Fassade ausgerichtet werden, und zweitens sind damit Fassadenflächen hinter Vorbauten erreichbar.

Fassadenberater

Sachverständiger, der (meist) den Architekten oder Generalunternehmer in fassadenspezifischen Fragen berät.

Fassadenelement

Ein Teil der Fassade, das im Werk komplett wasser- und dampfdicht inklusive Verglasung zusammengebaut wird und am Bau ohne zusätzliche Bearbeitung auf eine vorhandene Vormontage zu montieren ist. Bei besonders großen Fassadenelementen kann die Verglasung am Bau im eingebauten Zustand ausgeführt werden.

Fc-Wert

Der Fc-Wert beschreibt den Abminderungsfaktor einer Sonnenschutzvorrichtung. Der Abminderungsfaktor ist ein Zahlenwert zwischen Null und Eins. Je geringer der Wert, umso größer ist die Abminderung der Sonneneinstrahlung durch den Sonnenschutz.

Feder

Als Feder bezeichnet man in der Technik Bauteile, die unter Belastung nachgeben und nach Entlastung in die ursprüngliche Gestalt zurückkehren, sich also elastisch verhalten.

Federring

Dieser federnde Ring aus Stahl dient zum Schutz gegen das Aufdrehen und Lockern einer Schraubenmutter bei Erschütterung.

Federstahl

Stahl mit hoher Festigkeit für die Herstellung von technischen Federn, die ein außerordentlich vielseitiges Anwendungsspektrum haben.

Fehlbedienungssperre

Eine Fehlbedienungssperre soll verhindern, dass der Flügel durch Drehen des Griffes in geöffnetem Zustand von der Dreh- in die Kippstellung und umgekehrt gebracht wird.

Feinblech

Flacherzeugnis in Dicken von 0,35 bis unter 3,00 Millimetern: kaltgewalzte Flacherzeugnisse aus weichen Stählen zum Kaltumformen, kaltgewalztes Band und Blech, allgemeine Baustähle, weiche unlegierte Stähle zum Emaillieren. Hinzu kommen die höherfesten Sorten sowie metallisch oder organisch beschichtete Flachprodukte in den genannten Dicken.

Feinguss

Das Verfahren wird angewandt, um Gussstücke mit höchster Maßgenauigkeit und bester Oberflächenqualität zu erhalten Der Vorteil des Verfahrens besteht darin, dass die gegossenen Teile in der Regel einbaufertig sind oder nur sehr wenig Bearbeitung erfordern. Bei komplizierten Bauteilen ist das Verfahren besonders günstig.

Feinkornbaustahl

Gut schweißbarer Baustahl mit hoher Streckgrenze.

Feinreinigung

Eine Feinreinigung ist die vertraglich geschuldete Endreinigung einer Fassade vor Übergabe der Leistung an den Auftraggeber.

FEM

Abkürzung für Finite Elemente Methode. Rechnerische Methode zur Analyse komplexer statischer Strukturen. Durch die Komplexität moderner Architektur meist das einzige Mittel, um die Konstruktion wirtschaftlich bemessen zu können. Im Umgang und bei der Interpretation der Ergebnisse ist Erfahrung notwendig.

Fenster

Ein Fenster ist eine Öffnung in einer Wand, meistens in einer Außenwand eines Gebäudes mit dem Zweck, Licht oder Luft in das Innere des Gebäudes zu lassen und hinaus- oder hineinsehen zu können.

Fensterbänder

Aneinandergereihte Fensterkonstruktionen. Siehe Bandfassade.

Fensterbeschlag

Fensterbeschläge verbinden den beweglichen Teil eines Fensters, den Fensterflügel, mit dem unbeweglichen Teil, dem Fensterrahmen. Je nach Öffnungsweise des Fensters lassen sich verschiedene Beschlagarten unterscheiden, die die entsprechende Öffnungsweise erst ermöglichen, z. B. Dreh- und Drehkippbeschläge, Schiebebeschläge, Ladenbeschlag.

Fenstersturz

Sturz nennt man den Teil einer Fenster- oder Türöffnung, der diese Öffnung nach oben abgrenzt. Der Sturz kann aus unterschiedlichsten Materialen bestehen (Holz, Stahl, Stahlbeton, Mauerwerk). Bei Mauerwerk werden häufig vorgefertigte Stürze (Fertigstürze) eingesetzt. Dabei handelt es sich meist um mit Rundstählen bewehrte Elemente.

Fernwartung

Als Fernwartung versteht man den Zugriff von technischem Personal auf Systeme zu Wartungs- und Reparaturzwecken.

Festigkeit

Unter der Festigkeit eines Werkstoffs versteht man seinen Widerstand, einen bestimmten Betrag an plastischer Verformung nicht zu überschreiten, bzw. den Widerstand, den der Werkstoff gegen eine Rissausbreitung oder der Abtragung seiner Oberfläche entgegensetzt.

Festkörper

Materie im festen Aggregatzustand gilt als Festkörper. Als Festkörper gelten auch Stoffe, die bei einer Temperatur von 20 °C einen festen Aggregatzustand aufweisen.

Festlager

Ein Festlager fixiert ein Bauteil. Ein im Lager befestigtes Bauteil kann weder senkrecht noch tangential verschoben werden. Ein Festlager wirkt Normal- und Tangentialkräften entgegen.

Festmaße

Unter Festmaß versteht man die Maße von zugeschnittenen Gläsern aus Lager- oder Bandmaßen, wie beispielsweise Float-, Guss-, Spiegelglas usw.

Feuchteschutz

Beim Feuchteschutz kommt es darauf an, das Fenster von außen gegen eindringenden Regen zu schützen und Tauwasseranfall auf der Innenseite und im Bauanschluss zu verhindern.

Feuchtigkeitsmitführung

Nicht nur durch Diffusion, auch durch die vom Warmen zum Kalten strömende Luft wird eine erhebliche Menge an Wasserdampf transportiert. Das macht sich besonders an Fugen und Spalten bemerkbar, wo sich an den kälteren Stellen Wasser niederschlagen kann.

Feuerfeste Werkstoffe

Feuerfeste Werkstoffe ist der Oberbegriff für keramische Werkstoffe mit hohem Schmelz- bzw. Erweichungspunkt, hoher Temperaturwechselbeständigkeit und guter chemischer Beständigkeit.

Feuerverzinken

Feuerverzinken nennt man das Aufbringen eines metallischen Zinküberzugs auf Eisen oder Stahl durch Eintauchen in geschmolzenes Zink (bei ca. 450 °C). Dabei bildet sich an der Berührungsfläche eine widerstandsfähige Legierungsschicht aus Eisen und Zink und darüber eine sehr fest haftende reine Zinkschicht. Feuerverzinken ist eine von mehreren Methoden, um zu verzinken.

Feuerwiderstand

Die Fähigkeit eines Baumaterials, eine wirksame Barriere gegen die Ausbreitung von Flammen, Rauch und Gasen zu bilden und/oder die Transmission von Hitzestrahlung zu verhindern.

Filiformkorrosion

Fadenförmige Korrosion ist eine Korrosionsart, die unter organischen Schichten auftritt. Sie wird durch eine Fehlerstelle oder einen mechanischen Kratzer in der Schicht verursacht. Die Schicht trennt sich vom Trägerwerkstoff ab und wird durch die am Ende sich bildenden Korrosionsprodukte nach oben gedrückt.

Filigrane Architektur

Die Firma seele stellt von der Planung bis zur Montage filigrane Stahl-Glas-Konstruktionen her. Durch die Verbindung Stahl, Alu und Glas entstehen lichtdurchflutete Gebäude.

FKG

Fachverband Konstruktiver Glasbau e. V. Zusammenschluss von Bildungseinrichtungen und Industrie zur Förderung von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben. Der FKG wirkt bei der Ausarbeitung bauaufsichtlicher Richtlinien, Auflagen und Normen mit und dient dem Erfahrungsaustausch unter den Mitgliedern sowie zur Öffentlichkeitsarbeit.

Flachdach

Als Flachdach wird eine Dachform bezeichnet, die keine oder nur eine geringe Dachneigung aufweist. Flachdächer, die eine deutlich erkennbare Neigung zu einer Seite hin besitzen, werden auch als Pultdächer bezeichnet. Nach deutschem Baurecht gilt ein Dach als Flachdach, wenn die Neigung gegen die Horizontale kleiner als 10 Grad ist.

Flächenbündiger Glashalter

Spezieller Glashalter, der auf der Außenseite der Verglasung versenkt ausgebildet wird. Versenkte Punkthalter erfordern eine größere Glasdicke als Kopfhalter. Vorteilhaft ist die ebene Ansichtsfläche der Verglasung.

Flächenkorrosion

Die Oberfläche wird annähernd gleichmäßig und langsam vom Korrosionsangriff abgetragen. Diese Korrosionsart tritt bei nicht beschichteten Bauteilen aus unlegierten Baustählen im Freien oder beim Verzundern von Schmiedeteilen auf.

Flächenträgheitsmoment

Das Flächenträgheitsmoment ist ein Maß, welchen Widerstand ein Querschnitt gegenüber Biegung aufweist. Das Flächenträgheitsmoment wird benötigt, um Verformungen an Bauteilen zu berechnen.

Flachglas

Flachglas ist ein zu Scheiben geformtes Glas, das u. a. Verwendung als Fensterglas, aber auch als Vorprodukt für Spiegel- und Automobilglas eingesetzt wird. Flachglas wird im Bauwesen vielfältig eingesetzt.

Flachstahl

Flachstahl (Flacherzeugnis) ist ein durch Walztechnik aus Zink hergestelltes Industrieprodukt mit rechteckigem Querschnitt, wobei die Breite wesentlich größer sein muss als die Dicke. Nach DIN EN 988 muss hierbei die Dicke über die gesamte Länge des Werkstoffs einheitlich sein.

Float-Verfahren

Bei der Glasherstellung am häufigsten eingesetztes Herstellungsverfahren. Die min. 1.100 °C heiße Glasschmelze wird auf einem Bad von flüssigem Zinn so weit abgekühlt, dass das Glas in fester Form herausgezogen werden kann. Das Float-Verfahren gewährleistet ein in hohem Maße planparalleles, verzerrungsfreies Glas.

Floatglas

Flachglas, das im Floatprozess oder auch Floatglasverfahren hergestellt wird, wird auch Floatglas genannt. Es macht etwa 95 % des gesamten Flachglases aller Anwendungsbereiche, wie Fensterglas, Autoscheiben und Spiegel, aus.

FOB

Free On Board (Frei an Bord). Die Ware wird vom Verkäufer an Bord des Schiffs nach Verladen an den Käufer übergeben. Abwicklung, Kosten und Gefahren der folgenden Vorgänge bis zur Zielanlieferung (Transport, Zollabfertigung) liegen beim Käufer. Teil der wichtigsten internationalen Regeln für handelsübliche Vertragsformen (siehe auch ex works, DDU, DDP).

Fondierung

Beim Fondieren werden große Glasflächen mit dem Pinsel gefärbt. Mit dem Stupfballen wird danach überstupft. Durch diesen Vorgang soll eine matte und gleichmäßige Farbverteilung gewährleistet sein.

Formstahl

Bezeichnung für I-, H – und U-Profile.

Formzuschlag

Zuschlag bei der Preiskalkulation, wenn Glasscheiben nicht rechteckig sind, sondern eine Sonderform haben. In der Regel wird an den Glaslieferanten hierfür ein prozentualer Zuschlag auf den Gesamtpreis der Scheibe gezahlt. Dieser kann in der Regel zwischen 10 und 250 % liegen. Der Formzuschlag wird auch Modellzuschlag genannt.

Fotokatalytischer Effekt

Die fotokatalytische Schicht baut auf dem Glas liegende organische Verschmutzungen ab. Der Abbauprozess läuft ununterbrochen, solange Tageslicht vorhanden ist, und die Schicht ist ebenso lang haltbar wie das Glasprodukt selbst. Die Beschichtung besteht aus Titandioxid.

Fotovoltaik

Als Fotovoltaik wird die direkte Umwandlung von Sonnenenergie in elektrische Energie mittels Solarzellen bezeichnet. Der fotovoltaische Effekt beruht darauf, dass das Licht der Sonne in einem Halbleitermaterial eine elektrische Spannung verursacht, die als elektrischer Strom abgenommen werden kann.

Fourcault-Verfahren

Beim Fourcault-Verfahren wird Flachglas direkt durch eine Ziehdüse aus der Schmelze gezogen. Die Glasdicke ist durch die Ziehgeschwindigkeit einstellbar. Das Verfahren wird seit 1913 industriell angewandt und wurde 1904 von Emile Fourcault als Patent zur Ziehglasherstellung anmeldet.

Fräsen

Beim Fräsen werden ebene Flächen oder Konturen hergestellt. Bei jeder Umdrehung des Fräsers folgen auf den Eingriff der Schneiden der Austritt aus dem Werkstück und die Kühlung. Durch den unterbrochenen Schnitt schwanken Schnittkraft und Temperatur an der Schneide.

Freiform

Eine Freiform kann sowohl eine Fläche als auch ein Körper sein. Eine Freiformfläche lässt sich nicht mit einer mathematischen Formel beschreiben. Freiformflächen sind in der Konstruktion nur mit sehr hohem Modellieraufwand darzustellen und stellen an den Konstrukteur sehr hohe Anforderungen.

Freitragend

Bauelemente, wie z. B. Träger, Sparren, Pfetten, Deckenplatten, die ohne weitere Unterstützung durch Wände, stützenfrei auskragen, werden als freitragend bezeichnet.

Frischen

Entfernung des überschüssigen Kohlenstoffs aus flüssigem oder glühendem Eisen durch Einleiten von Sauerstoff. Das Frischen mit reinem Sauerstoff beschleunigt die Verfahren der Stahlherstellung und führt zu besseren Stahlsorten.

Fugendichtband

Ein Fugendichtband besteht aus imprägniertem Polyuhrethan-Schaumstoff. Das Band wird in die Fuge gelegt und geht innerhalb vorgegebener Toleranzen (ca. 5-fache Ausgangsdicke) auf, drückt gegen die Fugenflanken und dichtet die Fuge damit ab. Bei fachgerechter Auswahl und Montage ist diese Fuge schlagregendicht und dicht gegen Zugluft.

Fugendimensionierung

Die Fuge zwischen Blendrahmen und Baukörper ist so zu bemessen, dass sich die Bauteile ungehindert ausdehnen, zusammenziehen und verschieben können. Die Fuge muss dabei dicht bleiben.

Fugendurchlässigkeit

Die Fugendurchlässigkeit beschreibt den Luftaustausch über Fugen zwischen Flügel und Blendrahmen. Ein Maß für die Fugendurchlässigkeit bei geschlossenem Fenster ist der Fugendurchlasskoeffizient a². Er besagt, wie viel Kubikmeter Luft in einer Stunde durch einen Meter Fugenlänge bei einem Druckunterschied von 10 Pa über die Fuge ausgetauscht wird.

Fugendurchlasskoeffizient

Der Fugendurchlasskoeffizient (a-Wert) gibt an, wie viel Luft (m³) pro Meter Fugenlänge bei der Druckdifferenz von 1 kp/m² pro Stunde durch ein Fenster hindurchgeht. Je kleiner der a-Wert ist, desto dichter schließt das Fenster, umso geringer ist der Wärmeverlust und desto besser der Schallschutz.

Fulgurit

Fulgurit ist zu Glas erstarrter Sand nach einem Blitzschlag.

Füllelement

Füllelemente bezeichnen allgemein die Füllungen in einer Pfosten-Riegel-Fassade. Als Füllelement kommen Fenster, Festverglasungen oder Isolierpaneele zum Einsatz. Der Einsatz der Füllelemente erfolgt dabei meist erst auf der Baustelle.

Fundament

Fundamente oder auch Gründungen dienen im Bauwesen dazu, die Lasten aus den Bauwerken in den Boden abzutragen. Als Baustoff für Fundamente wird heute zum größten Teil Beton oder Stahlbeton verwendet.

Funktionsgläser

Neben der Lichtdurchlässigkeit und Durchsicht können Funktionsgläser andere Aufgaben erfüllen: Wärmefunktionsglas vermindert Wärmetransmission, Sonnenschutzgläser schützen vor übermäßiger Aufheizung, Schallschutzgläser schützen vor Lärm, Brandschutzgläser verhindern die Ausbreitung von Feuer, Sicherheitsgläser schützen vor Einbruch und Verletzungen.

Fusen

Beim Fusen (engl. Fusing) werden verschiedene Glasstücke miteinander verschmolzen. Eine fortgeschrittene Anwendung des Verfahrens ist die Herstellung großer selbsttragender Glasscheiben. Die hohe Kunst der Herstellung selbsttragender Glasscheiben hat seele bis zur Perfektion umgesetzt, um auch den höchsten Ansprüchen gerecht zu werden.

Fusing

Fusing ist der Fachterminus für die Verschmelzung von Gläsern. Beim Fusing werden Glasstücke sowie ggf. ein entsprechender Farbglasauftrag auf einem Grundglas in einem Fusingofen verschmolzen. Als Ergebnis erhält man Fusing-Glasscheiben oder Fusingobjekte.

Fusingglas

Fusing ist der Fachterminus für die Verschmelzung von Gläsern. Beim Fusing werden Glasstücke sowie ggf. ein entsprechender Farbglasauftrag auf einem Grundglas in einem Fusingofen verschmolzen. Als Ergebnis erhält man Fusing-Glasscheiben oder Fusingobjekte.

FYI

Abkürzung für For Your Information; E-Mails werden oftmals mit diesem Kürzel weitergeleitet.

G-Verglasung

Die G-Verglasung verhindert die Ausbreitung von Rauch und Feuer, kann aber den Durchtritt von Wärmestrahlung nicht verhindern. Sie bleibt im Brandfall durchsichtig.

g-Wert

Die Definition des Gesamtenergiedurchlasses (g-Wert) ist die Summe aus der direkten Transmission durch solare Strahlung sowie der Wärmeabgabe nach innen durch Strahlung und Konvektion. Eine Doppelverglasung aus Klarglas hat einen g-Wert von ca. 0,8.

GAEB

Gemeinsamer Ausschuss Elektronik im Bauwesen.

GAEB-Datei

Elektronische Datei zum Austausch von Leistungsverzeichnissen und Angeboten nach dem Standard des Gemeinsamen Ausschusses Elektronik im Bauwesen. Siehe www.gaeb.de.

Galfan

Galfan ist eine Markenbezeichnung für ein oberflächenveredeltes Blech oder Band. Hierfür wird eine Aluminium-Zink-Legierung im Schmelztauchverfahren auf die Stahloberfläche gebracht. Üblicherweise enthält die Zinkschmelze 5 % Al und ca. 0,1 % Mischmetall.

Galvalume

Galvalume ist eine Markenbezeichnung für ein Blech oder Band, dessen Oberfläche mit einer speziellen Aluminium-Zink-Legierung überzogen wurde. Der Stahl wird hierzu in eine Schmelze getaucht, die aus 55 % Aluminium, 43,5 % Zink und 1,5 % Silicium besteht.

Galvanneal

Wird feuerverzinktes Blech oder Band nach dem Schmelztauchen geglüht (bei Temperaturen oberhalb des Schmelzpunktes von Zink), so nennt man das Produkt Galvanneal, den Prozess Galvannealing.

Ganzglasanlagen (GGA)

Glaskonstruktionen, deren Scheibenkanten ganz oder teilweise rahmenlos gehalten sind.

Ganzglasdach

Ein Ganzglasdach ist eine großflächig verglaste Dachkonstruktion, bei der durch das Ersetzen konventioneller Dachbalken (aus z. B. Stahl, Alu, Holz etc.) durch lastaufnehmende Glasträger die Dachkonstruktion weiter entmaterialisiert wird und dadurch noch transparenter und leichter erscheint und ein hohes Maß an Lichtdurchflutung gewährleistet.

Ganzglasecke

Entsteht beim Aufeinandertreffen zweier Verglasungselemente in einer SSGS-Fassade. Durch den Entfall vertikaler Tragstrukturen ergibt diese Konstruktion einer Gebäudeecke eine maximale Transparenz. Bauphysikalische Anforderungen stellen eine besondere Herausforderung bei der Ausbildung einer Ganzglasecke dar.

Ganzglasfassade

Eine Ganzglasfassade ist eine großflächig verglaste Fassadenkonstruktion, bei der durch das Ersetzen der tragenden Unterkonstruktion (aus z. B. Stahl, Alu, Holz etc.) durch lastaufnehmende Glasstützen die Fassade weiter entmaterialisiert wird und die Fassadenkonstruktion dadurch noch transparenter und leichter erscheint.

Ganzglasoptik

Konstruktionsprinzip einer Fassade, bei der die tragenden Teile nicht sichtbar auf der Innenseite angeordnet werden. Dieser Effekt wird meist durch die Anwendung der SSG-Technik realisiert. Im Gegensatz zu wirklichen Ganzglaskonstruktionen gibt es aber weiterhin eine tragende Unterkonstruktion aus Holz, Stahl oder Aluminium.

Ganzglastür

Ganzglastür mit oder ohne umlaufendem Rahmenprofil. Sie werden aus Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG) hergestellt.

Gartenblankglas

Für Gewächshäuser und Frühbeetfenster verwendetes Fensterglas mit minderer Qualität.

Gartenklarglas

Wie Gartenblankglas, jedoch mit leicht strukturierter Oberfläche (Gussglas mit guter Lichtstreuung).

Gaube

Bezeichnet einen Dachaufbau, der meist die gleiche Dachhaut wie die restliche Dachfläche hat und aus der Dachfläche herausragt. Dachgauben ermöglichen den Einbau von vertikalen Fenstern für die Räume des Dachgeschosses.

Gebäudegrundriss

In der Regel maßstabsgerechte Darstellung einer Gebäudegrundfläche. Darüber hinaus gibt der Grundriss noch Auskunft über die Zweckbestimmungen der einzelnen Räume. Zu den Bauunterlagen gehören Grundrisszeichnungen von allen Stockwerken. Der Grundriss liefert eine Ansicht des Baus von oben mit einem vorgestellten horizontalen Schnitt durch das Mauerwerk.

Gebäudehülle

Ist als Oberbegriff über die Fassaden sowie Dachkonstruktion eines Gebäudes zu sehen. Oftmals ist zwischen den Bauteilen ein fließender Übergang, womit die Abgrenzung in Dach oder Fassade schwerfällt.

Gebrauchstauglichkeit

Bestandteil einer statischen Analyse. Kennzeichnet den maximalen Verformungszustand, bei dem die Funktion des Bauteils noch gegeben ist. Beispielhaft ist hier die maximal zulässige Verformung der Unterkonstruktion von Isolierglasscheiben zu nennen. Ist die Verformung zu groß, kann das Isolierglas undicht werden und seine Funktion nicht mehr erfüllen.

Gehrungen von Glaskanten

Anschrägung der Glaskante im entsprechenden Winkel. Gehrungen können rodiert oder poliert sein.

Gehrungsecke

Bei der Gehrungsecke werden beide Profile in einem Winkel abgeschnitten und zusammengebaut.

Gehrungskante

Kantenform, die mit der Oberfläche aus konstruktiven Gründen (Gehrung) einen von 90 Grad abweichenden Winkel bildet, wobei der spitze Winkel bis max. 2 Millimeter abgefasst ist.

Geländer

Geländer verhindern das Abstürzen von Personen und dienen als Stütze zum leichteren Begehen einer Treppe. Geländer dienen aber auch als zusätzliche Versteifung der Trittstufen einer Treppe. Den seitlichen Druck von Personen müssen Geländer sicher aufnehmen können.

Gelenk

Gelenke sind Stellen, an denen die Kontinuität eines Bauteils unterbrochen ist. An ihrer Stelle im Bauteil werden nicht alle Schnittgrößen weitergeleitet. Die Gelenke werden nach den ausgelösten Schnittgrößen unterschieden. Gelenke treten an Knoten von Bauteilen oder Baustrukturen auf.

Gelenkstoß

Der Gelenkstoß kann keine Biegekräfte aufnehmen. Der Doppellaschengelenkbolzen muss im Querschnitt so groß bemessen werden, dass er die Beanspruchung ohne Abscherung aufnehmen kann. Das Gelenk ermöglicht dem Träger eine geringe Winkelbeweglichkeit.

Gerüst

Ein Gerüst ist eine vorübergehende, im Allgemeinen wiederverwendbare Hilfskonstruktion aus meist standardisierten Gerüstbauteilen aus Holz oder Metall, die als Arbeitsplattform oder als Schutzeinrichtung verwendet wird.

Gerüstkonzept

Komplexe Gebäudehüllen erfordern auch bei der Montage aufwendige Gerüstanlagen. Ein gutes Gerüstkonzept kann hier helfen, Kosten zu senken. So kann zum Beispiel durch fahrbare Gerüste wertvolle Auf und Abbauzeit eingespart werden.

Gerüstung

Regional verwendeter Begriff für Gerüst.

Gesamtenergiedurchlass

Die Definition des Gesamtenergiedurchlasses (g-Wert) ist die Summe aus der direkten Transmission durch solare Strahlung sowie der Wärmeabgabe nach innen durch Strahlung und Konvektion. Eine Doppelverglasung aus Klarglas hat einen g-Wert von ca. 0,8.

Gesäumte Kante

Entschärfen einer Glaskante durch Abschleifen, einfachste Form der Kantenbearbeitung im Glasbau.

Geschäftete Glasschwerter

Lange Glasschwerter können in geschäfteter Bauweise hergestellt werden. Einzelscheiben werden hierzu hintereinander und übereinandergelegt, sodass die darüber angeordnete Scheibe den darunterliegenden Scheibenstoß überdeckt. Überlange Glasschwerter können durch mehrere Scheiben hintereinander hergestellt werden.

Geschichte des Glases

Glas ist keine Erfindung des Menschen, sondern vielmehr von der Natur kopiert. Naturglas entsteht beispielsweise bei Vulkanausbrüchen, Meteoriteneinschlag und Blitzeinschlag. Astronauten fanden natürliches Glas auf dem Mond. Fachleute nehmen an, dass bei Meteoriteneinschlägen Mineralien zu Mondglasperlen schmelzen.

Geschoss

Ein Geschoss ist die Gesamtheit aller Räume in einem Gebäude, die auf einer Zugangsebene liegen und horizontal verbunden sind. Es ist möglich, dass ein Geschoss Höhenunterschiede aufweist. Entscheidend ist aber die horizontale Zusammengehörigkeit der Räume. Der Begriff wird heute unabhängig von der Art der Gebäudekonstruktion verwendet.

Geschweißte Glashalter

Geschweißte Glashalter werden eingesetzt, wenn Scheibengewichte so groß sind, dass Aluglashalter nicht mehr ausreichen. Es werden Flachmaterialien verwendet. Die Breite muss an die Scheibendicke angepasst werden. Hierbei ist die Stärke der Dichtung und der Thermoisolatoren zu berücksichtigen. Sie werden nach statischer Erfordernis umlaufend verschweißt.

Geschweißte Rohre

Ausgangsmaterial ist entweder Bandstahl oder eine Blechtafel. Grundsätzlich sind zwei Ausführungen zu unterscheiden: längsnahtgeschweißte und spiralnahtgeschweißte Rohre.

GEWI-Stahl

Beton- oder Spannstahl mit Schrägrippen, die gewindeartig ausgebildet sind.

Gewichtskraft/Gewicht

Gewichtskraft ist die Kraft, die ein Körper durch die auf seine Masse wirkende Fallbeschleunigung aufbringt. Die Gewichtskraft wird vor allem bei statischen Berechnungen anstelle der Masse benutzt.

Gewinde

Unter Gewinde versteht man eine profilierte Einkerbung, die fortlaufend wendelartig um eine zylinderförmige Innen- oder Außenwandung in einer Schraublinie verläuft. Die Kerbe wird als Gewindegang bezeichnet.

Gezogenes Glas

Gezogenes Glas wird nach dem industriellen Verfahren des elektrischen Schmelzens und mechanischen vertikalen Ziehens hergestellt. Gezogene Gläser werden beim Produktionsprozess auf beiden Oberflächen feuerpoliert.

GFK

Abkürzung für Glasfaserverstärkter Kunststoff. GFK ist ein Faser-Kunststoff-Verbund aus einem Kunststoff (z. B. Polyesterharz, Epoxidharz oder Polyamid) und Glasfasern. Umgangssprachlich ist GFK auch als Fiberglas bekannt. Mithilfe von GFK kann seele ungewöhnliche Konturen als Paneele verwirklichen (so geschehen beim Unilever House in London).

Gießen

Auffüllen eines Modells mit geschmolzenem Glas.

Gießharz

Kunstharz, das flüssig zum Endprodukt verarbeitet wird und als dieses oder dessen Bestandteil erstarrt. Gießharz wird zum Verbinden von Scheiben verwendet. Mit Gießharz können höhere Schalldämmwerte erreicht werden. Der Einsatz von Gießharz im Überkopfbereich ist nur durch Zustimmung im Einzelfall möglich.

Gießharz

Gießharzscheiben sind zwei durch ein Gießharz verklebte Scheiben. Einsatzbereiche sind Sicherheitsgläser, Schallschutzgläser. Eine Einfärbung des Gießharzes ist möglich.

Gipskarton

Gipskarton (GK) ist ein Baustoff aus Gips, meistens in Verwendung als Gipskartonplatten (GKP) – auch Gipskarton-Bauplatte (GKB) – mit beidseitigem Kartonage-Bezug im Trocken- oder Akustikbau. Ihre Stabilität erhalten die Platten durch die beidseitige Kartonage, welche die Zugkräfte aufnimmt.

Gitterrost

Ein Gitterrost ist eine freitragende, belastbare (z. B. begehbare oder befahrbare) plattenförmige Konstruktion mit vielen durchgehenden Öffnungen. Gitterroste werden als Abdeckungen für Bühnen, Laufstege, Treppen, Podeste, Tritte und sonstige Öffnungen verwendet. Sie bestehen in der Regel aus Trag-, Querstäben und Randeinfassungen.

Gitterschale

Stabtragwerk aus meist vielen verschiedenen Einzelbauteilen. Erfordert sehr hohen Fertigungs- und Montageaufwand. Besonderes Augenmerk ist auf die Ausbildung der Knoten zu richten. Eine computergestützte Fertigungstechnologie ist bei der Komplexität dieser Bauvorhaben unerlässlich.

Glas

Glas ist ein anorganisches Schmelzprodukt, das aus verschiedenen Rohstoffen erschmolzen wird und beim Abkühlen nicht kristallisiert, sondern allmählich erstarrt. Thermodynamisch wird Glas als gefrorene, unterkühlte Flüssigkeit bezeichnet.

Glas mit schaltbarer Transparenz

Ist ein Verbundsicherheitsglas mit einem Film aus Flüssigkristallen (LC). Mit dem Anlegen elektrischer Spannung richten sich die Kristalle aus und stellen die Transparenz her. Ohne elektrische Spannung ist das Glas milchig-weiß und dient als Sichtschutz mit Lichtdurchlässigkeit.

Glas schneiden

Die häufigste Methode des Glasschneidens ist das Anritzen der Oberfläche mit einem Glasschneider und das anschließende Brechen.

Glasa

Das Wort Glas leitet sich vom germanischen glasa ab. Glas gehört zu den ältesten Werkstoffen der Menschheit, aber in vielen Fragen des atomaren Aufbaus und seiner Struktur bestehen noch Unklarheiten.

Glasbaustein

Klassische Glasbausteine sind aus Gussglas. Sie können transparente, lichtdurchlässige, lineare oder gebogene Wände bilden. seele hat den Glasbaustein durch die Lamination einzelner Flachglasscheiben neu definiert. Durch den Einsatz von bunten Folien, Sandstrahltechniken usw. können hierin verschiedene Effekte erzielt werden.

Glasbock/A-Bock

Gestell zur Lagerung und zum Transport von Glasscheiben.

Glasbruch

Glas ist ein spröder Werkstoff und zeichnet sich dadurch aus, dass es bei Überbelastung direkt bricht. Es hat keine Streckgrenze wie z. B. Metall.

Glasbrücke

Die Glasbrücke von seele besteht aus 4 Millimeter starken, gebogenen Glasscheiben mit einer Gesamtabmessung von nur 3,7 Zentimetern im Gesamtverbund. Die glasklare, gebogene Brücke aus kaltgeformtem Glas mit einer Spannweite von 7 Metern hat ein Gesamtgewicht von 1,7 Tonnen und kann bis zu 7,2 Tonnen Traglast aushalten.

Glasdachstein

Im Pressverfahren in einem Dachziegel- oder Betondachsteinformat hergestellter Glaskörper, der zur Belichtung von Dachräumen u. Ä. dient.

Glasdickenberechnung

Bemessung von Flachglas unter Berücksichtigung der Größe, Lage, Lagerung oder Befestigung sowie der entsprechenden Beanspruchungen (z. B. Winddruck, Linienlast usw.).

Glaseigenschaften

Glas ist weder brennbar noch entflammbar und kann daher auch keinen Rauch entwickeln. Glas hat eine homogene, glatte Oberfläche, ist leicht zu reinigen und daher hoch hygienisch. Glas hat eine hohe chemische Resistenz, ist beständig gegen die meisten Säuren und Laugen, wasserunlöslich und weitgehend korrosionsbeständig.

Glaseinstand

Bezeichnet die Breite der Glasscheibe, die in der Klemmkonstruktion, zum Beispiel einer Pressleiste, liegt. Je nach geltender Normung muss auch unter Belastung ein Mindestglaseinstand gewährleistet sein.

Glaserblei

Glaserblei ist ein Gemisch aus Blei und Zinn für Bleiruten. Diese Ruten setzt man bei Butzenscheiben und in der Glasmalerei als Rahmen ein. Glaserblei sind die Bleistege von Bleiverglasungen.

Glasfalz

Der Glasfalz ist die Rahmenausbildung, die zur Aufnahme von Verglasungen dient.

Glasfalzbelüftung

Um eine Kondensatbildung im Bereich des Einstandes der Glasscheibe im Rahmen zu verhindern, muss ein Durchströmen von Luft in diesem Bereich gewährleistet sein.

Glasfalzbreite

Summe der Maße für die Dicke der Glasscheibe (Glaselemente) und der Dichtstoffauf- und vorlagen.

Glasfarbe

Die meisten Glassorten werden mit weiteren Zusatzstoffen produziert, um bestimmte Eigenschaften, wie z. B. die Färbung des Glases, zu beeinflussen. Zur Glasfärbung werden Metalle in winzigen Mengen (z. B. 0,1 %) beigemischt. Die am häufigsten verwendeten Metalle sind Gold und Silber.

Glasfaser

Eine Glasfaser ist eine lange, dünne Faser, die man als geschmolzenes Glas zu dünnen Fäden zieht.

Glasfasermatten

Glasfasermatten-Thermoplast (GMT) ist ein Kunststoff, bei dem Glasfasermatten durch einen thermoplastischen Kunststoff miteinander verklebt und umhüllt werden.

Glasfaserverstärktes Aluminium

Glasfaserverstärktes Aluminium (auch Glare) ist ein neuartiger Verbundwerkstoff, der aus vielen jeweils nur wenige Zehntelmillimeter dicken Schichten besteht. Diese Schichten bestehen abwechselnd aus Aluminium und einem Glasfaserlaminat (glasfaserverstärkter Kunststoff). Die Schichten werden unter Druck verklebt.

Glasfehler

Produktionsbedingte, bis zu einem in der Norm festgestellten Ausmaß zulässige Fehler (je nach Glasart gibt es optische und sichtbare Fehler).

Glasgeländer

Bei einem Glasgeländer besteht die Füllung aus Glas bzw. Plexiglas. Der Handlauf kann aus Edelstahl, Holz oder Aluminium gearbeitet sein. Das Glas wird zwischen senkrechten Pfosten eingespannt. Es kann aber auch im Boden befestigt sein.

Glashalteleiste

Die Glashalteleiste presst die Glasscheibe bei der linienförmigen Lagerung gegen den äußeren Profilanschlag. Glashalteleisten gibt es in genagelter, geschraubter oder geklipster Ausführung. Vorteilhaft sind die schnelle Montage und das einfache Ausglasen im Reparaturfall. Nachteilig ist eine hohe Ansichtsbreite der Konstruktion.

Glashauseffekt

Ein Glashaus- oder Treibhauseffekt entsteht, wenn in einem Innenraum durch verglaste Fensteröffnungen oder Dächer Sonnenlicht einfällt und von den Materialien des Innenraums absorbiert wird. Dadurch kann sich der Innenraum deutlich über das Niveau der Umgebungstemperatur aufheizen.

Glasherstellung

Bei der Herstellung von Glasbauteilen wird zwischen Float- und Gussglas unterschieden. Glasscheiben werden heute fast nur noch nach dem in den Sechzigerjahren entwickelten Floatglasverfahren hergestellt. In den technischen Richtlinien oder Normen wird dieses Glas auch als Spiegelglas (SPG) bezeichnet.

Glasjalousie

Eine Glasjalousie ist ein missverständlicher Begriff für Jalousien, die zwischen den Isolierglasscheiben eines Fensters eingesetzt sind. Sie bestehen somit in diesem Fall keineswegs aus Glas. Ganz im Gegensatz zu Glasjalousien im Möbelbau. Hier kommen Rollläden bzw. Jalousien für Aufsatzschränke, Ober- sowie Unterschränke in der Küche zum Einsatz.

Glaskantenbeleuchtung

Die Glaskantenbeleuchtung ist ein Verfahren, bei dem eine matte oder strukturierte Platte aus Floatglas von einem Halterungsprofil aus mit einer Leuchtdiode angestrahlt wird. Das Verfahren funktioniert nur, wenn die Glaskante, auf die das Licht trifft, glatt poliert ist. Das Licht verteilt sich dann annähernd gleichförmig im Glas.

Glaskelch

Es ist ziemlich sicher, dass seele nicht das älteste je erstellte Glas(kunst)werk erschaffen hat. Das älteste sicher zu datierende Glasgefäß ist ein Kelch, der den Namen des ägyptischen Pharaos Thutmosis III. trägt und um 1450 vor Christus gefertigt wurde.

Glaskeramik

Glaskeramiken werden nach glastechnischen Verfahren hergestellt und erstarren beim Abkühlen zunächst zu Glas. Eine anschließende Wärmebehandlung wandelt es in einen überwiegend kristallinen Werkstoff um. Glaskeramik verfügt über Eigenschaften, die von denen des Glases abweichen, aus dem die Umwandlung erfolgte.

Glasklotz

Ein Glasklotz besteht nicht aus Glas, sondern meist aus Kunststoff und dient hauptsächlich dazu, die Verglasung sicher im Falzraum abzustellen, um einen Kontakt zwischen Metall und Glas zu vermeiden.

Glaskonstruktion

Glas ist in der modernen Architektur ein sehr beliebter und häufig eingesetzter Baustoff. Glas altert so gut wie nicht und ist weitgehend wartungsfrei, vom Reinigungsaufwand abgesehen. Filigrane Architektur lebt vom flächigen Einsatz dieses Werkstoffes. In geringem Maß ist Glas in der Lage statische Aufgaben zu erfüllen.

Glaskorrosion

Die Glaskorrosion beginnt mit dem Herauslösen von Oxiden diverser Elemente, zum Beispiel Natrium, Kalium, Kalzium, Barium oder Bor. An den betroffenen Stellen verändern sich damit die physikalischen Eigenschaften des Materials. Es bildet sich eine Gelschicht, die mit Ionen des einwirkenden Stoffes weiter zu einem schleierhaften Überzug reagiert.

Glaskugelsack

Prüfkörper zur Untersuchung von betretbaren Verglasungen.

Glasleiste

Eine Glasleiste hält die Glasscheibe im Flügelrahmen eines Fensters oder einer Tür. Sie kann bei Glasschäden entfernt werden, um das Glas auszutauschen. Die profilierte oder glatte Glasleiste besteht aus Holz, Kunststoff oder Metall. Nicht nur in früheren Zeiten wurde statt einer Glasleiste Fensterkitt verwendet.

Glaslot

Spezielles Glasmaterial, das für das Löten von Gläsern verwendet wird.

Glasmacherpfeife

Hohles Eisenrohr von 100 bis 150 cm Länge mit erweitertem Ende zur Aufnahme von Glasschmelze an der einen und Mundstück für den Glasbläser an der anderen Seite.

Glasperlenstrahlen

Das Glasperlenstrahlen ist ein Verfahren zur Oberflächensäuberung und Endbehandlung. Es findet sowohl beim Entlacken Anwendung als auch bei der Beseitigung von Schweiß- oder Lötzunder. Anlassfarben und Oxidationsschichten bei Nichteisenmetallen, Edelstahl, Eisengussteilen oder Aluminiumguss lassen sich mit diesem Verfahren ebenfalls sehr gut entfernen.

Glasreff/Fensterreff

Transportgestell für Glasscheiben oder komplette Fensterelemente. Wird meist seitlich an oder auf der Ladefläche von Nutzfahrzeugen befestigt. Dient dem stehenden Transport der Glasscheiben. Glasreffs sind auch für große Nutzfahrzeuge bis Bandmaßgröße herstellbar.

Glasrohre

Aus speziellem Röhrenglas gewonnen, weist dieses Glas je nach technischem Zweck einen unterschiedlichen Durchmesser auf. Heutzutage sind es ausschließlich nach mechanischen Verfahren horizontal oder vertikal nach oben oder unten gezogene Glasröhren. Diese Glasrohre können als tragendes Element eingesetzt werden.

Glasrohstoffe

Für die Herstellung von Kalk-Natron-Glas, das ca. 90 % der produzierten Glasmenge ausmacht, werden als Hauptbestandteile folgende Rohstoffe eingesetzt: Siliciumdioxid SiO2 (Quarzsand), Natriumkarbonat Na2CO3 (Soda), Kalziumoxid CaO (gebrannter Kalk).

Glasrohstoffe

Die drei Hauptrohstoffe für die Erzeugung von Kalk-Natron-Glas sind: Siliziumdioxid (SiO2), Natriumoxid (Na2O) und Kalziumoxid (CaO).

Glassauger

Ein Glassauger ist ein Werkzeug zum Bewegen oder Heben von Glasscheiben. Durch das Vakuum, das durch Absaugen der Luft zwischen den Saugtellern und der planen Glasscheibe entsteht, ist es möglich, die Scheibe anzuheben. Mit Glassauganlagen können Scheiben gekippt, gedreht und für den Einbau in Position gebracht werden.

Glasschiebetür

Glasschiebetüren sind Schiebetüren, die meist aus einer rahmenlosen Glasscheibe bestehen. Sie können überall dort verwendet werden, wo es auf eine hohe Transparenz ankommt.

Glasschleifen

Das Materialgefüge von Glas lässt eine Spanbildung nicht zu: Glasschleifen ist also kein spanabhebender Arbeitsgang wie bei der Holzbearbeitung, sondern ein Wegsprengen und Wegreißen kleiner Teilchen. Glas kann nur nass geschliffen werden.

Glasschmelze

Die Glasschmelze besteht aus verschiedenen Phasen. Den Beginn macht die Rauschmelze mit dem Erschmelzen des Gemenges der Homogenisierung. Nach dem Erschmelzen der festen Bestandteile kommt die Läuterung, in der die Gase ausgetrieben werden. Daran schließt sich das Abstehen des Glases an, in der das Material zur weiteren Formgebung abgekühlt wird.

Glasschmelzwanne

Eine Glasschmelzwanne wird zur Herstellung der Glasschmelze in der Glasproduktion verwendet. Dabei werden die Glasrohstoffe ständig in die Wanne gefüllt und vereinigen sich schließlich zu einer Schmelze. Dieser Vorgang kann mehrere Tage Zeit in Anspruch nehmen.

Glasschneider

Gerät zum Schneiden von Glas. Eigentlich ist der Begriff falsch, da das Glas nur geritzt und dann gebrochen wird. Früher wurde zum Ritzen ein Diamant verwendet, heute sind es Stahlrädchen.

Glasschwert

Glasschwerter sind meist vertikale, aussteifende Glasbalkenelemente, die im Fassadenbereich eingesetzt sind. Sie dienen der Aussteifung von Glasfassaden.

glasstec

Zweijährlich stattfindende internationale Fachmesse zum Thema Glas. Präsentiert werden alle Bereiche der Glasproduktion, -bearbeitung und -veredelung. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Veröffentlichung innovativer Konstruktionen des konstruktiven Glasbaus. seele ist stets als Innovationsträger mit beeindruckenden Exponaten vor Ort.

Glasstein

Ein Glasstein ist in der Regel ein Hohlglaskörper, der aus zwei aneinandergeschmolzenen Glasschalen besteht. Die beiden äußeren Flächen sind glatt oder strukturiert. Glassteine gibt es in verschiedenen Formaten und Einfärbungen.

Glasstifte/Glaserstifte

Glaserstift ist die Bezeichnung für die Drahtstifte mit rundem Schaft und Halbrundkopf, die die Glasscheibe im Holzrahmen befestigt. Heutzutage werden dafür Blechdreiecke verwendet.

Glastest

Test eines Glases unter Einbaubedingungen.

Glasträger

Meist horizontal liegendes Bauteil aus Glas, das Querkräfte und Biegemomente aufnehmen kann. Experimentelle Aufbauten haben enorme Tragfähigkeiten bei mehreren Metern Spannweite ergeben. Glasträger erlauben ein Höchstmaß an Transparenz bei Dachverglasungen. Der Einsatz als Sekundärtragwerk ergibt erhöhte Anforderungen an die Resttragfähigkeit.

Glastreppe

Konstruktion einer selbst tragenden Ganzglastreppe. Hierbei kommen u. a. besonders tragfähige Mehrfach-VSG-Scheiben mit SentryGlas (SG)-Interlayern zum Einsatz, die sowohl die primäre als auch die sekundäre Tragstruktur der Treppe bilden. Metallteile werden lediglich als Verbindungselemente zwischen den Glasscheiben verwendet. SentryGlas ist ein Markenzeichen von DuPont.

Glastürband

Glastürbänder sind Türbänder, die speziell für Ganzglastüren hergestellt werden. Im Gegensatz zum Glastürscharnier muss zur Anbringung des Glastürbandes das Sicherheitsglas werkseitig vorgebohrt werden.

Glastüren

Rahmenlose Glastüren werden mit Sicherheitsglas ausgeführt. Die Türblätter sind im hohen Maß bruch- und stoßfest.

Glasveredelung

Überbegriff für das nachträgliche Bearbeiten von Glas, wie das Aufbringen von Folien, das Schleifen der Kanten oder das Gravieren von Glas.

Glaszone

Zur Beurteilung der visuellen Qualität von Glas wird dieses in eine Hauptzone, eine Randzone und eine Falzzone eingeteilt. In der Hauptzone sind nur geringe optische Beeinträchtigungen zulässig.

Gleitband

Gleitband ist ein Begriff der Materialwissenschaft. Gleitbänder werden in Anlehnung an die englische Bezeichnung persistent slip bands (PSBs) auch persistente Gleitbänder genannt. Gleitbänder sind Strukturen in Metallen, in denen sich die Verformung unter äußerer Last konzentriert.

Gleitlager

Ein Gleitlager ist ein Element, das auf gleitender Bewegung (Führung) eines Bauteils auf oder in einem Lager beruht. Sie sind im Allgemeinen auf Schmierung gegen Gleitreibung angewiesen. Die Materialien müssen abhängig von der Belastung und Geschwindigkeit aufeinander abgestimmt werden.

Glühen

Der Begriff fasst alle Verfahren der Wärmebehandlung zusammen, die das Erwärmen des Werkstücks auf eine bestimmte Temperatur (Glühtemperatur), das kurz- oder längerfristige Halten auf Glühtemperatur sowie schließlich die langsame Abkühlung zur Grundlage haben. Normal-, Spannungsarm-, Weich-, Rekristallisations-, Grobkorn- und Diffusionsglühen.

Glühfehler

Nicht eingehaltene Glühtemperaturen führen zu nicht beabsichtigten Gefügeumwandlungen. Bei lang anhaltender, weit überschrittener Glühtemperatur wird der Werkstoff geschädigt oder zerstört.

Goldener Schnitt

Wird in der Architektur als die ideale Proportion angesehen. Das Verhältnis ist etwa 1:1,618. Entsprechende Teilungen werden als sehr harmonisch und ästhetisch empfunden.

Goldrubinglas

Goldrubinglas ist eine Sammelbezeichnung für zartrosa bis dunkelrote Gläser, die mit in der Glasschmelze gelöstem, kolloidalem Gold gefärbt sind. Goldrubinglas wird durch das preiswertere und eher gelbstichige Selenrubinglas und das oft etwas braunstichige Kupferrubinglas verdrängt.

Grabendach

Eine Aneinanderreihung von Schmetterlingsdächern.

Grat

Schräge Schnittlinie zweier Dachflächen. Entsprechen einer Außenecke, ähnlich den First.

Grenzabmaß

Gibt an, um welches Maß eine bestimmte Größe abweichen darf. Die Glasdicken bei Floatglas dürfen beispielsweise um 0,2 bis 1,0 Millimeter von ihrer Nenndicke abweichen (je nach Glasdicke).

Grenzmuster

Ein Paar von unterschiedlichen Mustern, die festlegen, zwischen welchen Grenzen sich eine Farbe bzw. Struktur bewegen muss, um die Montagfreigabe zu erhalten. Grenzmuster werden z. B. bei Eloxaloberflächen verwendet.

Grobblech

Blech mit einer Dicke von 3 Millimetern und mehr. Grobblech wird in praktisch allen unlegierten und legierten Stahlsorten geliefert.

Grobreinigung

Unter einer Grobreinigung versteht man die Erstreinigung der Fassade nach fertiggestellter Montage.

Grundgeräuschpegel

Der Grundgeräuschpegel ist der geringste an einem Ort zu einer bestimmten Zeit gemessene Schallpegel, bei dem Ruhe empfunden wird.

Grundstahl

Stahlsorten mit Güteanforderungen, deren Erfüllung keine besonderen Maßnahmen bei der Herstellung erfordert.

Grünstich

Grünliche Einfärbung von Kalk-Natron-Silicatgläsern, hervorgerufen durch geringe Mengen von Eisenoxid in den natürlichen Rohstoffen. Grünstich ist kein rügbarer Mangel.

GSB International

Die GSB International ist eine Gemeinschaft, die für die Qualitätssicherung bei der Stückbeschichtung von Bauteilen einsetzt. GSB-Qualitätsrichtlinien gelten für die Beschichtung von Bauteilen aus Aluminium, Stahl und dessen Legierungen, die im Bauwesen Verwendung finden.

Gusseisen

In Form gegossenes Eisen mit 2 bis 4 % Kohlenstoff, der überwiegend als Grafit bzw. Temperkohle vorliegt, und das keiner Umformung mehr unterworfen wird.

Gussglas

In der Regel wird Gussglas im Fließbandverfahren durch Gießen und Walzen hergestellt, mit und ohne Drahtnetzeinlage, weiß und farbig, ein- oder doppelseitig ornamentiert. Das Glas ist lichtdurchlässig und durchscheinend, Durchsicht mindernd, je nach Prägung Licht streuend oder Licht lenkend.

Gütesicherung

In den Normen oder bauaufsichtlichen Zulassungen ist festgelegt, welche Materialwerte wie oft bei der Eigenüberwachung vom Hersteller zu überwachen sind. Zusätzlich werden diese Werte in regelmäßigen Abständen von neutralen Prüfinstituten kontrolliert.

GV

Abkürzung für gleitfeste, planmäßig vorgespannte Verbindung. Bei diesem Verbindungstyp wird auch die Kontaktfläche der beiden Bauteile zum Kraftübertrag durch Reibung genutzt. Gleitfeste Verbindungen erfordern immer eine planmäßige Vorspannung der Schrauben und eine entsprechende Vorbehandlung der Reibflächen.

GVP

Abkürzung für gleitfeste, planmäßig vorgespannte Passverbindung. Die Verbindung hat gegenüber der gleitfesten Verbindung ohne Passschraube eine nochmals höhere Tragfähigkeit. Auf eine zusätzliche Schraubensicherung kann aufgrund der planmäßigen Vorspannung der Schraubenverbindung verzichtet werden.

H-Profil

Große warmgewalzte Profile mit breiten oder sehr breiten Flanschen.

H-Zugproben (SG)

Anhand von H-Zugproben wird die Aushärtung, die Haftung am Untergrund sowie die Festigkeit eines Klebstoffs geprüft, zum Beispiel bei Structural-Glazing-Fassaden. Dieser Test sollte zumindest einmal für jede verwendete Kombination von Katalysator und Basiskomponente durchgeführt werden. Nach jedem Gebindewechsel sollte eine erneute Prüfung erfolgen.

Haarriss

Kleinster Riss in der Glasoberfläche, der kaum wahrnehmbar ist und bei schrägem Lichteinfall sichtbar wird.

Haftungstest

Der Haftungstest (Peel-Test) ist ein Eignungstest für Structural-Glazing-Silikon, der auf einer ebenen Prüfoberfläche (Glasscheibe oder Blech) durchgeführt werden kann.

Halbtonnendach

Dachform, die einem liegenden Viertelzylinder entspricht. Ist ähnlich dem Pultdach, allerdings mit einer gewölbten Dachfläche.

Halbzeug

Halbzeug bezeichnet vorgefertigte Rohmaterialformen wie Bleche, Stangen oder Rohre. Diese werden dann später noch zu anderen Endprodukten weiterverarbeitet. Häufig werden Halbzeuge nach allgemeinen Normen aus Metall oder Kunststoff hergestellt.

Halfenschienen

Halfenschienen dienen zum planmäßigen Anschluss von Lasten in Stahlbeton. Die Halfenschienen werden vor dem Betonieren in die Schalung eingelegt und fest einbetoniert. Die Planung der Schienen muss demzufolge frühzeitig erfolgen, damit sie auf der Baustelle bereitliegen. Die Schienen bestehen aus einem u-förmigen Schienenkörper mit angeschweißten Ankern.

Hall-Héroult-Prozess

Der Amerikaner Charles Martin Hall und der Franzose Paul Héroult haben Ende des 19. Jahrhunderts unabhängig voneinander ein Elektrolyseverfahren zur Gewinnung von Aluminium entwickelt. Bei diesem Verfahren wird Aluminium durch Schmelzflusselektrolyse von Aluminiumoxid hergestellt. Das Verfahren wurde durch Carl Josef Bayer weiter verbessert.

Halogen-Metalldampflampe

Die Halogen-Metalldampflampe ist ein Leuchtmittel aus der Gruppe der Gasentladungslampen, die als Füllung Halogene enthalten. Hauptsächliche Anwendungsgebiete sind Beleuchtung von Auslagen (shopping light), für Messehallen, Architekturbeleuchtung und Stadien, in Industrie- und Lagerhallen.

Hämatit

Hämatit ist ein sehr häufig vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der Oxide (und Hydroxide) und eine Modifikation des Eisen(III)-oxids mit der Summenformel Fe2O3.

Handlauf

Der Handlauf eines Geländers schließt die sogenannte Geländerfüllung ab und dient vor allem der Sicherheit. Er muss mindestens – von der vorderen Stufenkante aus gemessen – 90 Zentimeter hoch sein und zur Wand einen Abstand von 4 Zentimetern haben, damit man den Handlauf umfassen kann.

Handmuster

Muster für den Auftraggeber und/oder Architekten von Beschichtungen, Profilen, Glas, Beschlägen oder vergleichbaren Bauteilen. In einer handlichen Größe, meist A4 oder A3. Anhand von solchen Mustern erfolgen in der Regel Baufreigaben.

Hard-Coating

Hard-Coating ist ein Beschichtungsverfahren, das direkt während des Herstellungsprozesses von Floatglas auf die noch flüssige Glasoberfläche aufgebracht und eingebrannt wird. Die dabei entstehende harte Oberfläche ist gegen chemische Einflüsse bzw. Abnutzungen beständig.

Harmonisierte Norm (HD)

Eine harmonisierte Norm ist eine Europäische Norm, die im Auftrag der Europäischen Kommission und des EFTA-Sekretariats erstellt wurde, um die wesentlichen Anforderungen einer Europäischen Richtlinie zu unterstützen.

Härte

Widerstand, den ein Werkstoff einer Verformung entgegensetzt. Die Härte erlaubt Aussagen über die Festigkeit eines Werkstoffes. Man ermittelt sie mit verschiedenen Härtemessverfahren.

Härten

Unter Härten versteht man das Erwärmen auf Härtetemperatur (auch als Austenitisieren bezeichnet) und nachfolgendes Abkühlen mit solcher Geschwindigkeit, dass oberflächlich oder durchgreifend eine erhebliche Härtesteigerung durch Martensitbildung eintritt. Das Härten ist ein bei Stählen weitverbreitetes Wärmebehandlungsverfahren.

Härten (von Stahl)

Das Härten von Stahl ist eine Erhöhung seiner mechanischen Widerstandsfähigkeit durch gezielte Änderung und Umwandlung seines Gefüges. Es kann durch Wärmebehandlung mit anschließendem schnellem Abkühlen erfolgen. Wird ein Metall plastisch verformt, so breiten sich im Werkstück Versetzungen aus.

Härteprüfung nach Brinell

Vom schwedischen Ingenieur Johan August Brinell im Jahr 1900 entwickelte Methode der Härteprüfung. Sie kommt bei weichen bis mittelharten Metallen, wie zum Beispiel unlegiertem Baustahl oder Aluminiumlegierungen, bei Holz und bei Werkstoffen mit ungleichmäßigem Gefüge, wie etwa Gusseisen, zur Anwendung. Während der Prüfung wird eine Hartmetallkugel mit einer festgelegten Prüfkraft in die Oberfläche des zu prüfenden Werkstücks gedrückt.

Härteprüfung nach Rockwell

Von dem amerikanischen Ingenieur Stanley Rockwell im Jahr 1920 entwickeltes Härteprüfverfahren. Die Rockwellhärte eines Werkstoffs ergibt sich aus der Eindringtiefe eines Prüfkörpers bei Anliegen einer bestimmten Vor- und Prüfkraft. Beispiel: Ein Eindringkörper wird in zwei Stufen in die Probe gedrückt. Aus der bleibenden Eindringtiefe wird die Rockwellhärte abgeleitet.

Härteprüfung nach Shore

Die Shore-Härte, benannt nach Albert Shore, ist ein Werkstoffkennwert für Elastomere.

Härteprüfung nach Vickers

Die nach der britischen Flugzeugbaufirma Vickers benannte Härteprüfung dient zur Prüfung harter und gleichmäßig aufgebauter Werkstoffe, aber auch zur Härteprüfung dünnwandiger oder oberflächengehärteter Werkstücke und Randzonen. Sie ist der Härteprüfung nach Brinell sehr ähnlich.

Harter Stoß

Harter Stoß ist ein Prüfverfahren, es dient dem Nachweis der Widerstandsfähigkeit von Verglasungen unter der stoßartigen Einwirkung eines Körpers relativ geringer Masse (in der Regel eine Stahlkugel) bei hoher Geschwindigkeit. Prüfung kann zum Beispiel an Überkopfverglasungen erfolgen, um den Aufprall fallender Gegenstände wie Werkzeug zu simulieren.

Hartglas

Chemisch resistentes und thermisch beständiges Geräteglas mit hohen Erweichungstemperaturen, einem thermischen Längenausdehnungskoeffizienten unter 6 * 10^6 1/K.

Hartmetall

Hartmetalle sind gesinterte Carbidhartmetalle. Kennzeichnend sind ihre sehr hohe Härte, Verschleißfestigkeit und besonders die hohe Warmhärte. Hartmetalle finden Anwendung in der Bestückung von Werkzeugen und Teilen für die Zerspanung, spanlose Formgebung und bei reibendem Verschleiß.

Hartschaum

Geschäumter Kunststoff (Polystyrol, Phenolharz, PUR), der als Wärmedämmstoff verwendet wird. Hartschaumplatten werden als Dämmstoff vorzugsweise für schwimmende Estriche zur Verbesserung des Trittschallschutzes und/oder als Wärmedämmverbundsystem für Außenwände verwendet.

Haspel

Vorrichtung zum Auf- oder Abwickeln von Band, Blech oder Draht zu Bünden.

HEA

Kurzzeichen für breite I-Träger mit parallelen Flanschflächen.

Heat-Soak-Test

Zusätzliche thermische Behandlung eines Einscheibensicherheitsglases nach dem Vorspannprozess, um das Risiko von Spontanbrüchen durch Nickelsulfid-Einschlüsse zu verringern.

Hebe-Schiebetür

Bei der Hebe-Schiebetür wird in geschlossenem Zustand der Flügel abgesenkt, sodass sich die Bodendichtungen fugendicht anpressen lassen. Zum Öffnen wird der Flügel durch den Beschlag aus der Dichtungsstellung gehoben und lässt sich auf Rollen leicht verschieben.

Hebebühne

Eine Hebebühne ist eine Plattform zum Anheben von Personen oder Gegenständen. Die Betätigung kann auf verschiedene Arten erfolgen, beispielsweise mithilfe hydraulisch arbeitender Zylinder, Spindeltrieben oder mit pneumatischem Antrieb (Luftbalg). Personenhebebühnen sind vor allem als Arbeitsbühne bei Montagearbeiten in großer Höhe im Einsatz.

Heizband

Elektrische Heizbänder werden für Dachflächen, in Rinnen oder auch in Fallrohren verwendet. Sie sorgen dafür, dass sich kein Schnee ansammelt oder es zur Eisbildung kommt. Die meisten angebotenen Heizbänder sind selbstregelnd und passen sich automatisch der Umgebungstemperatur an.

Heizglas

Heizglas ist eine Weiterentwicklung von Verbundsicherheitsglas. Es handelt sich um ein elektrisch heizbares Verbundsicherheitsglas. Je nach Anforderung sind mittels PVB-Folien zwei oder mehr Floatglasscheiben miteinander verbunden.

Hinterfüllschnur

Eine Hinterfüllschnur wird bei Silikonfugen eingesetzt, um keine 3-Flanken-Haftung zu erhalten, da sie aus einem Material ist, das keine Verbindung mit dem Silikon eingeht.

Hinterlüftete Fassade

Eine hinterlüftete Fassade ist eine mehrschichtige Konstruktion, wobei die äußere Schicht aus festen Materialien besteht (Metall, Holz), danach ist die Luftschicht angeordnet und anschließend die Dämmung.

Hinterschnittanker

Spezielle Art eines Dübels. Bei Hinterschnittanker wird der Formschluss dadurch erreicht, dass durch einen Spezialbohrer das Bohrloch aufgeweitet wird. Durch eine Keilkonstruktion wird erreicht, dass der Hinterschnittanker das Bohrloch vollständig ausfüllt.

Hitzebeständige Gläser

Glaskeramik, leicht gelblicher Farbton. Werden in der Regel bei Kaminöfen oder als Spritzschutz vor offenen Kaminen eingesetzt. In der Regel halten diese Gläser Temperaturen bis 700 °C aus.

HOAI

Verordnung über die Honorare für Architekten- und Ingenieurleistungen (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure – HOAI). Aktuell in der Fassung vom 30.04.2009.

Hochbauarchitektur

Unter dem Begriff Hochbau versteht man ein Teilgebiet des Bauwesens und der Architektur, das sich mit Gebäuden befasst, die über die Erde hinausragen und, wie der Name bereits andeutet, in die Höhe gebaut werden.

Hochofenschlacke

Nebenprodukt bei der Erzeugung von Rohstahl, das aus den Beimengungen des Erzes (Gangart), der Koksasche sowie den Zuschlägen (Mäller) im Hochofenprozess entsteht.

Hochvakuum-Magnetron-Beschichtung

Seit Jahren werden Floatglasscheiben mit lichtdurchlässigen, Wärme reflektierenden Schichten vergütet. Weltweit hat sich das Hochvakuum-Magnetron-Beschichtungsverfahren durchgesetzt. Die Beschichtungen bestehen aus mehreren Metall- und Metalloxidschichten von 1/10 bis 1/100 Nanometer Dicke.

Höhenkote

Höhenangabe eines Punktes in einem einheitlichen Zählsystem und bezogen auf Normalnull (NN) oder die Bezugsebene eines Bauwerkes. Höhenkoten werden nach oben mit positivem und nach unten mit negativem Vorzeichen gekennzeichnet. Höhenkote werden in Plandarstellungen symbolisch als Dreiecke dargestellt. Ausgefüllte Dreiecke kennzeichnen die Rohbauhöhe, leere die Fertigbauhöhe.

Hohlprofile

Hohlprofile gehören ebenfalls zu den Walzprofilen. Es gibt drei Formen: Quadrat-, Rechteck- und Rundrohre. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal besteht darin, ob die Profile nahtlos oder geschweißt sind. Hohlprofile werden häufig aus architektonischen Gründen eingesetzt, da sie eine harmonischere Erscheinung besitzen als Doppel-T-Profile.

Holz-Glas-Konstruktion

Die von seele gebauten großflächigen Doppelfassaden des Elm Park in Dublin sind eine gelungene Kombination aus Holzträgern, Stahlbau, Aluminiumprofilen. Holztragwerke lassen sich genauso problemlos verglasen wie Stahl- oder Alumiumtragwerke, sofern man die Besonderheiten des Baumaterials Holz berücksichtigt.

Holzrahmenbau

Der Holzrahmenbau (auch Holzriegelbau) zählt zu den wesentlichen Holzbausystemen und ist eng verwandt mit der Holztafelbauweise. Der Unterschied liegt darin, dass bei der Holzrahmenbauweise der Holzrahmen im Werk unvollständig vorgefertigt und anschließend auf der Baustelle standsicher montiert wird.

Hook‘sches Gesetz

Das von Robert Hooke aufgestellte Hook‘sche Gesetz beschreibt die Materialkonstante E (Elastizitätsmodul), die durch das Verhältnis von Spannung zur relativen Längenänderung eines Körpers definiert ist.

Hubarbeitsbühne

Ist ein Gerät mit einer Aufenthaltsbühne, das über einen hydraulischen oder elektromechanischen Antrieb verfügt. Es handelt sich um eine Arbeitsplattform mit einem Ein- und Ausstieg. Hubarbeitsbühnen arbeiten mit unterschiedlicher Mechanik je nach Zielsetzung, z. B. über einen bewegbaren Arm, eine Scherenkonstruktion oder über senkrechte Masten.

HV-Schraube

HV ist die Kennzeichnung einer Verbindung mit hochfesten Schrauben. H bedeutet dabei hochfest (Materialqualität der Schraube). V leitet sich ursprünglich von vorgespannt (Zustand der Schraube) ab.

HV-Schraubenverbindung

Standardisierte Schraubverbindung, bei der zusätzliche Sicherungen gegen Losdrehen nicht erforderlich sind. Die Sicherung der Schraube erfolgt durch das Aufbringen der entsprechenden planmäßigen Vorspannkraft. HV-Verbindungen müssen immer als zusammengehöriges Set aus Schraube, Mutter und Unterlegscheiben von einem Hersteller verarbeitet werden.

Hyalithglas

Hyalithglas oder auch Hyalitglas ist in der Masse schwarz durchgefärbtes Glas.

Hybride Konstruktionen

Hybride Konstruktionen entstehen, wenn die Tragfähigkeit einer Struktur durch die Kombination unterschiedlicher Materialien gebildet wird. Glas bietet sich als Material für hybride Konstruktionen an, weil es enorme Druckkräfte aufnehmen kann, Zugkräfte allerdings schnell zum Versagen führen. Hier könnte Stahl die Zugkräfte aufnehmen.

Hydraulik

Beschreibt das Strömungsverhalten von Flüssigkeiten. Hydraulische Elemente werden im Fassadenbau zur Steuerung von Sonnenschutzeinrichtungen oder zum Öffnen von Dachfenstern eingesetzt. Mit hydraulischen Anlagen lassen sich enorme Kräfte erzeugen. Hydraulische Pressen werden auch beim Vorspannen von Seiltragwerken eingesetzt.

Hydrogelschicht

Eine Hydrogelschicht erhöht bei Brandschutzverglasungen die Feuerwiderstandsdauer.

Hydrophile Oberflächen

Hydrophile Oberflächen beruhen auf dem Benetzungsverhalten von Flüssigkeiten (Wasser) auf der veredelten Oberfläche. Bei hydrophilen Oberflächen breitet sich das Wasser zu einem gleichmäßigen Film aus, der von der Oberfläche abläuft und keine nennenswerten Trocknungsrückstände hinterlässt (hydrophil = Wasser anziehend).

Hydrophobe Oberfläche

Hydrophobe Flächen beruhen auf dem Benetzungsverhalten von Flüssigkeiten (Wasser) auf der veredelten Oberfläche. Bei hydrophoben Oberflächen wird das Wasser von der Oberfläche abgestoßen; es bilden sich kugelige Tröpfchen, die abrollen können und dabei Staubpartikel mitnehmen (hydrophob = Wasser abstoßend).

I-Profile

Alte Bezeichnung für Doppel-T-Träger.

Imprägnierung

Eine Imprägnierung wird mit Nichtfilm bildenden Stoffen durchgeführt, die in die Poren eines Materials einziehen, diese jedoch nicht völlig verschließen. Die Diffusion von Wasserdampf muss gewährleistet bleiben. Typische Anwendungen finden sich bei Naturwerksteinen und Betonoberflächen.

Inbus

Inbus ist ein Markenname für eine Innensechskantschraube. Der zugehörige Schraubenschlüssel wird daher auch Inbusschlüssel (oder falsch Imbusschlüssel) genannt.

Incoterms

Abkürzung für International Commercial Terms. Die Handelsklauseln sind eine Reihe von freiwilligen Regeln zur Auslegung handelsüblicher Vertragsformeln im internationalen Warenhandel. Incoterms sollen vor allem die Art und Weise der Lieferung von Gütern regeln. Die Bestimmungen legen fest, welche Transportkosten der Verkäufer bzw. Käufer zu tragen hat und wer das Risiko trägt.

Indiumoxid

Indiumoxid in eine chemische Verbindung von Indium und Sauerstoff. Durch Beimengen während der Glasproduktion färbt es dieses in einem gelben bis bernsteinorangen Farbton.

Infrarotdurchlässigkeit

Ungefärbte Gläser besitzen hohe Lichtdurchlässigkeiten im Wellenlängenbereich von 780 bis 2.800 nm (von 780 nach 2.800 nm hin abfallend). Bei Kalk-Natron-Silicatgläsern tritt eine Absorptionsbande bei 2,85 m auf.

Inhibitor

Entwicklungshemmer bei chemischen oder physikalischen Vorgängen, z. B. Rosthemmer oder Hemmer von Bakterienbefall, sowie einer Brandentwicklung.

Inkrustation

Bezeichnet das Einschmelzen von Dekoren oder Reliefs in Gläser.

Innenlader/Glasinnenlader

Glasinnenlader sind spezial gefertigte Fahrzeuge, bei der das empfindliche Transportgut hydraulisch eingespannt wird. Innenlader erlauben den stehenden Transport der Basisgläser als Bandmaße ohne Sondertransportgenehmigungen. Innenlader werden auch in anderen Bereichen zum Transport von Plattenelementen verwendet.

Innovationspreis glasstec

Im Jahr 2008 erhielt seele den Innovationspreis der Messe glasstec mit ihrer gebogenen Brücke aus kaltgeformtem Glas mit einer Spannweite von sieben Metern. Die innovative Kaltbiegetechnik ermöglicht es erstmals, Glas mit einer Spannweite von sieben Metern ohne Einsatz von Hitze zu verformen.

Insektengitter

Auch Insektenschutzgitter. Dient zur Absperrung gegen Menschen, Tiere oder Fremdkörper. In der Regel verfügt ein Insektengitter über eine umlaufende Einfassung. Als Material wird meist Metall verwendet, aber auch Holz, Stein oder Kunststoff.

Insektenschutzgitter

Verhindert das Eindringen von Insekten.

Inselbildung (Bruchbild)

Bildung einer Glasinsel (Bruchkante berührt nirgends den Scheibenrand). Tritt häufig bei teilvorgespanntem Glas auf.

Inspection & Test Plan (ITP)

In einem Inspection & Test Plan sind alle für Fertigungs- oder Montageprozesse erforderlichen oder notwendigen Prüfungen angeführt. Diese Prüfungen sind Vorgaben aus Normen, Kundenspezifikationen oder seele-internen Standards.

Integrierte Fassade – Heizen/Kühlen

Die Fassade wirkt wie ein Heiz- bzw. Kühlkörper. In dem Fassadenprofil fließt warmes bzw. kaltes Wasser.

Integrierter Sonnenschutz

Der Sonnenschutz wird im Scheibenzwischenraum einer Isolierglasscheibe angeordnet. Die Ausführung wird meist mit horizontalen Lamellen realisiert. Eine Reinigung ist wegen der Lage des Sonnenschutzes nicht notwendig. Nachteilig ist die lagebedingte, problematische Wartung.

Interface-Zeichnungen

Interface-Zeichnungen (auch Schnittstellen-Zeichnung) dienen zur Abgrenzung der eigenen Gewerke und Leistungen von denen anderer, wie z. B. eines vorherigen Gewerkes. Interface-Zeichnungen kommen besonders in der Angebotsphase zur Abgrenzung der angebotenen Leistung zum Einsatz. Dabei werden in der Regel die fraglichen Bereiche in jeweils einer anderen Farbe markiert.

Interferenz-Erscheinungen

Bedingt durch die optimale Planparallelität von Floatglasscheiben kann es bei bestimmten Lichtverhältnissen zu physikalisch bedingten optischen Erscheinungen kommen. Diese machen sich durch regenbogenartige Flecken, Bänder und Ringe bemerkbar, die beim Druck auf die Scheibe ihre Lage verändern.

Interferenzschichten

Metallschichten auf Silberbasis, z. B. für Wärmedämmisoliergläser.

IPE

Kurzzeichen für mittelbreite I-Träger mit parallelen Flanschflächen.

Irisglas

Irisglas ist ein durchsichtiges, farbloses oder gefärbtes, schimmerndes Glas.

Irisieren

Auftretende Regenbogenfarben auf der Glasoberfläche (z. T. durch teilweise Zersetzung der Oberfläche). Kann auch künstlich durch Beschichtung erzeugt werden.

ISO

Die Internationale Organisation für Normung (ISO) ist eine Vereinigung von Normungsorganisationen und erarbeitet internationale Normen.

ISO 14001

In der internationalen Umweltmanagementnorm ISO 14001 sind weltweit anerkannte Anforderungen an ein Umweltmanagementsystem formuliert.

ISO 9001

Die Qualitätsmanagementnorm ISO 9001 ist eine internationale Norm, die Mindeststandards formuliert, deren Anforderungen das Management eines Unternehmens genügen muss, um einem bestimmten Standard bei der Umsetzung des Qualitätsmanagements zu entsprechen. Die ISO 9001 kann zum Nachweis bestimmter Standards gegenüber Dritten dienen.

ISO-Normen

Abkürzung für International Organisation of Standardization. ISO-Normen sollen die Zusammenarbeit auf wissenschaftlichem, technischem und ökonomischem Gebiet erleichtern. Die Kurzbezeichnung ISO ist in jedem Land und in jeder Sprache einheitlich. ISO-Normen werden in den Sprachen Englisch und Französisch veröffentlicht.

ISO-Zertifizierung

Kennzeichnet, ob ein Unternehmen ein Qualitätsmanagementsystem eingeführt und zertifiziert hat. Bekannte Zertifizierungen sind die ISO 9001 und die ISO 14001. Bei öffentlichen Ausschreibungen wird oft eine Zertifizierung nach ISO vorausgesetzt.

Isolierglas

Isolierglas wird zusammengebaut aus zwei oder drei Einzelglasscheiben, die durch Metall- oder Kunststoffrahmen auf Abstand gehalten werden. An den Rändern sind die Scheiben durch die innere und äußere Dichtung gasdicht miteinander verbunden. Die Wärmedämmung und damit der Ug-Wert wird im Vergleich zur Einzelscheibe deutlich verbessert.

Isolierglas mit Befestigung

Isolierglas mit integrierter mechanischer Befestigung verleiht der Fassade eine ästhetische Ansicht, wie das bei einer geklebten Verglasung der Fall wäre.

Isolierglasebene

Um die Lage der Beschichtung eines Isolierglases genau beschreiben zu können, werden die Oberflächen der einzelnen Glasscheiben von außen nach innen durchnummeriert. Die Außenseite eines Isolierglases ist demzufolge immer die Ebene 1, die Innenseite dann die Ebene 4 oder 6 bei Dreifachaufbauten.

Isothermen

Isothermen sind Linien gleicher Temperatur. Sie werden verwendet bei der grafischen Auswertung von Temperaturuntersuchungen in der Bauphysik. Somit kann bewertet werden, ob die gewählte Konstruktion die bauphysikalischen Anforderungen erfüllt. Die Berechnung der Isothermen erfolgt meist computergestützt mit spezieller Software.

Istmaß

Das Istmaß ist das Maß, das an einem Werkstück oder Bauteil tatsächlich gemessen wird.

Jalousie in Isolierglas

Technisch kein Problem mehr, die Hauptanwendungsgebiete sind Sichttrennungen von Verwaltungsräumen, Operationsbereiche, Einsatz an Orten, wo normale Jalousien nicht möglich sind.

Jominy-Probe

Teststück für die Ermittlung der Einhärtbarkeit im Stirn-Abschreckversuch nach W. E. Jominy (DIN 50191). Der Probestab hat einen Durchmesser von 25 mm und ist 100 mm lang.

k-Wert

Veralteter Ausdruck für den Wärmedurchgangskoeffizienten. Siehe U-Wert.

Kalibrierung

Als Kalibrierung wird der Vergleich der mit einem Messgerät ermittelten Werte mit denen einer Referenz oder eines Normalzustandes bezeichnet. Dabei wird ermittelt, wie groß die Abweichung zwischen beiden Werten ist oder ob diese Abweichung innerhalb bestimmter Schranken liegt. Die gesetzlich vorgeschriebene Kalibrierung eines Messgerätes ist eine Eichung.

Kalk-Natron-Glas

Kalk-Natron-Glas (Normalglas) wird zur Fertigung von Behälterglas und Flachglas verwendet und ist das am meisten verbreitete Glas.

Kalottenlager

Spezieller Lagertyp aus dem Brückenbau. Kalottenlager sind nach dem Prinzip eines Kugelgelenks konstruiert und ermöglichen bei kompakter Bauweise große Verdrehungen bei geringstem Widerstand, besonders bei veränderlichen Einwirkungen. Diese Lagerart kommt bei Fassaden an höchst beanspruchten Bauteilen zum Einsatz.

Kalt-Warm-Fassade

Bei der Kalt-Warm-Fassade wechseln sich Kalt- und Warmbereiche ab. Sie werden an tragende Außenwände montiert, die in Massivbauweise erstellt sind. Im Warmbereich schließen feste und bewegliche Fensterelemente mit thermisch getrennten Profilen und Isolierverglasungen die Bauwerksöffnungen. Im Kaltbereich sind die Bauwerksflächen mit einem Wetterschutz aus Glas versehen.

Kaltband

In Breiten bis zu 650 mm und Dicken von 0,1–6 mm hergestelltes kaltgewalztes Flachzeug, das aus etlichen Stahlsorten und mit jeder gewünschten Oberflächenveredelung erhältlich ist.

Kaltfassade

Ungedämmte Fassadenkonstruktion, die auf eine (meist) gedämmte Unterkonstruktion montiert wird.

Kaltfassaden

Kaltfassaden sind vorgehängte zweischalige Außenwandkonstruktionen mit einem belüfteten Zwischenraum. Im Gegensatz zu Warmfassaden liegen alle Seiten der Brüstungselemente im Außenklima. Alle Konstruktionsteile sind ohne thermische Trennung aufgebaut, da keine Verbindung zum Warmbereich besteht.

Kaltstich

Nachbehandlung warmgewalzter Tiefzieh- oder Sondertiefziehbleche zur Erzielung einer blanken Oberfläche durch leichtes Kaltnachwalzen.

Kalziumoxid

Kalziumoxid, auch gebrannter Kalk, Branntkalk, ungelöschter Kalk oder Ätzkalk, ist ein weißes Pulver, das mit Wasser unter starker Wärmeentwicklung reagiert. Durch die Reaktion mit Wasser wird Kalziumhydroxid (gelöschter Kalk) gebildet. Kalziumoxid ist ein wesentlicher Bestandteil bei der Glasherstellung.

Kamineffekt

Der Kamineffekt entsteht nach den Prinzipien der Aerostatik. Warme Luft hat eine geringere Dichte als kalte Luft; hierdurch entsteht für die warme Luft ein Auftrieb. Bei einer Doppelfassade wird mittels der eingefangenen Strahlungsenergie die erwärmte Luft aufgrund des Kamineffektes an der Fassadenoberseite abgeleitet.

Kammermaß

Als Kammermaß wird das lichte Maß zwischen den Flanschen eines I-Trägers bezeichnet. HEA-, HEB- und HEM-Träger mit gleicher Profilnummer haben gleiche Kammermaße, was Vorteile bei der Konstruktion bringt.

Kantenbearbeitung von Glas

seele liefert je nach Anforderung der Kunden oder aus technischen Gründen jede Art der Kantenbearbeitung. Hier wird neben der Kantenform (gerade, Gehrungs-, Facetten- oder Rundkante) auch die Ausführung der Kanten verstanden. Die Ausführung geht von der geschnittenen über die gesäumte, (maß-)geschliffene/justierte bis hin zur polierten Kante.

Kantteil

Kantteile werden zum Verkleiden, Abdecken, Aussteifen und Halten von anderen Bauelementen verwendet. Sie werden meist aus Stahl-, Aluminium-, Kupfer-, Zink- oder Edelstahlblechen unterschiedlicher Blechdicke in vielen Farben hergestellt.

Karusselltür

Siehe Trommeldrehtür.

Kathedralglas

Bezeichnet eine Art von Gussglas mit unregelmäßiger, klein oder groß gehämmerter Oberfläche. Es kann auch farbig sein.

Keder

Ein Keder ist ein in eine Membrantasche eingeschweißtes Seil aus Kunststoff oder Stahl, das durch die entstehende Verdickung gegen Herausrutschen am Halteprofil gesichert ist. Damit können Membranbauten in ihren Positionen gesichert werden.

Kegeldach

Die Dachfläche hat die Form eines Kegels. Ähnlich dem Zeltdach, jedoch mit rundem Grundriss.

Kegelstift

Ein Kegelstift ist ein konisches Verbindungselement, das in wieder lösbaren Verbindungen verwendet wird.

Kehle

Schnittlinie zweier Dachflächen, die dabei eine Innenecke bilden.

Keramikperlenstrahlen

Das Keramikperlenstrahlen ist ein Verfahren zur Glättung und Endbehandlung. Durch das Perlstrahlen erzielt man ein gleichmäßiges und einheitliches Satinfinish. Bei Keramikperlen ist die Bruchrate um ein Vielfaches geringer als bei Glasperlen. Dadurch entsteht eine geringere Rauheit, und damit vermindert sich die Möglichkeit der Schmutzanhaftung.

Keramischer Prüfstempel

Der keramische Prüfstempel dient der Kennzeichnung eines Glases. Er ist bei thermisch vorgespannten Gläsern Pflicht und wird während des Vorspannprozesses eingebrannt.

Kerbschlagbiegeversuch

Mit einem Kerbschlagbiegeversuch nach DIN EN 10 045 wird das Sprödbruchverhalten von Werkstoffen in Abhängigkeit von unterschiedlichen Temperaturen ermittelt. Dabei können insbesondere bei Schweißverbindungen durch eine geeignete Wahl der Kerblage sowohl das Schweißgut als auch die Wärmeeinflusszone getrennt untersucht werden.

Kerbstift

In den Umfang des Stiftes sind Kerben eingebracht. Diese Kerben können je nach Verwendungszweck verschiedene Formen haben (Steckkerbstifte, Knebelkerbstifte, Kegelkerbstifte und Passkerbstifte). Durch die Kerben erhält der Kerbstift auch in sehr glatten Bohrungen einen rüttelfesten Halt, der selbst bei der Demontage weiterhin bestehen bleibt.

Kett- und Schussrichtung

Im Membranbau werden Kett- und Schussrichtung herstellungsbedingt unterschieden. Die Kettrichtung verläuft längs der Materialrolle, die Schussrichtung 90 Grad quer dazu, also quer zur Rollenrichtung. Die meisten Membranen sind in Schussrichtung weniger steif als in Kettrichtung. Die beiden genannten Hauptrichtungen ergeben sich aus dem Webvorgang.

Ketten-Arbeitsbühne

Für Arbeitseinsätze in unwegsamem Gelände, wie z. B. auf Baustellen, sind robuste und kompakte Arbeitsbühnen auf Raupenfahrgestell mit langen, breiten Gummiketten für wenig Flächenbelastung das richtige Arbeitswerkzeug. Sie haben eine eigene Stromversorgung, sind extrem wendig und passen sich so den gegebenen Bodenverhältnissen gut an.

KG – Kante geschnitten

Bezeichnung für eine unbearbeitete Schnittkante von Glasscheiben. Sichtbar sind die typischen Wellenlinien des Schnittwerkzeuges. Die Kante kann einen Über- oder Unterbruch aufweisen. Die Schnittkante ist sehr scharf: Verletzungsrisiko!

KGN – Kante geschliffen

Kantenbearbeitung nach DIN 1249, bei der die gesamte Glaskante bearbeitet wurde. Die Kante hat ein schleifmattes Aussehen, die Ränder sind gesäumt.

KGS, Kante gesäumt

Kantenbearbeitung nach DIN1249; bezeichnet eine Glasschnittkante, deren Ränder mit einem Schleifwerkzeug mehr oder minder gebrochen sind.

Kieselglas

Quarzglas (nahezu aus 100 % SiO2) mit extrem hoher Temperaturwechselbeständigkeit und hoher UV-Durchlässigkeit.

Kittverglasung

Die Kittverglasung ist eine einfache und gleichzeitig die älteste Technik der linienförmigen Lagerung von Glasscheiben. Der Kitt fixiert die Scheibe kraftschlüssig im Rahmen. Gleichzeitig erfolgt das Abdichten. Die Versprödung des Kitts durch UV-Strahlung geht mit einem Verlust der Elastizität einher. Das somit härter werdende Auflager kann zum Glasbruch führen.

Klebeband

Klebebänder sind eine Sammelbezeichnung für ein- oder beidseitig mit Haftklebstoffen beschichtete Trägermaterialien.

Klebstoff

Seit Jahrzehnttausenden benutztes Baumaterial, um Materialien zu verbinden.

Klemmprofilmembrane

Bei Klemmprofilmembranen werden für die lastabtragende Anbindung einer Membrane an starre Bauteile an die Membrane angearbeitete Keder in Klemmprofile geklemmt, die meist aus stranggepresstem Aluminium bestehen.

Klettermastbühne

Eine Klettermastbühne ist eine Gerüstart, bei der fahrbare Plattformen von variabler Breite Menschen und Material in Höhen bis ca. 60 Meter bringen können.

Klotz, Verklotzung

Die Verklotzung einer Glaseinheit hat die Aufgabe, die Lage der gesamten Glaseinheit im Rahmen so zu fixieren, dass die Lastabtragung über die Befestigungen der Rahmenkonstruktion bzw. über die Aufhängepunkte der Flügel erfolgt.

Klotzbrücken sind Glasklötze, die einen umlaufenden Dampfdruckausgleich durch einen Belüftungskanal im unteren Bereich gewährleisten.

Klotzbrücken sind Glasklötze, die einen umlaufenden Dampfdruckausgleich durch einen Belüftungskanal im unteren Bereich gewährleisten.

Klotzung von Fenstern

Das Gewicht der Fenster ist auf Klötzen so zu verteilen, dass der Flügelrahmen die Scheibe trägt und zusätzlich vermeidbare Beanspruchungen aus Temperatur und Bedienung ausgeschlossen werden. Die Scheibe selbst darf keine tragende Funktion übernehmen.

Knicken

Verlust der Stabilität bis zum Versagen von geraden bzw. leicht gekrümmten Stäben oder Balken unter der Wirkung von Druckkräften, deren Wirkungslinie in der Stabachse liegt, und/oder von Biegemomenten. Entscheidend für die Knickgefahr ist die Schlankheit eines Bauteils.

Knoten

Der Begriff Knoten beschreibt die Stelle eines Bauwerks, an der sich mehrere Bauteile treffen. Speziell bei linienartigen Bauteilen, wie dies im Stahlbau üblich ist, spricht man oft von Knoten. Aus statischer Sicht kann jeder vom Betrachter gewählte Punkt in einem Bauwerk oder Bauteil einen Knoten darstellen.

Kobalt (Co)

Die Anlassbeständigkeit wird durch Kobalt verbessert, ebenso erhöht sich die Warmfestigkeit.

Kobaltoxid

Kobaltoxid in eine chemische Verbindung von Kobalt und Sauerstoff. Durch Beimengen während der Glasproduktion färbt es dieses in einem intensiven Blau, kann aber auch zur Entfärbung verwendet werden.

Kohäsion

Unter Kohäsion versteht man zusammenhaltende Kräfte innerhalb eines Stoffes. In der Physik und Chemie beschreibt sie das Zusammenhalten von Molekülen in der Bodenmechanik von Böden.

Kohäsionsbruch

Versagensszenario einer strukturellen Verklebung. Beim Kohäsionsbruch tritt Versagen innerhalb der Klebeschicht oder des Grundmaterials auf. Gemäß geltender Zulassungsverfahren muss das Versagen immer ein Kohäsionsbruch sein, Adhäsionsbrüche sind nicht zulässig.

Kohlenmonoxid

Kohlenstoffmonoxid ist ein farb-, geruch- und geschmackloses giftiges Gas. Es entsteht bei der unvollständigen Oxidation von kohlenstoffhaltigen Substanzen. Dies erfolgt zum Beispiel beim Verbrennen dieser Stoffe, wenn nicht genügend Sauerstoff zur Verfügung steht oder die Verbrennung bei hohen Temperaturen stattfindet.

Kohlenstoff

Kohlenstoff ist ein chemisches Element. Es kommt in der Natur sowohl in reiner Form als auch chemisch gebunden vor. Je nachdem, wie viele Anteile an Kohlenstoff Eisen beigemischt werden, entsteht extrem harter und spröder Stahl bzw. verformbarer Stahl.

Kohlenstoff (C)

Durch den Anteil an Kohlenstoff erhöhen sich Härte und Festigkeit des Werkstoffes. Allerdings wird durch zu hohen Kohlenstoffgehalt die Kaltformbarkeit stark herabgesetzt.

Kohlenstoffstähle

Nicht korrekte Bezeichnung für unlegierte Stähle, d. h. Stähle ohne weitere Legierungsbestandteile.

Kombinationsbeiwert

Um das gleichzeitige Auftreten mehrerer Lasten besser abbilden zu können, werden die Einwirkungen mit Faktoren (<=1) versehen. Kombinationsbeiwerte sind Teil des semiprobabilistischen Teilsicherheitskonzeptes.

Kommissionierung

Eine Kommissionierung ist das Zusammenstellen von bestimmten Teilmengen bzw. Artikeln aus einer bereitgestellten Gesamtmenge, dem Sortiment, aufgrund eines Auftrages. Es kann sich dabei um einen Kunden- oder auch um einen Produktionsauftrag handeln.

Kompatibilität

In Konstruktionen treffen unterschiedlichste Materialen und Oberflächenbehandlungen zusammen. Deshalb ist es besonders wichtig zu überprüfen, dass alle sich treffenden Materialien miteinander kompatibel sind oder durch eine Zwischenlage getrennt werden. seele überprüft die Kompatibilität der verwendeten Materialen für jedes Bauvorhaben.

Kompensation

Unter Kompensation versteht man ein Maß in Prozent, um das ein Membranfeld aufgrund seines Dehnverhaltens kleiner zugeschnitten wird, damit das Feld unter Vorspannung die Sollgeometrie erreicht. Meist ist die Kompensation herstellungsbedingt in Schussrichtung größer als in Kettrichtung.

Kompriband

Ein Kompriband (alternativ: Anschlagband oder Fugenband) ist ein mit Kunstharzpolymer imprägniertes Schaumstoffdichtungsband, das vorkomprimiert eingebaut wird, nach dem Einbringen in eine Fuge langsam expandiert, sich dicht an die Fugenränder anlegt und somit eine Abdichtung gegen Luft, Staub, kleinere Flüssigkeitsmengen etc erreicht.

Kondensatbildung

Kondensat (Tauwasser) bildet sich, wenn die Glasoberfläche kälter ist als die angrenzende Luft, wie z. B. bei Einfach- bzw. Doppelverglasungen in der kalten Jahreszeit. Bedingt durch den wärmetechnisch ungünstigeren Randverbund der Scheibe beginnt das Auftreten von Kondensation stets am unteren Scheibenrand.

Kondensierte Materie

Kondensierte Materie bezeichnet in den Naturwissenschaften Materie in gebundenem Zustand, im Gegensatz zum gasförmigen Zustand.

Kondenswasser

Feuchtigkeit, die sich z. B. aus der Luft an zu kalten Bauteilen (Wärmebrücken) niederschlägt, wenn die Sättigungsfeuchte überschritten ist. Tritt z. T. bei Wärmedämmgläsern mit hoher Isolationsgüte während der Übergangszeiten auf (Beschlag der Außenscheiben).

Konkav

Als konkav bezeichnet man in der Optik Formen, die nach innen gekrümmt sind.

Kontaktkorrosion

Kontaktkorrosion entsteht, wenn unterschiedlich edle Metalle in einem korrosiven Medium aufeinandertreffen. Die Korrosion betrifft in diesem Fall immer das unedlere Metall.

Kontermutter

Als Kontermutter (auch Gegenmutter) wird bei einer Schraubverbindung eine zusätzliche Mutter bezeichnet, die gegen die erste Mutter gedreht wird. Die Muttern verspannen und das Mutternpaar wird auf diese Weise durch Erhöhung der Reibkraft in den Gewindeflanken gegen Verdrehung gesichert.

Kontrollflächen

Kontrollflächen sind geeignete Flächen am Bauwerk, die angelegt werden, um einen verbindlichen Ausführungsstandard für die Beschichtungsarbeiten festzulegen und nachzuweisen, dass die Angaben eines Herstellers oder Auftragnehmers richtig sind, das Verhalten der Beschichtung zu jedem Zeitpunkt beurteilen zu können.

Konvektion im SZR

Durch die Luftzirkulation in einer Isolierglaseinheit (SZR = Scheibenzwischenraum) wird Wärme schneller von einer Scheibe zur nächsten transportiert, was zu einer Verschlechterung des U-Wertes führt.

Konverter

Feuerfest ausgekleidetes, zylindrisches Gefäß, das sich nach oben zum Konverterhut hin verjüngt.

Korridorfassade

Doppelfassade, bei der der Fassadenzwischenraum horizontal segmentiert ist und die Belüftung des Fassadenzwischenraums pro Geschoss erfolgt. In der Regel ist der Fassadenzwischenraum begehbar.

Korrosion

Unter Korrosion versteht man die nicht erwünschte Reaktion von Materialen mit Stoffen aus der Umgebung. Sie tritt vor allem an Metallen auf.

Korrosionsschutz

Ein Korrosionsschutz verhindert, dass das zu schützende Material durch äußere Einflüsse zerstört wird. Typische Korrosionsschutze sind Anstriche und Beschichtungen. Es gibt aber auch Materialien, die keinen Korrosionsschutz erfordern. Hierzu zählen zum Beispiel die Edelstähle.

Korrosive Mittel

Stoffe, die auf einen Werkstoff einwirken und Korrosion verursachen. Korrosive Mittel sind z. B. die Raumluft, Freiluftatmosphäre mit oder ohne Industrieverschmutzung, Wasser, Erdboden oder Chemikalien.

KPO, Kante poliert

Kantenbearbeitung nach DIN1249; bezeichnet eine geschliffene gerade oder C-Kante, die durch Polieren eine verfeinerte, glänzende Oberfläche aufweist.

Kraftschluss

Kraftschlüssige Verbindungen entstehen durch die Anwendung von Kraft, die durch geeignete Vorspannung erzeugt wird. Der Zusammenhalt der kraftschlüssigen Verbindung wird rein durch Haftkraft gewährleistet. Die zu übertragenden Kräfte treten beim Kraftschluss tangential zu den beteiligten Flächen der Verbindungspartner auf.

Kranzgesims

Auch Dach- oder Hauptgesims genannt. Bezeichnet das oberste Gesims, das ein Bauwerk abschließt.

Kreuzschlitzschraube

Kreuzschlitzschrauben haben kreuzförmige Schlitze zum Ansetzen des passenden Schraubendrehers. Kreuzschlitzschrauben haben Schlitzschrauben in der industriellen Fertigung nahezu vollständig verdrängt.

Kriechen

Bezeichnet die langsame Verformung eines Werkstoffes unter gleich bleibender Last. Polyvinylbutyral-Folien (PVB) neigen bei hohen Temperaturen sehr stark zum Kriechen, was die Resttragfähigkeit einer Verglasung herabsetzen kann. SentryGlas (SG) bietet hier wesentlich bessere Eigenschaften.

Kristallglas

Bleioxidhaltiges, klares Qualitätsglas, das sich u. a. durch besonders hohen Glanz auszeichnet.

Krypton

Krypton ist ein farb- und geruchloses Edelgas und bildet mit anderen Stoffen keine chemischen Verbindungen. Im Scheibenzwischenraum von Zweifach-Isolierglasscheiben kann der U-Wert der Scheiben um ca. 0,4 W/m²K gesenkt werden. Die niedrige Wärmeleitfähigkeit von Krypton erlaubt, die Scheibenzwischenräume von Isolierglas zu verkleinern.

Kugelfallversuch

Beim Kugelfallversuch handelt es sich um eine genormte Versuchsanordnung zur Einstufung von Verbundsicherheitsglas (VSG) in die Klassen A1 bis A3. Während des Versuches wird eine Stahlkugel aus verschiedenen Höhen auf die Verglasung fallen gelassen.

Kugelstrahlen

Kugelstrahlen ist eine Oberflächenbehandlung. Dabei werden mittels Schleuderrad-, Druckluft- oder Injektor-Strahlanlagen kleine Strahlmittelkörner mit hoher Geschwindigkeit gegen die zu behandelnde Oberfläche (Strahlgut) geschleudert.

Kunststoffe

Kunststoffe, auch Plaste genannt, sind synthetisch hergestellte organische Werkstoffe. Sie werden aus den Hauptrohstoffen Erdöl, Erdgas und Kohle sowie weiteren Ausgangsstoffen durch chemische Umwandlung, was Synthese heißt, hergestellt.

Kupferblech

Kupferblech ist ein durch Walzen hergestellter Werkstoff und findet beim Decken von Dachflächen, Dachentwässerungen oder für Dachklempnerarbeiten Verwendung. Aus Kupferblech werden Dachrinnen und Fallrohre hergestellt.

Kupferoxid

Kupfer bildet mit Sauerstoff zwei- und dreiwertiges Kupferoxid, das durch Beimengen während der Glasproduktion dieses, je nach Wertigkeit, blau oder rot färbt.

Kuppeldach

Kuppeldächer wölben sich kuppelartig über ein Gebäude bzw. einen Gebäudeteil. Beispielhaft ist hier das verglaste Kuppeldach auf dem Reichstagsgebäude in Berlin zu nennen.

Kurbelwelle

Eine Kurbelwelle setzt in Kolbenmaschinen die Bewegung eines oder mehrerer Kolben mithilfe von Pleuelstangen in eine Drehbewegung um. Die für die Umwandlung der Bewegung erforderlichen Bauteile ergeben zusammen den Kurbeltrieb.

Lagerung von Aluminium

Aluminiumerzeugnisse müssen vor und nach der Anodisation abseits von der Anodisationsanlage gelagert werden. Sie sind vor Kondensationsbildung und Verschmutzung zu schützen. Anodisierte, auf Lager angefertigte Teile müssen unmittelbar nach erfolgter Behandlung mit der Schichtdickenklasse gekennzeichnet werden.

Lagerungsbedingungen

Geben im statischen Sinne an, welche Kräfte von der Struktur in den Untergrund abgegeben werden. Ausführungen können gelenkig, verschieblich, federnd oder eingespannt sein. Je nach Lagerungsbedingung erfolgt die konstruktive Durchbildung des Anschlussdetails mit entsprechenden Bewegungsmöglichkeiten in die nicht gelagerten Richtungen.

Laibung

Unter Laibung oder Leibung versteht man die innere Mauerfläche, die einer Tür- oder Fensteröffnung zugewandt ist.

Lamellenfassade

Als Lamellenfassade werden in Architektur und Bauwesen alle Fassadenkonstruktionen bezeichnet, bei denen großflächig Lamellen eingesetzt werden. Die Lamellen können aus allen möglichen Baustoffen bestehen, üblich sind Holz, Metall und Glas.

Laminieren im Vakuumsack

Spezielles Verfahren beim Laminieren von Verbundgläsern. Das Bauteil wird mit einer Folie umschlossen. Während im Autoklav ein hoher Druck herrscht, wird der Vakuumsack zusätzlich evakuiert. Bei komplizierten Laminaten wird so die Bildung von Luftblasen im Bereich der Zwischenschicht vermieden.

Längenausdehnungskoeffizient

Materialien dehnen sich bei Wärme unterschiedlich aus, dieser Längenausdehnungskoeffizient ist bei der Planung zu berücksichtigen.

Langzeit-Lieferantenerklärung

Die Lieferantenerklärung für Waren mit Präferenzursprungseigenschaft ist eine Erklärung, mit der der Lieferant Angaben darüber macht, welchen Ursprung die gelieferten Waren besitzen und für welche Länder Zollbegünstigungen gemäß den Freihandelsabkommen der Gemeinschaft in Anspruch genommen werden können.

Lärmschutzwand

Lärmschutzwände aus Glas werden benutzt, um Lärm zu dämmen, der von einer linienförmigen oder flächigen Lärmquelle ausgeht, sodass an einem zu schützenden Immissionsort der Lärm so weit abgeschwächt wird, dass die gesetzlichen Grenzwerte eingehalten werden.

Laserstrahlschweißen

Laserstrahlschweißen wird vor allem zum Verschweißen von Bauteilen eingesetzt, die mit hoher Schweißgeschwindigkeit, schmaler und schlanker Schweißnahtform und mit geringem thermischem Verzug gefügt werden müssen. Das Laserstrahlschweißen oder Laserschweißen wird in der Regel ohne Zuführung eines Zusatzwerkstoffes ausgeführt.

Latticino

Latticino ist eine Art von Fadenglas. Hierbei werden milchweiße Glasfäden mit klarem Glas umschmolzen.

Lauflinie

Sie ist die gedachte Linie, auf der eine Treppe begangen wird. Die Lauflinie beginnt an der ersten Setzstufenvorderkante der Treppe. Sie liegt in der Mitte und endet an der letzten Setzstufenvorderkante.

Lebensdauer von Isolierglas

Die Lebensdauer eines Isolierglases ist dann beendet, wenn so viel Wasserdampf durch den Randverbund in den Scheibenzwischenraum eingedrungen ist, dass die Aufnahmefähigkeit des Trocknungsmittels erschöpft ist, und sich deshalb dauerhaft Kondensat zwischen den Scheiben bildet.

LEED

Leadership in Energy and Environmental Design (LEED) wurde 1998 vom U.S. Green Building Council entwickelt, um ein System zur Klassifizierung für ökologisches Bauen zu schaffen. Dabei werden Punkte für verschiedene umweltfreundliche Eigenschaften des Gebäudes vergeben. Eine höhere Punktezahl berechtigt zu einer höheren Auszeichnungsstufe.

Legierung

Stahlwerkstoffe mit zusätzlichen metallischen und/oder nichtmetallischen Elementen (z. B. Kohlenstoff, Chrom, Silizium).

Legierungselemente

Legierungselemente werden einem Metall hinzugefügt, um dessen Eigenschaften als Werkstoff zu verändern.

Leichtbau

Leichtbauweise ist eine Konstruktionsphilosophie, die maximale Gewichtseinsparung zum Ziel hat. Ein Hauptargument für Leichtbau ist die Einsparung von Rohstoffen sowohl bei der Herstellung des Produkts als auch bei dessen Nutzung.

Leichtbeton

Beton mit einer Trockenrohdichte (Raumgewicht) von maximal 2,0 kg/dm³. Leichtbeton entsteht aus einem Gemisch von Zement, Zuschlag und Wasser, hierbei wird dem Beton als Zuschlagstoff Bims, Blähton, Hüttenbims, Blähschiefer usw. zugegeben.

Leichtmetall

Als Leichtmetalle werden allgemein Metalle und Legierungen bezeichnet, deren Dichte unter 5 g/cm³ liegt.

Leiste

Eine Abschlussleiste trennt verschiedene Ebenen oder Materialübergänge, so z. B. am Übergang zwischen Fußboden und Wand bzw. Decke und Wand.

Licht streuende Verglasung

Eine Licht streuende Verglasung ist eine Glaseinheit mit mind. zwei Glasscheiben mit einem dazwischenliegenden Glasseidengespinst oder Glasflies.

Lichtabsorption

Als Lichtabsorption wird eine physikalische Wechselwirkung bezeichnet, bei der Licht seine Energie an Materie abgibt. Die Lichtabsorption ist ein Spezialfall des allgemeineren physikalischen Phänomens der Absorption.

Lichtbrechung

Trifft ein Lichtstrahl von Luft in das Medium Glas, dann wird er gebrochen. Der Winkel, den der einfallende Lichtstrahl und das Einfallslot bilden, heißt Einfallswinkel. Der Winkel, den der gebrochene Lichtstrahl und das Einfallslot bilden, heißt Brechungswinkel.

Lichtdurchlässigkeit

Die Lichtdurchlässigkeit von Einfachglas im optisch sichtbaren Spektralbereich beträgt ca. 82 %. Isolierglas hat eine Lichtdurchlässigkeit in diesem Bereich von unter 80 %.

Lichtlenksysteme

Lichtlenksysteme lenken Tageslicht gezielt in die tieferen Raumzonen. Dadurch können die Tageslichtnutzung und die Raumausleuchtung optimiert werden. Durch den Einsatz von Lichtlenksystemen kann eine eventuelle künstliche Ergänzungsbeleuchtung reduziert werden.

Lichtreflexionsgrad

Der Lichtreflexionsgrad gibt an, wie viel Prozent des sichtbaren Lichtes an der Glasscheibenoberfläche reflektiert wird.

Lichtschwert

Lichtschwerter sind eine Art der Lichtlenkung zur Optimierung der Tageslichtnutzung. Lichtschwerter prägen den Fassadencharakter aufgrund ihrer starken horizontalen Gliederung. Der Einsatz von Lichtschwertern bietet sich vor allem bei Doppelfassaden an.

Lichttransmissionsgrad

Der Lichttransmissionsgrad einer Verglasung gibt den prozentualen Anteil der Solarstrahlung im sichtbaren Wellenlängenbereich (ca. 380–780 Nanometer) an, der durch eine Verglasung hindurchtritt.

Light Emitting Diode

Eine Light Emitting Diode (LED) ist ein elektronisches Halbleiter-Bauelement. Fließt durch die Diode Strom in Durchlassrichtung, so strahlt sie Licht aus.

Lisene

Die Lisene ist im Bauwesen eine schmale und leicht hervortretende vertikale Verstärkung der Wand.

Lochblech

Ein Lochblech ist eine Platte (Blech, Band usw.) mit gleichartigen Öffnungen (Löchern) in regelmäßigen Anordnungen, hergestellt durch Stanzen, Bohren, Fräsen oder andere Verfahren.

Lochbohrungen

Gehört zu den Standardglasbearbeitungen. Mithilfe von speziellen Glasbohrern, wie Hartmetallbohrer oder Hohlbohrer mit diamantbestückter Krone, wird ein Loch in das Glas gebohrt bzw. geschliffen. Bei größeren Durchmessern ergibt sich immer ein Zentrumsstück als Abfall.

Lochfassade

Eine Lochfassade ist eine meist in Massivbauweise erstellte Wandscheibe. Die Fenster sowie Türöffnungen sind klar abgegrenzt. Diese sind einzeln in der Wandscheibe angeordnet. Die Wandscheibe bildet meist gleichzeitig die Primärstruktur des Gebäudes.

Lochfraß

Bei nicht rostenden Stählen in Kontakt mit Chlorionen-haltigem Wirkmedium, z. B. Meerwasser, kommt es zu alleinigem Lochfraß mit nadelstichartigen Einkerbungen in den Werkstoff. Diese Korrosionsart ist bei unter Druck stehenden Leitungen und Behältern sehr gefährlich.

Loslager

Ein Loslager lässt Bewegung in zwei Richtungen zu. Bei Brückenbauten wird häufig ein Los- an der einen und ein Festlager an der anderen Brückenseite verwendet, um damit Temperaturschwankungen auszugleichen.

Lösungsfarben

Bei den Lösungsfarben bilden die Farbmittel in der Glasschmelze klar gelöste Silikate. Das Glas wird in der Masse eingefärbt. Die Farbwirkung entsteht durch spezifische Lichtabsorption.

Lotuseffekt

Unter einer Oberfläche mit Lotuseffekt versteht man eine Wasser abstoßende (hydrophobe) Beschichtung, die eine Mikrostruktur aufweist, die der Blattoberfläche der Lotuspflanze ähnelt. Durch diese Struktur wird das Spreiten von Wasser verhindert und es bilden sich kugelige Tröpfchen.

Low-E-Glas

Abkürzung für Low-emissivity-Glas, das in Isolierglas als Wärmeschutzglas fungiert. Dabei wird durch eine hauchdünne metallische Beschichtung der Strahlungsverlust an einer Glasoberfläche stark herabgesetzt.

Lüftungslamellen

Meist elektrisch bediente Fassadenelemente, die die Luftdurchströmung eines Bauteils oder einer Fassadenschale regeln.

Lüsterfarben

Lüsterfarben werden mit einem Pinsel auf die Glasoberfläche aufgetragen und unter Verringerung der Sauerstoffzufuhr gebrannt. Gegenüber Reduktionsfarben sind Lüsterfarben nicht sehr haltbar.

MAG-Schweißen

Schweißverfahren, bei dem ein Lichtbogen unter einer aus aktiven, nicht brennbaren Gasen gebildeten Schutzglocke brennt. Die abschmelzende Drahtelektrode wird von Rolle zugeführt, möglich sind die manuelle Führung des Brenners bis hin zu vollautomatischen Schweißautomaten. Eingesetzt wird dieses Verfahren bei unlegierten Stahlwerkstoffen.

Magnetischer Winkelfixierer

Dient zum Fixieren von zwei Metallteilen im festen Winkel, um sie z. B. zu verschweißen.

Magnetit

Magnetit ist ein Eisenerz, das einen hohen Gehalt an Eisen aufweist. Im Magnetit sind die Eisen- und Sauerstoffatome sehr fest miteinander verbunden.

Magnetpulverprüfung (MT)

Die Magnetpulverprüfung (MT) dient zum Nachweis von Fehlstellen an der Oberfläche oder nah der Oberfläche in magnetischen Materialien, vorwiegend ferritischer Stahl und ferritisches Eisen.

Mäller

Gemisch aus Erz – ggf. Schrott – und Zuschlägen, das von der Gicht in den Hochofen chargiert wird.

Mangan

Mangan ist ein chemisches Element, das bereits in der Antike in der Glasherstellung genutzt wurde. Mangan wird zur Erhöhung der Festigkeit und Zähigkeit eines Werkstoffes eingesetzt.

Manganoxid

Manganoxid oder Braunstein ist eine chemische Verbindung aus Mangan und Sauerstoff. Bekannt auch als Glasmacherseife dient es während der Glasproduktion zur Entfernung des gelbgrünen Stichs, der durch geringe Mengen an Eisensilikaten im Rohmaterial entstanden ist.

Mansarddach

Dachform, bei der die untere Dachfläche wesentlich steiler geneigt ist als die obere. Dadurch lässt sich das Dachgeschoss räumlich besser nutzen.

Marmorglas

Bezeichnet umgangssprachlich ein Opakglas, das durch die Vermischung von harmonisierenden Farben ein dem Marmor ähnliches Aussehen aufweist. In Österreich wurde diese Glasart bis in die Sechzigerjahre des letzten Jahrhunderts erzeugt.

Martensit

Martensit ist ein ferromagnetisches metastabiles Gefüge in Metallen, das diffusionslos und athermisch durch eine kooperative Scherbewegung aus dem Ausgangsgefüge entsteht.

Maschinenbaustahl

Maschinenbaustähle sind allgemeine Baustähle. Nach EN 10027 wird den Maschinenbaustählen der Kennbuchstabe E vorangestellt.

Massivbau

Ein Massivbau bezeichnet im Bauwesen eine Form des Tragwerks, bei der raumabschließende Elemente wie Wände und Decken auch die statisch tragende Funktion erfüllen.

Maßstab

Als Maßstab bezeichnet man in der Technik das Verhältnis zwischen der abgebildeten Größe und der entsprechenden tatsächlichen Größe. In der Architekturplanung wird üblicherweise der Maßstabsbereich von 1:1 (Details) bis 1:500 (Übersichten, Außenplanungen) verwendet.

Mastercarre

Gussglasspezialität (kleine eingeprägte Quadrate).

Masterline

Gussglasspezialität (eingeprägte Längsrillen).

Masterray

Gussglasspezialität (kleine eingeprägte längliche Rechtecke).

Materialermüdung

Die Materialermüdung beschreibt einen langsam voranschreitenden Schädigungsprozess in einem Werkstoff unter Umgebungseinflüssen, wie wechselnden mechanischen Belastungen, wechselnden Temperaturen, eventuell unter zusätzlicher Einwirkung eines korrosiven Mediums.

Mattglas

Durchscheinendes Glas, das Licht diffus streut. Die Oberfläche von Mattglas ist durch mechanische (Sandstrahlen) oder chemische Einwirkung (Ätzen) aufgeraut.

Mattieren

Oberflächenbearbeitung des Glases durch Ätzen, Sandstrahlen oder Schleifen.

Maut- und Energiezuschlag

Zuschlag bei der Preiskalkulation auf Lieferleistungen aufgrund von Lkw-Maut und erhöhten Energiekosten. Die Zuschläge richten sich nach dem Glasgewicht.

Mehrfeldbelüftung

Bei der Mehrfeldbelüftung sind mehrere übereinanderliegende Fassadenfelder nicht gegeneinander abgedichtet, sondern hier sind Riegel und Pfosten über seitlich geöffnete Glasfalze miteinander verbunden. Anfallendes Wasser fließt von den Riegeln zu den Pfosten und über die Pfostenfußpunkte nach außen.

Mehrscheiben-Isolierglas

Mehrscheiben-Isolierglas (MIG) ist ein aus zwei oder drei Scheiben bestehendes Isolierglas. Zwischen den Scheiben verbleibt ein luftdicht abgeschlossener Scheibenzwischenraum, der mit Edelgasen wie Argon oder Krypton gefüllt ist.

Mehrscheiben-Sicherheitsglas

Seltene Bezeichnung von Verbundsicherheitsglas.

Membran

Eine Membran ist eine Trennschicht. Man unterscheidet zwischen undurchlässigen (impermeabel), teilweise undurchlässigen (semipermeabel oder selektiv permeabel) in einer Richtung durchlässigen (unidirektional) oder durchlässigen (omnipermeabel) Membranen. Zur Verwendung von Membranen als Baustoff, siehe Membranbau.

Membranbau

Beim Bauen mit Membranen werden Polyestergewebe mit PVC-Beschichtung, Glasfasergewebe mit PTFE-Beschichtung, PVC-Foil oder ETFE-Folien als Dach- bzw. Fassadenflächen eingesetzt. In der Regel wird der Membranbau als sogenanntes Weitspanndach ausgeführt. Membrankonstruktionen werden statisch ausschließlich auf Zug belastet. Durch die Vorspannung wird sowohl eine faltenfreie Konstruktion als auch die Aussteifung der Membranhaut möglich.

Membrantechnologie

Im Bauwesen (Hochbau) eingesetzte Technologien und Bauweisen leichter Flächentragwerke (Schalen, Membranen), welche - im Fall der druckbeanspruchbaren Schale - aufgrund geeigneter konstruktiver Randausbildung keine Biegebeanspruchungen (Biegestörungen) aufweisen oder welche - im Fall der ausschließlich zugbeanspruchbaren Membran - keine Druck- oder Biegebeanspruchungen aufnehmen können. Die in Relation zu ihrer Fläche sehr dünne Membran entzieht sich diesen Beanspruchungen durch Faltenbildung oder durch den Abbau einer aufgebrachten Vorspannung.

Messing

Messing ist eine Legierung aus Kupfer und Zink. Messing ist etwas härter als reines Kupfer und im Gegensatz zu Stahl- und Aluminiumlegierungen nicht durch Wärmebehandlung aushärtbar.

Messingverglasung

Die Messingverglasung entspricht weitestgehend der Bleiverglasung. Der Unterschied liegt in der Verwendung von messingüberzogenen Bleisprossen statt reinen Bleisprossen. Die Oberfläche der Sprossen sieht so wertiger aus als bei reiner Bleiverglasung.

Metallisches Glas

Metallische Gläser sind Legierungen, die auf atomarer Ebene eine amorphe Struktur aufweisen. Diese für Metalle sehr ungewöhnliche Atomanordnung hat eine einzigartige Kombination physikalischer Eigenschaften zur Folge. Metallische Gläser sind gewöhnlich härter, korrosionsbeständiger und fester als normale Metalle, jedoch fehlt ihnen in der Regel die metallübliche Verformbarkeit.

Metalllamellensystem

Mit Lamellen kann die Verteilung von Licht und Schatten an Gebäuden beeinflusst werden. Mit Metalllamellen lässt sich der Tageslichteinfall in die Innenräume regeln.

Metallschutzgasschweißen

Das teilmechanische Metallschutzgasschweißen (MSG), auch MIG- oder MAG-Schweißen genannt, ist ein Lichtbogenschweißverfahren, bei dem der abschmelzende Schweißdraht von einem Motor mit veränderbarer Geschwindigkeit kontinuierlich nachgeführt wird. Gleichzeitig mit dem Drahtvorschub wird der Schweißstelle über eine Düse das Schutz- oder Mischgas zugeführt.

Metallschutzgasschweißen

Das teilmechanische Metallschutzgasschweißen (MSG), auch MIG- oder MAG-Schweißen genannt, ist ein Lichtbogenschweißverfahren, bei dem der abschmelzende Schweißdraht von einem Motor mit veränderbarer Geschwindigkeit kontinuierlich nachgeführt wird. Gleichzeitig mit dem Drahtvorschub wird der Schweißstelle über eine Düse das Schutz- oder Mischgas zugeführt.

Metallspreizdübel

Bei diesen Dübeln wird eine Klemmwirkung aktiviert; dadurch bleibt der Dübel im Bohrloch stecken. Sie wird erzeugt, indem ein Konus in eine Spreizhülse eingetrieben wird; die Hülse wird so auseinandergedrückt. Metalldübel sind tragfähiger und sicherer als jene aus Kunststoff, da sie wesentlich höhere Spreizkräfte auf die Wand übertragen können.

MIG

Siehe Mehrscheiben-Isolierglas.

MIG-Schweißverfahren

Metallschweißen mit inerten Gasen.

MIGUTRANS Fugenkonstruktionen

Oberflächengeriefte Aluminium-Abdeckprofile mit gelochten und gerieften Befestigungsschenkeln und elastischen Gummidichtungen aus synthetischem Kautschuk.

Mikro- und Makroschliff

Beim Anfertigen von Makroschliffen wird eine Werkstoffprobe feingeschliffen und mit entsprechenden Makroätzmitteln geätzt. Dabei können Grobstrukturen, wie z. B. Lagenzahl und -aufbau einer Schweißnaht sowie Nahtfehler, Einhärtezonen von oberflächengehärteten bzw. einsatzgehärteten Teilen oder Gussstrukturen, sichtbar gemacht werden.

Mikrolegierter Stahl

Mikrolegierter Stahl sind unlegierte Vergütungsstähle, denen z. B. Vanadium und/oder Niob oder Titan in Mengen zulegiert ist, die unter den Grenzwerten für legierte Stähle liegen.

Milchüberfangglas

Farbloses Glas mit einer milchig getrübten Überzugsschicht (Überfang).

Mindestrandabstand

Der Mindestrandabstand bezieht sich auf den Abstand zwischen Außenkante und Bohrung. Dieser errechnet sich durch den Faktor x (je nach Material) mal dem Bohrungsdurchmesser.

Mineralfaser

Mineralfasern sind anorganische Fasern. Sie können natürlichen oder künstlichen Ursprungs sein. Mineralfasern können häufig für textile Anwendungen verwendet werden, z. B. für Mineralwolle oder zum Weben von Asbest.

Mineralglas

Die Bezeichnung Mineralglas wird häufig verwendet, um Uhrenglas gegen die sehr viel weicheren Kunststoffgläser und die sehr viel härteren Saphirgläser abzugrenzen.

Mineralwolle

Mineralwolle ist ein Dämmstoff aus Glas- und Steinwolle und nichtbrennbar.

Minikräne

Fahrbare Minikräne für Innen- und Außeneinsatz besitzen bodenschonende Stützarme und Gummiketten. Die Miniraupenkräne finden ihren Einsatz bei schlammigem Untergrund, steile Hügel und überall, wo es eng ist (z. B. in Innenräumen) oder ein geringes Auflagegewicht (z. B. Marmorboden) wichtig ist.

Missfärbungen

Missfärbungen von Glas resultieren aus Verunreinigungen der Rohstoffe. Schon geringste Verunreinigungen führen zu eventuell unerwünschten Farbstichen. Um Missfärbungen zu vermeiden, kann man das Glas entfärben. Dabei unterscheidet man die chemische und die physikalische Entfärbung.

Mitteldichtung

Ein im Fensterblendrahmen umlaufendes profiliertes Band aus elastischem Dichtungsmaterial trennt über eine Vorkammer den Außen- vom Innenbereich. Die im Flügelrahmen zur Innenseite eingesetzte Anschlagdichtung dient als Zusatzdichtung.

Mittlere Schichtdicke beim Anodisieren

Mittelwert einer vorher festgelegten Anzahl von Messungen an verschiedenen Messpunkten, die auf der sichtbaren Oberfläche eines einzelnen anodisierten Bauteils verteilt liegen.

Modellscheiben

Alle Scheibenformen, die vom Quadrat bzw. Rechteck abweichen (genormt).

Modellzuschlag

Siehe Formzuschlag.

Modularität

Modularität (auch Bausteinprinzip oder Baukastenprinzip) ist die Aufteilung eines Ganzen in Teile, die als Module, Bauelemente oder Bausteine bezeichnet werden.

Moiré-Effekt

Optisches Phänomen, das unter bestimmten Lichtverhältnissen als welliges, geripptes oder kreisförmiges Muster auftreten kann. Der Moiré-Effekt kann auch erzeugt werden, wenn eine Scheibe mit einem sich wiederholenden Muster auf einer anderen Scheibe platziert wird und die Muster nicht aufeinander abgestimmt sind.

Molekularsieb

Molekularsieb ist das Trockenmittel, das im Isolierglas-Abstandhalter eingefüllt wird und für die permanente Entfeuchtung des Scheibenzwischenraumes sorgt. Das Molekularsieb besitzt ein begrenztes Vermögen, Feuchtigkeit aufzunehmen, deshalb ist die Lebensdauer eines Isolierglases endlich.

Molybdän

Molybdän ist ein chemisches Element. Die Durchhärtbarkeit von Stählen wird durch einen Molybdänanteil von 0,2 % erhöht, dabei wird die Anlassversprödung behindert. Wegen der bei hohen Temperaturen Gefüge stabilisierenden Wirkung wird Molybdän in Werkstoffen für hohe Betriebstemperaturen verwendet.

Mondglas

Mondglas bezeichnet eine halbrunde, mondähnliche Glasscheibe, die aus einem mundgeblasenen, durch schnelles Drehen relativ großen, flachen Glaskörper geschnitten wird. Sie ist gekennzeichnet durch ihre rundlaufende Struktur. Der Mittelteil, das Ochsenauge, wurde als Butze verwendet. Diese Herstellungsart ist heute nicht mehr üblich.

Monitoring

Langzeitüberwachung an Bauwerken. Hierbei können Verformungen, Lagerkräfte, Dehnungen usw. über einen langen Zeitraum überwacht und aufgezeichnet werden. Die gewonnenen Ergebnisse können direkt in neue Projekte einfließen. Weiterhin ist eine Früherkennung von Schäden möglich.

Monolithisch

Einfacher homogener Scheibenaufbau (im Gegensatz zum Doppelverbund wie bei VSG).

Montage

Als Montage in der industriellen Fertigung bezeichnet man den planmäßigen Zusammenbau von Bauteilen und/oder Baugruppen zu Erzeugnissen bzw. zu Baugruppen höherer Erzeugnisebenen.

Montageanweisung

In einer Montageanweisung wird die komplette Montage einzelner Teile zu einem Bauteil beschrieben. Zur Montageanweisung gehören neben der Montagereihenfolge weitere Informationen für die Monteure. (z. B. Glasklotzung, Folienverklebung, durchzuführende Tests usw.).

Montagepfosten

Spezielle Pfostenausbildung bei Pfosten-Riegel-Fassaden, die als Elementfassaden ausgebildet werden. Zwischen den einzelnen Elementen ist dabei ein (geteilter) Montagepfosten angeordnet, der jeweils zur Hälfte zu einem Element gehört.

Montageschaum

Umgangssprachlich auch Bauschaum genannt. Wird zur Montage und zur Befestigung von Bauelementen, wie Fenster- und Türelementen, eingesetzt.

MS-Polymere

MS-Polymere sind silikonfreie Kunststoffe und können somit eine hydrophile Funktion der gesamten Glasoberfläche bis zur abgedichteten Fuge sicherstellen. MS-Polymere bestehen aus Polypropylenoxid mit Silan-Endgruppen.

Muffe

Eine Muffe ist ein Bauelement zur unterbrechungsfreien Verbindung zweier Rohre oder Kabel. Befestigungsbauteile mit Innengewinde, die mehr als zweimal so lang wie der Innendurchmesser sind, werden auch als Gewindemuffen bezeichnet.

Muldendach/Paralleldach

Aneinanderreihung von Satteldächern.

Multifunktions-Isolierglas

Multifunktions-Isolierglas erfüllt Anforderungen an die Wärmedämmung sowie auch an die Schalldämmung und den Einbruchschutz.

Mundblasverfahren

Glasherstellung mittels Glasmacherpfeife. Wird noch zur Fertigung vieler Farb- und Spezialgläser bzw. im Kunsthandwerk ausgeübt.

Musterfassade

Musterfassaden werden angefertigt, um Entwurf und Gestaltung zu überprüfen und um konstruktive Mindestanforderungen an der Fassade zu testen. Alle wesentlichen Elemente und Verbindungen sollten im Detail an der Musterfassade zu sehen sein.

Nachtrag

Als Nachtrag werden Bauleistungen bezeichnet, die ursprünglich nicht Bestandteil des Auftrags waren.

Nachtragsmanagement

Unter einem Nachtragsmanagement versteht man die Überwachung und Beurteilung von Abweichungen bzw. Änderungen und deren wirtschaftlichen Folgen zwecks Ermittlung und Durchsetzung von Ansprüchen. Im Projektgeschäft gehört dieses Element sowohl zur Auftraggeber- sowie auch zur Auftragnehmerseite.

Nachunternehmer

Ein Nachunternehmer erbringt im Auftrag des sogenannten Hauptunternehmers einen Teil oder die ganze vom Hauptunternehmer gegenüber dessen Auftraggeber geschuldete Leistung.

Nahtlose Rohre

Nahtlose Rohre werden aus vollen vorgelochten oder vorgebohrten Blöcken oder Knüppeln in warmem Zustand erzeugt. Im ersten Schritt entsteht eine kurze, dickwandige Luppe. Im nachfolgenden Arbeitsgang wird sie zum fertigen Rohr gestreckt.

Nanotechnologie

Unter Nanotechnologie versteht man die Erforschung und Herstellung von Materialien in kleinster Ebene. Die Größe von Nanopartikeln liegt zwischen der eines Atoms und eines Lichtstrahls. Heute bezieht man die chemische Herstellung von Nanomaterialien (Lotuseffektbeschichtung) in den Oberbegriff Nanotechnologie mit ein.

Natriumkarbonat

Natriumkarbonat (Na2CO3), auch als kalzinierte Soda bezeichnet, ist ein Salz der Kohlensäure. Als Lebensmittelzusatzstoff trägt es das Kennzeichen E 500. Natriumkarbonat ist ein wesentlicher Bestandteil bei der Glasherstellung.

Natriumsulfat

Natriumsulfat (Na2SO4) ist ein Hilfsstoff in der Glaserzeugung und wird als Läutermittel zur Reduzierung der Blasenbildung verwendet. Es fällt häufig als Nebenprodukt in der chemischen Industrie bei Reaktionen an, bei denen Schwefelsäure mit Natronlauge neutralisiert wird.

Natürliche Gläser

Die natürlichen Gläser entstehen aus dem Schmelzen von Sanden. Obsidian und Bimsstein sind vulkanischen Ursprungs, Impaktgläser und Tektite entstehen durch Meteoriteneinschläge und Fulgurite durch Blitzeinschläge. Bei seele kommen natürlich nur künstliche Gläser zum Einsatz, um Glasfassaden und Glasdächer ganz natürlich aussehen zu lassen.

Naturmaß

Ein Naturmaß ist ein auf der Baustelle oder in der Werkstatt festgestelltes Maß. Es weicht eventuell vom geplanten Maß ab oder liegt noch innerhalb der zulässigen Toleranz.

NCS

Abkürzung für Natural Color System. Farbsystem, das auf dem Farbempfinden des Betrachters beruht. Die Farbcodierung setzt sich aus dem Schwarzanteil, der Farbigkeit, der Grundfarbe sowie dem Anteil der Mischfarbe zusammen. Das NCS-Farbsystem erlaubt wesentlich feinere Abstufungen bei der Farbgebung als zum Beispiel der Farbkatalog nach RAL. Derzeit sind 1950 Farbtöne kategorisiert.

Nennmaß

Nennmaße sind theoretische Zahlenangaben, die den mathematisch genauen Abstand zwischen zwei Mess- bzw. Konstruktionsbezugspunkten festlegen. Vgl.: Istmaß

Nennweite

Als Nennweite bezeichnet man den Durchmesser eines Rohres oder die Größe einer Armatur wie ein Ventil oder einen Schieber.

Netzersatzanlagen

Netzersatzanlagen sind Stromerzeugungsanlagen, die bei Ausfall des Stromnetzes des Energieversorgungsunternehmens die Versorgung von sicherheitsrelevanten Verbrauchern mit elektrischer Energie aufrechterhalten.

Netzwerkwandler

Netzwerkwandler sind Verbindungen, die zusammen mit einem oder mehreren Netzwerkbildnern ein Glas bilden; sie verändern Gefüge und Eigenschaften des Glases.

Nichteisenmetalle

Kurzbezeichnung NE-Metalle; so werden alle reinen Metalle (außer dem Eisen) sowie alle Metalllegierungen, deren Hauptbestandteil nicht das Eisen ist, bezeichnet. Entsprechend ihrer Dichte werden sie in Leichtmetalle (unter 5 g/cm²) und Schwermetalle (über 5 g/cm²) eingeteilt.

Nickel

Nickel ist ein Metall und in Verbindungen mit Chrom Hauptlegierungselement nicht rostender austenitischer Stähle. Nickel wird besonders bei der Vergütung großer Querschnitte verwendet, da hier hohe Festigkeits- und optimale Zähigkeitswerte erzielt werden.

Nickeloxid

Nickel bildet mit Sauerstoff unter anderem zweiwertiges Eisenoxid, das durch Beimengen während der Glasproduktion dieses violett oder rötlich färbt.

Nickelsulfid-Bruch

Glasbruch von Einscheibensicherheitsglas (ESG), der durch Volumenvergrößerungen von Nickelsulfideinschlüssen entsteht.

Nickelsulfid-Einschlüsse

Sehr kleine, fast kugelförmige Verunreinigungen im Glas. Sie können bei ESG unter bestimmten Umständen in der Anwendung zu Spontanbrüchen führen.

Niet

Ein Niet ist ein plastisch verformbares, zylindrisches Verbindungselement. Durch die Kaltnietung wird eine formschlüssige Nietverbindung zweier Bauteile hergestellt. Bei der Warmnietung wird die Verbindung fast ausschließlich durch Kraftschluss hergestellt. Nietverbindungen werden vorwiegend zum Fügen von Blechteilen eingesetzt.

Nitridieren

Siehe Nitrieren.

Nitrieren

Chemisches Verfahren zur Oberflächenhärtung von Stahl unter Zuhilfenahme von Stickstoff. Die Oberfläche erreicht eine Temperaturbeständigkeit bis zu 500 °C. Durch anschließende Oxidation wird ein Korrosionsschutz erzeugt. Verwendung finden nitrierte Bauteile zum Beispiel in hoch beanspruchten Lagern mit Gleitebenen an Seilnetzfassaden.

Nivellement

Ein Nivellement ist die Messung von Höhenunterschieden zwischen Punkten.

Nockenwelle

Eine Nockenwelle steuert die Ein- und Auslassventile des Motors und wird von diesem per Zahnriemen oder Kette angetrieben. Die Nockenwelle soll Ventile zur richtigen Zeit mit dem exakten Hub und in einer genau festgelegten Reihenfolge öffnen und deren Schließen durch die Ventilfeder ermöglichen.

Normalkraft

Normalkräfte wirken in Richtung der Längsachse des Querschnitts. Es gibt die Drucknormalkraft, die den Querschnitt staucht, und es gibt die Zugnormalkraft, die den Querschnitt streckt. Die Normalkräfte verursachen Normalspannungen im Querschnitt. Die Spannungsverteilung kann in genügend großem Abstand zur Krafteinleitung als konstant angenommen werden.

Normung

Der Vorteil von Normung als Form der Standardisierung liegt in der einfacheren Arbeit mit genormten Bauteilen, da diese untereinander austauschbar sind. Dazu ist es notwendig, dass die grundlegenden Eigenschaften von Normteilen von einer Zentralstelle und von Herstellern und Handel verwendet werden.

NRWG

Abkürzung für natürliche Rauch- und Wärmeabzugsgeräte. Sie dienen dazu, im Brandfall heiße Rauchgase abzuleiten, um so einen rauchfreien Bereich in Bodennähe und auf Fluchtwegen zu schaffen. Natürliche Rauch- und Wärmeabzugsgeräte werden in der DIN EN 12101-2 geregelt.

Nullleiter

Ein PEN-Leiter (Abkürzung für protective earth neutral), früher Nullleiter genannt, ist in der Elektrotechnik ein Leiter, der zugleich die Funktionen des Schutzleiters (PE) und des Neutralleiters (N) erfüllt. Ein Leiter mit solcher Doppelfunktion ist nur in einem TN-System möglich.

Nutzlast

Die Nutzlast bezeichnet im Bauwesen eine veränderliche oder bewegliche Einwirkung auf ein Bauteil, zum Beispiel infolge Personen, Einrichtungsgegenständen, Lagerstoffen, Maschinen oder Fahrzeugen. Die Intensität der Nutzlast hat einen stochastischen Charakter.

Oberflächendefekt

Oberflächendefekte sind z. B. Kratzer, Ausmuschelungen, Abplatzungen oder Schleifspuren, die bei nicht thermisch vorgespannten Gläsern zu einer erheblichen Reduzierung der Biegefestigkeit führen.

Oberflächentemperatur

Temperatur, die auf der Oberfläche eines Bauteils herrscht. Kalte Wände und Fenster sind die Folge von zu geringer Wärmedämmung. Sie vermindern das Behaglichkeitsempfinden und können zu Tauwasserbildung führen.

Oberflächenveredelung

Nachträgliche Bearbeitung der Oberfläche von Flachgläsern durch Schleifen, Ätzen, Sandstrahlen, Eisblumieren und Emaillieren.

Obergurt

Der Obergurt ist ein Bestandteil eines Fachwerkträgers. Über den Obergurt werden meist die Lasten in den Fachwerkträger eingetragen. Der Obergurt wirkt meist als Druckgurt und muss deshalb auch Stabilitätsanforderungen genügen.

Offene Dichtstofffase

Dichtstoff mit dreieckigem Querschnitt, der bei der Verglasung ohne Glashalteleisten zum Einsatz kommt.

OHSAS 18001

Abkürzung für Occupational Health and Safety Assessment Services. Ein für alle Unternehmensarten und -bereiche anwendbare Spezifikation. Dabei handelt es sich um ein von international tätigen Zertifizierungsgesellschaften festgelegtes Zertifizierungssystem für den Arbeits- und Gesundheitsschutz. In ISO14001 oder ISO 9001 integrierbar.

ÖIB

Österreichisches Institut für Bautechnik. Anlaufstelle für die Erteilung europäischer technischer Zulassungen und Akkreditierungsstelle für Prüf-, Überwachungs- und Zertifizierungsstellen für Bauprodukte in Österreich. Pendant zum DIBt in Deutschland.

Olive

Beschlagteil am Fenster, das zum Entriegeln des Beschlags dient.

Opalglas

Opakes Glas mit Zusatz von Fluorverbindungen.

Opalisierendes Glaselement

Opalisierende Glaselemente erzeugen einen schillernden, glanzvollen Effekt bei Sonneneinstrahlung.

Opazität

Die Opazität ist ein Maß für die Lichtundurchlässigkeit. Der Transmissionsgrad eines opaken Materials ist Null.

Opazität – opak

Unter Opazität versteht man die Undurchsichtigkeit, Lichtundurchlässigkeit von Materialien. Gegensatz: Transparenz.

Opferanode

Unedles Metall, das zum Korrosionsschutz von Funktionsteilen eingesetzt wird.

Opfergussteil

Gussteil, das zu Anfang der Seriengießung erzeugt und anschließend zum Nachweis Materialeigenschaften zerstörend geprüft wird.

Optisches Glas

Aus optischem Glas werden Linsen, Prismen und Spiegel für optische Systeme, z. B. Objektive oder Fernrohre, hergestellt. Optisches Glas unterscheidet sich nicht grundsätzlich von normalem Glas für Fensterverglasungen.

Organigramm

Ein Organigramm (Organisationsplan, Organisationsschaubild, Stellenplan) ist eine grafische Darstellung des hierarchischen Gerüsts einer Organisation (z. B. einer Behörde oder eines Unternehmens). Es enthält z. B. den Aufbau der Personalorganisation und sollte nach der Ablauforganisation ausgerichtet sein.

OSB-Platte

Mehrschichtplatten, die aus langen, schlanken Holzspänen hergestellt werden. OSB steht im Englischen für oriented strand board (deutsch: Platte aus ausgerichteten Spänen). OSB-Platten werden bevorzugt im Innenausbau verwendet.

Österreichisches Normungsinstitut

Das Österreichische Normungsinstitut (ÖN) ist eine gemeinnützige, unparteiische Plattform zur Schaffung von Normen. Es erstellt ÖNORM- und ÖN-Regeln auf Basis des Normengesetzes. Gegründet wurde das Institut unter dem Namen Österreichischer Normenausschuss für Industrie und Gewerbe.

OTS

Abkürzung für Obertürschließer.

ÖVE

Österreichischer Verband für Elektrotechnik (ÖVE).

ÖVQ

Kurzbezeichnung für die Österreichische Vereinigung für Qualitätssicherung (ÖVQ).

Panikstange

Panikstangen ermöglichen die Betätigung der Türöffnung über die gesamte Türbreite. Sie bieten sich dort an, wo im Panikfall mit einer großen Anzahl von flüchtenden Personen gerechnet werden muss.

Panikverschluss

Panikverschlüsse werden in Fluchtwegen benutzt. Von außen her können sie nur durch den passenden Schlüssel geöffnet werden, von innen ist auch eine schlüssellose Öffnung möglich. Ein Panikverschluss muss bauaufsichtlichen Vorschriften entsprechen.

Panzerglas

Verbundsicherheitsglas (VSG), das Schlag-, Beschuss- und Sprengauswirkungen standhalten kann und daher für den Objekt- und Personenschutz eingesetzt wird.

Parallelpräzisierung

Parallele Ausarbeitung eines Details in zwei Zeichnungen.

Parapet

Als Parapet bezeichnet man im zivilen Bauwesen das Wandstück zwischen Fußboden und Fensterunterkante.

Passivierung

Passivierung bezeichnet die natürliche oder künstliche Entstehung einer nichtmetallischen Schutzschicht auf einem metallischen Werkstoff, welche die Korrosion des Grundwerkstoffes verhindert oder stark verlangsamt. Ein Beispiel ist rostfreier Stahl: Das enthaltene Chrom bildet eine Chromoxidschicht, wodurch weitere Oxidation verhindert wird.

Patina

Eine Patina ist eine durch natürliche oder künstliche Alterung entstandene Oberflächenbeschaffenheit.

Pauschalpreis

Ein Pauschalpreis ist eine für die Ausführung einer bestimmten Bauleistung oder eines anderen Werkes vereinbarte Vergütung, die ohne Nachweis der exakten Mengen der ausgeführten Teilleistungen zu zahlen ist. Ein Pauschalpreis kann für ein gesamtes Bauwerk vereinbart werden, aber auch nur für eine im Vertrag festgelegte Gruppe von Teilleistungen.

PDM für CAD-Systeme

Produktdatenmanagement (PDM) für CAD-Systeme ist ein System, das Daten und Dokumente verwaltet, sichert und in nachgelagerten Phasen des Produktlebenszyklus bereitstellt. Um eine standort- und unternehmensübergreifende Zusammenarbeit der seele Gruppe zu gewährleisten, wird im CAD/CAM-Bereich ein PDM-System eingesetzt.

Pendelschlagversuch

Ein Pendelschlagversuch ist ein Versuchsaufbau, der zur Untersuchung der Widerstandsfähigkeit von Verbundsicherheitsglas und Absturz sichernden Verglasungen dient. Pendelschlagversuche werden gemäß EN mit einem weichen Stoßkörper durchgeführt.

Pendeltür

Eine Pendeltür ist eine Tür, die sowohl nach innen als auch nach außen geöffnet werden kann.

Perforation

Auch Perforierung; Durchlochung von Hohlkörpern oder flachen Gegenständen. Die Art und Weise einer Perforation orientiert sich entweder an technischen Erfordernissen oder gestalterischen Wünschen.

Perlit

Perlit ist ein lamellar angeordneter Gefügebestandteil des Stahls.

Permeation

Permeation nennt man den Vorgang, bei dem ein Stoff einen Festkörper durchdringt bzw. durchwandert.

Personensicherungsanlagen

Anlagen zur Sicherung von Personen gegen Absturz, z. B. auf Leitern oder Dachflächen. Sie können als horizontale oder vertikale Laufsicherungen oder auch als Einzelanschlagpunkte ausgebildet sein. Hierbei trägt die zu sichernde Person einen Sicherungsgurt, der über ein spezielles Sicherungsseil in der Laufsicherung eingehakt wird.

Perspektive

Die Perspektive ist die Darstellung dreidimensionaler Objekte auf einer zweidimensionalen Fläche, sodass ein räumlicher Eindruck entsteht.

Petinetglas

Petinetglas ist ein Glas aus netzartigen Glasfäden. Ein weiterer Begriff für Petinetglas ist auch Spitzenglas.

Pfeiler

Ein Pfeiler ist in der Architektur eine senkrechte Stütze, die auch eine Funktion als Raumabschluss besitzen kann.

Pfosten

Ein Pfosten ist ein vertikales Bauteil. Als Bestandteil einer Pfosten-Riegel-Fassade gliedert es die Fassade in vertikale Bänder. Die Pfosten übernehmen hierbei als Glasauflager den Abtrag der Windlasten, die auf die Verglasung wirken.

Pfosten-Riegel-Fassade

Glasfassade, bei der die Glasscheiben linear zwischen vertikalen Pfosten und horizontalen Riegeln befestigt sind. Mit Pfosten-Riegel-Konstruktionen lassen sich filigrane Glasfassaden herstellen. Als tragende Materialien wird Stahl, Alu oder Holz verwendet.

Physikalische Entfärbung

Bei der physikalischen Entfärbung kommen die Komplementärfarben zum Einsatz. Diese ergänzen sich mit den vorhandenen Farben zu Weiß. Ein gravierender Nachteil dieser Methode ist allerdings, dass durch mehrere färbende Oxide die Absorption des Lichts zunimmt und das Glas dunkler erscheint. Eine andere Methode stellt die chemische Entfärbung dar.

Piab LKVE Überlastschutz

Der Piab LKVE Überlastschutz ist ein elektronischer Seilkraftgeber, der am feststehenden Seil montiert werden kann. Der PIAB LKVE ist für Überlastsicherung, Schlaffseilsicherung, Lastanzeige und Summenausdruck von mehreren Hubvorgängen vorgesehen.

Piab RTM 20 D Seilkraftmesser

Der Piab RTM 20 D Seilkraftmesser ist ein auf einem Mikroprozessor aufgebauter Seilkraftmesser zur genauen Bestimmung von Kräften in belasteten Seilen, wie Abspannseile, Fahrdrähte und Tragseile. Der RTM 20 D wird direkt auf dem Seil angebracht und die Zugkraft sofort im Display angezeigt.

Pittsburgh-Verfahren

Dieses Verfahren wird seit 1928 zum Ziehen von Glas angewendet. Es ist eine Kombination aus dem Verfahren von Fourcault und Colburn und soll die Vorteile beider Verfahren verbinden. Mit dem Pittsburgh-Verfahren, das von der Plate Glass Company erfunden wurde, konnte eine erhebliche Steigerung der Produktionsgeschwindigkeit erzielt werden.

Planeinreichung

Darunter versteht man das Vorlegen von Konstruktionszeichnungen beim Auftraggeber und Architekten. Diese sichten die Zeichnungen und vermerkten evtl. Kommentare/Korrekturen, danach wird ein Status für die Zeichnung vergeben, der die weitere Vorgehensweise vorgibt.

Planparallelität

Bezeichnet die absolute Parallelität zweier Ebenen. Floatglasscheiben besitzen diese Planparallelität. Früher wurde Planparallelität bei Glas durch aufwendiges Schleifen erreicht.

Plasmaschweißen

Verfahren mit einem Plasmastrahl als Wärmequelle, das für Verbindungsarbeiten der Präzisions- und Mikroschweißtechnik (0,1–0,5 mm Blech), aber auch zunehmend für dickere Bleche und Rohre aus legierten Stählen und hoch schmelzenden NE-Metallen angewandt wird.

Plastomere

Auch Thermoplaste genannt. Plastomere sind schmelzbare, hochpolymere Werkstoffe, die beim Erwärmen in einen plastischen Zustand übergehen, in dem sie leicht verformt werden können. Diese Verformung bleibt beim Erkalten bestehen. Der Vorgang ist wiederholbar. Plastomere sind meist zähelastisch.

Plattformdach

Sonderform des Flachdaches, bei dem die Dachneigung null ist.

Pleuel

Ein Pleuel (alternativ: Schubstange, Treibstange) ist bei einem Kurbeltrieb die Verbindung zwischen der Kurbelwelle oder dem Kurbelzapfen und dem sich in gerader Linie bewegenden Teil, wie dem Kolben.

Plexiglas

Polymethylmethacrylat (Plexiglas, Acrylglas) ist ein synthetischer, glasähnlicher thermoplastischer Kunststoff.

Polarimeter

Gerät zur Bestimmung der Oberflächenspannung von Glas. Nach der Bestimmung der Zinnbadseite wird die Messstelle mit einer Indikatorflüssigkeit benetzt. Das mittels Laserstrahl funktionierende Gerät lässt die genaue optische Spannungsmessung der Oberflächendruckspannung zu.

Poliert (KPO)

Poliert (KPO) ist die Bezeichnung für eine geschliffene gerade Kante, die eine durch Polieren verfeinerte glänzende Oberfläche aufweist. Die Strukturen der Schleifspuren sind zulässig, dürfen jedoch nicht matt sein.

Polyalkylenterephthalat

Polyalkylenterephthalat ist ein Kunststoff, dessen Härte und Verschleißfestigkeit dem Polyoxymethylen vergleichbar, jedoch nur unter 70 °C einsetzbar ist. Verwendung für Lager in der Feinwerktechnik und für Führungs- und Gleitbuchsen; für Unterwasseranlagen.

Polyamiddübel

Bauelement, das zur Befestigung einer Schraube oder eines Gegenstandes an gemauerten oder betonierten Decken und Wänden verwendet wird. Die häufigste Form ist der Dübel aus dem thermoplastischen Kunststoff Polyamid.

Polyethylen

Polyethylen ist ein thermoplastischer Kunststoff. Er ist beständig gegen Wasser, tiefe Temperaturen und abrasive Beanspruchung. Für geringe Dauer-, jedoch hohe Stoßbelastung geeignet.

Polyimid

Polyimid ist ein Hochtemperaturwerkstoff mit großer Härte und geringem Verschleiß. Polyimid hat einen hohen Reibwert im Trockenlauf bei Temperaturen unter 70 °C.

Polyisobutylen

Polyisobutylen (PIB) ist ein thermoplastischer Dichtstoff, der bei Isoliergläsern als erste Dichtstufe zwischen Randverbund und Glas verwendet wird.

Polykarbonate

Polykarbonate sind transparente und farblose Kunststoffe von hoher Schlagzähigkeit und Steifigkeit. Im Baubereich werden Polykarbonate als Alternative zu Glas eingesetzt.

Polymethylmethacrylat

Polymethylmethacrylat ist ein synthetischer, glasähnlicher thermoplastischer Kunststoff, der umgangssprachlich als Acrylglas bekannt ist.

Polyoxymethylen

Polyoxymethylen ist ein hochmolekularer thermoplastischer Kunststoff. Er ist härter, druckbelastbarer, jedoch stoßempfindlicher als Polyamid. Geeignet für Trockenlauf oder bei Schmierstoffmangel; Verwendung für Lager in der Feinwerktechnik.

Polystyrol

Polystyrol ist ein transparenter, amorpher oder teilkristalliner Thermoplast. Amorphes Polystyrol ist ein weitverbreiteter Kunststoff, er wird entweder als thermoplastisch verarbeitbarer Werkstoff oder als Schaumstoff (expandiertes Polystyrol) eingesetzt.

Polysulfide

Anorganische Polysulfide sind Salze der Polyschwefelwasserstoffe. Aus Polysulfiden werden Dichtstoffe für den Baubereich und die Isolierglasfertigung hergestellt. Im Glasbau wird häufig der Randverbund (Sekundärdichtung) mit Polysulfiden abgedichtet. Der bekannteste Handelsname für Polysulfid ist Thiokol. Thiokol ist nicht UV-beständig, deshalb muss der Randverbund vor Licht geschützt werden.

Polysulfidpolymer

Polysulfidpolymer ist ein dauerelastischer Dichtstoff, der bei Isoliergläsern als zweite Dichtstufe zur Ausfüllung des äußeren Randverbundes verwendet wird.

Polytetrafluorethylen

Polytetrafluorethylen (PTFE) ist ein teilkristallines Polymer aus Fluor und Kohlenstoff. Es ist unempfindlich gegen Verschmutzung, die Einwirkung von Sauerstoff, Ozon und UV-Strahlung und als nicht brennbar (A2) klassifiziert.

Polyvinylbutyral (PVB)

Polyvinylbutyral (PVB) ist ein Kunststoff, der vor allem als Schmelzklebstoff in Form von Zwischenfolien für Verbundglas verwendet wird. Die üblichen Nenndicken der Folie sind 0,38 mm (einfach), 0,76 mm (zweifach), 1,14 mm, 1,52 mm und 2,28 mm.

Polyvinylchlorid

Polyvinylchlorid (PVC) ist ein amorpher thermoplastischer Kunststoff. Er ist hart und spröde, wird durch Zugabe von Weichmachern und Stabilisatoren weich, formbar und eignet sich dann für technische Anwendungen. Bekannt ist PVC durch seine Verwendung in Fußbodenbelägen, für farbige Kabelumhüllungen und auch Schalplatten.

Porenbeton

Porenbeton ist ein verhältnismäßig leichter hochporöser, mineralischer Baustoff auf der Grundlage von Kalk-, Kalkzement- oder Zementmörtel, der durch Blähen porös und grundsätzlich einer Dampfhärtung unterzogen wird.

Preisspiegel

Übersichtstabelle des Einkaufs mit Angebotssummen und -besonderheiten der verschiedenen Anbieter für eine ausgeschriebene Leistung.

Pressen

Zur Umformtechnik zählendes Formgebungsverfahren. Man unterscheidet Blech- und Massivumformung. Das Massivumformen geht von zylindrischen Rohlingen aus, die entweder warm (Formpressen und Strangpressen) oder kalt (Kaltstauchen, Fließpressen) verarbeitet werden.

Pressglas

Glaserzeugnis, das durch einen glatten Stempel in eine in der Regel gemusterte Pressform hineingedrückt wird. Alternativ kann auch Pressluft verwendet werden. Beispiel für Pressglas sind Glassteine.

Pressleisten

Die außen angebrachten Pressleisten pressen das Verglasungselement gegen die tragende Unterkonstruktion. Verglasungssysteme dieser Art erlauben Ansichtsbreiten von weniger als 50 Millimeter. Als Material werden vor allem Aluminiumstrangpressprofile, aber auch Kunststoff oder Stahlprofile verwendet. Die Unterkonstruktion ist meist eine Pfosten-Riegel-Fassade.

Primärfassade

Bei einer Doppelfassade wird die wärmedämmende Fassade, in der Regel die innen liegende, auch Primärfassade genannt. Sie ist die ursprüngliche, erste Fassade, vor die eine zweite Fassade (zweite Haut) gesetzt wird.

Primärtragwerk

Hauptstruktur eines Bauwerkes oder Bauteils. Mithilfe des Primärtragwerkes werden die auftretenden Lasten sicher in die Fundamente geleitet. Meist übernimmt das Primärtragwerk auch die aussteifende Wirkung des Gebäudes oder Bauteils. Im konstruktiven Glasbau wird dem Baustoff Glas die Funktion als Primärtragwerk zugeordnet.

Primer

Ein Primer ist ein Haftvermittler zwischen Stahl und einem Beschichtungswerkstoff, der auf Stahl schlecht oder gar nicht haftet. Primer sind ausgezeichnete Schutzanstriche gegen Korrosion.

Priva-Lite

Ein Glas, das auf Knopfdruck durchsichtig oder undurchsichtig gemacht werden kann. Es garantiert somit auf Wunsch und wann immer Sie wollen Privatsphäre, lässt Ihnen aber auch die Möglichkeit des Durchblicks wie durch ein normales Fenster.

Pro/Engineer

Pro/Engineer ist eine parametrische 3-D-CAD-Software, auch bekannt unter dem Namen Pro/E. Sämtliche Objekte werden dreidimensional aufgebaut und daraus Zeichnungen abgeleitet und/oder mehrere Objekte zu Baugruppen zusammengestellt. Innerhalb der seele Gruppe wird Pro/Engineer zur Bearbeitung geometrisch komplexer Projekte eingesetzt.

Profilbauglas

Spezielle Form des Gussglases in Form von U-Profilen. Wird nach dem kontinuierlichen Walzverfahren mit Ornamentierung mit oder ohne Drahteinlage hergestellt. Durch die statisch günstige Form können große Spannweiten erzielt werden.

Profilit

Gussglas mit U-Profil (breiter Steg, schmale Flansche). Ornamentierte Oberfläche. Auch mit Drahteinlage.

Profilstahl

Geformter Stahl (gewalzt, gezogen, gepresst) mit einem über die ganze Länge gleichbleibenden Querschnitt (Stabstahl, Spezialprofile, Formstahl).

Profilwalzwerk

Walzwerk zur Herstellung von Form- und Stabstahl. Das Gerüst eines Profilwalzwerks enthält zwei oder drei Walzen, in deren Ballen Ausnehmungen (Kaliber) zur Profilgestaltung eingeschnitten sind.

Proformarechnung

Eine Proformarechnung ist ein Beleg, der den Empfänger nicht zur Zahlung auffordert. Sie wird z. B. ausgestellt, um den Wert einer Warensendung darzulegen, und dient dann steuerlichen Zwecken. Dies ermöglicht bei Auslandsgeschäften, Ware kostenlos an den Empfänger zu liefern, die Zollerhebung bleibt dabei unberührt.

Prototyp

Erstmuster einer Serienfertigung, z. B. eines Fassadenelementes, das aus originalen Bauteilen erstellt wird.

Prüfzeugnis

Prüfzeugnisse für Materialien oder für die Ausführung von Bauteilen sind dann zu erwirken, wenn diese im Leistungsbeschrieb verlangt werden oder Einzelzulassungen erforderlich sind. Aufgrund der Vielzahl an innovativen Konstruktionen gehört dies für seele zur täglichen Praxis.

Pultdach

Dach mit nur einer geneigten Dachfläche, deren untere Kante die Dachtraufe bildet und die obere den Dachfirst.

Pulverbeschichten

Das Pulverbeschichten ist ein Beschichtungsverfahren, bei dem ein elektrisch leitfähiger Werkstoff mit Pulverlack beschichtet wird. Typische Untergründe für die Pulverlackierung sind Stahl, verzinkter Stahl und Aluminium. Verwendung als Schutz bzw. für die Optik (Farbe je nach Wunsch bzw. RAL-Karte).

Pulverkleber

Industriell gefertigtes Pulver – z. B. auf Basis von Zement –, das mit einer bestimmten Menge Wasser angemischt wird. Die Aushärtung erfolgt hydraulisch, weshalb Pulverkleber dauerhaft wasserresistent sind. Durch Kunststoffzusätze können die Eigenschaften zusätzlich verbessert werden.

Punktgehaltene Glasfassaden

Durch den Verzicht auf Rahmenkonstruktionen entsteht bei punktgehaltenen Fassaden eine konkurrenzlos hohe Transparenz. Punktgehaltene Glasfassaden benötigen eine Zustimmung im Einzelfall, da sie nicht zu den geregelten Bauprodukten gehören.

Punkthalter

Glashalter, die zur punktgehaltenen Befestigung von Glasscheiben verwendet werden.

Punktschweißen

Elektrisches Widerstandsschweißen zum punktweisen Verbinden von Werkstücken, wie z. B. Stahlkonstruktionsteilen, Drähten für Betonstahlmatten usw.

Purenit

Hochdruckfestes PUR-Recyclat (Polyurethan-Hartschaum) mit einer Wärmeleitfähigkeit von Lambda 0,07 W/mK. Verwendung findet es zum Beispiel in Paneelen oder bei hoch wärmegedämmten Fensterrahmen.

Pyramidendach

Dachform aus vier gegeneinander geneigten gleichen Dachflächen über einem quadratischen Gebäudequerschnitt.

Qualanod

Qualanod (Quality Label for Anodic Oxide Coatings on Wrought Aluminium for Architectural Purposes) ist eine Organisation, die eine Regelung formuliert hat, um die Qualität der Anodisierung von Aluminium und dessen Legierungen für den Architekturbereich zu wahren und zu entwickeln.

Qualicoat

Qualicoat ist eine Organisation, die eine Regelung formuliert hat, um die Qualität von Lackierungen und Beschichtungen von Aluminium und dessen Legierungen für den Architekturbereich zu wahren und zu entwickeln.

Qualität

Qualität wird laut der Norm EN ISO 9000:2005 als „Grad, in dem ein Satz inhärenter Merkmale Anforderungen erfüllt ist“ definiert. „Qualität kann nur entstehen, wenn alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich über die Bedeutung ihrer Arbeit im Klaren sind und diese, auch wenn sie einen noch so kleinen Bereich umfasst, exakt und gewissenhaft ausführen.“

Qualitätsmanagement

Auch QM bezeichnet. Maßnahmen, die der Verbesserung von Produkten oder Leistungen jeglicher Art dienen. Die Qualität von Produkten soll erhalten oder weiterentwickelt werden.

Qualitätsmanagement Handbuch (MH)

Dokument, in dem das Qualitätsmanagementsystem einer Organisation festgelegt ist.

Qualitätspolitik

Übergeordnete Absichten und Ausrichtung einer Organisation zur Qualität, wie sie von der Organisationsleitung formell ausgedrückt wurden (aus DIN EN ISO 9000: 2000).

Qualitätssicherung

Qualitätssicherung sind Maßnahmen, die sicherstellen sollen, dass ein Produkt oder eine Dienstleistung ein festgelegtes Qualitätsniveau erreicht. Dabei geht es nach ISO 9000 nicht etwa darum, die Qualität eines Produktes zu optimieren, sondern ein vorgegebenes, also gegebenenfalls auch ein niedriges Niveau zu halten.

Quartoblech

Unabhängig von der Stahlsorte als Einzel- oder kombinierte Tafel im Quartogerüst gewalztes Grobblech, im Unterschied zum kontinuierlich gewalzten Bandblech.

Quarzglas

Quarzglas ist ein Glas, das im Gegensatz zu den gebräuchlichen Gläsern keine Beimengungen von Soda oder Kalziumoxid enthält, also aus reinem Siliziumdioxid besteht. Es kann durch Aufschmelzung und Wiedererstarrung von Quarz gewonnen werden.

Quarzsand

Quarzsand wird in der Glasindustrie zur Herstellung von Flachglas (Float-) und Hohlglas sowie in der Gießereiindustrie und im Gießereihandwerk als Formmedium eingesetzt. Mit eisenarmen Sanden (weniger als 0,03 % Eisen) lässt sich weißes Glas herstellen. In den Schmelzöfen werden überwiegend feine Quarzsande mit einer Korngröße von 0,1 bis 0,4 mm verwendet.

Quellvergussmörtel

Quellvergussmörtel wird für das Vergießen von Stahlbauteilen in Beton, von Fugen zwischen Fertigteilen und Beton sowie zum Schließen von Öffnungen und Aussparungen in Beton angewandt. Zwischen Stahl und Beton muss ein Spalt vorhanden sein, um dem Vergussmörtel Raum zu schaffen. Vorhandene Luft muss aus einem Hohlraum entweichen können. Er ist außerdem schwindfrei.

Querkraft

Querkräfte beschreiben eine innere Schnittkraft in einem Bauteil. Es ergibt sich dabei der Zusammenhang zwischen Belastung, Querkraft und Moment. Querkräfte stellen Schnittkräfte dar, diese lassen sich in Schubspannungen ausdrücken. Mithilfe der Schubspannungen lassen sich Profile bemessen.

Radarreflexionsdämpfung

Die Radarreflexionsdämpfung dient der Dämpfung von an Gebäuden reflektierenden Primär- und Sekundarsignalen von Radarsignalen. Die Anforderungen zur Radarreflexionsdämpfung von Gebäuden werden von der deutschen Flugsicherung formuliert.

Raffstore

Raffstores sind außen angewandte Bauteile für den aktiven Sonnenschutz.

Rahmenvertrag

Ein Rahmenvertrag ist eine Vereinbarung zwischen juristischen oder natürlichen Personen, die z. B. eine Zusammenarbeit, ein Auftraggeber-Auftragnehmer-Verhältnis oder ein Verkäufer-Käufer-Verhältnis, betreffen. Meistens werden diese vereinbart, um grundsätzliche Aspekte der Zusammenarbeit zu regeln, jedoch weiterhin Freiraum für Einzelfälle zu behalten.

RAL

Normierungssystem des RAL-Instituts. Die RAL-Nummern wurden eingeführt, um verschiedene Farbtöne in einer Norm zusammenzufassen. Jedem Farbton wurde eine vierstellige Farbnummer zugewiesen. Die Norm greift auf eine Tabelle mit 40 Farbtönen zurück. Der Vorteil dieser Norm ist die vereinfachte Kommunikation zwischen Kunden und Lieferanten.

Randbewehrung

Bei einer Bewehrung handelt es sich grundsätzlich um die Verstärkung eines Werk- oder Baustoffes in Bezug auf das Bauwesen. Zum Beispiel kann in Beton, der zunächst nur gering widerstandsfähig gegen Zugkräfte ist, Stahl eingelegt werden. Mit dieser Stahleinlage wird erreicht, dass diese zusätzliche Zugkräfte oder Druckkräfte aufnehmen kann.

Randentschichtung

In Abhängigkeit vom Schichtsystem wird im Randverbundbereich von Gläsern die Beschichtung in der Regel durch Schleifen entfernt. Dadurch können Bearbeitungsspuren sichtbar werden, sodass sich diese Glasfläche vom nicht entschichteten Bereich unterscheidet. Dies gilt auch für den Glasüberstand bei Stufenisolierglas.

Randklemmhalter

Randklemmhalter umschließen den Rand der Verglasung u-förmig. Für Randklemmhalter wird keine Glasbohrung benötigt. Ein umlaufendes Elastomer muss den Glas-Metall-Kontakt dauerhaft verhindern. Der Glaseinstand ist, auch unter Last, sicherzustellen.

Randseil

Ein Randseil hat die Aufgabe, die Lasten aus einer Membranfläche in die jeweiligen Eckpunkte abzuleiten. Die Membrane bekommt am entsprechenden Rand eine Tasche aufgeschweißt, in der das Randseil verläuft.

Randverbund

Bei Isolierglasscheiben wird der Scheibenzwischenraum durch einen umlaufenden, abgedichteten Abstandshalter, den sogenannten Randverbund, konstruktiv gehalten. Der Randverbund besteht in der Regel aus einem Abstandhalteprofil aus Aluminium, Edelstahl oder Kunststoff. Der Randverbund wird mittels Polyisobutylen mit der Scheibe verklebt.

Rapid Prototyping

Deutsch: schneller Prototypenbau; Verfahren, ein Werkstück (Formteil) ohne lange Fertigungszeiten direkt aus dem 3-D-Modell herstellen zu lassen. Das Werkstück wird dabei schichtweise bis zur endgültigen Form aufgebaut. Je nach Verfahren können unterschiedliche Eigenschaften abverlangt werden.

Rauchschutzgläser (R-Verglasungen)

Sind rauch- und flammendichte Abschlüsse mit Glas. Bei Hitze zerfallen diese Gläser nicht sofort, sondern halten noch eine gewisse Zeit die Fluchtwege frei. Der Feuerwiderstand bei R-Gläsern variiert von 30 bis 60 Minuten (R30 bis R60).

Rauchschutzklassen

Rauchschutzklassen werden mit dem Buchstaben G bei Türen oder R bei Fixverglasungen gekennzeichnet. Darauf folgt die Zeit, die die Konstruktion dem Rauch standhalten muss.

Rauchschutztür

Eine Rauchschutztür (RS) ist eine selbstschließende Tür, die im Brandfall verhindern soll, dass Rauchgase sich durch ein Gebäude verbreiten. Begriffe und Anforderungen für Rauchschutztüren sind in der DIN 18095 Teil 1 formuliert.

Rauschmelze

Darunter versteht man die erste Phase des Glasschmelzprozesses, das Aufschmelzen des Gemenges bis zu dem Zeitpunkt, wo die Masse durchsichtig wird.

Redundante Tragwerke

Bei redundanten Tragwerken kann ein Element die Funktion eines anderen ausgefallenen Elementes übernehmen.

REFA

Der REFA-Verband für Arbeitsgestaltung, Betriebsorganisation und Unternehmensentwicklung e. V. ist die älteste Organisation für Arbeitsgestaltung, Betriebsorganisation und Unternehmensentwicklung sowie betriebliche Weiterbildung.

Reflektierende Beschichtung

Metallische Beschichtung, die einseitig auf die Glasfläche aufgetragen wird.

Reflexion

Beschreibt die Strahlenmenge, die beim Auftreffen auf das Glas zurückgeworfen wird.

Refloglas

Allgemein bekannt als Mattglas beschreibt diese Bezeichnung gleichzeitig den Effekt von Refloglas. Es reduziert zwar Spiegelungen durch seine geätzte Oberfläche, sorgt aber auch gleichzeitig dafür, dass sämtliche Farben matt und blass wirken. Heute wird dieses Glas deshalb nur noch selten bei der Bildeinrahmung verwendet.

Regelraster

Fassaden werden oftmals in ein gleichmäßiges Raster eingeteilt, um viele gleiche Fassadenelemente zu erhalten. Dies bringt vor allem bei der Fertigung, dem Transport und der Montage wesentliche Vorteile. Randbereiche können und müssen meistens von diesem Regelraster abweichen, um den Anschluss an angrenzende Bauteile herzustellen.

Regen-Wind-induzierte Schwingungen

Schwingungen, die bei frei gespannten Seilen auftreten können.

Regenfallleitung

Außen liegende Leitungen zum Ableiten des Niederschlagswassers von Dachflächen, Balkonen und Loggien.

Reibkorrosion

Die Reibkorrosion ist eine Sonderform von Korrosion, bei der in Abwesenheit von korrosiven Medien unter trockenen Umgebungsbedingungen ein Stoffumsatz an der metallischen Oberfläche stattfindet, der durch geringfügige Relativbewegung zweier aneinandergepresster Oberflächen entsteht. Charakteristisches Merkmal ist eine schwarze Verfärbung an der Korrosionsstelle.

Reibschweißen

Beim Reibschweißen wird die Wärme, die durch Reibung entsteht, zum Schweißen genutzt. Dazu wird auf einer Reibschweißmaschine eines der zu verbindenden Teile in Drehung versetzt und dann gegen das ruhende Teil gedrückt.

Reindichte

Auch Skelettdichte, absolute oder wahre Dichte genannt; bezeichnet die Dichte des stofflichen Teils eines Körpers beliebigen Aggregatzustandes.

Reißdehnung

Gibt an, bei welcher Dehnung ein Werkstoff versagt. Beispielhaft ist hier PVB zu nennen, das eine Reißdehnung von ca. 250 % hat. Das heißt, dass der Werkstoff sich um das 2,5-Fache längt, bevor es zum Versagen kommt. Die Reißdehnung wird meist nur bei Elastomeren und anderen sehr dehnbaren Stoffen angegeben.

Rekristallisationsglühen

Das Rekristallisationsglühen wird als Verfahren angewandt, wenn ein durch Kaltverformung verzerrtes Gefüge wieder in einen unverzerrten Gefügezustand zurückgeführt werden soll. Durch mehrere Stunden langes Glühen bei 550–650 °C bildet sich ein völlig neues Gefüge aus.

Relaxation

Ist das Vermögen eines Werkstoffes, bei gleichbleibender Dehnung die Spannung abzubauen.

Relaxationszeit

Die Relaxationszeit ist ein Begriff aus der Viskoselastizitätstheorie zur Beschreibung des viskoselastischen Materialverhaltens, z. B. von Glas im Glasübergangsbereich.

Reststandsicherheit

Unter der Reststandsicherheit versteht man, dass das Glaselement im Zerstörungsfall unter bestimmten Einbaubedingungen ohne zusätzliche Belastung über einen begrenzten Zeitraum stehen bleibt.

Resttragfähigkeit

Bezeichnet das Vermögen einer Konstruktion, auch nach einer teilweisen Zerstörung Lasten abtragen zu können. Resttragfähigkeiten werden im Bereich des Glasbaus bei begehbaren Gläsern, Absturzsicherungen und Überkopfverglasungen gefordert. Es gelten unterschiedliche Regelungen zur Reststandzeit und Belastungsgröße.

Revitalisierung

Durch Revitalisierung wird zum Beispiel ein Gebäude wieder in einen benutzbaren Zustand versetzt. Dabei wird meist auch der Nutzungszweck geändert.

Riegel

Ein Riegel ist ein horizontales Bauteil. Es erfüllt als Bestandteil einer Pfosten-Riegel-Fassade die Funktion des Lastabtrages des Eigengewichtes der Scheiben. Hierzu werden Glasauflager, meist aus Flachblech, an den Riegel befestigt. Weiterhin werden auch die auf die Verglasung wirkenden Windlasten abgetragen.

Rigole

Eine Rigole ist ein Entwässerungsgraben, in den Oberflächenwasser (Regenwasser) eingeleitet und abgeführt wird. Eine Rigole wird überwiegend aus Schotter- oder Kiespackungen hergestellt, kann aber auch mit Kunststoffteilen aufgebaut werden. Sie werden überall dort eingesetzt, wo sich aufgrund von Versiegelung Wasser ansammelt und abgeführt werden muss.

Ringmutter

Mutter, an deren Seiten ein Ring, stehend zum Gewinde, ausgeformt ist.

Ringschraube

Schraube mit Gewindezapfen und geschlossenem Ring. Wird als Einhängevorrichtung zum Anheben von schweren Teilen (z. B. Fassadenelementen) verwendet.

Rinnenheizung

Diese Heizung kann am Boden einer Rinne angebracht werden. Sie sorgt dafür, dass der Boden der Rinne immer frei von Eis und Schnee bleibt, damit Schmelzwasser ungehindert ablaufen kann. Die selbstregelnden elektrischen Heizanlagen werden über Temperatur- und/oder Feuchtefühler gesteuert.

Rodierte Kanten

Die Kantenoberfläche ist durch Schleifen ganzflächig bearbeitet. Rodierte Kantenflächen haben ein mattes Aussehen. Blanke Stellen und Ausmuschelungen sind nicht zulässig.

Rohbau

Als Rohbau bezeichnet man im Bauwesen ein Bauwerk, dessen äußere Kontur einschließlich der Dachkonstruktion fertiggestellt ist, das jedoch noch keinen Ausbau des Inneren erfahren hat.

Rohdichte

Die Rohdichte, auch geometrische Dichte oder Raumgewicht genannt, ist die Dichte eines porösen Festkörpers, basierend auf dem Volumen einschließlich der Porenräume.

Roheisen

Ein Vorprodukt der Stahlerzeugung. Das Roheisen ist gekennzeichnet durch einen Kohlenstoffgehalt von 4 bis 4,7 % und Begleitelemente wie Phosphor, Schwefel, Silizium und Mangan.

Rohglas

Gewalztes Gussglas mit gering gemusterter Oberfläche.

Rohr

Hohlkörper mit meist kreisrundem Querschnitt, dessen Länge in der Regel wesentlich größer als sein Querschnitt ist.

Rohrmutter

Konstruktionsteil zur Verbindung von Rohren mit Schraubgewinde nach DIN 431.

Rohstahl

Flüssiges oder festes Roherzeugnis, verwendet für Stahlguss oder in Form von Rohblöcken.

Rollentürband

Türband, das im Falz montiert wird, sodass von außen nur ein schmaler Zylinder sichtbar ist.

Roller-Waves

Während des Vorspannprozesses läuft das heiße Glas unter ständiger Bewegung auf Rollen. Das führt dazu, dass der Abkühlprozess nicht vollkommen homogen ist. Bei thermisch vorgespannten Gläsern sind unter bestimmten Lichtverhältnissen produktionsbedingte, optische Verzerrungen zu beobachten, die auch Roller-Waves genannt werden.

Römische Waage (H-Zugproben)

Die Römische Waage ist eine Hebelvorrichtung, die es ermöglicht, kostengünstig eine H-Prüfung (Festigkeitsprüfung) bei Structural-Glazing-Verklebungen durchzuführen. Die H-Prüfkörper werden bis zum Bruch getestet. Die Zugfestigkeit beim Bruch sollte mindestens 0,70 MPa betragen.

Röntgendurchstrahlungsprüfung

Zerstörungsfreies Werkstoffprüfverfahren. Energiereiche Strahlung durchdringt feste Körper größtenteils geradlinig. Typische Fehler bei Schweißnähten werden sichtbar: Risse, Hohlräume, Einschlüsse, Einbrandkerben, Bindefehler, Versatz, unvollkommene Durchschweißung usw.

Röntgenschutzglas

Röntgenschutzglas gehört zur Strahlenschutzverglasung. Diese bietet mit 70 % Bleigehalt einen optimalen Schutz vor Röntgenstrahlung für Bedienpersonal in Medizin und Industrie und wird hauptsächlich innerhalb von Gebäuden mit trockener und beheizter Luft eingesetzt. Eine Verarbeitung zu Isolierglas zur Nutzung als Außenverglasung ist jedoch möglich.

Rost

Rost ist die umgangssprachliche Benennung von Korrosion, die aus Eisen oder Stahl durch Oxidation mit Sauerstoff in Gegenwart von Wasser entsteht. Rost ist porös und schützt nicht vor weiterer Zersetzung. Die Verwitterung von Werkstoffen aus Eisen verursacht weltweit jährlich Schäden in Milliardenhöhe.

Rostfreier Stahl

Ist ein allgemeinsprachlicher Ausdruck für eine Gruppe von korrosions- und säurebeständigen Stahlsorten. Diese Stähle sind auch bekannt unter der korrekteren Bezeichnung nicht rostender Stahl.

RTS

Abkürzung für Rahmentürschließer.

Rückschnitt

Modellscheiben mit einem spitzen Winkel werden produktionsbedingt mit einem Rückschnitt ausgeführt.

RWA (Rauch- und Wärmeabzugsanlagen)

Rauch- und Wärmeabzugsanlagen dienen zur Entrauchung von öffentlichen Gebäuden im Dach- und Fassadenbereich, damit im Brandfall das Auffinden der Fluchtwege erleichtert und giftige Rauchgase abgeleitet werden. Es handelt sich dabei um sicherheitsrelevante Gebäudeeinheiten, deshalb müssen bei der Dimensionierung die gesetzlichen Vorschriften berücksichtigt werden.

RWA (Rauch- und Wärmeabzugsanlagen)

Rauch- und Wärmeabzugsanlagen dienen zur Entrauchung von öffentlichen Gebäuden im Dach- und Fassadenbereich, damit im Brandfall das Auffinden der Fluchtwege erleichtert und giftige Rauchgase abgeleitet werden. Es handelt sich dabei um sicherheitsrelevante Gebäudeeinheiten, deshalb müssen bei der Dimensionierung die gesetzlichen Vorschriften berücksichtigt werden.

Sackverbund

Die Laminierung erfolgt bei der sedak im Verfahren des sogenannten Sackverbundes. Damit verbunden sind geringe Toleranzen, hohe Kantenqualitäten und die Reduktion eines möglichen Delaminationsrisikos.

Salinglas

Flachglas oder Tafelglas mit einer Dicke von bis zu 1,8 Millimeter. Eine weitere Bezeichnung ist Dünnglas.

Sandwichblech

Dreischichtiges Verbundblech mit schwingungsdämpfenden Eigenschaften.

Sandwichpaneel

Übliche im Bauwesen verwendete Sandwichkonstruktionen bestehen aus einem Schaumkern und zwei metallischen Deckschichten. Durch den Verbund (Haftung oder Verklebung) der Deckschichten mit dem schubsteifen Kern ergibt sich für das Sandwichpaneel eine hohe Tragfähigkeit und eine große Steifigkeit.

Saphirglas

Saphirglas ist das härteste aller Gläser und besteht aus synthetisch hergestelltem Saphir.

Satinieren

Mattieren der Glasoberfläche durch Säureätzen bzw. Sandstrahlen.

Satteldach

Das Satteldach ist die am häufigsten anzutreffende Dachform in kalten und gemäßigten Zonen. Es besteht aus zwei entgegengesetzt geneigten Dachflächen, die an der höchsten waagrechten Kante, dem Dachfirst, aufeinandertreffen.

Sauganlage

Mithilfe einer Sauganlage können Glasscheiben montiert werden, indem Saugteller mithilfe von Unterdruck (Vakuum) an der Scheibe befestigt werden, um so die Scheibe anzuheben und zu transportieren. Sauganlagen können, je nach Ausführung, mehrere Tonnen Gewicht halten und sind bei Bedarf auch dreh- oder kippbar.

Saugbatterie

Eine Saugbatterie ist ein Zusammenschluss von mehreren einzelnen Vakuumsaugern zu einem großen Verband. Meist werden die Einzelsauger in einem Mehrkreissystem angesteuert, um die Ausfallsicherheit zu erhöhen. Die Tragfähigkeiten können so mehrere Tonnen erreichen. Auf diese Weise können selbst große und schwere Glaselemente verarbeitet werden.

Saugnapf

Ein Saugnapf ist ein technisches Gerät aus teilweise elastischem Material, das sich mittels Unterdruck an einer glatten Fläche festsaugen kann. Im Fassadenbau wird mittels Vakuum ein Saugnapf an eine Glasscheibe geheftet, um sie besser transportieren zu können.

Säumen

Entgraten der Schnittkanten. Die Kantenoberfläche bleibt unbearbeitet.

Schalenkonstruktion

Eine Schale ist ein flächiges Tragwerk, das einfach oder doppelt (räumlich) gekrümmt ist und Belastungen sowohl senkrecht, als auch in seiner Ebene aufnehmen kann. Mit einer Schalenkonstruktion lässt sich der Materialaufwand einer Tragkonstruktion minimieren.

Schalldämmmaß R

Das Schalldämmmaß R ist ein logarithmisches Maß und beschreibt das Vermögen eines Bauteils, den Schall zu dämmen. Der baurelevante Bereich liegt zwischen 100 bis 3.150 Hz (Hertz). Das bewertete Schalldämmmaß Rw ist das 10-fache logarithmische Verhältnis von der auf das Bauteil auftreffenden Schallleistung zur vom Bauteil abgegebenen Schallleistung. Eine Verbesserung der Schalldämmung um 10 dB entspricht einer Halbierung der Schallleistung.

Schallentstehung und -ausbreitung

Schall entsteht, wenn Körper in schallschwingende Bewegungen versetzt werden. Schall breitet sich gleichmäßig um die Schallquelle herum aus, wenn ihm kein Hindernis den Weg versperrt. Schall kann sich nicht im luftleeren Raum ausbreiten. Dagegen pflanzt er sich fort, sobald durch die Druckstöße die Teilchen eines Körpers ins Schwingen geraten.

Schallpegel

Der Schallpegel ist eine Verhältniszahl, also eine dimensionslose physikalische Größe. Die Einheit (dB) ist nach Graham Bell, dem Erfinder des Telefons, benannt.

Schallschutz

Der Schallschutz ist durch umfangreiche DIN-Normen festgelegt. Im Wesentlichen geht es dabei um die Vermeidung von Lärm (TA-Lärm, Geräuschverhalten von Armaturen usw.), Abschirmung gegen Lärm von außen (Schallschutzfenster) und die Vermeidung von Schallübertragung im Haus. Die im Baubereich üblichen Frequenzen gehen von ca. 100 Hz bis ca. 4.000 Hz.

Schallschutzglas

Verglasungen können durch verschiedene Techniken besonders schalldämmend gestaltet werden. Hierzu gehört z. B. der Einsatz spezieller Zwischenschichten (PVB-Folien), ein unsymmetrischer Aufbau von Verbundsicherheitsglas (VSG), ein großer Scheibenzwischenraum, ggf. mit Schwergasbefüllung, und eine geringere Scheibenfestigkeit. Auch die Ausbildung der Unterkonstruktion der Verglasung hat Einfluss auf den Schallschutz. Die kennzeichnende Größe für den Schallschutz ist das bewertete Schalldämmmaß R.

Schallschutzglas

Schallschutz wird durch asymmetrische Anordnung unterschiedlicher Glasdicken, eine Gasfüllung mit Schwergas im Scheibenzwischenraum sowie Verwendung von VSG oder Gießharz-Verbundscheiben erreicht.

Schaumglas

Thermisch aufgeschäumter Wärmedämmstoff aus silikatischem Glas mit geschlossenem Zellgefüge. Die Grundeigenschaften wie Ausdehnungs- und chemische Beständigkeit entsprechen denen des Silikatglases. Schaumglas ist wasserdampfdiffusionsdicht.

Scherfestigkeit

Widerstand, den ein Festkörper tangentialen Scherkräften entgegensetzt. Die Scherfestigkeit gibt die maximale Schubspannung an, mit der ein Körper vor dem Abscheren belastet werden kann.

Schichtkorrosion

Die Schichtkorrosion ist eine schichtartig verlaufende, selektive Korrosion, die je nach Art der Legierung transkristallin oder interkristallin und in sensiblen Bereichen vorzugsweise in Ebenen parallel zur Walzebene verläuft. Das flächenhafte Aufblättern entsteht durch die sich bildenden Korrosionsprodukte.

Schiebelehre

Eine Schiebelehre oder Schublehre ist ein Längenmessgerät. Es gibt analoge und digitale Schiebelehren. Sie finden ihren Einsatz hauptsächlich in der Metallindustrie.

Schifterschnitt

Zweidimensionaler Profilzuschnitt in der Fertigung (doppelte Gehrung).

Schlagregendichtheit

Beschreibt das Widerstandsvermögen einer Fenster- oder Fassadenkonstruktion gegenüber dem Eindringen von Regenwasser. Die Klassifizierung ist in der DIN EN 12208 geregelt.

Schlagschnur

Klassisches Hilfsmittel im Innenausbau, um für die Montage von Bauteilen eine gerade Linie zu erzeugen.

Schlankheitsgrad

Begriff aus der Baustatik. Stabilitätswert speziell für Bauteile wie Betonpfeiler oder Stahlstützen. Siehe Knicken.

Schleppdach

Ein Schleppdach ist die pultdachförmige Erweiterung einer Dachfläche über die Traufe hinaus.

Schleudergießen

Beim Schleudergießen wird das flüssige Metall in eine sich drehende rohrförmige Kokille (Metallform) gegossen. Dabei bewirkt die Fliehkraft eine Verdichtung des Gefüges und dadurch eine Erhöhung der Festigkeit. Durch Schleudergießen werden zylindrische und kegelförmige Werkstücke, wie z. B. Rohre, hergestellt.

Schließfolgeregelung

Modul eines automatischen Türantriebs, das die leicht zueinander verzögerte Schließung der beiden Flügel von Anschlagtüren veranlasst. Dadurch wird ein Verklemmen der Türflügel verhindert.

Schließverzögerung

Ein Schließverzögerungsventil verringert im Öffnungsbereich von etwa 70–120 Grad die Schließgeschwindigkeit, um Behinderten oder Personen mit sperrigen Lasten ausreichend Zeit zum Passieren zu geben. Ab ca. 70 Grad schließt die Tür wieder mit der eingestellten Schließgeschwindigkeit.

Schloss

Schlösser halten die Türen im Anschlag fest und schützen vor fremdem Zugriff. Wie bei Fenstern und Türen werden auch Schlösser nach der Lage der Bänder benannt: Bänder auf der linken Seite = DIN links; Bänder auf der rechten Seite = DIN rechts.

Schlüsselweite

Als Schlüsselweite bezeichnet man den Abstand zweier paralleler Flächen, die meist zur Drehmomentübertragung mittels Formschluss dienen.

Schmelzwärme

Schmelzwärme bzw. Schmelzenergie bezeichnet die Energie, die benötigt wird, um eine Stoffprobe von dem festen in den flüssigen Aggregatzustand zu überführen. Dabei werden Bindungskräfte zwischen Molekülen bzw. Atomen überwunden, ohne deren kinetische Energie und damit ihre Temperatur zu erhöhen.

Schmetterlingsdach

Dachform, bei der beide Dachflächen eine gemeinsame innen liegende Traufe haben. Ist als Gegenstück zum Satteldach zu sehen.

Schmieden

Warmumformung durch hämmernde oder pressende Werkzeuge ohne bleibende Verfestigung.

Schmiedetemperatur

Die Schmiedetemperatur liegt bei etwa 80 % der Schmelztemperatur des verwendeten Materials, d. h. etwa 500 °C bei Aluminiumlegierungen und 1.200 °C bei unlegierten Stählen.

Schnittkante

Unbearbeitete gerade Kante (Schnittkante).

Schraubensicherung

Unter Schraubensicherung werden Maßnahmen verstanden, die das Lösen oder Lockern einer Schraubenverbindung durch äußere Einflüsse, z. B. Schwingung (Vibration), Korrosion, Setzen der Verbindung, verhindern sollen. Dies wird in der Regel durch zusätzliche (meist mitverspannte) Bauelemente, spezielle Formelemente oder Klebstoff realisiert.

Schraubkanal

Kanal, in dem eine Schraube zur Befestigung eines Profils geführt wird.

Schrott

Wertstoff mit hohem Metallgehalt, der nicht nur als Kühlmittel, sondern auch als sogenannter Sekundärrohstoff bei der Stahlerzeugung eingesetzt wird.

Schubsteifer Randverbund

Beim schubsteifen Randverbund werden die Innen- und Außenscheibe einer Verglasung über ein statisch tragendes Profil miteinander verklebt. Hierdurch erhält der gesamte Scheibenverbund eine höhere Stabilität. Siehe: Randverbund.

Schutzgläser

Klasse der Flachgläser, die aufgrund speziellen Aufbaus oder spezieller Oberflächenbehandlung Wärme, UV-Strahlung, Schall, radioaktive Strahlung ganz oder teilweise zurückweisen und/oder absorbieren.

Schwefelhexafluorid

Schwefelhexafluorid ist ein sogenanntes schweres Gas (SF6), das beim Einsatz in Isolierglas eine Erhöhung der Schalldämmung zur Folge hat.

Schweißbarkeit

Der Begriff Schweißbarkeit bezeichnet die Eigenschaft, den Stoffschluss an einem Bauteil durch ein schweißtechnisches Fertigungsverfahren herbeizuführen. Die Schweißbarkeit eines Bauteils hängt von der Schweißeignung des Werkstoffs, der Schweißeignung der Fertigung und der Schweißsicherheit der Konstruktion ab.

Schweißbarkeit von Stahl

Beschreibt die Eignung oder Nichteignung eines Werkstoffes für das Schweißen. Gut schweißbar sind unlegierte und niedrig legierte Stähle mit niedrigem Kohlenstoffgehalt. Mit Sonderschweißverfahren sind auch die hoch legierten Stähle sowie Aluminium- und Kupferlegierungen schweißbar.

Schweißeignung

Die Fähigkeit eines Materials, eine untrennbare Verbindung mit einem anderen oder demselben Werkstoff einzugehen, die mittels Schweißen hergestellt wird.

Schweißen

Schweißen ist das unlösbare Verbinden von Werkstücken und Bauteilen unter Anwendung von Wärme oder Druck. Beim Schmelzschweißen werden die Grundwerkstoffe bis zur Verflüssigung erhitzt und so verbunden.

Schweißnaht

Verbindungsstelle zweier durch Schweißen verbundener Werkstückkanten.

Schweißnahtvorbereitung

Vorbereitung zur Herstellung einer Schweißverbindung, wobei die Fügeteile in geeigneter Weise zur Herstellung der Schweißnaht vorbereitet sind.

Schweißverfahrensprüfung

Schweißparameter und Schweißbedingungen werden während einer Probeschweißung überwacht. Das Probestück wird umfangreichen zerstörungsfreien und zerstörenden Versuchen unterzogen. Bei positiven Prüfergebnissen werden alle Schweißparameter in einem Bericht (WPQR) dokumentiert. Dieser dient als Grundlage für die endgültige Schweißanweisung.

Schweißverzug

Entsteht beim Abkühlen von Schweißteilen. Ist besonders bei langen Schweißnähten und dünnwandigen Bauteilen ein Problem. Schweißgerechtes Konstruieren hilft, dieses Problem zu minimieren oder zu vermeiden.

Schwerbeton

Beton, dessen Trockenrohdichte von 2,8 bis 4,5 kg/dm³ reicht. Schwerbeton entsteht aus einem Gemisch von Zement, Zuschlag und Wasser.

Schwimmender Estrich

Am häufigsten verwendeter Estrich in Büro- und Wohnräumen. Schwimmender Estrich liegt auf einer Trittschall- bzw. Wärmedämmung und hat keine direkte Verbindung zur darunterliegenden Stahlbetonsohle, Decke bzw. Unterkonstruktion. Damit wird eine schall- oder Wärme übertragende Verbindung zum restlichen Gebäude verhindert.

Schwindmaß

Das beim Gießen gegossene Stück erkaltet und das Material schwindet dabei, das bedeutet, es zieht sich zusammen. Darum muss das Modell um das Schwindmaß größer sein als das fertige Werkstück. Man arbeitet dabei mit sogenannten Schwindmaßstäben.

Schwingungstilger, -dämpfer

Schwingungsanfällige Bauwerke oder -teile können durch Schwingungstilger vor schädigenden Einflüssen geschützt werden. Die Schwingungen können dabei durch Personen, Wind oder Erdbeben verursacht werden. Besonders leichte Fassadenkonstruktionen können schwingungsanfällig sein, hier kann dann der Einbau eines Schwingungstilgers erforderlich sein.

Schwitzwasser

Als Schwitzwasser wird Tauwasser bezeichnet, das sich auf der Innenseite von Außenbauteilen niederschlägt, wenn deren Oberflächentemperatur den Taupunkt der Raumluft unterschreitet.

seele

Glas hat Seele im wahrsten Sinne des Wortes. Der Name seele steht für Einfallsreichtum, Innovation, formgebende Vollendung und höchste Qualität im Zusammenhang mit Glas. seele kooperiert weltweit mit namhaften Architekten und Auftraggebern, ist immer bestrebt, das Unmögliche möglich zu machen, und hat sich zu einem verlässlichen Partner etabliert.

Sefix-Halter

Halter zur Befestigung einer Glasscheibe an der Unterkonstruktion. Die Befestigung erfolgt über ein in den Randverbund der Isolierglasscheibe eingelassenes U-Profil und ist im eingebauten Zustand nach Versiegelung der Glasfuge nicht mehr sichtbar.

Seigerung

Seigerungen treten bei unberuhigten Stählen auf. Sie beeinträchtigen die Schweißeignung. Seigerungszonen sind vor allem am Übergang von Flansch zu Steg bei I-Profilen oder in der Mitte von Bandstahl zu finden. Beim heute weitverbreiteten beruhigten Stahl treten keine Seigerungen mehr auf.

Seilfassade

Bei diesem Konstruktionstyp einer Glasfassade wird die herkömmliche Unterkonstruktion (z. B. aus Stahl oder Alu) durch ein filigranes Seilnetz ersetzt und dadurch optisch weitestgehend entmaterialisiert. Mittels spezieller Halterungen werden die Glasscheiben an der Seilkonstruktion befestigt. Dieser Fassadentyp besticht durch Leichtigkeit und Transparenz.

Seilklemme

Seilklemmen sind verschraubbare Verbindungen für Seile und werden fast ausschließlich für Stahlseile verwendet.

Seilkonstruktion

Seilkonstruktionen werden bei der filigranen Konstruktion von Dächern, Fassaden und Brücken eingesetzt. Auf diese Weise sind außergewöhnliche technische und ästhetische Leistungen möglich.

Sekundärtragwerk

In Sekundärtragwerke werden keine Lasten aus dem Primärtragwerk eingeleitet. Das Versagen des Sekundärtragwerkes bewirkt nur den Teileinsturz des Gebäudes oder Bauteils. Typische Sekundärtragwerke sind: nicht zur Aussteifung beitragende Decken und Wände, Dachaufbauten und Fassadenelemente. Auch Absturz sichernde Verglasungen sind Sekundärtragwerke.

Sekurit

Sekurit ist die Markenbezeichnung für ein Einscheiben-Sicherheitsglas. Sekurit gilt weltweit als erstes Einscheiben-Sicherheitsglas.

Selbstreinigendes Glas

Diese neue Art von Glas, das einen geringeren Pflegeaufwand zeigt, wird durch eine gezielte Modifikation der Oberflächen erzeugt. Hydrophobe, hydrophile, fotokatalytische Eigenschaften oder auch der Lotuseffekt werden eingesetzt.

Selbstsichernde Schraube

Bei der selbstsichernden Schraube ist einseitig in einer Nut ein Ring aus Kunststoff eingesetzt, der sich beim Anziehen an die Schraube anschmiegt und so ein selbstständiges Lösen z. B. durch Vibration verhindert. Solche Muttern sind in der Anwendung temperaturbegrenzt und nur einmal verwendbar.

Selektive Korrosion

Die selektive Korrosion ist eine Korrosionsart, bei der bevorzugt bestimmte Gefügebestandteile, wie z. B. Ausscheidungen an Korngrenzen, den Korrosionsprozess steigern. Selektive Korrosion ist der Oberbegriff für Korrosionsformen, wie etwa interkristalline Korrosion und Schichtkorrosion.

Selektivität

Die Selektivität S ist das Verhältnis der Lichtdurchlässigkeit TL (in %) zum Gesamtenergiedurchlassgrad g (in %): S = TL / g.

Selektivitätskennzahl

Die Selektivitätskennzahl S bezeichnet im Glasbau das Verhältnis von Lichtdurchlässigkeit zum Gesamtenergiedurchlassgrad g.

Senkhalter

Punkthalter, der eine Verglasung über eine durchdringende Bohrung hält. Die Bohrung für den Senkhalter kann abschnittsweise zylindrisch und teils konisch hergestellt werden.

Server

Ein Server ist ein zentral genutzter Computer, auf dem ein oder mehrere Computerprogramme laufen.

Setzbolzen

Setzbolzen dienen der Verbindung von Bauteilen, z. B. können so Stahlprofilbleche mit der Unterkonstruktion aus Stahl oder Stahlbeton befestigt werden. Je nach Verwendungszweck gibt es verschiedene Ausführungen, die sowohl lösbare als auch unlösbare Verbindungen ermöglichen. Setzbolzen werden durch „Aufschießen“ mit der Unterkonstruktion verbunden.

Setzsicherung

Eine Art der Schraubensicherung. Eine Setzsicherung gewährleistet über die Einsatzdauer der Schraubverbindung, dass die aufgebrachte Vorspannkraft in der Schraube weitestgehend erhalten bleibt. Ein Losdrehen der Verbindung wird vollständig verhindert. Also Setzsicherung gelten z. B. Keilzahnscheiben.

SGP-Folie

SentryGlas (SG) von DuPont ist eine Folie, die im Vergleich zu herkömmlicher PVB-Folie wesentlich höhere Festigkeitswerte, auch bei Temperaturen mehr als 70 °C, besitzt. Sie wird seit 2002 in Europa eingesetzt.

Shading Coeffizient

Siehe Beschattungskoeffizient.

Shadoglass

Shadoglass ist ein Beschattungssystem für Fassaden, bestehend aus Glaslamellen, die automatisch dem Sonnenstand nachgeführt werden. Die Sonnenschutzwirkung ergibt sich aus der Reflexions- und Absorptionsfähigkeit des Lamellenmaterials.

Shadow Box

Hinter der Isolierglasscheibe eingesetztes farbiges Alublech bzw. Paneel in Glasfassaden. Es verdeckt hinter dem Element liegende Betondecken bzw. abgehängte Decken. Die optische Tiefenwirkung hinter der Isolierglasscheibe bleibt beim Blick von außen erhalten.

Sheddach

Dachform, die vor allem bei großflächigen Bauten, wie zum Beispiel Fabrikhallen, zum Einsatz kommt. Durch die Aneinanderreihung von kleinen pult- oder satteldachartigen Aufbauten bleibt die Dachhöhe insgesamt gering.

Sherardisieren

Zink-Diffusions-Verfahren, um Zink-Eisen-Schichten auf eisenhaltigen Werkstücken zu bilden. Dies dient dem Korrosionsschutz.

Shim

Zwischenlage aus Metall oder Kunststoff. Mit Shims werden Fertigungstoleranzen bzw. Fertigungsabweichungen von Bauteilen bei der Montage ausgeglichen.

ShockWatch-Indikator

ShockWatch-Indikatoren werden durch die seele group vor allem beim Transport von sensiblen Produkten eingesetzt. Es handelt sich um Aufkleber für Packstücke, die auf Erschütterungen reagieren. Hiermit kann im Falle eines Transportschadens, z. B. von Glasscheiben, nachvollzogen werden, wer in der Transportkette einen Schaden verursacht hat.

Sicherheitsfolie

Eine Sicherheitsfolie wird meist zwischen zwei Glasscheiben geklebt; es gibt jedoch auch die Möglichkeit, Sicherheitsfolie nachträglich anzubringen. In erster Linie dienen Sicherheitsfolien dazu, dass sich im Zerstörungsfall keine Glassplitter lösen.

Sichtbares Licht

Bereich der elektromagnetischen Strahlung, mit Wellenlängen von 380 bis 780 nm Wellenlänge, für die das menschliche Auge empfindlich ist.

Sichtbeton

Sichtbeton ist Beton, der nicht verputzt oder verblendet wird und dessen Ansichtsflächen meist gestalterische Funktionen erfüllen und ein bestimmtes Aussehen haben sollen.

Siebdruck, keramisch

Mit dem keramischen Siebdruck werden Farbflächen und Bildmotive gedruckt. Für Motivdrucke können auch Dias oder Fotos digitalisiert werden. Die Bildinhalte werden auf ein Drucksieb belichtet und anschließend bei 700 °C gebrannt. Der keramische Siebdruck ist lichtecht, lösungsmittelbeständig und abriebfest. Die Temperaturbeständigkeit beträgt bis zu 200 °C.

SiGe-Plan

Abkürzung für Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan. Er dient zur Umsetzung der EG-Baustellenrichtlinie und soll den Arbeitsschutz auf Baustellen verbessern.

SiGeKo

Der Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator (SiGeKo) ist vom Bauherrn für solche Baustellen zu bestellen, deren Gesamtumfang 500 Personentage (bzw. über 20 Beschäftigte über 30 Tage) überschreitet. Der SiGeKo hat die notwendigen Maßnahmen der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes festzulegen, zu koordinieren und die Einhaltung zu prüfen (SiGe-Plan).

Silicium

Silicium ist ein Halbmetall und weist sowohl Eigenschaften von Metallen als auch von Nichtmetallen auf.

Siliciumdioxid

Siliciumdioxid (häufig auch: Siliziumdioxid) ist eine Sammelbezeichnung für die Modifikationen der Oxide des Siliciums mit der Summenformel SiO2. Siliciumdioxid ist ein wesentlicher Bestandteil bei der Glasherstellung.

Silikatglas

Glas mit Siliciumdioxid als Hauptkomponente darstellt. Silikatglas nimmt den weitaus größten Anteil in der Glasproduktion ein und umfasst Bleiglas, Borosilikatglas und Kalknatronglas.

Silikon

Silikon ist die Bezeichnung für synthetische Polymere, bei denen Siliciumatome über Sauerstoffatome verknüpft sind.

Silikonfuge

Eine Silikonfuge ist eine elastische Verfugung im Baubereich, die mit Dichtstoffen auf Silikonbasis ausgeführt ist. Sie gehören in die Gruppe der Elastomere und sind elastisch und elektrisch schlecht leitend. Eine Silikonfuge darf jedoch nicht als Dampfsperre gesehen werden.

Silikonversiegelung

Mit UV-beständigem Silikon wird bei nicht abgedecktem Randverbund eine Isolierglasfassade abgedichtet.

Sintern

Gesinterte Werkstoffe werden aus Metallpulvern hergestellt, die durch hohen Druck zu Werkstück-Presslingen geformt werden und durch eine anschließende Wärmebehandlung, dem Sintern, ihre Endfestigkeit erhalten.

Sinuswelle

Die Ausgangswellenform eines elektrischen Wechselstroms. Eine optimale Sinuskurve zeichnet sich durch einen gleichmäßigen Wellenverlauf aus, der über und unter dem Nullpunkt in einer definierten Kurve verläuft.

Sinuswelle, modifiziert

Modifizierte Ausgangswellenform eines elektrischen Wechselstromes, bei dem der Spannungs- und Stromanstieg in Stufen geschaltet ist (trapezähnlich). Diese Wellenform wird auch sinusähnlich genannt.

Skelettbau

Unter Skelettbau versteht man in der Architektur und im Bauwesen eine Art des Tragwerks eines Bauwerks. Dabei wird der Rohbau des Bauwerks aus Elementen zusammengesetzt, die eine primär tragende Funktion haben. Wie bei einem Skelett entsteht so eine Tragstruktur.

SL

Abkürzung für Scher-Lochlaibungsverbindung. Bei dieser Verbindung wird die Schraube auf Zug und Abscheren beansprucht. Eine zusätzliche Schraubensicherung ist aufgrund der fehlenden planmäßigen Vorspannung einzuplanen.

Sleeve

Aufgrund der Bewehrung im Beton können des Öfteren spätere Bohrungen nicht präzise gesetzt werden. Um dies zu erleichtern, wird vorher ein Rohr oder Ähnliches zwischen der Bewehrung platziert. Somit ist gewährleistet, dass die gewünschten Löcher später vorhanden sind.

SLP

Abkürzung für Scher-Lochlaibungs-Passverbindung. Die Verwendung einer Passschraube ermöglicht das Übertragen höherer Kräfte über die ansonsten konstruktiv gleiche Verbindung. Bei der Konstruktion müssen Randbedingungen wie zum Beispiel das Lochspiel eingehalten werden. Zusätzliche Schraubensicherungen sind einzuplanen.

SLV

Abkürzung für eine planmäßig vorgespannte Scher-Lochlaibungsverbindung. Die Schraube kann dabei auf Zug und Abscheren beansprucht werden. Das Einbringen der planmäßigen Vorspannkraft macht zusätzliche Schraubensicherungen überflüssig.

SLVP

Abkürzung für planmäßig vorgespannte Scher-Lochlaibungs-Passverbindungen. Die Tragfähigkeit gegenüber einer Verbindung ohne Passschrauben ist erhöht. Durch die zusätzlich zur SLP aufgebrachte planmäßige Vorspannkraft kann auf Schraubensicherungen verzichtet werden.

SMI-Schnittstelle

SMI steht für Standard Motor Interface. Dabei handelt es sich um eine einheitliche Schnittstelle der Gebäudeautomatisierung zur Ansteuerung von elektronischen Antrieben. Diese finden z. B. in Jalousien, Rollläden oder Raffstores Verwendung.

Soda

Soda ist eine von sieben Modifikationen der chemischen Verbindung Natriumkarbonat. Das wasserfreie Natriumkarbonat (Na2CO3) wird bei der Produktion von Kalk-Natron-Glas verwendet und dient zur Senkung des Schmelzpunktes von Siliziumdioxid (SiO2).

Soft-Coating

Soft-Coating ist ein Beschichtungsverfahren, das nicht direkt bei der Floatglasherstellung aufgebracht wird, sondern in einem zusätzlichen Arbeitsschritt – üblicherweise durch Bedampfung oder im Kathodenstrahlverfahren. Soft-Coating-Oberflächen sind empfindlich gegenüber aggressiven Umweltbedingungen und mechanischen Beanspruchungen.

Sogsicherung

Sogsicherungen sichern Dachverglasungen vor dem Abheben bei Windsogbelastungen. Für normale Belastungen (Schnee, Winddruck, Eigengewicht) ist die Verglasung linienförmig gelagert. Örtliche, tellerförmige Halter sichern die Scheibe gegen Abheben. Sogsicherungen sind als punktförmige Lagerung zu betrachten und auch so zu bemessen.

Solarglas

Solarglas ist ein thermisch vorgespanntes Weißglas für Fotovoltaikmodule.

Soll-Ist-Vergleich

Der Soll-Ist-Vergleich ist ein Begriff aus der betriebswirtschaftlichen Kostenrechnung. Es wird die Differenz zwischen Ist- und Sollkosten dargestellt. Hier wird der voraussichtliche Gewinn eines Projektes errechnet.

Sollbruchstelle

Eine Sollbruchstelle ist eine vordefinierte und vorbereitete Stelle, an der im Falle der Überbeanspruchung ein Bauteil versagt. Diese Stelle wird so gewählt, dass ein kleinstmöglicher Schaden entsteht.

Sondertoleranzen

Sondertoleranzen können mit zusätzlichen Vorkehrungen in der Fertigung realisiert werden und sind im Einzelfall zu vereinbaren. Die für diese Vorkehrungen notwendigen Zusatzaufwendungen sind bei den jeweiligen Toleranzen vermerkt und meist mit Zusatzkosten verbunden.

Sonnenschutzanlagen

Fassaden unterliegen meist direkter oder indirekter Sonneneinstrahlung. Deshalb werden Sonnenschutzanlagen eingebaut, um eine Beschattung zu ermöglichen. Beispiel für Sonnenschutzanlagen sind: Markisen, Lamellen, Jalousien, Rollos und Blenden.

Sonnenschutzglas

Bei Sonnenschutzglas soll durch eine geeignete Beschichtung der Eintritt von Infrarotstrahlung (Wärme) und Ultraviolettstrahlung (Ausbleichung) nach innen verhindert werden. Die entsprechende Schicht erfolgt auf Glasebene 2 (von außen gerechnet).

Sozialversicherung

Die Sozialversicherung besteht aus Krankenversicherung (7,9 % Arbeitnehmer + 7,0 % Arbeitgeber = 14,9 %), Rentenversicherung (19,9 %), Arbeitslosenversicherung (2,8 %) und Pflegeversicherung (1,95 % + 0,25 % für kinderlose Arbeitnehmer ab dem 23. Lebensjahr). Die Sozialversicherung wird je zur Hälfte von Arbeitgeber und Arbeitnehmer bezahlt.

Spanndrahtbruchortung

Die Spanndrahtbruchortung ist im Bauwesen eine zerstörungsfreie Prüfung. Zur Ortung der Risse wird das Spannglied magnetisiert und das magnetische Streufeld des Spanngliedes an der Betonoberfläche gemessen.

Spannstahl

Spannstahl ist ein hochfester Stahl, der vor allem im Spannbetonbau zum Vorspannen verwendet wird.

Spannstahl

Spannstahl ist ein hochfester Stahl, der unter anderem im Spannbetonbau zum Vorspannen verwendet wird.

Spannungs-Dehnungs-Diagramm

Spannungs-Dehnungs-Diagramme beinhalten grundlegende Informationen über das Festigkeits-, Verformungs- und Elastizitätsverhalten des geprüften Werkstoffs. Sie können sich, abhängig von der Werkstoffart und vom Werkstoffzustand, grundlegend voneinander unterscheiden.

Spannungsbruch

Ein Bruch entsteht, wenn die Spannungen im Glas den Grenzwert überschreiten. Entscheidend ist, durch welche Belastung die Spannungen erzeugt wurden.

Spezifikation

Eine Spezifikation ist eine formalisierte Beschreibung eines Produktes, eines Systems oder einer Dienstleistung. Ziel der Spezifikation ist es, Merkmale zu definieren und zu quantifizieren, mit denen das Werk oder die Dienstleistung des Auftragnehmers bei der Übergabe an den Auftraggeber geprüft und durch den Auftraggeber abgenommen werden kann.

Spezifisches Gewicht

Beim spezifischen Gewicht wird die Masse eines Körpers auf sein Volumen bezogen. Das spezifische Gewicht wird auch als Dichte bezeichnet.

Spiegel

Ein Spiegel ist eine Fläche, die Licht reflektiert und ein Abbild zeigt. Ein Spiegelbild in einem ebenen Spiegel gibt sowohl Längen als auch Winkel wahrheitsgetreu wieder, vertauscht allerdings die ihm zugewandte mit der ihm abgewandten Seite. Klassische Spiegel bestehen heute aus einer mit Aluminium beschichteten Glasplatte.

Spiegelrohglas

Gegossenes Glas. Früher Vorstufe zur Spiegelglasherstellung.

Spionspiegel

Verspiegeltes Glas, das von der helleren Seite zur dunkleren Seite durchsichtig erscheint.

Spiritus

Farblose, leicht brennbare Flüssigkeit, Siedepunkt 78 °C. Lösungsmittel, Reinigungsmittel für Heizzwecke, Treibstoffzusatz

Splitterschutzfolien

Transparente Folientypen verleihen Floatglas VSG-ähnliche Eigenschaften. Im Falle eines Glasbruchs werden Glassplitter durch die zähelastische Folie vollflächig gebunden.

Spontanbruch

Phänomen, das bei thermisch vorgespannten ESG-Gläsern auftritt. Die Scheiben zerspringen ohne sichtbare äußere Einwirkung; meist aufgrund des Einschlusses von kaum wahrnehmbaren Nickel-Sulfid-Kristallen, die bereits in der Glasschmelze vorhanden sind. Die einzige derzeit wirksame Methode gegen Spontanbruch ist der Heißlagerungstest.

Sprengwirkungshemmung

Sprengwirkungshemmende Verglasungen dienen dem Schutz von Personen oder Objekten vor Sprengwirkungen. Sie werden aus mehrschichtigen Verbundgläsern zusammengesetzt. Sprengwirkungshemmende Verglasungen werden nach DIN in die Klassen D1 bis D3 eingeteilt, nach EN 13541 in die Klassen ER 1 bis ER 4.

Spritzverzinken

Beim Spritzverzinken wird ein Zinkdraht durch eine Flamme oder einen Lichtbogen aufgeschmolzen und durch Druckluft zerstäubt auf das Werkstück aufgebracht. Das noch flüssige Zink bildet auf dem Werkstück eine poröse Schicht, die gute Korrosionsschutzeigenschaften aufweist.

Spritzverzinkung

Bei der Spritzverzinkung wird die Oberfläche mechanisch mit Zink überdeckt. Die Spritzverzinkung wird dann angewendet, wenn aus technischen oder ästhetischen Gründen eine Feuerverzinkung nicht möglich ist.

Sprödbruch

Typisches Versagensbild von Glas. Durch lokale Überbeanspruchung kommt es zum schlagartigen Versagen des Bauteils ohne Vorankündigung, wie zum Beispiel bei starken Verformungen.

Sprossenisolierglas

Kleinformatige Isolierglaseinheiten, wie sie bei Echtsprossen-Isolierglasfenstern eingesetzt werden, sind höheren physikalischen Belastungen ausgesetzt als großformatige Isolierglasscheiben, die über die Elastizität der Glasscheiben Pump- und Sogbewegungen ausgleichen können.

Spülgasbehandlung von Stahl

Spülgas durchperlt die Schmelze, durchmischt diese und schwemmt dabei die Verunreinigungen an die Oberfläche. Die Spülgasbehandlung mit Argon kann die Vakuumbehandlung ersetzen.

Sputtering

Im Magnetron-Verfahren wird eine Edelmetallschicht nach dem Produktionsprozess durch Vakuum-Kathodenzerstäubung auf ein Floatglas aufgetragen.

Sputtern

Sputtern (aus dem Englischen: to sputter = zerstäuben) ist eine Beschichtungstechnik und gehört zur Gruppe der PVD-Verfahren (physikalische Gasphasenabscheidung). Abtragen bzw. Abstäuben von Material von einem Feststoff durch energetisches Ionenbombardement (vorwiegend Edelgasionen), um mit dem abgestäubten Material eine Grundlage zu beschichten. Wird auch Kathodenzerstäubung genannt.

SSG

Abkürzung für structural sealant glazing. Sondergebiet der Verklebungstechnik. Mit SSG werden Verklebungen im Bauwesen bezeichnet, die planmäßig Lasten abtragen. Hierzu sind besonders in Deutschland umfängliche Nachweise der Dauerhaftigkeit der Verklebung zu erbringen. Reine SSG-Fassaden, bei denen die Gläser nur über Verklebungen gehalten werden, sind in Deutschland nicht zulässig.

Stabstahl

Handelsüblicher Begriff für sämtliche Erzeugnisse aus allen Stahlsorten in geraden Stäben, deren Querschnitt über die ganze Länge gleichbleibend ist. Übliche Unterscheidung entsprechend der Herstellungsart nach gewalztem, geschmiedetem und blankem Stahl.

Stahl

Metallische Legierungen, mit Hauptbestandteil Eisen und einem Kohlenstoffgehalt von 0,02–2,06 %, werden als Stahl bezeichnet. Im Normalfall gilt: Je höher der Kohlenstoffanteil, desto fester – aber auch spröder – ist der Stahl. Als am häufigsten verwendeter metallischer Werkstoff bildet er zudem meist das Primärtragwerk für filigrane Fassadenkonstruktionen.

Stahl-Glas-Dach

Bei einem Stahl-Glas-Dach erfolgt der Lastabtrag über Fachwerkwirkung. Den druckbelasteten Obergurt bildet dabei die Verglasung. Der Untergurt und die Füllstäbe bestehen aus Stahl. Die Konstruktion erlaubt sehr filigrane und transparente Dachkonstruktionen. Besonderes Augenmerk ist auf die Resttragfähigkeit und Lasteinleitungen in die Scheiben zu legen.

Stahl-Glas-Konstruktion

Stahl-Glas-Konstruktionen wirken in der Regel filigran und leicht. Mit solchen Konstruktionen wurden erstmals ganze Fassadenteile transparent ausführbar. Fassaden aus einer Stahl-Glas-Konstruktion lösten im Gewerbebau seit dem 20. Jahrhundert die klassische Lochfassade als Baustandard ab.

Stahlbau

Fachrichtung des Hochbaus, bei dem für den Bau von Tragwerken in erster Linie Stahl zum Einsatz kommt. Die Möglichkeit des Stahlbaus entstand erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als Stahl in ausreichender Menge als Baustoff zur Verfügung stand.

Stahlbeton

Verbundwerkstoff im Stahlbetonbau aus den beiden Komponenten Beton und Bewehrungsstahl. Der Verbund entsteht durch die Verklebung mit dem Bindemittel Zement und die Rippung des Bewehrungsstahls.

Stahlkonstruktion

Bezeichnet den Teil des Ingenieurbaus, bei dem für den Bau von Tragwerken in erster Linie Stahl zum Einsatz kommt. Dabei werden gewalzte Stahlträger, Bleche und Rohre aus Baustahl und seit relativ kurzer Zeit auch Stahlgussteile durch Nieten, Verschweißen oder Verschrauben miteinander zu einem Tragwerk verbunden.

Stahlleiter

Ist eine Rahmenkonstruktion, die vorgefertigt auf die Baustelle geliefert wird und nur noch in eine Fassade eingebunden werden muss. So können in kurzer Zeit große Fassaden aufgezogen werden.

Stahlrohre

Grundsätzlich unterscheidet man zwei Kategorien bei der Herstellung von Rohren: nahtlose und geschweißte Rohre.

Stahlseil

Seil, dessen einzelne Litzen aus Stahl hergestellt werden. Das Schlagen (Drehen) der Drähte geschieht auf Verseilmaschinen. Hierbei werden die einzelnen Drähte durch eine Scheibe mit Löchern geführt. Durch die Drehung der Scheibe entsteht aus den einzelnen Drähten ein Stahlseil.

Stahlträger

Stahlträger bilden das statische Grundgerüst der meisten Fassaden. Stahlträger gibt es in den unterschiedlichsten Formen, wie z. B. I-Träger, T-Träger, rechteckige oder quadratische Hohlprofile. Stahlträger werden mit dem sogenannten Stranggussverfahren hergestellt und auf die gewünschte Länge geschnitten.

Standarddicken

Die Standarddicken von Floatglas aus Kalk-Natron-Silikatglas sind: 3, 4, 5, 6, 8, 10, 12, 15 und 19 Millimeter. Borosilikatgläser gibt es auch in 7 Millimeter Dicke, aber nicht in 19 Millimeter. Profilbauglas gibt es nur in 6 und 7 Millimeter Dicke.

Standardtoleranzen

Standardtoleranzen sind alle jene Toleranzen, die im normalen Produktionsablauf sichergestellt werden können.

Stanzen

Beim Stanzen werden Flachteile aus verschiedenen Werkstoffen (Bleche, Pappe, Textilien usw.) mit einer Presse oder auf Schlag und einem Schneidwerkzeug gefertigt. Das dabei verwendete Trennverfahren ist das Scherschneiden.

Starrer Glashalter

Typ eines Punkthalters, bei dem die Glasscheibe starr gehalten wird. Bei der Bemessung muss das Einspannmoment der Glasscheibe berücksichtigt werden. Starre Glashalter bieten eine ungünstige Lagerung bei großformatigen Scheiben.

Status A

Prüfvermerk vom Auftraggeber oder Architekten auf der Detailplanung. Bedeutung: zur Ausführung freigegeben.

Status B

Prüfvermerk vom Auftraggeber oder Architekten auf der Detailplanung. Bedeutung: zur Ausführung freigegeben, mit der Verpflichtung, die Korrekturen in die Planung aufzunehmen, dem AG eine Durchschrift der Korrekturen zur Verfügung zu stellen und die bezeichneten Prüfvermerke auszuführen.

Status C

Prüfvermerk vom Auftraggeber oder Architekten auf der Detailplanung. Bedeutung: nicht zur Ausführung freigegeben. Zeichnung muss (nach Korrekturen) überarbeitet und neu zur Freigabe eingereicht werden.

Steigungsverhältnis

Unterschiedliche Treppenarten haben auch verschiedene Steigungsverhältnisse. Das Steigungsverhältnis hängt von der Auftrittbreite und von der Steigungshöhe ab. Für ein bequemes Gehen ergibt sich das günstigste Steigungsverhältnis durch eine Auftrittsbreite von 290 mm und eine Steigungshöhe von 170 mm (= 30 Grad)

Steildach

Steildächer haben eine Mindestdachneigung von 22 oder 30 Grad (je nach Bauordnung).

Steilfacette

Steilfacetten werden bei Glas und an Spiegeln ausgeführt und kommen besonders bei dicken Gläsern zur Anwendung.

Stickstoff

Stickstoff ist ein farb-, geruch- und geschmackloses Gas. Das chemische Element wird mit dem Symbol N und der Ordnungszahl 7 bezeichnet. Im Bereich der Werkstofftechnik benutzt man Flüssigstickstoff, um Austenit in gehärteten Stählen zu beseitigen.

Stiftverbindungen

Stiftverbindungen werden hergestellt, indem in eine durch alle zu verbindenden Teile gehende Aufnahmebohrung ein Stift mit Übermaß eingedrückt wird. Stiftverbindungen können drei Arten von Aufgaben übernehmen: Fixieren, Befestigen und Überlastungsschutz. Für die unterschiedlichen Anforderungen steht eine große Anzahl verschiedener genormter Stifte zur Verfügung. Die gebräuchlichsten Stifte sind: Zylinder-, Kegel-, Kerb- und Spannstift.

Stonosal

Wasserglasprodukt. Zum Abdichten und Verkieseln von porösem Beton und Mauerwerk. Altbewährtes Abdichtungsmittel für Natursteinmauerwerk, poröse undichte Betonflächen und Verputze. Stonosal dringt in saugfähige Zonen von Beton und Mörtel und bildet Silikonharze sowie aus unverbrauchten Zementkörnern dichtende, wasserunlösliche Kalziumsilikate.

Stoßfuge

Eine Stoßfuge entsteht, wenn zwei Glasscheiben entweder plan oder in einem Winkel zueinander verklebt werden. Die Kante der einen Scheibe steht dabei gegenüber der Kante oder der Fläche der anderen Scheibe.

Stoßgriff

Der horizontal oder vertikal verlaufende starre Griff einer Tür heißt Stoßgriff. Nach Kundenwunsch können Länge, Durchmesser, Anschlusssystem und Oberfläche angepasst werden.

Strahlenschutzglas

Flachgläser, die bestimmte Bereiche der Strahlung des Sonnenspektrums absorbieren bzw. reflektieren.

Strahlmattieren

Beim Strahlmattieren wird die Glasoberfläche nicht wie bei der Ätztechnik in unterschiedlichen Tönen mattiert, sondern tiefer abgetragen. Die Glasflächen werden unter hohem Druck mit Sand- und Korundkörnern bearbeitet. Entsprechend der Korngröße wird die Oberflächenstruktur aufgereiht. Strahlmattieren hat eine gröbere Wirkung wie Ätzen.

Stranggießen

Beim Stranggießen wird Metallschmelze stetig von einem Tiegel in eine Kokille (Metallform) geleitet, in der sie erstarrt. Durch Stranggießen lassen sich Voll- und Hohlprofile herstellen.

Strangpressen

Warmumformverfahren, das aus vollen oder vorgelochten Stahlblöcken Profile oder Rohre presst. Der glühende Block wird in einen Druckzylinder geschoben und vom Pressenstempel durch die Matrizenöffnung gedrückt.

Strangpressverfahren

Als Strangpressverfahren wird im Metallbau das Herstellungsverfahren von Metall- und Kunststoffprofilen bezeichnet. Rohmaterialien oder bereits vorbehandelte Profile werden durch ein Werkzeug bzw. eine Schablone gepresst und gezogen.

Strebe

Die Strebe, oder auch Schwertung, ist im Fachwerkbau ein schräg verlaufender Balken zur Erhöhung der Steifigkeit. In der Regel ist er in der Fachwerkschwelle und dem Rähm eingezapft.

Streckgrenze Re

Die Streckgrenze Re ist diejenige Spannung, bei der Fließen einsetzt, ohne dass die anliegende Spannung weiter erhöht wird. Kommt es bei Fließbeginn sogar zu einem Spannungsabfall, zeigt der Werkstoff eine obere – ReH – und eine untere – ReL – Streckgrenze.

Strom

Menge der elektrischen Ladung. Der geflossene Strom wird in Ampere gemessen.

Structural Glazing (SG)

In den USA entwickelte Verglasungstechnik durch Verklebung; die Verglasung wird ohne außen liegende Befestigungs- oder Sicherungselemente an den Scheibenrändern auf den Rahmen geklebt.

Structural-Glazing-Silikon

Klebstoff auf chemischer Basis für unterschiedlichste Anwendungen, ein- und zweikomponentig, für die Metallklebung sowie zur Klebung von Spiegeln und zur Glasfalzversiegelung von Holzfenstern.

Stufenisolierglas

Bei Stufenisolierglas schließen die Ränder eines Isolierglases nicht bündig ab, sondern eine Scheibe überlappt die andere, etwa zur Verwendung in Dachverglasungen. Siehe auch Stufenkante.

Stufenkante

Stufenförmige Ausbildung einer Kante bei Isolierglas. Eine Scheibe ragt über die andere und den Randverbund hinaus.

Stulptüren

Zweiflügelige Anschlagtüren, bei denen beide Drehflügel ohne einen Mittelpfosten aufeinanderschlagen. Stulptüren für Wechselverkehr sind häufig für Rechtsverkehr ausgelegt, wobei ein Flügel nach innen und der andere Flügel nach außen öffnet.

Sturz

Ein Sturz ist ein waagerechter Träger, der entweder aus Holz, Mauerwerk, Stahl oder Stahlbeton über einer Wandöffnung, wie Fenster oder Türen, eingebaut wird. Stürze nehmen den von oben wirkenden Mauerwerksdruck auf und leiten ihn an die seitlichen Mauern weiter.

Stütze

Eine Stütze ist ein (meist) vertikales Bauteil, das Lasten hauptsächlich in Richtung seiner Längsachse aufnimmt und weiterleitet. Die Beton-, Stahlbeton- und Spannbetonnorm DIN 1045-1 definiert eine Stütze als stabförmiges Druckglied.

Subunternehmer

Siehe Nachunternehmer.

Systemfassade

Mit Systemfassaden lassen sich vielfältige Fassadenkonstruktionen auf der Grundlage eines Systems aus gleichartigen Bauteilen herstellen. Systemfassaden sind in der Herstellung und Ausführung kostengünstiger als Sonderlösungen und speziell gefertigte Fassaden.

SZR

Abkürzung für Scheibenzwischenraum. Bei Isolierverglasungen wird der Abstand zwischen den Scheiben als Scheibenzwischenraum (SZR) bezeichnet. Im Normalfall beträgt dieser 12 oder 16 Millimeter. Zusammen mit der Wärmeschutzbeschichtung bestimmt die Ausführung des Scheibenzwischenraums im Wesentlichen den U-Wert der Verglasung.

T-Stahl

Im Querschnitt T-förmiges Profil. Man unterscheidet hochstegigen und breitfüßigen T-Stahl, der wahlweise rundkantig oder scharfkantig lieferbar ist.

Taubenabwehr

Die Taubenabwehr ist ein Ausdruck aus der Schädlingsbekämpfung und umschreibt alle Methoden, ungewollte schädliche Vögel zu vergrämen oder sie am Landen und Nisten zu hindern.

Taupunkt

Der Taupunkt ist die Temperatur, bei der Wasserdampf aus der Luft an einem Bauteil kondensiert (Kondenswasserbildung). seele achtet bei Dach- und Fassadenkonstruktion darauf, dass der Taupunkt in einer Schicht liegt, die von der Außenluft belüftet wird, damit das entstehende Kondenswasser wieder trocknet und keinen Schaden anrichtet.

Taupunktdiagramm

In Abhängigkeit der relativen Luftfeuchtigkeit und des U-Wertes einer Verglasung lässt sich in Abhängigkeit der relativen Luftfeuchtigkeit und des U-Wertes einer Verglasung aus einem Taupunktdiagramm die Außentemperatur ermitteln, bei der eine Fensterscheibe auf der Raumseite beschlägt.

Taupunkttemperatur

Die Temperatur, bei der sich Wasserdampf in Flüssigkeit in Form feiner Tröpfchen verwandelt, bezeichnet man mit Taupunkttemperatur oder Taupunkt: Je höher die Luftfeuchtigkeit, umso höher ist die Taupunkttemperatur.

Tauwasserbildung

Kondensierendes Wasser, das sich an einer kühlen Oberfläche niederschlägt. An Außenbauteilen mit schlechter Wärmedämmung (z. B. Einscheibenverglasung) besteht bei niedriger Außentemperatur die Gefahr der Unterschreitung der Taupunkttemperatur und damit der Tauwasserbildung auf Oberflächen der Rauminnenseite.

Technik

Verfahren und Fähigkeiten zur Produktion industrieller, handwerklicher oder künstlerischer Erzeugnisse.

Technische Zeichnung

Technische Zeichnungen dienen zur Information über Form, Aufbau und Funktion von Werkstücken, Baugruppen und Systemen. Nach ihrem Inhalt und Zweck werden technische Zeichnungen in Skizzen, Teilzeichnungen, Gruppen- und Gesamtzeichnungen eingeteilt.

Teilvorgespanntes Glas

Teilvorgespanntes Glas (TVG) wird einem thermischen Vorspannprozess unterzogen. Die Biegefestigkeit von TVG liegt zwischen der von Floatglas und Einscheiben-Sicherheitsglas.

Tellerfeder

Unter Tellerfeder versteht man eine kegelige Ringschale, die in Achsrichtung belastbar ist. Sie kann ruhend und auch schwingend beansprucht werden. Der Vorteil einer Tellerfeder liegt zum Beispiel darin, dass bei einem kleinen Einbauraum große Kräfte aufgenommen werden können.

Temperaturwechselbeständigkeit

Kennzeichnet das Vermögen eines Baustoffes, vor allem Glas, größere Temperaturschwankungen innerhalb einer Glasscheibe unbeschadet zu überstehen. Als temperaturwechselbeständig wird vor allem ESG angesehen. Nicht vorgespannte Gläser haben eine geringe Temperaturwechselbeständigkeit.

Temperaturwechselbeständigkeit

Kennzeichnet das Vermögen eines Baustoffes, vor allem Glas, größere Temperaturschwankungen innerhalb einer Glasscheibe unbeschadet zu überstehen. Als temperaturwechselbeständig wird vor allem ESG angesehen. Nicht vorgespannte Gläser haben eine geringe Temperaturwechselbeständigkeit.

Temperglas

Temperglas ist ein Glas, bei dem durch Wärmebehandlung gezielt mechanische Spannungen im Material erzeugt und dadurch die Bruchfestigkeit gegenüber mechanischer oder thermischer Beanspruchung erhöht wird.

Tempern

Tempern bezeichnet ein Verfahren, mit dem in einem Bauteil aus Glas die Verteilung mechanischer Spannungen kontrolliert beeinflusst wird. Zu diesem Zweck muss das Bauteil knapp oberhalb der unteren Entspannungsgrenze gebracht werden und dort ausreichend lange gehalten werden, bis sich das Bauteil gleichmäßig auf diese Temperatur erwärmt hat.

Tensegrity

Tensegrity nennt sich ein Konstruktionsprinzip zur Stabilisierung von Systemen, das auf dem Ausgleich von Druck- und Zugkräften basiert.

Terneblech

Als Terneblech bezeichnet man kaltgewalztes feuerverbleites Blech aus weichen unlegierten Stählen für die Kaltumformung.

Terrakotta

In anderer Schreibweise Terracotta; wird als Materialbezeichnung für gebrannte, unglasierte Tonobjekte wie Gefäße, Plastiken und Baukeramik verwendet, gelegentlich auch als Benennung für einen warmen, erdigen Farbton. Da nur ein einmaliger Brand und relativ niedrige Temperaturen (900–1.000 °C) erforderlich sind, ist die Herstellung nicht kompliziert.

Terrassenbruch

Spezielles Versagensszenario bei der Belastung von Stahlblechen auf Zug zur Dickenrichtung. Durch Schweißschrumpfspannungen auftretende Schwächung des Materials. Kann durch schweißgerechtes Konstruieren vermieden werden. Spezielle Stahlgüten sind widerstandsfähiger gegenüber Terrassenbrüchen.

Tertiärtragwerk

Alle Bestandteile, die nicht zur Tragfähigkeit des Sekundärtragwerkes beitragen, aber Bestandteil der Lastabtragung sind. Hierzu gehören zum Beispiel die Verglasungen von Fassadenelementen und Fenster.

Tested Mock-up

Ein Mock-up (engl. Attrappe) ist ein Vorführmodell. Mit dem Vorwort tested hat es die Bedeutung, dass das Mock-up für Versuche dient.

Textile Architektur

Textile Architektur bietet viele Vorteile und erlaubt interessante Kombinationen im Materialmix mit Holz, Glas, Beton und Stahl. Darüber hinaus überzeugen die textilen Lösungen von seele durch ihre überlegene Leichtigkeit, lange Lebensdauer und Recyclingfähigkeit.

Thermische Längenausdehnung

Der Ausdehnungskoeffizient gibt an, um welche Längendifferenz im Verhältnis zur gesamten Länge L0 sich ein fester Körper bei einer Temperaturänderung von einem Kelvin verändert.Der Ausdehnungskoeffizient gibt an, um welche Längendifferenz im Verhältnis zur gesamten Länge L0 sich ein fester Körper bei einer Temperaturänderung von einem Kelvin verändert.

Thermische Trennung

Bei einer thermischen Trennung werden die wärmeleitfähigen tragenden Materialien einer Fassade, wie Aluminium oder Stahl, durch ein weniger leitfähiges Material aus Kunststoff getrennt. Dadurch wird der Wärmeabfluss unterbrochen.

Thermische Vorspannung

Floatglas wird auf 620–650 °C erhitzt und anschließend durch Konvektion von der Oberfläche her schnell abgekühlt. Die schnelle Abkühlung führt zu einer größeren Verkürzung des Glases an der Oberfläche als im Inneren. Die Folge hiervon ist, dass sich an der Oberfläche eine Druckspannung und im Inneren eine Zugspannung aufbaut.

Thermografie

Ist ein Messverfahren, das den Wärmeaustritt eines Gebäudes misst. Das Verfahren baut darauf auf, dass jeder Körper entsprechend seiner Temperatur Wärme abgibt. So kann man beispielsweise bei einer Aufnahme einer Fassade deutlich die Fenster und Türen als Schwachstellen identifizieren.

Thermoisolatoren

Thermoisolatoren aus Kunststoff werden aus optischen Gründen verwendet, da auf ihnen die Dichtgummis auf einer geraden Linie durchlaufen. Ebenfalls werden sie aus wärmeschutztechnischen Gründen verwendet, da der U-Wert des Rahmens verbessert wird. Der Leistenstoß erfolgt im Kreuzungsbereich.

Thermoplast

Thermoplast ist ein Kunststoff, der sich in einem bestimmten Temperaturbereich verformen lässt. Der Vorgang kann durch Abkühlung und Wiedererwärmung bis in den schmelzflüssigen Zustand beliebig oft wiederholt werden.

Thiokol

Thiokol ist eine Markenbezeichnung für Dichtstoffe aus Polysulfiden. Thiokol ist nicht UV-beständig, deshalb muss der Randverbund vor Licht geschützt werden.

TiltWatch-Indikator

TiltWatch-Indikatoren werden durch die seele group vor allem beim Transport von sensiblen Produkten eingesetzt. Wird das so ausgestattete Versandgut während des Transportes gekippt, so verfärbt sich das Indikatorfeld rot. Hiermit lässt sich im Falle eines Transportschadens leichter nachvollziehen, wodurch dieser Schaden entstanden ist.

Titan (Ti)

Bei korrosionsbeständigen Stählen führt Titan als Legierungselement zu einer verringerten Anfälligkeit gegenüber interkristalliner Korrosion. Diese Wirkung wird durch fein verteilte Karbide erzielt, die vom Titan gebildet werden. Zusätzlich wirkt Titan denitrierend, desoxidierend und Schwefel bindend.

Titanoxidbeschichtung

Mit Titanoxid beschichtetes Floatglas ist dualaktiv und kombiniert zwei Eigenschaften, um selbstreinigende Eigenschaften zu ermöglichen. Die Beschichtung der Außenseite mit Titandioxid bewirkt eine Herabsetzung der Oberflächenspannung (hydrophil) und verhindert so die Tröpfchenbildung.

Toleranz

Es gibt keine absolute Genauigkeit, d. h., die Realisierung eines vorgegebenen Maßes ist mit Abweichungen verbunden. Diese Istmaße müssen bei qualitätsgerechter Produktion in Grenzen der zulässigen Abmaße liegen. Die Differenz zwischen oberem und unterem Grenzmaß ist die Toleranz.

Tonnendach

Dachform, bei der die Dachfläche einem Halbzylinder entspricht. Da die Dachneigung im mittleren Bereich null ist, entstehen hier Abdichtungsprobleme.

Tönung

Optisch wirksame Eigenschaft von Glas mit relativ hohem selektivem Absorptionsgrad und nichtdiffuser Lichttransmission. Die Durchsicht erscheint eingefärbt (Farbglas), aber scharf. Siehe auch Trübung.

Topfzeittest

Test, um die Mischqualität von Structural-Glazing-Silikon zu überprüfen.

Torsionsfestigkeit

Festigkeit eines Körpers gegen das Verdrehen. Eine Größe für Torsionsfestigkeit ist die Torsionssteifigkeit. Sie gibt den Widerstand gegen Verformung an.

Totalreflexion

Bei einem Übergang von einem Medium in ein anderes wird nicht der volle Lichtanteil gebrochen, sondern auch ein Teil reflektiert. Je größer der Einfallswinkel, desto mehr Licht wird reflektiert. Wenn der Einfallswinkel den Grenzwert der Totalreflexion erreicht hat, wird alles Licht reflektiert. Beim Übergang von Glas zu Luft beträgt dieser Grenzwinkel 42 Grad.

Tragfähigkeit

Generell gibt die Tragfähigkeit eine maximale Belastbarkeit eines Bauteils an.

Tragklötze

Als Tragklötze werden Glasklötze bezeichnet, die das Gewicht der Glasscheibe tragen. Tragklötze müssen das Gewicht der Glasscheibe im Rahmen so verteilen bzw. ausgleichen, dass der Rahmen die Glasscheibe trägt und zusätzliche Beanspruchungen ausgeschlossen werden.

Tragwerksplanung

Mit einer Tragwerksplanung wird das Tragwerk von Gebäuden, Ingenieurbauwerken und anderen baulichen Anlagen bestimmt. Grundvoraussetzung einer Tragwerksplanung ist der nach dem Bauordnungsrecht erforderliche Standsicherheitsnachweis eines Gebäudes.

Transferklebeband

Die Bänder sind trägerfreie, dünne Haftklebstofffilme, die vor der Verarbeitung beidseitig mit gewachstem oder silikonisiertem Schutzpapier abgedeckt sind.

Transformationsbereich

Transformationsbereich nennt man denjenigen Temperaturbereich, in dem sich das mechanische Verhalten von Glas wesentlich ändert.

Transluzenz

Unter Transluzenz versteht man die Undurchsichtigkeit, aber Lichtdurchlässigkeit von Materialien (vgl. Transparenz und Opazität).

Transmissionsgrad

Der Transmissionsgrad beschreibt die Durchlässigkeit eines Mediums für Wellen, wie zum Beispiel Licht. Er gibt das Verhältnis der durchgehenden Strahlungsleistung zur einfallenden Strahlungsleistung wieder.

Transparenz

Unter Transparenz versteht man die Durchsichtigkeit, Lichtdurchlässigkeit von Glas oder anderen Materialien. Gegensatz: Opazität.

Traufe

Als Dachtraufe, kurz Traufe, bezeichnet man die Tropfkante an einem Gebäudedach. Hier fließt das gesammelte Niederschlagswasser der Dachfläche ab.

TRAV

Technische Regeln für die Verwendung von Absturz sichernden Verglasungen. Verbindliches deutsches Regelwerk für Vertikalverglasungen, die vor Absturz sichern. Geregelt werden unter anderem Geländerausfachungen, unten eingespannte Gläser und raumhohe Verglasungen.

TRIP-Stahl

Abkürzung für transformation induced plasticity (umwandlungsinduzierte Plastizität). Weiterentwicklung der Dualphasenstähle. TRIP-Stähle können entweder höhere Festigkeiten (bis 850 N/mm²) bei vergleichbarer Dehnung oder wesentlich höhere Dehnungswerte bei vergleichbaren Festigkeiten von ca. 600 N/mm² aufweisen.

Trittschalldämmung

Die Trittschalldämmung ist die Schalldämmung von Trittschall. Die Anforderungen an die Trittschalldämmung werden in Deutschland durch die DIN 4109 (Schallschutz im Hochbau) geregelt.

TRLV

Technische Regeln für die Verwendung linienförmig gelagerter Verglasungen (TRLV).

Trockenbau

Bei der Trockenbauweise werden keine wasserhaltigen Baustoffe wie Beton oder Putz zur Errichtung der Bauteile benötigt. Eine Trocknungszeit entfällt folglich. Sämtliche Baugewerke des Trockenbaus können unmittelbar nacheinander erfolgen.

Trockenverglasung

Silikonfreie Verglasungstechnik, ausschließlich mit vorgefertigten, systemabhängigen Dichtprofilen.

Trockenversiegelung

Abdichtung von Fenstern und Fassaden gegen Wasser und Luft durch vorgefertigte elastische Dichtprofile.

Trommeldrehtür

Tür bestehend aus 3 bis 4 Flügeln, die in einer zum Ein- und Ausgang hin offenen Trommel um eine gemeinsame Achse dreht.

Trowalisieren

Unter Trowalisieren versteht man das Gleitschleifen von metallischen Teilen in einer Trommel zur Oberflächenverbesserung bzw. Entgratung.

TRPV

Technische Regeln für die Bemessung und die Ausführung punktförmig gelagerter Verglasungen (TRPV).

Tür

Die Tür ist eine Abgrenzung von Räumen bzw. Außenbereichen bei erhaltener Durchgangsmöglichkeit. Mit einem Schloss können Türen verschlossen und somit für unberechtigte Personen unzugänglich gemacht werden. Weitere Funktionen der Tür sind der Wärme- und der Schallschutz, auf der anderen Seite kann sie auch als Brand-, Rauch- oder Strahlenschutz ausgeführt werden.

Türbeschlag

Ein Türbeschlag ist ein wesentlicher Bestandteil einer Tür und enthält den Öffnungs- und Schließmechanismus einer Tür.

Türschließer

Aufgabe von Türschließern ist, geöffnete Türen langsam wieder zu schließen und in manchen Fällen auch zu verriegeln. Sonderbauarten ermöglichen das Offenhalten von Türen in einer bestimmten Position und übernehmen bei zweiflügeligen Türen die Funktion eines Schließfolgereglers.

U-Wert

Siehe Wärmedurchgangskoeffizient.

Ü-Zeichen

Das Übereinstimmungszeichen kennzeichnet Bauprodukte, die den technischen Regeln, der bauaufsichtlichen Zulassung, dem bauaufsichtlichen Prüfzeugnis oder der Zustimmung im Einzelfall entsprechen. In Deutschland wird es meist als Ü-Zeichen bezeichnet, in Österreich als ÜA-Einbauzeichen. Es wird inzwischen weitgehend durch die europaweit gültige CE-Kennzeichnung ersetzt.

U/A-Wert

Profilfaktor von Stahlprofilen. Kennzahl für die Bestimmung der Brandschutzbeschichtungsdicke auf Stahlprofilen. Verhältniszahl zwischen dem Profilumfang und der Profilschnittfläche.

Übereinstimmungszeichen

Ein Übereinstimmungszeichen, auch Ü-Zeichen genannt, bestätigt die geforderten Übereinstimmungsnachweise für ein Bauprodukt. Die Bestätigung erfolgt entweder durch eine Übereinstimmungserklärung des Herstellers (ohne Einschaltung einer Überwachungs- bzw. Zertifizierungsstelle) oder durch ein Übereinstimmungszertifikat einer dafür anerkannten Zertifizierungsstelle.

Übereinstimmungszertifikat

Ein Übereinstimmungszertifikat (ÜA) ist ein von einem Zertifizierungsinstitut erstelltes Dokument für ein Bauprodukt. Das Bauprodukt muss den maßgebenden technischen Regeln, der allgemeinen baurechtlichen Zulassung, dem allgemeinen baurechtlichen Prüfzeugnis oder einer Zustimmung im Einzelfall entsprechen und unter einer werkseigenen Qualitätssicherung sowie einer Fremdüberwachung hergestellt werden.

Überfangglas

Überfangglas, auch Kameoglas genannt, besteht aus einem Grundglas (Trägerglas) und einer oder mehreren Schichten Farb- oder Trübglas.

Überkopfverglasung

Verglasung mit einer Neigung von mehr als 10 Grad zur Vertikalen, die an mindestens zwei gegenüberliegenden Seiten durchgehend linienförmig gelagert ist. Die Verwendung von Überkopfverglasung ist in den Technischen Regeln für die Verwendung von linienförmig gelagerten Verglasungen (TRLV) geregelt.

Übernachtungskosten

Bei Übernachtungen in einem Hotel/einer Pension wird der volle Betrag steuer- und sozialversicherungsfrei erstattet, bei Inanspruchnahme von Frühstück, Mittag- oder Abendessen wird dieser Betrag abgezogen, da sonst keine Auslöse bezahlt werden kann. Bei Übernachtung in einem privaten Haushalt wird ein Pauschbetrag erstattet.

Ueq-Wert

Die nur durch Glas möglichen passiven Sonnenenergiegewinne werden beim Heizwärmebedarfsnachweis in Form des Ueq-Wertes berücksichtigt.

Ultraschall-Schweißprüfung

Die Ultraschall-Schweißprüfung ist eine zerstörungsfreie und weitverbreitete Methode zur Prüfung der Qualität von Schweißnähten in Stahl-, Titan- und Aluminiumstrukturen. Risse, Porosität, ungenügende Durchschweißung, Einschlüsse, Bindefehler und ähnliche Fehler beeinflussen die Haltbarkeit der Verbindung und können mittels Ultraschallprüfung gefunden werden.

Ultraviolett

Abkürzung: UV. Kurzwelliger Bereich der Sonnenstrahlung.

Umformbarkeit

Umformbarkeit ist die Fähigkeit eines Werkstoffes zur plastischen Formänderung ohne Werkstofftrennungen.

Umschriebenes Rechteck

Beim Zuschnitt einer nicht rechteckigen Verglasung geht in die Berechnung des Preises das umschriebene Rechteck ein. Bei Fassadengläsern mit Sonderformen ergibt sich somit eine weitaus größere Fläche als die Nettofassadenfläche. Dies muss in der Kalkulation berücksichtigt werden.

Unterflurantrieb

Antriebseinheit von automatischen Türen oder Toren, die im (nicht sichtbaren) Bodenbereich eingebaut und angeschlossen wird.

Untergurt

Der Untergurt ist ein Bestandteil von Fachwerkträgern. Bei Einfeldträgern wird der Untergurt nur auf Zug belastet. Dieser kann somit sehr schlank ausgeführt werden, da er nur Zugkräfte übertragen muss und somit keine Anforderungen an die Stabilität gestellt werden.

Unterkonstruktion

Unterkonstruktionen müssen ausreichend stabil sein und ein Verdrehen verhindern. Auch können sie für die Luftzirkulation verwendet werden.

Unterpulver-Schweißverfahren

Beim Unterpulverschweißen werden eine oder mehrere Drahtelektroden unter einer Schicht eines Schweißpulvers abgeschmolzen. Ein zwischen der Drahtelektrode und dem Werkstück ausgebildeter Lichtbogen schmilzt einen Teil des über der Schweißstelle aufgehäuften Schweißpulvers auf. Anwendung bei großen Blechdicken und -langen, meist geraden Nähten.

Unterzug

Ein Unterzug ist ein unter einer Decke angeordneter Träger, der die Lasten auf Stützen, Säulen, Ständer oder Querwände überträgt.

UP-Schweißen

Abkürzung für Unter-Pulver-Schweißen. Schweißverfahren, bei dem der Lichtbogen in einer Pulverschüttung brennt.

Uranoxid

Uranoxid in eine chemische Verbindung von Uran und Sauerstoff. Durch Beimengen während der Glasproduktion färbt es dieses in einem feinen Gelb oder Grün. Aufgrund der Radioaktivität des Urans wird es heutzutage allerdings nicht mehr verwendet.

Urkalkulation

Als Urkalkulation wird die dem Auftraggeber überlassene versiegelte Fassung einer Angebotskalkulation bezeichnet. Inhaltlich entspricht die Urkalkulation der Dokumentation der Kalkulation mit den Kalkulationsansätzen, die dem Angebot bzw. in der Folge dem Vertrag zugrunde liegt.

Ursprungszeugnisse

Ursprungszeugnisse werden bei internationalen Handelsgeschäften dafür verwendet, nachzuweisen, wo die genaue Herkunft einer Ware liegt. Der Zweck liegt darin, für gewisse Waren oder Warengruppen Einfuhrbeschränkungen oder Zollbegünstigungen geltend machen zu können, da diese Beschränkungen oder Begünstigungen vom jeweiligen Ursprungsland abhängen.

UV-Durchlässigkeit

Bei Verglasungen wird die Durchlässigkeit ultravioletter Strahlung (UV) nach DIN EN 410 für den Wellenlängenbereich von 280 bis 380 nm angegeben.

UV-Klebetechnik

Diese Einkomponentenklebstoffe härten durch die UV-Bestrahlung aus (Wellenbereich 315 bis 400 nm) und sind anschließend glasklar bzw. hochgradig transparent und je nach Klebertyp hart oder elastisch.

UV-Transmission

Anteil der kurzwelligen Sonnenenergie, die durch eine Verglasung durchgelassen wird.

Vakuumdämmplatte

Vakuumdämmplatten (Vacuum Insulated Panel, kurz VIP) sind Bauteile zur Wärmedämmung, die das Prinzip der Vakuumwärmedämmung ausnutzen. Vakuumdämmplatten bestehen aus einem porösen Kernmaterial und einer hochdichten Hülle, die einen Gaseintrag in die Dämmplatte verhindert.

Vakuumhandsauger

Auch Vakuumsaugheber; werden für den Scheibentransport auf kurzen Strecken per Hand- oder als Montagehilfen bei Verglasungsarbeiten genutzt. Durch einen Feder- oder Klappmechanismus wird an der Saugplatte ein Unterdruck erzeugt, der Traglasten bis zu 100 kg ermöglicht.

Vanadium (Vanadin)

Vanadium ist ein chemisches Element und erhöht im Stahl sowohl Zugfestigkeit, Streckgrenze und Warmfestigkeit und verringert die Anlasssprödigkeit. Vanadium erzielt ein feinkörniges Gefüge und macht den Stahl unempfindlich gegen Überhitzung.

VDE

Der VDE Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik e. V. ist einer der großen technisch-wissenschaftlichen Verbände Europas.

VDI

Der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) ist eine Vereinigung von Ingenieuren und Naturwissenschaftlern in Deutschland.

Verankerungen

Verankerungen dienen der Befestigung z. B. von Fassadenelementen am Baukörper.

Verband

Ein Verband dient zur Aussteifung eines Tragwerks. Er muss die horizontalen Lasten in die Fundamente oder zu anderen Bauteilen weiterleiten. Es gibt horizontale Verbände in Decken oder Dächern und vertikale Verbände in den Wänden.

Verbleien

Überziehen der Stahloberfläche mit Blei als Korrosionsschutz. Der Werkstoff wird hierzu in ein flüssiges Bleibad getaucht oder elektrolytisch verbleit.

Verbundbau

Beim Verbundbau werden mindestens zwei unterschiedliche, getrennte Materialien durch Verbindungsmittel miteinander kombiniert und formschlüssig verbunden, um deren Vorteile zu kombinieren. In der Regel wird mit Verbundbau der Verbund von Stahlbetonprofilen mit Stahlprofilen beschrieben. Es sind aber auch Kombinationen möglich, z. B. mit Holz.

Verbundglas

Verbundglas ist ein Laminat aus mindestens zwei Glasscheiben, die durch eine Zwischenschicht aus Kunststoff, z. B. durch ein Gießharz oder eine hochreißfeste, zähelastische, thermoplastische Verbundfolie, verbunden sind.

Verbundwerkstoffe

Sind aus mehreren Werkstoffen zusammengesetzt und vereinen die positiven Eigenschaften der Einzelwerkstoffe in einem neuen Werkstoff.

Verbundwirkung

Begriff aus der Statik. Im Glasbau beschreibt er die Möglichkeit der Übertragung von Schubspannungen durch Verbundfolien oder Gießharze. Nach deutschen Vorschriften darf keine günstig wirkende Verbundwirkung bei VSG angesetzt werden.

Verchromen

Galvanisches Verfahrung zur Oberflächenvergütung von Metallen und Kunststoffen. Die dünne Chromschicht ist ein hochglänzender, vor Korrosion schützender Überzug. Verchromungen benötigen einen sehr hohen Energieeinsatz und hochgiftige galvanische Bäder. Eine aufwendige Vorbehandlung der Werkstücke ist für ein gutes Endergebnis sehr wichtig.

Verdichten von anodisiertem Aluminium

Eine Hydrationsbehandlung nach dem Anodisieren, die zur Verminderung der Porosität und des Adsorptionsvermögens der Oxidschicht führt und damit gleichzeitig eine Erhöhung der chemischen Widerstandsfähigkeit bewirkt.

Veredelung von Glas

Auf die Glasoberfläche können durch chemische und physikalische Gasphasenabscheidung feinste Metallbeschichtungen aufgebracht werden, um zum Beispiel die Durchlässigkeit für Infrarotlicht zu reduzieren, ohne zugleich die Durchsichtigkeit wesentlich zu beeinträchtigen.

Verfugung

Um das Eindringen von Wasser zu verhindern, werden Fugen mit Dichtstoffen (wie Silikon) oder mit Fugendichtungen (wie etwa Fugenbänder, Fugenbleche oder Quellbänder) verschlossen.

Verglasung

Unter Verglasung versteht man das Einsetzten von Gläsern in Türen und Fenster sowie die Anfertigung selbstständiger Bauteile, wie Glasdächer, Glaswände etc., aus Glasbaustoffen oder Kunststoffen.

Verglasung mit Lichtumleitung

Besteht aus einem Isolierglas mit Lamellen im Scheibenzwischenraum, die das Tageslicht umlenken.

Vergussmörtel

Vergussmörtel sind hochfeste, zementgebundene und nicht schrumpfende Mörtel. Sehr hochwertige Vergussmörtel sind bereits bei einem Feststoff-Wasser-Verhältnis (in Gewichtsteilen) von 10 zu 1 außergewöhnlich fließfähig.

Vergüten

Vergüten ist ein kombiniertes Wärmebehandlungsverfahren aus Härten mit nachfolgendem Anlassen auf höhere Temperaturen. In Abhängigkeit vom beim Teilschritt des Härtens verwendeten Abschreckmediums spricht man von Wasser-, Öl- und Luftvergütung.

Verliersicherung

Eine Art der Schraubensicherung. Sie verhindert lediglich, dass sich die Schraubverbindung vollständig löst. Ein geringes Losdrehen ist aber möglich. Damit kann ein Verlust der planmäßig aufgebrachten Vorspannung einhergehen. Verliersicherungen sind zum Beispiel mit Draht gesicherte Kronenmutter, Splintsicherungen usw.

Vermessung

In der Bauplanung wird durch eine Vermessung der tatsächliche und rechtliche Bestand von Grundstücken erfasst.

Verpflegungsmehraufwand

Werden für Dienstreisen im In- und Ausland ab 8 Stunden Arbeitszeit bezahlt. Je nach Land wurde die Höhe der Auslöse angepasst. Die Auslöse ist steuer- und sozialversicherungsfrei (Ausnahmen sind regelmäßige Reisetage, diese werden zusammengerechnet und ab 90 Tagen pflichtig; wenn eine Unterbrechung von 4 Wochen zw. den Reiseorten liegt, beginnt die Frist von vorne)-

Versandliste

Eine Versandliste ist eine Tabelle mit allen in einer Lieferung zu versendenden Teilen.

Vertikalverglasung

Vertikalverglasung bezeichnet die lotrechte Einbaulage von Glasscheiben. Von der lotrechten Einbaulage abweichende Neigungswinkel bis zu 15 Grad, je nach Regelwerk, sind zulässig.

Verträglichkeit

Bei strukturellen Verklebungen, Randverbünden von Isolierglas und der Polyvinylbutyral-Folie (PVB) ist die Verträglichkeit von VSG zu beachten. Durch Unverträglichkeiten mit angrenzenden Stoffen kann das Material so verändert werden, dass es seine Funktion nicht mehr erfüllen kann. Die Folge sind Versagen der Klebfuge, undichte Randverbünde oder Delaminationserscheinungen in VSG-Verbünden.

Verzinken

Beim Verzinken wird Stahl mit einer dünnen Schicht Zink versehen, um ihn vor Korrosion zu schützen.

Verzinnen

Oberflächenveredelung, bei der zum Schutz gegen Korrosion ein Zinnüberzug auf meist metallischen Werkstücken hergestellt wird. Verzinnen kommt hauptsächlich bei Werkstücken vor, die mit Nahrungsmitteln in Berührung gelangen.

Verzundern

Oxidationsvorgang oberhalb von ca. 500 °C, z. B. bei der Warmformgebung und Wärmebehandlung. Eine Verzunderung ist eine durch direkte Reaktion mit Sauerstoff verursachte Korrosion von Metallen.

Vierendeel

Ein Vierendeel-Träger ist ein Rahmensystem, bei dem ein Ober- und ein Untergurt über vertikale Rahmenstäbe biegesteif miteinander verbunden werden.

Vierpunktbiegeversuch

Der Vierpunktbiegeversuch dient zur Ermittlung der Biegefestigkeit von Flachgläsern. Der Vierpunktbiegeversuch hat gegenüber dem Dreipunktbiegeversuch den Vorteil, dass über ein breites Band die gleiche Momentenbelastung herrscht und somit das Versagen nicht zwangsläufig am Momentenmaximum in der Mitte auftritt.

Viskosität

Die Viskosität ist ein Maß für die Zähflüssigkeit einer Substanz.

Visuell Mock-up

Ein Mock-up (engl. Attrappe) ist ein Vorführmodell. Mit dem Vorwort visuell hat es die Bedeutung, dass das Mock-up rein zur Anschauung dient.

VOB

Die Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB) enthält Regelungen für die Vergabe von Bauaufträgen durch öffentliche Auftraggeber und für den Inhalt von Bauverträgen. In drei Teilen gegliedert, enthält die VOB Allgemeine Bestimmungen für die Vergabe von Bauleistungen (VOB/A), Allgemeine Vertragsbedingungen für die Ausführung von Bauleistungen (VOB/B) und Allgemeine Technische Vertragsbedingungen für Bauleistungen (VOB/C).

Vogelschutzgitter

Gitter, das das Einnisten oder den Einflug von Vögeln verhindert.

Vollverklebte Elementfassade

Die Elemente Rahmen und Glasscheibe sind zu einer vormontierten Einheit zusammengefügt und über Verklebung am Bauwerk befestigt.

Volt

Maßeinheit für die elektrische Spannung.

Voranodisieren

Beim Voranodisieren wird das Material vor dem Pulverbeschichten mit einer sehr dünnen offenporigen Eloxalschicht versehen, die eine Filiformkorrosion verhindert. Filiformkorrosion tritt allerdings nur in unmittelbarer Seenähe auf. Siehe auch Anodisieren bzw. Eloxieren.

Vorfertigung

Durch einen hohen Grad der Vorfertigung kann die Montagezeit auf der Baustelle erheblich reduziert werden. Vorfertigung kommt vor allem bei Elementfassaden zum Einsatz und kann sich positiv auf den gesamten Bauablauf auswirken. Die maximale Größe von vorgefertigten Elementen ist meist bestimmt durch die Transportmöglichkeit und Hebezeuge.

Vorgespanntes Glas

Abhängig von der Höhe der Vorspannung wird zwischen vollvorgespanntem (ESG) und teilvorgespanntem Glas (TVG) unterschieden. Die Vorspannung wird entweder durch einen thermischen oder chemischen Prozess in das Glas eingeleitet. Die Eigenschaften in Bezug auf Sicherheit und Tragfähigkeit werden dadurch erhöht.

Vorrecken

Durch Vorrecken oder Vorstrecken wird die plastische Verformung eines Seiles vor dem Einbau eliminiert. Weiterhin wird der Spannkraftverlust durch Setzungserscheinungen im Einbauzustand auf ein Minimum reduziert. Im Fassadenbau werden grundsätzlich vorgereckte Seile verwendet.

Vorspannung

Durch Einbringen einer Vorspannkraft in eine Seilstruktur können Seile auch Druckkräfte (im Rahmen der Vorspannkraft) aufnehmen. Die Vorspannkraft kann sich über Einflüsse wie Temperatur, Setzen oder Auflagerverschiebungen abbauen. Ziel der Bemessung eines Seiltragwerkes ist, dass die Seile in allen Lastzuständen in einem gespannten Zustand sind.

Vorstrecken

Siehe Vorrecken.

VSG

Abkürzung für Verbundsicherheitsglas. VSG besteht aus mindestens zwei Glasscheiben und einer Zwischenschicht, meist aus reißfester Polyvinylbutyral-Folie (PVB; Foliendicke ab 0,38 mm). Bei Bruch der Scheibe bleiben die Bruchstücke an der Folie haften.

Wabenträger

Der Wabenträger wird aus einem Walzträger (I-Profil) zusammengesetzt, der vorher im Steg trapezförmig brenngeschnitten wurde. Danach werden die dabei entstandenen Hälften versetzt und zusammengeschweißt. Der so entstandene Wabenträger kann wesentlich höhere Belastungen aufnehmen, da Zug- und Druckzone weiter auseinanderliegen.

Währungssicherung

Absicherung gegen Risiken, die daraus resultieren, dass ein Geschäftspartner in einem anderen Währungsgebiet bzw. mit einer anderen Währung tätig ist.

Waldglas

Unter Waldglas versteht man grün gefärbte Pottaschegläser. Diese grünliche Färbung erhält das Waldglas aus dem im Quarzsand enthaltenen Eisenoxid.

Walken

Vorbehandlung zur Verhinderung von Fließfiguren bei abgelagerten Blechen. Diese werden vor der Umformung in der Walkmaschine gewalkt und erfahren hierbei eine bildsame Vorbeanspruchung, die einem geringen Kaltwalzgrad vergleichbar ist.

Wallnerlinien

Wallnerlinien entstehen durch das Brechen von Glas auf der Glaskante. Sollen bei einem sauberen Bruch gleichmäßig gerundet über die Bruchkante verlaufen.

Walmdach

Ein Walmdach hat nicht nur auf der Traufseite, sondern auch auf der Giebelseite geneigte Dachflächen. Sie werden als Walm bezeichnet.

Walze

Zylindrischer oder profilierter Vollkörper, der als Werkzeug zur Umformung von Metallen eingesetzt wird. Man unterscheidet je nach Funktion Arbeits- und Stützwalzen.

Walzhaut

Beim Warmwalzen entstehende, festhaftende Oxidhaut von blauschwarzer Farbe. Sie bietet einen sehr guten Korrosionsschutz, erschwert aber einen Rostschutzanstrich.

Wälzlager

Ein Wälzlager ist ein Maschinenelement, das mit geringer Reibung eine Last zwischen gegenläufig bewegten Flächen überträgt. Zwei zueinander bewegliche Komponenten, der sogenannte Innenring sowie der Außenring, sind durch rollende Körper getrennt.

Walzstraße

Fertigungsanlage, bestehend aus einem oder mehreren Walzgerüsten inklusive aller Zuführungs-, Handhabungs- und Trennvorrichtungen.

Warm gebogenes Glas

Glasscheiben, die durch Hitzezufuhr gebogen werden.

Warmbreitbandstraße

Fertigungsstraße zur Herstellung von Warmbreitband. Man unterscheidet drei verschiedene Bauweisen: vollkontinuierliche Warmbreitbänder (fünf bis sechs Vor- und sechs Fertiggerüste) und halbkontinuierliche Warmbreitbänder.

Wärme

Wärme ist eine Energieform, die durch Umwandlung anderer Energieformen entsteht. Wenn sich ein heißer und ein kälterer Körper berühren, bezeichnet man die überfließende Energiemenge als Wärme. Dabei erhöht sich die innere Energie des kälteren Körpers. Aber nicht nur Wärme, auch mechanische Arbeit kann die innere Energie eines Körpers erhöhen.

Warme Kante

Bezeichnung für Isolierglas-Abstandshalter mit verbesserten thermischen Eigenschaften.

Wärmeausdehnung

Bauteile verändern bei Temperaturänderungen ihre Form und ihr Volumen. Wenn man dies bei der Konstruktion eines Bauwerkes nicht beachtet, kann es zu Bauschäden kommen. Das Maß dieser Volumenänderung wird durch den Wärmeausdehnungskoeffizienten bestimmt.

Wärmebrücke

Eine Wärmebrücke (oft fälschlicherweise als Kältebrücke bezeichnet) ist ein Bereich in Bauteilen eines Gebäudes, durch den die Wärme schneller nach außen bzw. nach innen transportiert wird als durch die anderen Bauteile.

Wärmebrücken

Als Wärmebrücken bezeichnet man Außenbauteile, die eine geringere Wärmedämmung oder eine größere Wärmeabfuhr aufweisen als die sie umgebenden Bauteile. Dadurch besteht die Gefahr, dass die Oberflächentemperatur auf der Rauminnenseite stellenweise stark herabgesetzt ist. Wegen dieser Abkühlungseffekte werden die Wärmebrücken umgangssprachlich auch Kältebrücken genannt.

Wärmedämmglas

Wärmedämmgläser zeichnen sich vor allem durch einen kleinen Wärmedurchgangskoeffizienten aus. Daneben wird meistens ein möglichst hoher Lichttransmissionsgrad erwartet. Die Gesamtenergiedurchlässigkeit sollte so hoch wie möglich sein, um einen hohen Anteil der Sonneneinstrahlung zur passiven Energienutzung zur Verfügung zu haben.

Wärmedämmverbundsystem

Ein Wärmedämmverbundsystem (WDVS) dient zur Dämmung von Gebäudeaußenwänden. Umgangssprachlich sind auch die Bezeichnungen Thermohaut und Vollwärmeschutz im Gebrauch.

Wärmedurchgangskoeffizient

Der Wärmedurchgangskoeffizient U (U-Wert) ist das Maß für die physikalische Größe des Wärmestroms in Bauteilen, wenn auf beiden Seiten unterschiedliche Temperaturen herrschen. Er gibt die Energiemenge an, die in einer Sekunde durch eine Fläche von 1 m² fließt, wenn sich die beidseitig anliegenden Temperaturen um 1 Kelvin (K) unterscheiden. Die Einheit des Wärmedurchgangskoeffizienten ist W/(m²K), Watt pro Quadratmeter und Kelvin. Je kleiner die Einheit, desto besser ist die Dämmwirkung.

Wärmefunktionsglas

Bei Wärmefunktionsgläsern ist die innere Scheibe zum Scheibenzwischenraum (SZR) mit einer hauchdünnen Edelmetallschicht (selektive Schicht) versehen, die die Energieabstrahlung erheblich vermindert. Wird auch Warmglas oder Wärmeschutzglas genannt. Die wichtigsten Beurteilungskriterien für Wärmefunktionsglas sind die Gesamtenergiedurchlässigkeit (g-Wert) und der Wärmedurchgangskoeffizient (Ug).

Wärmekapazität

Die Wärmekapazität ist ein Begriff aus der Thermodynamik und bezeichnet das Vermögen eines Körpers, Energie in Form von thermischer Energie zu speichern. Sie wird im Allgemeinen durch das Formelzeichen C dargestellt. Per Definition gibt C die Wärmemenge Q (in Joule) an.

Wärmeleitfähigkeit

Die Wärmeleitfähigkeit beschreibt, wie viel thermische Energie mittels Wärmeleitung in Form von Wärme in einem Material transportiert wird.

Wärmeleitung

Als Wärmeleitung bezeichnet man den Wärmeaustausch zwischen benachbarten Teilchen oder Bauteilschichten. Die Wärmeleitung ist abhängig von der Wärmeleitfähigkeit (I). Je niedriger die Wärmeleitfähigkeit, umso besser die Dämmwirkung.

Wärmeschutz

Unter Wärmeschutz versteht man alle Maßnahmen, die eine Wärmeübertragung zwischen Räumen und der Außenluft bzw. zwischen Räumen unterschiedlicher Temperatur verringern.

Wärmestrom

Der Wärmestrom ist die Wärme in Watt, die bei einem Temperaturunterschied durch eine bestimmte Fläche eines bestimmten Stoffes mit einer bestimmten Wandstärke strömt.

Wärmeübertragung

Es gibt drei Arten der Wärmeübertragung: die Wärmeleitung, die Wärmemitführung, auch Konvektion genannt, und die Wärmestrahlung.

Warmfassade

Die Warmfassade ist eine einschalige Fassade, deren Schichtenaufbau aus einem oder aus mehreren Materialien besteht. Die einschalige Fassadenkonstruktion übernimmt sowohl den äußeren Witterungsschutz als auch den Wärmeschutz.

Warmfeste Stähle

Stähle, die bei Temperaturen bis etwa 540 °C gute mechanische Eigenschaften (Zeitdehngrenze, Zeitstandfestigkeit, Relaxationswiderstand) unter Langzeitbeanspruchung aufweisen. (Für höhere Temperaturbeanspruchung: hochwarmfeste Stähle, hitzebeständige Stähle). Nahtlose Stahlrohre aus warmfesten Stählen, Kesselrohre.

Wasserdampfdiffusionswiderstand

Mit dem Wasserdampfdiffusionswiderstand wird angegeben, in welchem Maß der Dämmstoff von Wasserdampf durchdrungen werden kann. Dieses ist neben seiner Eigenschaft, Feuchte aufnehmen bzw. abweisen zu können, wichtig für den Einsatzort des Dämmstoffs.

Wasserglas

Wasserlösliches Glas (Alkalisilikatglas) als Vorprodukt für Sol-Gel-Prozesse.

Wassersackbildung

Effekt bei Dachtragwerken. Die Entwässerung eines Daches erfolgt immer zum niedrigsten Punkt hin. Durch Fehler in der Formfindung kann es passieren, dass sich ein Wassersack bildet, von dem aus das Wasser nicht abfließen kann. Bei komplexen Dachformen ist in der Phase der Formfindung besonderes Augenmerk auf eine effektive Entwässerung zu legen.

Wasserschlauchtest

Eine spezielle Düse wird mit speziellem Druck in einem bestimmten Abstand auf die Fuge der Fassade gelenkt. Dabei darf kein Wasser durch die Fuge dringen.

Wasserstoff (H)

Wasserstoff kann durch Wasserstoffversprödung den Stahl schädigen. Er kann sowohl bei der Herstellung als auch bei der Oberflächenbehandlung in den Stahl gelangen. Durch Temperierungsmaßnahmen kann der Wasserstoff austreten.

Wasserstoffversprödung

Änderung der Dehnbarkeit (Duktilität) von Metallen, genauer ihrer Sprödigkeit, Durch das Eindringen und die Einlagerung von Wasserstoff in ihr Metallgitter ändert sich die Sprödigkeit. Die Wasserstoffversprödung ist eine Korrosionsform, deren Folgen einer Materialermüdung ähneln.

Wasserstrahlverfahren

Komplizierte Glasgeometrien können mit dem Wasserstrahlverfahren hergestellt werden. Die Schnittkanten weisen eine matte und leicht raue Oberfläche auf. Eine ESG-Verglasung kann nicht mit dem Wasserstahlverfahren behandelt werden, sie würde zerstört werden.

Wattstunde

Die Wattstunde (Wh) ist die Maßeinheit der Arbeit und damit eine Energieeinheit. Eine Wattstunde entspricht der Energie, die eine Maschine mit einer Leistung von einem Watt in einer Stunde aufnimmt oder abgibt.

WDVS

Siehe Wärmedämmverbundsystem.

Weicheisen

Weicheisen ist der häufigste weichmagnetische Werkstoff und besteht aus unlegiertem Eisen. Elektrische Maschinen (Elektromotor, Generator, Transformator etc.) enthalten Weicheisenbleche zur Bündelung oder Verstärkung magnetischer Felder.

Weicher Stoß

Weicher Stoß ist ein Prüfverfahren, es dient dem Nachweis der Widerstandsfähigkeit von Sicherheitsverglasungen unter der stoßartigen Einwirkung eines Körpers relativ großer Masse (z. B. Pendelkörper mit Zwillingsreifen nach EN 12600) bei geringer Geschwindigkeit. Dies soll dem Anprall von Personen gegen Glasscheiben entsprechen.

Weichmacherwanderung

Die Weichmacherwanderung ist eine Wechselwirkung, bei der wesentliche Stoffeigenschaften so verändert werden, dass die Funktion des Systems nachhaltig verändert oder beeinträchtigt wird.

Weichschott

Brandabschottung aus relativ weichen Materialien. Diesem Begriff werden hauptsächlich Plattenschotts aus brandschutzbeschichteten Steinwolleplatten zugeordnet. Eine Brandabschottung als Hartschott besteht in der Regel aus Brandschutzmörtel.

Weißblech

Bis zu 0,5 Millimeter dickes Stahlblech bzw. -band mit einer elektrolytisch aufgebrachten Zinnschicht. Es wird vor allem für Verpackungen genutzt.

Weißglas (Low Iron Glass)

Glas für optisch relevante Anwendungen. Weißglas eignet sich für hochtransparente Verglasungen an der Fassade und in Innenräumen. Durch die Vermeidung von Eisenoxiden in der Glasschmelze ist die typische, leicht grünliche Eigenfarbe des Glases stark reduziert. Bekannte Markennamen: „Optiwhite“, „Diamant“.

Weißrost

Weißrost ist die eine Form der Korrosion, die unter bestimmten Bedingungen auf Zinkoberflächen gebildet wird.

Wellblech

Ein Wellblech ist eine Platte aus Blech mit wellenförmigem Querschnitt. Die üblicherweise geringe Stärke des Blechs erreicht durch die Wellenform eine hohe Steifigkeit und Tragfähigkeit. Wellblech kann sowohl gerade gestreckt als auch zu einer Zylinderfläche gebogen sein.

Werksbescheinigung

Bei der Werksbescheinigung bestätigt der Hersteller, dass das gelieferte Erzeugnis den Vereinbarungen entspricht, die Werksbescheinigung enthält keine Angabe von Prüfergebnissen.

Werkstattplanung

Überführung der geometrischen Randbedingungen und der statischen Auslegungen der Bauteile in Zeichnungen oder Tabellen, die es dem ausführenden Betrieb ermöglichen, die Einzelteile der Struktur zu fertigen.

Werkszeugnis

Der Hersteller bestätigt im Werkszeugnis die Prüfergebnisse auf Grundlage nicht spezifischer Prüfungen.

Wetterschutzebene

Besteht aus Wind- und Regensperre. Dringt in die Bauanschlussfuge trotzdem Regenwasser ein, muss es kontrolliert und direkt nach außen abgeführt werden. Weiterhin muss sichergestellt sein, dass Feuchtigkeit, die aus dem Rauminneren in den Funktionsbereich gelangt ist, nach außen entweichen kann.

Widerstandsklasse WK

Wert, in dem eine Fassade bzw. Tür angegeben werden muss, wenn sie einbruchhemmend sein soll. Die Widerstandsklassen gehen bis WK6. Je höher die Widerstandsklasse, desto aufwendiger die Konstruktion

Widerstandsmoment

Bezogen auf den Rand eines Stabquerschnittes ist dies das Flächenträgheitsmoment 2. Grades dividiert durch den Randabstand der Biegeachse. Mit diesem errechnet sich die Biegerandspannung. (Biegemoment dividiert durch Widerstandsmoment).

WIG

Wolfram Inertgasschweißen ist ein Verfahren, das mit inerten Gasen arbeitet. Der Lichtbogen wird durch eine nicht abschmelzende Wolframelektrode erzeugt. Brenner und Draht werden zumeist manuell geführt. Der vorrangige Einsatzbereich sind hoch legierte Stähle und Aluminiumwerkstoffe, die Schweißung unlegierter Baustähle ist möglich.

Winddichtigkeit

Das dichteste Bauteil, der beste Wärmeschutz wird nutzlos, wenn durch fehlerhafte Ausführung die Winddichtigkeit der Gesamtkonstruktion nicht gegeben ist. Nicht nur steigt der U-Wert (steigende Energiekosten), die undichten Stellen lösen auch eine Kettenreaktion aus, durch Kondenswasser bildet sich Schimmel, Bauschäden sind die langfristige Konsequenz.

Windgutachten

Gutachten, das in Auftrag gegeben wird, um die Windlastenvorgaben für ein Bauvorhaben festzulegen oder nachzuweisen.

Windkraftbeiwert

Der Windkraftbeiwert wird aus dem in der ÖNORM B 1991-1-4 angegebenen Staudruck sowie der Lage der Verglasung in der Fassade ermittelt.

Windlast

Druck bzw. Sog, der durch direkte Windeinwirkung auf die äußere Oberfläche eines Gebäudes ausgeübt wird.

Windlast

Kennwert für die Winddruck- und Sogbelastung, die auf einen Bau bzw. auf ein Bauteil wirken. Dieser Wert ist maßgebend für die Auslegung der Fassadenkonstruktion und deren Bauteile. Wird entweder in der Ausschreibung angegeben oder Bezug nehmend auf vorhandene Normen angenommen.

Windwächter

Wind messender Sensor, der bei zu hohem Windaufkommen z. B. das Auffahren von Jalousien bzw. das Einfahren von Markisen veranlasst.

Winkelschleifer

Ein Winkelschleifer ist eine elektrische Handmaschine mit schnell rotierender runder Schleifscheibe. Beim Winkelschleifer wird die Schleifscheibe über ein Winkelgetriebe angetrieben, das dem Winkelschleifer seinen Namen gibt.

Winkelstahl

Im Querschnitt (so weit genormt) rechtwinkliges Stabstahlprofil, dessen Form dem Buchstaben L gleicht.

Wintergarten

Ein Wintergarten ist ein verglaster Anbau bei Gebäuden. Individuell geplant, in Abstimmung auf Vorstellungen und Bedürfnisse, entsteht eine hochwertige Glasarchitektur, die sich in die Umgebung einfügt und beim Wohnkomfort Maßstäbe setzt.

Wolfram-Inertgasschweißen

Die WIG-Schweißanlage besteht aus einer Stromquelle, die in den meisten Fällen auf Gleich- oder Wechselstromschweißen geschaltet werden kann, und einem Schweißbrenner, der mit der Stromquelle durch ein Schlauchpaket verbunden ist.

Xenon

Edelgas, wird zur Verbesserung des U-Wertes bei Isoliergläsern als Gasfüllung herangezogen.

Z-Güte

Bei Blechen, die in Dickenrichtung beansprucht werden, sind Stahlprodukte mit verbesserten Verformungseigenschaften nach DIN 10164 einzusetzen. Zur Bestimmung der Z-Güte erfolgen Zugprüfungen in Dickenrichtung an speziell gefertigten Proben. Güteklassen: Z15, Z25, Z35.

Zähigkeit

Die durch Verformung oder eine andere Art der Energieumwandlung bis zum Bruch gespeicherte Arbeit.

Zellkautschuk

Zellkautschuk ist ein geschlossenzelliges schaumförmiges Elastomer, das unter anderem zum Abdichten, Weichlagern, Dämmen, Isolieren, Entklappern und Entdröhnen verwendet wird.

Zeltdach

Dachform aus mindestens drei gegeneinander geneigten Dachflächen, die in eine Spitze zusammenlaufen. Beispiele für Zeltdächer sind Dächer auf Türmen.

Zement

Zement ist ein hydraulisches Bindemittel für die Baustoffe Mörtel und Beton.

Zementit

Zementit ist eine Verbindung von Eisen und Kohlenstoff der Zusammensetzung Fe3C (ein Eisencarbid) und tritt als metastabile Phase in Stahl und weißem Gusseisen auf.

Zerstörende Prüfung

Prüfung auf innere oder äußere Unregelmäßigkeiten oder zur Abschätzung mechanischer oder metallurgischer Merkmale durch mechanische Einflüsse, die sich im Allgemeinen durch die Zerstörung des Werkstoffs ergeben.

Ziehmittel

Ziehmittel sind Fette, Öle, Seifen und Überzüge, mit denen die Oberflächenbeschaffenheit des Werkstücks verbessert und Verschleißerscheinungen am Werkzeug vermindert werden.

Zinkblume

Oberflächenausbildung, die bei der Erstarrung von Zinküberzügen entsteht.

Zinklamellenbeschichtung

Korrosionsschutzbeschichtung für den Schüttgutbereich (Verbindungsmittel, Kleinteile), die im Tauch- bzw. Schleuderverfahren aufgebracht wird. Die Grundschicht besteht aus Zink- und Aluminiumlamellen. Durch das Zink wird ein kathodischer Korrosionsschutz erreicht. Als Deckschicht können zudem integrierte Schmiermittel aufgebracht werden.

Zinklamellenüberzug

Nicht elektrolytisch aufgebrachte Beschichtung als Korrosionsschutz, sie besteht aus einer Mischung von Zink- und Aluminiumlamellen.

Zinkor

Elektrolytisch-verzinktes Feinblech.

Zinnbad

Bei der Herstellung von Floatglas schwimmt das Glas auf einer Seite auf flüssigem Zinn. Dabei diffundieren Zinnionen in die Glasoberfläche und können durch Schwarzlicht sichtbar gemacht werden.

Zinnbadseite

Bestimmt die Seite des Floatglases, die beim Floatverfahren dem Zinnbad zugewandt war. Bestimmung erfolgt mittels spezieller UV-Lampe. Die Oberfläche des Glases erscheint beim Anstrahlen milchig. Experimentelle Untersuchungen zeigten schlechter Festigkeitswerte bei strukturellen Verklebungen auf der Zinnbadseite.

Zinnseite

Bezeichnung für die Floatglasseite, die mit dem Zinnbad in Berührung kommt. Diese zeichnet sich durch verringerte mechanische Festigkeit, aber erhöhte chemische Resistenz aus. Erkennbar durch leichtes Fluoreszieren unter UV-Licht.

Zugband

Ein Zugband wird meist bei Bogentragwerken angewendet, wenn die Auflager die enorm hohen Schubkräfte nicht aufnehmen können oder sollen. Durch das Zugband werden die beiden äußeren Bogenauflager auf Zug verbunden.

Zugfestigkeit

Werkstoffkennwert, der kennzeichnet, welche Kraft je Flächeneinheit bis zum Versagen aufgenommen werden kann. Einheit: N/mm². Die Bestimmung erfolgt mit genormten Versuchen an standardisierten Prüfkörpern.

Zugspannungen

Begriff in der Baustatik. Spannung in einem Bauteil durch Zugkräfte. Je nach Ort entstehen im Stahlbeton Zug- oder Druckspannungen. Zugspannungen entstehen bevorzugt in Feldmitte unten und am Deckenauflager oben.

Zugstäbe

Zugstäbe sind, wie der Name schon sagt, Stäbe, die Zugnormalkräfte aufnehmen, beispielsweise die Diagonalen von Fachwerken oder Verbänden. Wenn sichergestellt ist, dass das entsprechende Bauteil nur Zugkräfte aufnehmen muss, kann ein schlankes Profil mit geringer Biegesteifigkeit gewählt und dadurch eine filigrane Optik erzeugt werden.

Zugversuch

Der Zugversuch ist ein genormtes Standardverfahren der Werkstoffprüfung zum Messen der Zugfestigkeit und weiterer Werkstoffkennwerte. Das Ergebnis des Zugversuchs ist das Nennspannungs-/Totaldehnungsdiagramm.

Zulassung im Einzelfall

Eine Zulassung im Einzelfall (ZIE) wird benötigt, wenn ein Bauteil (z. B. ein Glasgeländer) keine Allgemeine Bauaufsichtliche Zulassung hat. Hierfür sind in der Regel Tests durchzuführen, die von einer unabhängigen Stelle überwacht werden.

Zunder

Abbrand oder Oxidschicht, die sich beim Glühen, Walzen oder Schmieden von Stahl auf seiner Oberfläche bildet. Eine Zunderdecke besteht aus mehreren Oxidationsschichten, die sich chemisch unterscheiden (Walzhaut).

Zwangsbelüftung

Bei der Zwangsbelüftung übernehmen motorbetriebene Lüfter mit Thermoschaltungen die Abfuhr der Überschusswärme. Sie saugen im Firstbereich die Warmluft an und blasen sie aus. Im Fußbereich strömt kältere Luft nach. Schutzgitter halten Insekten ab.

Zweibarrierensystem

Effektive und dauerhafte Dichtung von Isoliergläsern durch eine Versiegelung mit Polyisobutylen und eine zweite Versiegelung mit Polysulfid, Polyurethan oder Silikon.

Zweischalige Fassade

Fassade mit innerer und äußerer Hülle. Der Zwischenraum dient dem Witterungs- und Sonnenschutz, der Belüftung, der Wartung und auch als Fluchtweg. Manchmal auch als Konvektionsfassade bezeichnet.

Zweite-Haut-Fassade

Eine Zweite-Haut-Fassade ist eine nach außen offene zweischalige Fassade. Der Sonnenschutz im Zwischenraum ist durch die äußere Fassade geschützt. Über raumseitig zu öffnende Fensterflügel können die Räume belüftet werden, womit eine natürliche Belüftung möglich ist.

Zwischenschicht

Bei laminiertem Glas das Material, mit dem die Scheiben fest miteinander verbunden werden. Bei Verbundsicherheitsglas handelt es sich um PVB, bei Verbundglas um Gießharz.

Zytoplasma

Als Zytoplasma (Cytoplasma) wird eine Grundstruktur bezeichnet, die eine biologische Zelle ausfüllt.
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