Bahnhof München-Fröttmaning, Deutschland

bahnhof münchen-fröttmaning

Der Neubau der Fußballarena in München machte den Umbau des Bahnhofs Fröttmaning erforderlich. Um den Andrang zehntausender Stadionbesucher bewältigen zu können, musste der Bahnhof von zwei auf vier Gleise erweitert werden. Eine neu errichtete Brücke über den U-Bahn-Betriebshof verbindet das Stadion mit dem Bahnhof.

  • Das Architekturbüro Bohn entwickelte eine Stahl-Membrankonstruktion, die sich sanft aus dem Gelände erhebt und als Bogendachkonstruktion ca. 200m lang über beide Bahnsteige spannt. Die Tragkonstruktion besteht aus kastenförmigen Trägern, die nach jeweils zwei Membranfeldern auf „Baumstütze” aufgelagert sind. Zwischen den Hauptträgern liegen acht parallel zu den Gleisen verlaufende Rohrbögen, die die Membrane formen und der Vorspannung dienen. Die Längsseiten der 25 quer zur Gleisachse gespannten Folienfelder in der Größe 8m x 25m sind an die kastenförmigen Träger geklemmt. Diese dienen gleichzeitig als Entwässerungsrinnen. 23 der Membranfelder erhielten am First eine Rauchabzugsöffnung, die mit einem kleinen Bogendach gegen Niederschläge geschützt ist. Nachts wird die Konstruktion von unten beleuchtet. Die lichtdurchlässige Membranfläche aus teflonbeschichtetem Glasfasergewebe lässt den Bahnhof weithin sichtbar erstrahlen.

Bauherr Landeshauptstadt München (DE)
Architekt Bohn Architekten, München (DE)
Fertigstellung 2005
Leistung von seele
  • Membranfläche: 7.200qm 
  • Material: PTFE-beschichtetes Glasfasergewebe 

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