Innovative Seilfassade für den 33rd Penn Station Entrance in New York made by seele

105t

Primärstahlbau 

15m

hoher Portalrahmen

139

doppelt gebogene Glasscheiben

60

doppelt gebogene Paneele aus Schwarzstahl

eine komplexe seilfassade für den eingang der 33rd penn station in new york

Die Penn Station gilt als einer der wichtigsten Bahnhöfe in New York. Täglich nutzen circa 650.000 Personen den Knotenpunkt am berühmte Madison Square Garden. Um der hohen Personenfrequenz gerecht zu werden, ist an der 33rd Street/7th Avenue ein neuer Haupteingang geplant.
Das Design von SOM sieht ein 277qm großes und 12m hohes Vordach mit einer antiklastischen, seilgespannten Gebäudehülle vor. Als primäre Tragstruktur dient eine Stahlkonstruktion in Form eines 14,6m hohen, A-förmigen Rahmens, der um 45 Grad geneigt ist und den Eingang bildet. Weitere Komponente ist ein umlaufender, ovaler Randträger mit maximalen Maßen von ca. 30m Länge und 13m Breite für den Bodenanschluss.

  • Da der Stahlbau vollständig frei liegt, bestehen vor allem bezüglich der Oberfläche besondere Anforderungen (AESS 4). Des Weiteren werden bauseits zahlreiche Einbauten zur Wasserführung oder Beleuchtungstechnik integriert, deren Anschlüsse beim Stahlbau berücksichtigt werden müssen.
    Zwischen dem Portalrahmen und dem Randträger befindet sich die Seilfassade bestehend aus doppelt gebogenen Glaslaminaten, befestigt mit individuellen Punkt-Klemmhaltern. Sowohl der Portalrahmen als auch dessen Kopfpunkt erhalten eine Verglasung aus VSG-Scheiben.
    In der Öffnung zum Untergeschoss setzt sich das Design fort: 60 doppelt gebogene und linienförmig verlaufende Paneele aus Schwarzstahl, die an einer Unterkonstruktion abgehängt werden, bilden die Verkleidung für die ovale Brüstung. Durch deren trichterförmig anmutende Form wird ein fließender Übergang nach oben zum Vordach geschaffen, woraus sich eine scheinbar unendliche Perspektive ergibt.

    Headerbild und Referenzübersicht: © AECOM/SOM

© AECOM/SOM
© AECOM/SOM
© AECOM/SOM

Hohe Anforderungen an den Stahlbau

Aufgrund der architektonisch angestrebten Form der Fassade, müssen die Längsseile sehr hoch vorgespannt werden, um auch ausreichend Vorspannung in den Querseilen zu erreichen. Infolgedessen ist eine überhöhte Fertigung des Stahlrahmens notwendig. Bei der Montage werden die Seile zunächst mit Adapterstücken verlängert und anschließend gespannt, um den Rahmen in die finale Form zu bringen. Vor Ort werden die einzelnen Komponenten an den Stößen mit massiven Schrauben und Stirnplatten miteinander verbunden. Aufgrund der hohen Anforderung an die Ausführung des Stahlbaus (AESS 4), verlangen die Oberflächen und Schweißnähte eine hochpräzise Bearbeitung. Eine weitere Herausforderung stellen die schwer zugänglichen Einläufe für die Edelstahlseile dar: Neben ihnen müssen auch weitere Komponenten wie zum Beispiel Kabelkanäle für die Beleuchtung, die im Inneren des Stahlbaus verlaufen, berücksichtigt werden.

Die Stahlstruktur des umlaufenden Randträgers wird bei seele pilsen gefertigt. © seele
Im Inneren eines geschweißten Bauteils zeigt sich die Komplexität der Stahlstruktur. © seele

Bautafel

Bauherr Metropolitan Transportation Authority – MTA Construction & Development
Auftraggeber Skanska
Architekt AECOM / SOM
Fertigstellung 2020
Leistung von seele
  • 105t Primärstahlbau, bestehend aus
    • 15m hohem Portalrahmen
    • 45lfm umlaufendem Randträger
    • mit integrierten LED-Strahlern und LED-Leisten
  • Seilfassade
    • 139 doppelt gebogene und chemisch vorgespannte Glasscheiben in variierenden Größen
    • äußerster SGP-Interlayer mit Punkt-Raster bedruckt
    • Edelstahlseile
    • Edelstahl-Punkt-Klemmhalter
  • Verglaster Portalrahmen (VSG-Verglasung für Frontseite und Kopfpunkt)
  • Brüstungsverkleidung, bestehend aus 60 doppelt gebogenen Paneele aus Schwarzstahl sowie einer Unterkonstruktion