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InterContinental Hotel, Davos, Schweiz: seele realisierte einen Fassadenbau-Meilenstein mit fließend wirkender Stahlfassade, prägnanter Rundung und Optik.

820t

Stahlgewicht

28.000m

Schweißnähte

3mm

Toleranz

45.000qm

Spritzfläche

62.000

Einzelbauteile

hotel intercontinental davos – elegante 3D wellen aus stahl

Mit seiner ovalen Form und der fast fließend wirkenden Metallfassade bildet das Hauptgebäude des InterContinental Davos nach Plänen des Münchner Planungsbüros Oikios ein unverwechselbares neues Wahrzeichen. Die prägnante Rundung der Außenhülle fügt das Gebäude in die Umgebung ein und reduziert zugleich seine optische Dimension. Die nahezu schwebend anmutenden Fassadenelemente schmiegen sich wellenförmig an den im Kern streng orthogonal organisierten Baukörper an.

Jedes der 791 Brüstungselemente wurde als Unikat aufgefasst, das aber durch die immer gleiche, quadratisch aufgebaute Stahlrippenkonstruktion trotzdem sehr wirtschaftlich nach einem Baukastensystem hergestellt werden konnte. Die einzelnen Elemente in den Hauptgrößen von rund 1,6m x 4,5m und in Sondergrößen bis zu 14,6m Länge sind in ihrer Verarbeitungspräzision mit Möbelstücken vergleichbar und wurden auch ähnlich sorgfältig behandelt. Jedes Fassadenelement erhielt ein individuell gefertigtes Transportgestell, mit dem es per Lkw vom Produktionsstandort im tschechischen Pilsen ohne jede Beschädigung nach Davos gelangte.

  • Das hohe Maß an Vorfertigung und die exakte Logistik, zu der u.a. eine computerbasierte Montagesimulation gehörte, sicherten optimale Abläufe auf der Baustelle sowie die für ein Objekt dieser Größenordnung und Komplexität extrem kurze Montagezeit von nur sechs Monaten für alle Fassadenelemente, einschließlich der Dachkuppel.

    Projektbilder: © seele/René Müller

Die schimmernde Fassadenverkleidung des 42m hohen Luxushotels in Davos wurde aus Stahlbändern realisiert, die sich wellenförmig über zehn Etagen rings um den Baukörper ziehen.
Die Qualität der Oberflächen gleicht in ihrer Verarbeitungspräzision der eines Möbelstückes. Versteckte Verbindungsdetails in Edelstahl und das aufwendige Beschichtungssystem mit einer eigens entwickelten Nasslack-Deckbeschichtung erzeugen eine faszinierende Fassade.
Jedes Brüstungselement wurde als Unikat aufgefasst, das durch die immer gleiche, quadratisch aufgebaute Stahlrippenkonstruktion wirtschaftlich nach einem Baukastensystem hergestellt wurde.
Während die Horizontalelemente die eigentliche Brüstung bilden, verbinden die Vertikalelemente die Brüstungsreihen diagonal zu mehrgeschossigen Kaskaden.
Qualitätsanspruch, Kostenvorgaben, Baubarkeit und die Kontrolle der thermischen Ausdehnung führten zur Ausführung in Stahl. Die vorgegebene Komplexität der Form forderte eine elastische, dreidimensionale Verformung des Werkstoffes.
Der Name des Flurstücks „In der Stilli“, auf dem das Objekt gebaut wurde, verweist auf die ruhige, geschützte Lage. Ein Fichtenzapfen mit seinen glatten Samenschuppen aus dem angrenzenden Wald war weitere Inspirationsquelle. So entstand das umhüllende Rundoval des Hotels.
Studien vor Ort mit Messingpigmenten aus verschiedenen Minen weltweit, durchgeführt zu unterschiedlichen Jahreszeiten und Lichtbedingungen, führten zu der Entscheidung für eine champagnerfarbene Oberflächenveredelung mit Metallic-Effekt.

Die „nicht baubare Fassade“ wird realisiert

Eine so feingliedrig geformte Gebäudehülle mit immer wieder anders gerundeten Elementen schien – wenn überhaupt – zunächst nur aus Aluminium baubar zu sein. Den Alternativvorschlag für die Ausführung der Elemente aus Stahl unterbreitete der Fassadenspezialist seele mit einer Kombination aus Stahlrippenschalen als lastabtragendem inneren Trägerrost und elastisch aufgelegten Stahl-Dünnblechen als optisch hochwertige Außenhaut. Qualitätsanspruch, Kostenvorgaben, Baubarkeit und die Kontrolle der thermischen Ausdehnung führten zur Ausführung in Stahl. Die Bauweise erlaubte die originale Umsetzung der geplanten Geometrie mit hoher Präzision, geringsten Toleranzen und der im Entwurf vorgesehenen glatten Oberfläche. Der innere Trägerrost der Fassadenelemente besteht aus lasergebrannten Primär- und Sekundärrippen.

Um die Abhängigkeiten der komplexen Vorgaben modellieren zu können, wurden sämtliche architektonische Vorgaben und Regeln durch ein parametrisch gesteuertes Skript umgesetzt.
Eine parametrisierte Schablone mit Aufnahmebohrungen und präzisen Steckverbindungen in den Laserbrennteilen ermöglichte es, die Brüstungselemente in einem baukastenartigen Stecksystem zusammenzusetzen.
Ein hohes Maß an Vorfertigung und die exakte Logistik mit einer computerbasierten Montagesimulation waren die Basis für ein optimales Zusammenspiel auf der Baustelle. In sechs Monaten Bauzeit konnten alle Elemente montiert werden.
Jedes der 791 Brüstungselemente ist ein Unikat, wofür jeweils ein eigenes Transportgestell gezeichnet und angefertigt wurde. 200 Lkw-Transporte waren nötig um die Bauteile von Pilsen nach Davos zu befördern.

Bautafel

Bauherr Credit Suisse AG
Auftraggeber ARGE Baulink/Toneatti AG
Architekt Oikios GmbH
Ingenieur Wilhelm + Partner, Stuttgart (DE)
Fertigstellung 2013
Leistung von seele

Entwicklung, Planung, Fertigung und Montage von

  • 5.100qm Fassadenfläche des Hotel-Hauptgebäudes
  • 735qm aufgesetzten Aluminium-Lamellen für die Dachkuppel